Eigentlich geht es mir um das Kennenlernen.
(Wobei ich die Prämisse Paar werden, wozu auch immer, nicht als einzige sehe.)
Hier heißt es so oft, "Alle Männer lügen" oder "Man muss lügen, dass man zum Stich kommt." etc.
Das kann man umdrehen.
Scheinbar sind ja etliche mitunter recht angepisst, wenn die Wahrheit wie oben gesagt ans Tageslicht kommt und ein Lebensjahr z.B. für ein Jahr mit einer Lüge total verschissen ist.
Etwas nicht zu sagen sehe ich noch nicht zwangsläufig als Lüge, vielmehr als "nicht die Wahrheit sagen"
Eine Lüge ist das bewusste, vorsätzliche die Unwahrheit sagen.
Soso.

Jemanden im Glauben zu lassen, der aufgrund seiner Annahme Entscheidungen trifft, ist aber net der feine Zug.

Oft will man jemanden nicht zu nahe treten und höflich sein, denkt sich, wer würde es mir ja sagen - kann auch ein Fehler sein.
Nichts ist in Stein gemeißelt.
Der Ist-Stand wäre schon ganz fein, wenn man ihn denn hören will.
Moralisch hast Du recht, juristisch nicht.
Danke.
Das sehe ich ganz exakt so.
Tja und juristisch ist mir sowieso egal, meine Sachen regle ich mir selbst.
Das habe ich selbst bei der Scheidung so gehalten, wichtig war, dass es juristisch hält, sodass mir kein Jugendamt z.B. in die Suppe spucken kann.
Ich persönlich finde es nicht schlimm, wenn wer lügt, es sei denn es ist mit betrügerischer Absicht.
Prinzipiell gehe ich weder davon aus, dass jemand die Wahrheit sagt oder eben nicht.
Zuerst interessiert mich der Mensch, wie er tickt und ob er ehrlich ist oder nicht, merkt man sowas von zügig.
Manche sind sehr charmant mit ihren Geschichten, muss ich sagen, kann durchaus unterhaltsam und amüsant sein - mehr als die nackte, platte und öde Wahrheit.
Es gehören ja immer zwei dazu.
Einer der es tut. Und einer der es schluckt.
Mal ehrlich ich würde es gar nicht schaffen die ganze Wahrheit zu erzählen, net weil ich nicht will, sondern weil´s einfach zu lange ist.
Manches kann man abkürzen.
Z.B. wenn ich jemanden kennen lerne (a wieder net unbedingt paarorientiert) und ich erzähl so locker flockig, dass mein geschiedener Mann in meinem Haus lebt, dann kann ich da drüber reden und komm aus der Nummer die für mich durchgekaut ist, nimmer raus...…..muss das erzählen, wie es dazu kam, das braucht locker abgekürzt eine halbe Stunde damit es halbwegs wahrheitsgemäß verständlich ist. Das lass ich z.B. gern aus, es sei denn es kommt die Sprache drauf. Ist ja eh kein Geheimnis, aber sowas von zach beim Erzählen.
Kinder sind auch so ein Thema, wenn ich weg bin, mag ich nicht über Kinderkacke stundenlang diskutieren, die lebe bzw. habe sie lang genug gelebt. Das sind so einzigartige Personen, das und wie das Verhältnis ist, ist sowas von zach zum Erzählen und spielt dennoch eine große Rolle.
Was will ich sagen *kopfkratz*
Wenn man jemanden kennen lernt ist es unmöglich in zwei Stunden die ganze Wahrheit rein zu packen.
Es ist irgendwie die Aufgabe des Gegenübers dort Fragen zu stellen, wo sein Interesse liegt.
(wie umgekehrt - so lernt man jemanden kennen -
an seinen Fragen)
Sich hinzusetzen und zu sagen: "Und was machst Du so?" - da könnte ich persönlich nicht drauf antworten und ein gerades Bild von meinem Leben zeichnen.
Bösartig wäre es zu sagen, ich mache 9 to 5, habe keine Kinder, war immer ledig, wohne in einer Gemeindewohnung, gehe Samstags zum Ikea Mittag essen und ansonsten will ich nur an einer strammen Nudel saugen.
Das mit dem in die Augen schauen/Wahrheit erkennen und so glaub ich nicht. Wenn man es halbwegs kann, lügt man einem jeden ins Gesicht, wenn man will.
Wenn man bei genügend Elternabenden und Sprechstunden war, ist man bald in der Profiliga.
Tja und wenn man beruflich taktieren muss, kann man es ebenso.
Will man dann aber witzigerweise fast militant im privaten Umfeld nicht.