Lustlose Frauen

  • Ersteller Ersteller Gast
  • Erstellt am Erstellt am
"Eine Kammer des Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) entschied mit Urteil vom 23. Januar 2025 (AZ: Beschw.-Nr. 13805/21), dass Geschlechtsverkehr nicht zu den ehelichen Pflichten gehört, die man mit der Schließung der Ehe eingeht. Eine derartige Pflicht laufe nach Art. 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) „der sexuellen Freiheit, dem Recht auf körperliche Selbstbestimmung und der positiven Präventionspflicht der Vertragsstaaten im Rahmen der Bekämpfung von häuslicher und sexueller Gewalt zuwider“. Auch in der Ehe müssten beide Ehepartner frei entscheiden können, wann und unter welchen Umständen sie sich auf sexuelle Beziehungen einlassen."

Ja, ich hab tatsächlich Wiki bemüht :mrgreen:

...heirat'n und dann ned budan diafn?...... jo wo cumma ma denn do no hi... am End kochts ned amoi oda woscht de Wäsch....
 
«Ich habe keine Lust mehr auf Sex» https://share.google/lVTdWKfPAtOHtorj2

Hier schreibt eine verheiratete Frau mit Kindern, dass ihr 1x pro Jahr Sex reicht, sie es blöd findet, dass es keine Medikamente gegen männliche Lust gibt - denn sie hat ja kein Problem - und dass ihr Mann trotzdem nicht fremd gehen darf - er soll eben andere Dinge wichtiger finden.

Fand ich interessant, da solche Frauen ja nicht im EF zu finden sind und man sich häufig fragt, was sie denken, wie ihr Mann mit der Situation umgehen soll....
Ich halte "Linda" für eine fiktive Figur, auch der Dialog zum Schluss - grob gesagt: Bläst halt mal wenigstens - halte ich für höchst übertrieben.

Meiner bescheidenen Meinung zu dem Thema ist: Wenn Frauen (mit Kindern) keine Lust mehr auf Sex haben, wird das in den meisten Fällen NICHT am Küchentisch besprochen. Es wird sicher Thema, aber eher selten in so einem Setting. Es wird entweder gar nicht drüber geredet oder es gibt meist gegenseitige Vorwürfe. Was ich ein wenig misse in diesem Artikel ist, wie alt sind die Beiden, wie lange sind sie verheiratet, wie war ihr Intimleben vor den Kindern, wie war es in der Verliebtheitsphase etc. Was ich hier lese ist eine fiktive frustrierte weibliche Person namens Linda, die all die Klischees von Frigidität zeigt. Unglaubwürdig!

Abgesehen davon ...

Es gibt halt einfach Paare, die haben sich sexuell auseinandergelebt, sie steht nicht mehr auf ihn, er nicht mehr auf sie. Kinder werden gern als Ausrede hergenommen, auch Haushalt etc. Alles hat seine Berechtigung. Aber es mangelt an einer Form der Ehrlichkeit sich selbst gegenüber. Es ist ok, keinen Bock mehr auf Sex zu haben - auch in einer Beziehung. Ist es dann fair vom Partner zu verlangen, dass er sich gefälligst auch an diese (für ihn auferlegte) Zwangsabstinenz zu halten? Vor allem konservative Beziehungen verlangen das von sich selbst. Monogamie unter allen Umständen, weil man das von sich selbst und weils von anderen erwartet wird. Kommt da noch religiöse Gründe dazu, dann kann man das Thema der Öffnung der Beziehung oder offene Sexualität oder das Zulassen, dass der Partner die Möglichkeit bekommt, diesen Part von Intimität sich von jemand andern zu holen.

Die Frage nach einer Pille GEGEN die Lust des Mannes ist albern, es gibt ja auch keine Pille gegen die Lust der Frau. Somit ist das einfach nur sinnloses und inhaltsloses Blabla. Passend zum Rest des Artikels.

Das ist ein echtes Dilemma. Denn eines ist klar, "Linda" wird ihren Mann nicht zwingen, sich an ihren Vorgaben zu halten - das wäre nicht fair und gesund schon gar nicht. Er wird das tun, was halt viele Männer in ähnlich gelagerten Beziehungen tun, sie werden ihre Frauen betrügen, egal ob über Seitensprung, Affären oder Paysex. Und ganz ehrlich, das wissen diese Frauen auch.

Auch der Satz zum Schluss, dass der Mann noch Hoffnung auf ein glückliches Sexleben hat, ist reine Fantasie. Wunschdenken im besten Falle.

Meine Empfehlung: Beziehung beenden oder öffnen.
 
Wenn mich mein Mann küssen will, dann werde ich zu Stein.
Ich entziehe mich ihm und murmle etwas wie: «Ich muss jetzt vorwärts machen.» Ich befreie mich und flüchte – und hoffe, dass sein nächster Versuch lange auf sich warten lässt. Oft bin ich einfach nur froh, wenn er mich nicht anspricht und nichts von mir will – vor allem abends, wenn die Kinder im Bett sind.

Ich will einfach nur für mich sein und meine Ruhe haben.

Ich war noch nie ein Mensch, der besonders viel Nähe braucht. Dennoch hatten wir insbesondere am Anfang unserer Beziehung oft und wirklich sehr schönen Sex. Er ist ein sehr guter Liebhaber.

Wenn ich mit jemandem Lust auf Sex hätte, dann mit meinem Mann.

Ein Szenario, an dem unzählige Ehen zerbrechen oder die beiden Eheleute oft in eine Art Lethargie verfallen. Ich habe es einmal Ehefalle genannt.

Ich möchte keine Schuldzuweisungen anführen, von wegen, die lustlose Frau sei an allem schuld oder der geile Bock von Ehemann ist es. Es ist das Dilemma, in das viele Ehepaare rutschen und die Ehe für beide zur Zwickmühle mit Ausweglosigkeit macht.
Das Schlimme an der Sache ist, dass beiden zu Anfang meist mehr oder weniger großen Spaß miteinander haben. In der Regel mit dem ersten Kind und weiteren Kinder kommt es dann zu beschriebenen Szenario und dann driften beide Eheleute gefühlsmäßig total auseinander.
 
"Eine Kammer des Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) entschied mit Urteil vom 23. Januar 2025 (AZ: Beschw.-Nr. 13805/21), dass Geschlechtsverkehr nicht zu den ehelichen Pflichten gehört, die man mit der Schließung der Ehe eingeht. Eine derartige Pflicht laufe nach Art. 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) „der sexuellen Freiheit, dem Recht auf körperliche Selbstbestimmung und der positiven Präventionspflicht der Vertragsstaaten im Rahmen der Bekämpfung von häuslicher und sexueller Gewalt zuwider“. Auch in der Ehe müssten beide Ehepartner frei entscheiden können, wann und unter welchen Umständen sie sich auf sexuelle Beziehungen einlassen."

Ja, ich hab tatsächlich Wiki bemüht :mrgreen:

👍 Danke ☺️

Ich hab in erster Linie in religiöse Richtung gedacht. 😅

Screenshot_2025-08-21-20-55-01-413-edit_com.android.chrome.jpg
 
Ich halte "Linda" für eine fiktive Figur, auch der Dialog zum Schluss - grob gesagt: Bläst halt mal wenigstens - halte ich für höchst übertrieben.
Hier und in deinem ersten Absatz muss ich dir in einigen Punkten leider widersprechen. Mag sein, dass diese Linda eine fiktive Person ist, sie steht jedenfalls für das Ehedilemma, das es zigtausendmal gibt. Ich bin es gerade mal durchgegangen, kann auf Anhieb 10 Paare aus dem Bekannten und Freundeskreis aufzählen

Abgesehen davon ..
Ab hier gehe ich in den meisten Punkten mit.

.Meine Empfehlung: Beziehung beenden oder öffnen.
Das wäre eine logische Konsequenz. Aber warum das Problem nicht bei der Wurzel packen und junge Leute aufklären, wo die Fallen lauern.
Ich würde den Artikel sogar als einen brauchbaren, solchen Anfang einordnen.
 
Dieses Problem kenne ich als verheirateter Mann mit zwei Jugendlichen auch.

Schwierige Situation, für beide Seiten. Für meine Frau gehörte und gehört ein stimmiges Umfeld und genügend Energie, um sexuell interessiert zu sein.
Ich hingegen konnte und kann auch Sex haben, wenn ich weniger Energie habe.

Wir sind beide voll berufstätig und Kinder großzuziehen zehrt an den Kräften und fordert die Beziehung in all seinen Facetten ordentlich heraus.

Trotz aller Herausforderungen sind wir noch zusammen, auch wenn ich schon 2x ausziehen wollte. Es ist und bleibt harte Arbeit. GsD gibt es auch die schönen Momente als Paar, manchmal mehr, manchmal weniger.
 
Ich glaube, solche Situationen wird es öfter geben, kein Einzelfall. Daher viele Trennungen oder Seitensprünge. Kommt auch drauf an wie alt die Kinder sind, noch klein haben mehrere keine Lust, anstrengend. Werden sie älter, sieht die Sache wieder ganz anders aus. Mann sagt mir der Zeit nicht viel und holt sich hin und wieder seinen Spaß und lässt sie in dem Glauben dass alles i.O. ist🤷🏻‍♀️

Ist nur meine Denkweise
Die aber sehr richtig ist 👋👋
 
«Ich habe keine Lust mehr auf Sex» https://share.google/lVTdWKfPAtOHtorj2

Hier schreibt eine verheiratete Frau mit Kindern, dass ihr 1x pro Jahr Sex reicht, sie es blöd findet, dass es keine Medikamente gegen männliche Lust gibt - denn sie hat ja kein Problem - und dass ihr Mann trotzdem nicht fremd gehen darf - er soll eben andere Dinge wichtiger finden.

Fand ich interessant, da solche Frauen ja nicht im EF zu finden sind und man sich häufig fragt, was sie denken, wie ihr Mann mit der Situation umgehen soll....
"Heterofatalismus", also weibliche Intoleranz für männliches Verhalten nimmt zu. Frauen, die lieber lesbisch oder völlig abstinent leben als mit einem Mann, gibt es immer mehr und damit immer mehr einsame Kerle. Es ist an uns Männern und Frauen, das Patriarchat zu zerstören, das so viele Menschen unglücklich macht. Das geht uns alle an!
 
«Ich habe keine Lust mehr auf Sex» https://share.google/lVTdWKfPAtOHtorj2

Hier schreibt eine verheiratete Frau mit Kindern, dass ihr 1x pro Jahr Sex reicht, sie es blöd findet, dass es keine Medikamente gegen männliche Lust gibt - denn sie hat ja kein Problem - und dass ihr Mann trotzdem nicht fremd gehen darf - er soll eben andere Dinge wichtiger finden.

Fand ich interessant, da solche Frauen ja nicht im EF zu finden sind und man sich häufig fragt, was sie denken, wie ihr Mann mit der Situation umgehen soll....
"Heterofatalismus", also weibliche Intoleranz für männliches Verhalten nimmt zu. Frauen, die lieber lesbisch oder völlig abstinent leben als mit einem Mann, gibt es immer mehr und damit immer mehr einsame Kerle. Es ist an uns Männern und Frauen, das Patriarchat zu zerstören, das so viele Menschen unglücklich macht. Das geht uns alle an!
 
"Heterofatalismus", also weibliche Intoleranz für männliches Verhalten nimmt zu. Frauen, die lieber lesbisch oder völlig abstinent leben als mit einem Mann, gibt es immer mehr und damit immer mehr einsame Kerle. Es ist an uns Männern und Frauen, das Patriarchat zu zerstören, das so viele Menschen unglücklich macht. Das geht uns alle an!
Fast...

Es liegt schon viel am Verhalten der Männer.
Einmal am See in die Runde geschaut und man sieht massenhaft alleinerziehende Frauen mit Männern^^ Dass Frau dann nicht in ihren Sex Drive kommt ist wenig verwunderlich.
 
Der Inhalt des Artikels kann zu 100 Protent aus dem Leben gegriffen sein. Dieser Artikel spiegelt die Probleme wieder mit denen ich als Ehemann jahrelang zu kämpfen hatte.

Einziger Unterschied, ich bin schlussendlich allein zur Paartherapie, weil meine ExFrau für sich entschieden hat ja eh kein Problem zu haben. Für sie war es nicht außergewöhnlich keine Lust zu verspüren oder Nähe zuzulassen und die Beziehung war in ihren Augen so auch in Ordnung.

Für mich war es dadurch schwieriger, da man sich selbst fragt ob mit einem selbst etwas nicht stimmt. Will man zu oft küssen? Ist zwei Mal Sex im Jahr wirklich zu viel? Man fühlt sich ständig ungeliebt, abgewiesen.

Und ja, wir hatten enorm viel Sex und Nähe zu Beginn unserer Beziehung. Der Sex war auch gut und sie hat ihn genossen und auch aktiv initiert.

Schlussendlich habe ich, trotz 2 Kindern, die Scheidung eingereicht. Ich wollte mich mit knapp 40 Jahren nicht selbst aufgeben und gefühlsmäßig abstumpfen.

Im Nachhinein betrachtet, es war in keinster Weise absehbar, also jeder der sagt, daß kann mir nicht passieren, dem muss ich sagen "who knows" - ich in meiner Ehe, hätte nie damit gerechnet, da wir eine tolle,harmonische und sexuelle Beziehung hatten.

Linda mag vielleicht fiktiv sein - das Thema jedoch in keinster Weise
 
Zurück
Oben