Lust als Lebensinhalt?

Mitglied #436609

High Heels & High Expectations
Weiblich Hetero Österreich, Steiermark (8430) Dieser Benutzer hat 14 Checks Dieser Benutzer sucht keine Kontakte
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Zweisamkeit ist etwas schönes. Erotik, Lust und (guter) Sex ebenso.
Doch fällt mir in unserer (Neue-) Medien verseuchten und leistungsorientierten Konsumgesellschaft immer mehr auf, das Sex für einige einen gewissen (zu hohen) Stellenwert hat.
Das Streben nach immer mehr Abgrenzung und Extremen hat sich im Selbstzweck verloren, was uns in eine kreative Sackgasse führte.
Lust, Widerstand und ein freier Geist bleiben beim Streben nach "mehr" in Wirklichkeit auf der Strecke.
Es wäre doch schön, wenn wir einen Ausweg aus dieser Einbahnstraße fänden.
Und unsere Umwelt wieder hinterfragen, statt uns von Instagram-Ästhetik, Mode und Product-Placement ein unheimlich bedeutsames Leben vorgaukeln zu lassen.
Bin ich denn wirklich heutzutage ein "Niemand", nur weil ich eine Woche keinen Sex hatte?
Was meint Ihr?
 
Bin ich denn wirklich heutzutage ein "Niemand", nur weil ich eine Woche keinen Sex hatte?
Ich hoffe doch nicht.

Ich denke das ist keine Massenbewegung nur das jene welche immer mehr das Extreme suchen auch am meisten auf sich aufmerksam machen. Die große Masse sind die selben dämlichen von Angst geleiteten hirnlosen Zombis die brav im Hamsterrad weiter strampeln bis sie im Orcus verschwinden.
Die Kritik an der nachvolgenden Generation ist so alt wie die Menscheit bzw zumindest seit die Menschheit Zeit und Möglichkeit hat zu philosophieren. Also business as usual.
 
Ich bin da durchaus Deiner Meinung, und ich denke mal, dass daran zu einem Grossteil das Internet schuld ist. Die entsprechende Generation hat teilweise den Bezug zum realen Leben verloren, da sie einen grossen Teil ihrer Zeit im Netz verbringt. Das sieht man auf der Strasse, in der U-Bahn etc, das Reale drumrum wird gar nicht mehr wahrgenommen. Und da kommens dann automatisch irgendwann auf Sex- oder Partnerseiten, das erscheint einfacher als selbst real aktiv zu werden und omnipotent sinds da angeblich eh alle. Das will "ich" dann auch sein.
Und nein, eine Woche ohne Sex, oder auch länger, ist meiner Meinung nach völlig normal. Aber viele der "Frauenflüsterer" hier hatten wahrscheinlich noch nie Sex, weil sie nie gelernt haben, real mit anderen Menschen zu kommunizieren oder zu interagieren.
Was mich ausserdem irgendwie fassungslos macht, ist, wie viele der Generation Internet noch mit 25 oder 30 Jahren zuhause bei den Eltern wohnen. Wir haben damals mit 16 oder 17 angefangen, uns die Hörner abzustossen, ohne Internet, und sind mit 18 so schnell wie möglich daheim ausgezogen um selbständig zu werden.
 
Ich bin weder auf Instagram, noch bin ich empfänglich für Mode und Lifestyle Hypes.
Auch bereitet mir Dinge wie Kleidung zu kaufen kein Lusterlebnis bzw. fühle ich mich nicht besser danach.
Für mich ist shoppen eine lästige Angelegenheit, die ich halt erledige. Zum Glück großteils im Internet...

Was das Thema Lust und Sexualität betrifft, gehe ich die Dinge ganz entspannt an.
Denn in Wahrheit haben die meisten Menschen wenig Sex und wären froh, wenn es 2wöchentlich stattfände...

Es ist mir natürlich klar, daß die EF User mindestens 3x Sex pro Woche haben und ich eine Ausnahme bin. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hoffe doch nicht.

Ich denke das ist keine Massenbewegung nur das jene welche immer mehr das Extreme suchen auch am meisten auf sich aufmerksam machen. Die große Masse sind die selben dämlichen von Angst geleiteten hirnlosen Zombis die brav im Hamsterrad weiter strampeln bis sie im Orcus verschwinden.
Die Kritik an der nachvolgenden Generation ist so alt wie die Menscheit bzw zumindest seit die Menschheit Zeit und Möglichkeit hat zu philosophieren. Also business as usual.
Wohl wahr. Danke.
Mir fiel eben in letzter Zeit wieder auf, wie sehr "Individualität" zu Konsum-Massen-Trends geworden ist.
Seien es Tattoos, Swinger-Clubs, BDSM, uvm.
"Sei dabei, oder du bist voll `Out` und rückständig", schreit es aus dem TV, Magazinen, dem Netz etc.
Und wenn man sich die Zahl der Dating-Seiten anschaut, werden Sex und Lust gefeiert- aber auf Kosten der Menschlichkeit.
 
Ich glaube nicht, dass sich die Menschheit großartig verändert hat.
Aber durch die neuen Medien bekommen heute Leute eine breite Plattform, die es früher eben nicht gab.
Und indem diese jedem offen stehen, verändert sich unsere Wahrnehmung und der Informationsfluss.

Oberflächlichkeit und Mitläufertum gab es schon immer.
Auch gab es immer eine breite Masse an Menschen die nicht hinterfragt hat.

Was aber oft übersehen wird ist, wie teuer es heute im Vergleich zu früher ist, z.B. von zu Hause auszuziehen.
Wie viele nach absolvierem Studium froh sein müssen überhaupt ein Praktikum zu bekommen.
Die Wirtschaft hat sich gewaltig verändert, und dort schließt sich der Kreis mit der breiten, mitlaufenden und nicht hinterfragenden Masse.

Ich denke die Welt/Gesellschaft ist heute so wie sie ist, weil sich die Menschen in Wahrheit nicht großartig geändert haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wohl wahr. Danke.
Mir fiel eben in letzter Zeit wieder auf, wie sehr "Individualität" zu Konsum-Massen-Trends geworden ist.
Seien es Tattoos, Swinger-Clubs, BDSM, uvm.
"Sei dabei, oder du bist voll `Out` und rückständig", schreit es aus dem TV, Magazinen, dem Netz etc.
Und wenn man sich die Zahl der Dating-Seiten anschaut, werden Sex und Lust gefeiert- aber auf Kosten der Menschlichkeit.

Kürzlich war sogar in einem Extrateil der Süddeutschen Zeitung ein mehrseitiger Artikel zum Thema BDSM, zu Stammis und dergleichen. Mich würde interessieren , wieviel Prozent der Bevölkerung, den von dir angesprochenen Lebensstil pflegen. Was schätzt ihr?
 
die EF User mindestens 3x Sex pro Woche haben
Ganz genau.
Momentan habe ich das Gefühl, der Zenit ist bald erreicht, und es wird demnächst eine Trend-Wende kommen:
Du bist dann nix Besonderes, wenn du jeden Tag vögelst, sondern wirst eher bewundert,
wenn du "es" schon lange nicht mehr wolltest/hattest/musstest/brauchtest.???
 
Soll dass so ein früher war alles besser Thread sein?
Ich bin froh, dass die Möglichkeiten heute so omnipotent sind mich auszuleben und meiner Phantasie freien Lauf zu lassen. Solange das Gegenüber auch möchte.
Ist halt immer die Frage ob es das Verlangen früher nicht gab oder einfach die Möglichkeiten und die Toleranz nicht.
Da Sex in der Geschichte der Menschheit fast immer ein zentrales Thema glaube ich eher zweiteres.

Und ja, mich stört es wenn ich eine Woche keinen Sex hab weil ich Sex liebe. Mein Sexleben spielt sich aber auch im realen Leben und nicht im Internet statt.
 
Kürzlich war sogar in einem Extrateil der Süddeutschen Zeitung ein mehrseitiger Artikel zum Thema BDSM, zu Stammis und dergleichen. Mich würde interessieren , wieviel Prozent der Bevölkerung, den von dir angesprochenen Lebensstil pflegen. Was schätzt ihr?

Bilde mir ein mal etwas von 10% gehört zu haben. Aber Befragungen und Statistiken zu glauben, ist so eine Sache...
Außerdem ist es ja gerade mal wieder "voll modern" Handschellen am Nachtkastl zu haben...
Bald bist eher was Besonderes, wenn du sagt: "BDSM..?- brauch ich nicht. Hab auch so tollen Sex."
 
Wenn ich mir übrigens den Trend in manchen Clubs anschaue ist die Nachfrage nach sexuellen Abenteuern in jeder Altersschicht anzutreffen.
 
"Individualität" zu Konsum-Massen-Trends geworden ist.
Individualität und Massen Trend schließt sich für mich aus.
Das sich Trend auf seltsame Weise verändern ist mir sehr deutlich aufgefallen als plötzlich jede Menge Männer mit Flanellhemden und Vollbärten aufgetaucht sind, die nennen sich Hipster und dergleichen. Wtf? Vor 10 Jahren habens mich als Hinterwäldler oder Einsiedler bezeichnet und auf einmal ist das "fanzy" und "hip". Dann kommens mit "Lumbersexuell" :mauer:
 
Warum ist es eigentlich so wichtig was andere in ihrem Schlafzimmer treiben oder sonst wo und wie oft und mit wem.
Freut euch, dass ihr Generation super cool und selbstständig seit.
Die vor euch hat das whs auch ganz anders gesehen. ;)
 
Lust als Lebensinhalt:up:

Lust zum vögeln
Lust zum saufen
Lust zum surfen
Lust zum rumalbern
Lust zum ernstsein
Lust auf vieles

aber nicht nur und nicht jeden Tag:)
 
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