Du zeigst mit einem Finger auf andere - drei bleiben dabei aber auf dich gerichtet

Die Aussage hat mich so fasziniert, dass ich's gleich probieren und Finger zählen musste
ein zu großes Thema is um es virtuell zu diskutieren
Sind virtuelle Diskussionen, v.a. open space/open time, nicht genau das Richtige für große Themen?
Wobei, wieso
ein großes Thema?
Erstes Thema:
Lust im Allgemeinen ist ein toller Lebensinhalt, sexuelle Lust ja prinzipiell auch, aber halt nicht lebensfüllend (mein Körper hält's nicht durch


)
Zweites Thema:
Zweisamkeit ist etwas schönes. Erotik, Lust und (guter) Sex ebenso.
Doch fällt mir in unserer (Neue-) Medien verseuchten und leistungsorientierten Konsumgesellschaft immer mehr auf, das Sex für einige einen gewissen (zu hohen) Stellenwert hat.
Das Streben nach immer mehr Abgrenzung und Extremen hat sich im Selbstzweck verloren, was uns in eine kreative Sackgasse führte.
Lust, Widerstand und ein freier Geist bleiben beim Streben nach "mehr" in Wirklichkeit auf der Strecke.
Es wäre doch schön, wenn wir einen Ausweg aus dieser Einbahnstraße fänden.
Danach zu streben, das zu sein und tun, was man gern hat, und jenes bleiben zu lassen, was man nicht mag, ist mein pragmatischer Ansatz für einen möglichen Ausweg.
Dass auf jeden Einzelnen tonnenweise Eindrücke aus mehr und schnelleren Medien in unserer vernetzten Welt einprasseln und damit einhergehend positiv sowie negativ Informationen bereitstellen, Möglichkeiten aufzeigen und Bedürfnisse wecken, ist so - und überfordert mich auch des Öfteren, überwiegend find ich's positiv.
Ich spiel' lieber in der klimatisierten U-Bahn 5 Minuten mitm Handy, als mich in der ungefederten Pferdekutsche für 2 Stunden mitm Sitznachbarn nicht unterhalten zu können weil's so rumpelt.
Drittes, viertes und fünftes Thema:
Und unsere Umwelt wieder hinterfragen, statt uns von Instagram-Ästhetik, Mode und Product-Placement ein unheimlich bedeutsames Leben vorgaukeln zu lassen.
VR ist ein Teil unserer Umwelt.
Mode, also immer wieder was Neues, ist nix Neues, ich hab' mal gelernt (und dann mit Tinte auf Papier geschrieben), dass Veränderung ein menschliches Grundbedürfnis ist.
Werbung ist für mich auch einer der ungutesten Eindrücke aus den Medien, weil's halt leider auch oft desinformiert, falsche Fakten liefert, sich schwer unterscheiden lässt:
Was brauch ich, und habs - juhuu - gefunden? / Was hat mich gefunden, weil's gekauft werden will.
Werbung finanziert halt sehr viel davon, was wir als freie Medien wahrnehmen, zum Teil ist das ja auch positiv, ....
Sextes Thema
Bin ich denn wirklich heutzutage ein "Niemand", nur weil ich eine Woche keinen Sex hatte?
Was meint Ihr?
Das könnte - ähnlich wie Fasten oder Urlaub im Kloster - ein neuer Hype werden...

