Doch fällt mir in unserer (Neue-) Medien verseuchten und leistungsorientierten Konsumgesellschaft immer mehr auf, das Sex für einige einen gewissen (zu hohen) Stellenwert hat.
.. Da wird der niedere Instinkt angesprochen.
Sex sells..
Und es funktioniert - warum also was ändern in der Marketingstrategie?
Und unsere Umwelt wieder hinterfragen, statt uns von Instagram-Ästhetik, Mode und Product-Placement ein unheimlich bedeutsames Leben vorgaukeln zu lassen.
Das is aber in erster Linie ein Teenagerproblem. Man weiß doch, dass das nicht das wahre Leben ist - selbst Instagramerinnen zeigen das schon. (Fotos von gleichen Posen am Morgen/Abend, aus verschiedenen Blickwinkel, mit einem anderen Filter,...)
Da wird also schon Aufklärung betrieben - auch von jenen die diese Verhaltensmuster (also das negative das du ansprichst)
produzieren.
By the way: Durch Instagram schaut so mancher mit offeneren Augen in die Welt. Die suchen halt das nächste ästhetische Ding das sie fotografieren können. Dadurch wird die Umwelt auch bewusster wahrgenommen. (aus welchen Gründen sei mal ausgeklammert..)
Eine Münze hat halt immer zwei Seiten. Und man kann sich auf das negative versteifen - muss man aber nicht.
Bin ich denn wirklich heutzutage ein "Niemand", nur weil ich eine Woche keinen Sex hatte?
Das is aber eine ganz andere Baustelle.
Was du oben ansprichst hat den Effekt, dass man sich selber geiler machen will. Schöner, schneller, besser.
Selbstdarstellung ist das Stichwort.
Ob du tatsächlich gefickt hast is egal. Du musst es rüberbringen können.
Wenn man das denn will... - das is aber Pubertärer Scheiß, dass sich die Jungs und Mädls was vorlügen innerhalb der Clique... Das verliert sich mit der Zeit wenn man weiß dass man reden muss miteinander und auch zuhören und dass nicht alles was glänzt Gold is und dass nicht alles was am Boden liegt Scheiße ist...
Aber das is halt was, was man lernen muss. Das hat IMHO wenig mit der Generation Y per se zu tun sondern mit einem lernprozess der Generationsübergreifend (also auch Menschen die nicht mit den neuen Medien aufgewachsen sind müssen lernen wie man damit umgeht) und Generationsunabhängig ist.
Die entsprechende Generation hat teilweise den Bezug zum realen Leben verloren, da sie einen grossen Teil ihrer Zeit im Netz verbringt.
Du zeigst mit einem Finger auf andere - drei bleiben dabei aber auf dich gerichtet mein Guter. Auch du verbringst viel Zeit im Netz.
Das sieht man auf der Strasse, in der U-Bahn etc, das Reale drumrum wird gar nicht mehr wahrgenommen.
Das ist nicht Gernerationsabhängig... Ich seh' so viele in der uBahn CandyCrush oder anderen scheiß spielen während die Mutter/Großmutter am Handy hängt.. Machen wir uns da mal nix vor.
Es is eh schon gesagt worden, dass es kein "früher war alles besser" Thread werden soll. Aber das sind Gesamtgesellschaftliche Prozesse die immer schon da waren. Leistungsorientiertheit is nix was die jetzige Generation erschaffen hat.
Ich glaube aber, dass das ein zu großes Thema is um es virtuell zu diskutieren... Sehr vielschichtig das ganze... darum glaub' ich, dass das mein einziger Post hier gewesen sein wird.
Zum Abschluss: Bei Socal Networks genauso wie in der realen Welt hat man halt seine Blase in der man sich bewegt. Die Welt ist noch lange kein Sodom und Gomorra.. Ein Wandel war schon immer da.