Für mich liegt der Unterschied zwischen "No-Go" und Tabu einfach in der emotionalen Besetzung. No-Gos gibt's viele, habe ich ja erwähnt. Selbstverständlichkeiten wie Hygiene oder Verbotenes halte ich nicht für erwähnenswert, Vorlieben oder Fetische sind vielfältig, wär also ziemlich albern, wenn ich behaupten würde, "alles" zu mögen. Dazu braucht's keine moralischen Einwände oder Wertungen, finde ich - paßt oder paßt nicht, so simpel.
"Tabu" bedeutet auch keine Wertung, die für irgendwen anderen als mich selbst relevant wäre, das ist einfach der Bereich, der sehr stark emotional triggert und hat für mich was mit persönlichen Grenzen zu tun, die ich im Bedarfsfall kommuniziere und erwarte, daß diese Grenzen dann auch eingehalten werden. Im Prinzip kann man damit auch "spielen" - im erwähnten Beispiel mit dem Schlagen einer Frau vor meinen Augen hat der Spielpartner meine Grenzen ausgelotet (nicht ihre, es kam gar nicht erst zur "Ausführung") und das war gut so. Werden vermutlich aber nur jene verstehen, die mit Mindgames was anfangen können, ist nicht jedermanns Sache.