Sexlose Ehe Fremdgehen oder nicht??

Das ist wesentlich komplexer... "Ich hätte ja sicher Lust wenn du das oder das machen würdest/ dich ändern würdest/... "
Damit ist deine Argumentation nur ein Ausgangspunkt für gegenseitige Schuldzuweisungen.
Wenn es wesentlich komplexer ist finde ich das ja sogar gut! Wenn es Dinge gibt mit denen man die Lust beim anderen wieder anfachen kann dann hat man ja zumindest die Möglichkeit daran zu arbeiten und gemeinsam eine Lösung zu finden. Würde ich jetzt nicht automatisch als Schuldzuweisung abtun, bzw eher positiv betrachten... DANN gibt es vielleicht Wege wie man in der Beziehung wieder mehr zueinander finden kann.

Problematischer wird das halt dort wo wirklich keine Lust vorhanden ist oder jemals wirklich vorhanden war. Kommt auch vor. Da kann Liebe und Zuneigung sein aber halt keine Lust auf Sex oder körperliche oder psychische Einschränkungen die Sex kompliziert machen. In dem Fall würde es mir eben sinnvoll erscheinen eine gewissene Offenheit was Sex betrifft zu diskutieren. Dann muss sich der lustlose Part nicht zu etwas zwingen was er/sie nicht will und der lüsterne Part muss nicht jahrelang verzichten und seine Bedürfnisse unterdrücken.

Und ja auch in Beziehungen halte ich es für wichtig manchmal einfach zu sagen was einen stört. Ich zum Beispiel rauche und weiß dass meine Freundin das insofern stört dass spontane Küsse halt eher selten sind... da geh ich vorher schnell eine Mundspülung machen und dann geht eh alles. Aber solche Störfaktoren muss man halt kennen und auch offen ansprechen können. Würde ich jetzt nicht als Schuldzuweisung sehen, sondern ist halt einfach so. Und ist auch ihr gutes Recht den Geschmack von Rauch nicht zu mögen
 
Das ist ein sehr schwieriges Thema, allein weil es eben zig verschiedene Ursachen, Beweggründe usw. gibt, ich denke man soll sich hüten hier Ratschläge preiszugeben,

Ich glaube, dass niemand etwas aus nur einem Grund tut. Und niemand ist ehrlich. Nicht zu sich selbst, nicht zu Anderen.

Es gibt viele Gründe, weshalb jemand fremd gehen kann (der Drang, möglichst viele Frauen zu befruchten ist und genetisch einprogrammiert, es gibt auch Macht, Dominanz, die Lust, den Partner zu quälen, das gesellschaftliche Prestige, Gewinn von Selbstbewusstsein, und viele, viele andere mehr). Und wahrscheinlich haben wir dabei den Einen, den wir uns selbst nennen und viele Weitere, die wir nicht wissen wollen.

Genauso ist es umgekehrt. Was ist, objektiv gesehen, schlimm, wenn jemand gelegentlich auswärts schläft? Natürlich ist das die Sache mit Krankheiten. Aber das große Problem Mist wohl eher Verlassensangst, Dominanz, Besitzdenken, ...
 
Ich müsste natürlich auch in Therapie zu gehen, um dort zu lernen, mit weniger Sex auszukommen.
In meinen Augen nicht, außer Du empfindest Dein Sexualverhalten zwang- bzw. krankhaft.
Therapie brauchst Du bei einer psychischen (Sexual-) Störung 😉

Aber ja, sollte eine Lebenssituation mit Leidensdruck verbunden sein, kann psychische Beratung helfen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn sie dir nicht geben kann oder will was du brauchst, aber auch nicht damit einverstanden ist dass du dir das anderswo holst dann wäre das für mich eine Red-Flag in einer Beziehung. Kein Trennungsgrund, aber glücklich wäre ich darüber auch nicht. Trotzdem würde ich auch dann nicht fremdgehen sondern vermutlich darunter leiden bis es mir irgendwann zu viel wird.
Wenn man in einer Beziehung (funktionierende Kommunikation vorausgesetzt) das nicht bekommt, was man braucht, dann bleibt nur das Hinterfragen der Beziehung.
Ein unerfülltes Bedürfnis wird auf Dauer einen Schatten auf die Beziehung werfen.
 
Wenn man in einer Beziehung (funktionierende Kommunikation vorausgesetzt) das nicht bekommt, was man braucht, dann bleibt nur das Hinterfragen der Beziehung.
Ein unerfülltes Bedürfnis wird auf Dauer einen Schatten auf die Beziehung werfen.
Stimmt.
Nur stellt ein Schatten nicht automatisch das Gesamte in Frage.
 
Stimmt.
Nur stellt ein Schatten nicht automatisch das Gesamte in Frage.
Es ist immer ein Abwägen und Setzen von Prioritäten.
Wäre der Leidensdruck so hoch, dass Betrug im Raum steht wie hier, ist das Gesamte auf jeden Fall in Frage gestellt.
Vertrauen ist wesentliche Zutat zu einer funktionierenden Beziehung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist immer ein Abwägen und Setzen von Prioritäten.
Wäre der Leidensdruck so hoch, dass Betrug im Raumsteht wie hier, ist das Gesamte auf jeden Fall in Frage gestellt.
Vertrauen ist wesentliche Zutat zu einer funktionierenden Beziehung.
Ich behaupte, die Art des Umgangs mit einer derartigen Situation ist sehr individuell und nur weil man sich selbst Bestimmtes nicht vorstellen kann, heißt es nicht, dass es für jemand anderen nicht ein befreiender und gangbarer Weg ist ... 😉
 
Zurück
Oben