Hi,
Hallo Tom, wie ausergewöhnlich, dass du mich zitierst!
offensichtlich finde ich Deine Beiträge wertvoll genug um drauf zu antworten.
Mir ging es nicht um "dürfen oder nicht dürfen“, sondern um das, was in seinem Beitrag mitschwang: ein ziemlich grosses Defizit an Verständnis und Empathie für Frauen in den Wechseljahren.
Ich lese einen frustrierten Mann, der einerseits das Gefühl hat, "ritterlich" sein zu müssen, andererseits glaubt, dadurch benachteiligt zu sein.
Einen, der verbal nicht so differenziert ist, der als Mann gelernt hat, dass man nicht jammert und keine Verletzlichkeit zeigt. Frauen tun sich in unserer Gesellschaft viel leichter zu sagen "mich verletzt das". Und sie bekommen Mitgefühl, Männer werden eher mitleidig belächelt, wenn sie sowas sagen würden.
Wenn Du den Typen fragen würdest, wann seine Frau ihn das letzte mal umarmt hat und gesagt hat "Ich bin stolz, so einen tollen Kerl an meiner Seite zu haben" oder sonst ein Kompliment, er würde vielleicht sogar sagen "Noch nie".
Natürlich kann er einfach nur ein Arsch sein. Er kann aber auch ein nicht wortgewandter Mann sein, der am liebsten seiner Frau sagen wurde "Bitte hab mich lieb", sich aber nicht traut, weil er Angst hat, sonst nicht als "männlich" zu gelten.
Meiner Meinung nach, können die meisten Menschen sehr lange auf Sex verzichten, insbesondere wenn der Partner z.B. schwer erkrankt. Auf Zuneigung des Partners, eher nicht.
LG Tom