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wenn man sich selten trifft, ist es oft wie ein erstes Treffen, nur vertrauter. Wenn man sich selten trifft, ist es jedesmal wie ein Urlaub. Ein Doppelleben ist es nur dann, wenn man es verheimlicht. Und nur für den, der es verheimlicht.
Ich habe mir diesbezüglich auch schon Gedanken gemacht und bin dabei zu dem Schluss gekommen, dass Affären genau deswegen so lange halten, weil es dabei quasi ausschließlich um das "schöne" geht, der Alltag, die Probleme usw. bleiben draussen.
In Affären sieht man sich nicht täglich und wenn man sich trifft, dann ist es quasi immer körperlich. Dadurch dass man sich nicht ständig trifft, wird es auch nicht fad oder stumpft ab, es bleibt immer erfrischend und spannend.
Ich habe diese Erfahrung mit meiner eigenen Frau gemacht, wenn wir aufgrund irgendwelcher Umstände mal kurz getrennt waren.
Ich hatte mehrere längere Krankenhausaufenthalte (weit von zu Hause entfernt) inklusive mehrere Rehaaufenthalte und hab festgestellt, dass wir (20 Jahre verheiratet) uns bei den Besuchen am Wochenende wie frisch verliebte benahmen., komplett anders als sonst im Alltag.
Wir haben uns ständig befummelt, herumgschmust usw.... Man hat sich eben die ganze Woche nicht gesehen, und dann war man regelrecht gierig aufeinander.
So in etwas kann ich mir das bei affären auch vor stellen....
Für ein Doppelleben, bräuchte ich generell ein zweites Leben. In diesem einen geht sich das für mich nicht aus. Keine Zeit und kein Platz für einen zweiten Mann.
Intensivmediziner kann ich sehr empfehlen. Grundsätzlich schaden ein paar anatomische Grundkenntnisse generell nicht.
Wie @Mitglied #82398 schon sagte, Affären leben (auch) vom Cherrypicking, man macht quasi nur die schönen Dinge gemeinsam. Gerade wenn etwas länger dauert und sich intensiver anfühlt, verliert sich dieser Effekt etwas, dafür wird es aber auch inniger.
Das muss auch niemand.
Weder erwarte ich das von meinem Partner, noch kann ich es geben, alle Bedürfnisse zu erfüllen. Will ich auch gar nicht, denn dann geht man selbst verloren.
Eine Affäre brauch ich deswegen nicht.
Persönlich denke ich das „Entstehen“ und Grund einer Affäre da wohl eine große Rolle spielen und es wohl auch unterschiedliche Arten davon gibt.
Bei allen gemeinsam liegt wohl die Sehnsucht nach Abwechslung vom Alltag, der gemeinsame Genuss des schönen und neuen unten Belastung und das Gefühl des Begehrens wie es eben auch bei frisch verliebten der Fall ist.
Wenn aber im Laufe der Zeit sich sowas wie Gewohnheit einschleicht, enden Affären aber oft auch wieder mehr oder weniger schnell.
Ebenso ist es wenn sich bei einem der Beteiligten Entwicklungen ergeben die so am Beginn nicht bedacht wurden.
Manchmal aber, und das sind denk ich mal die langjährigen, findet man eine Affäre als die Ergänzung zu dem was man in der eigentlichen sonst jeweils passenden Beziehung „vermisst“, oder aus div. Gründen nicht ausgelebt werden kann.
Wenn dann Beide nur aufs ausleben dieser Ergänzung differenziert die gemeinsame Zeit genießen ohne Bestehendes in Frage zu stellen, kann das über Jahre eine Erfüllung sein.
Ja, letztlich ist schon jede Form einer Affäre irgendwie ein Versuch der Beteiligten sich die Rosinen des Lebens picken zu wollen - und dennoch kann es auch der eigentlichen Beziehung zuträglich sein.