Konsens und Einvernehmlichkeit im BDSM

Mitglied #548502

Power Mitglied
Männlich Hetero Österreich, Steiermark Dieser Benutzer hat 33 Checks Premium-Mitglied
Registriert
2.4.2020
Beiträge
11.779
Reaktionen
40.867
Checks
33
Ich habe dieses Thema gewählt weil es darüber oft Missverständnisse gibt.
Gerade wenn es um echte Bestrafung, geht hört bei vielen die Einvernehmlichkeit auf.
Ich möchte aber Vorweg klar sagen, dass ich nur an Kommentaren und Meinungen von Leuten interessiert bin,
die einvernehmlich BDSM betreiben.

Sind es wirklich alles Masochisten die nach einer Bestrafung lechsen?
Die dann logischerweise keine mehr ist.
Ein Sklave hat bedingungslos zu gehorchen, stimmt das?
Gibt es ein BDSM auch ganz ohne Schmerzen?

Ich freue mich auf eine spannende und sachliche Diskussion. Ich möchte einfach nur mehr gegenseitiges Verständnis generieren.
 
Stehen Deine Wünsche im Vordergrund oder zählen nur die Wünschen Deines Herren.
Wie geht Ihr mit Fehlleistungen um?
Ich bezeichne ihn weder als meinen Herren, noch meinen Dom oder sonst irgendwas dergleichen. Aber zum besseren Verständnis können wir das gerne so beibehalten.

Wir leben das nicht 24/7 als Machtgefälle. Welche Wünsche im Vordergrund stehen, ist eher situationsabhängig. Manchmal geplant, manchmal spontan. Während der D/s - Situation stehen immer seine Wünsche im Vordergrund, natürlich immer innerhalb des Konsens.

Ich bin perfekt und mache keine Fehler 😎
 
Ich erachte BDSM zunächst als das gemeinsame, sexuelle Ausleben eines Machtgefälles. Das impliziert nicht zwingend 24/7, das kann im Alltag durchaus eine Beziehung auf Augenhöhe bedeuten.
Explizite Bestrafung ist da nicht meins, ich bevorzuge da - so es einvernehmlich passt - die lustvoll ausgelebte, sexuell hierarische Begegnung. Ihre Unterordnung ist gleichermaßen Hingabe, wie meine (ihre) Benutzung ebenso Hingabe ist. Von außen betrachtet kann dann natürlich die ein oder andere Situation als Bestrafung anmuten. Speziell. wenn es sich um Menschen handelt, der diese Art der Begegnung fremd ist.
Die Rollen müssen vice versa nicht nur gewollt, sondern auch jeweils genussvoll erlebt werden können. Dann, erst dann, macht es Sinn und beide PartnerInnen können es schätzen und darin aufgehen. Und ja: Dann ist vieles möglich...
 
Im einvernehmlichen Sado/ Maso-Bereich gibt es eigentlich nur persönliche Konstellationen und keine allgemein gültigen, die auf jeden passen würden. Alles nicht einvernehmliche in diesem Bereich ist verwerflich und kann auch strafbare Körperverletzung sein. Alles einvernehmliche ist Lust am Leiden. Und paradox.
 
Im einvernehmlichen Sado/ Maso-Bereich gibt es eigentlich nur persönliche Konstellationen und keine allgemein gültigen, die auf jeden passen würden. Alles nicht einvernehmliche in diesem Bereich ist verwerflich und kann auch strafbare Körperverletzung sein. Alles einvernehmliche ist Lust am Leiden. Und paradox.
Ja so sehe ich das auch, dass das nicht einvernehmliche BDSM strafbar ist. Deswegen habe ich dies ja auch extra betont.
Ich denke auch, das die Welt vielfältig ist.
Was ich mit einigen weiblichen Subs jedoch gemeinsam habe, ist der starke Wunsch der Herrschaft zu gefallen.
Also eine Erziehung oder und Training zu erhalten um schneller zum Ziel zu kommen, in diesem Kontext dürfen dann auch echte Bestrafungen erfolgen. wünsche tue ich mir eine Bestrafung allerdings nicht.
Sie könnte auch ganz wegbleiben. Idealerweise wäre ein gutes Training perfekt, um möglich gut funktionieren zu können.
Ich kenne ein paar weibliche Subs die denken ganz ähnlich, zumindest glaube ich das.

Ich selber habe viele Jahre gedient, und schaue mit Wehmut auf diese Zeit zurück.
 
Wir leben das nicht 24/7 als Machtgefälle. Welche Wünsche im Vordergrund stehen, ist eher situationsabhängig. Manchmal geplant, manchmal spontan. Während der D/s - Situation stehen immer seine Wünsche im Vordergrund, natürlich immer innerhalb des Konsens.

Ich bin perfekt und mache keine Fehler 😎
Ich denke für ein paar Stunden kann Sub ziemlich perfekt sein.
Mich reizt es aber keinen Unterschied zwischen Alltag Session zu machen.
Ich möchte dauerhaft und möglichst uneingeschränkt für meine Lady da sein.
Sicher ein viel höherer Anspruch, oder?

Was klar ist: Augenhöhe ist auch unerlässlich, da dies ein gutes Mittel der Kommunikation, der Wertschätzung und der Zielfindung ist.
Meine Erfahrung ist das vieles ganz einfach durch Gewohnheiten in den Alltag über geht. Eine Herrin muss da nicht viel tun.
Es wäre ein Fehler wenn Sie Stress hätte.
 
Ja so sehe ich das auch, dass das nicht einvernehmliche BDSM strafbar ist.
Dann ist es kein BDSM, sondern Missbrauch 😉
Was ich mit einigen weiblichen Subs jedoch gemeinsam habe, ist der starke Wunsch der Herrschaft zu gefallen.
Den Wunsch habe ich im BDSM - Kontext auch, aber dafür brauche ich keine Erziehung, sondern Gespräche. Das ist völlig ausreichend, um zu wissen was er möchte.
Wenn das für dich allerdings mehr Motivation bedeutet, ist das natürlich auch vollkommen in Ordnung.
Sicher ein viel höherer Anspruch, oder?
Ich glaube das ist völlig individuell.
 
Wenn das für dich allerdings mehr Motivation bedeutet, ist das natürlich auch vollkommen in Ordnung.
Ich bin körperlich sehr belastbar, kräftig und auch emotional stabil.
Ich kann eine Menge wegstecken, Ja ich habe mich auf irgendwelchen Veranstaltungen heftig schlagen lassen, in der Hoffnung eine neue Herrin zu finden. Fast hätte mich das mein Leben gekostet.
Ich möchte vor meiner Herrin Respekt haben, ich möchte sie ernst nehmen können. Es ist für mich kein reines Spiel, denn ich habe schon viel zu lange gedient. Hingabe ist wirklich was Schönes. Und ja auch Schmerz ist relativ. Manche Frauen mögen einen mutigen und belastbaren Mann, das spornt mich an.
 
Ich bin körperlich sehr belastbar, kräftig und auch emotional stabil.
Ich kann eine Menge wegstecken, Ja ich habe mich auf irgendwelchen Veranstaltungen heftig schlagen lassen, in der Hoffnung eine neue Herrin zu finden. Fast hätte mich das mein Leben gekostet.
Traurig zu lesen 😕
Ich möchte vor meiner Herrin Respekt haben, ich möchte sie ernst nehmen können. Es ist für mich kein reines Spiel, denn ich habe schon viel zu lange gedient. Hingabe ist wirklich was Schönes. Und ja auch Schmerz ist relativ. Manche Frauen mögen einen mutigen und belastbaren Mann, das spornt mich an.
Mutig und belastbar kann man auch sein, ohne Schläge zu ertragen, nur weil das jemand so will. Ich bin auch ein "zäher Hund", aber das muss ich niemandem beweisen, schon gar nicht für Respekt und Anerkennung als "Gegenleistung". Denn dann ist nicht mehr wirklich ein Konsens vorhanden.
Du solltest dir mehr wert sein und den Fokus bei dir vielleicht auf andere Eigenschaften legen. Vielleicht hab ich dich aber auch falsch verstanden.
 
Ich lerne aber auch dazu, das es Frauen gibt die nur spielen wollen ohne mit Schmerzen zu arbeiten.
Hin und wieder treffe ich eine Lady. Sie ist eher nett zu mir, ihr gefällt mein Körper, nur sie ist auch eine Sub und hat einen Herrn.
 
Ich lerne aber auch dazu, das es Frauen gibt die nur spielen wollen ohne mit Schmerzen zu arbeiten.
Hin und wieder treffe ich eine Lady. Sie ist eher nett zu mir, ihr gefällt mein Körper, nur sie ist auch eine Sub und hat einen Herrn.
Aber vielleicht tut dir das gerade gut, dass jemand einfach mal nett ist.
 
Mutig und belastbar kann man auch sein, ohne Schläge zu ertragen, nur weil das jemand so will. Ich bin auch ein "zäher Hund", aber das muss ich niemandem beweisen, schon gar nicht für Respekt und Anerkennung als "Gegenleistung". Denn dann ist nicht mehr wirklich ein Konsens vorhanden.
Du solltest dir mehr wert sein und den Fokus bei dir vielleicht auf andere Eigenschaften legen. Vielleicht hab ich dich aber auch falsch verstanden.
Nun Beweisen muss ich mich nicht. Spanken ist aber bei vielen Ladies inn.
Wäre schön wenn sie sich für mehr Interessieren würden.
Es gibt jedoch einige Sadistinnen die können sehr liebevoll sein, und habe eine sehr schöne gefühlvolle Seite.
Wäre schön wenn es mehr Wertschätzung geben würde.
Du hast aber Recht ich sollte den Fokus verlagern. Denn mir geht's es nicht um Schmerzen.
 
Sie ist unerfahren und hat Fahrlässigkeit bis grob Fahrlässig gehandelt. Ist unter 30 .
Darf ich neugierig sein ?

So wie ich das verstehe, habt ihr euch nicht oder nicht gut gekannt.

Wäre hier nicht das so oft angesproche „Safewort“ angebracht gewesen bzw. wurde das, wenn vorhanden, ignoriert?

Auch von meiner Seite, pass auf dich auf.
 
Zurück
Oben