ab wann ist man oberflächlich und geschmacklos?
Mal ein paar Stündchen drüber geschlafen.
Mann/Frau bleibt egal, alleine das wäre oberflächlich.
Das ist man vielleicht dann, wenn man wenig oder keine wunderbare und schöne Menschen in seinem eigenen Umfeld hat.
Vielleicht ist man es dann, wenn man nicht in einen Raum mit fremden Leuten gehen kann und rasch, die, die einem wunderbar und interessant scheinen, entdecken kann und auf sie zu gehen.
Dann, lieber Kukulcan (übrigens willkommen), dann zwingt es einen vielleicht dazu diese seltsamen Gedankengänge zu führen, die Du angesprochen hast.
Anderer Ansatz, ich geb mein Bestes:
Es erfordert Mut und unheimliches Interesse an Menschen, um ihre Schönheit frei entdecken zu wollen.
Noch mehr Mut und ebensolches Interesse, die eigene Schönheit zu entdecken und zu leben.
Ist das Leben nicht etwas zu kurz, um Lebensanschauungen anderer zu beurteilen und zu sezieren. (das ist dann eher geschmacklos)
Es gibt viel zu viele Menschen, die gefallen und es richtig Lebensfreude macht, sich mit ihnen auseinanderzusetzen, ihre Lebenskonzepte und ihr Wesen zu erkennen, sowie ihre Schönheit nach und nach wahr zu nehmen.
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Lebenskonzepte, da gehört oft die Entscheidung zum Aussehen dazu, die in einem selbst ein ungutes Gefühl machen, haben genauso ihre Berechtigung nur gibt es kaum Berührungspunkte.
Ich denke, für mich persönlich, ist man oberflächlich, wenn man Oberflächlichkeit in und an Menschen halbherzig und urteilend zu suchen beginnt, die einem absolut wesensfremd sind, man keinen Zugang hat oder findet. Sich drüber stellen und sie in die Trottl-Lade zu stecken, das ist oberflächlich, denke ich mal.
Die Tiefe findet man dort, wo man sich berühren lässt und berühren darf. (ganz besonders von Schönheit, bezaubernd und stimmig)
Geschmacklos sind Menschen für mich, die urteilen inwendig und auswendig.
"Du schaust aus, wie...", "Du kannst nicht sinnerfassend Lesen,...." "Warum richtest Du Dich so her" "Du hast wohl nicht die geistige Kapazität Wikipedia zu glauben" u.s.w.
Das ist einfach wenig elegant und äußerst unschön.
Ganz erschreckend finde ich übrigens Menschen, bei denen man äußerlich bereits erkennt, dass sie sich nie gefunden haben bzw. sich aufgegeben haben.
Ganz unschön empfinde ich Menschen, die über sich selbst sagen, dass sie schön und sympathisch sind, Ausstrahlung und wunderbaren Körper besitzen, empathisch oder intelligent sind.
Sagen kann man so etwas, so man elegant und souverän sein will, nie über sich selbst. Das ist richtig unschön. (Das tun andere, die über einen reden, wenn es denn so ist)
Das wirkt nicht attraktiv, schon gar nicht wesensschön, sondern dann eher verzweifelt trampelig, was ich persönlich geschmacklos empfinde. 
...jemanden zu erzählen, wie man aussieht und wie man ist, ist - räusper - trau mich jetzt kein Wort finden...…..
Wenn jemand sagen und erklären muss, warum und wie er äußerlich schön, gepflegt, trainiert ist und innerlich schlau, sensibel und empathisch ist, ist´s mau.
Diese "Oberflächlichkeit" leiste ich mir ebenfalls aus Erfahrung sehr gerne. 