Interessantes Thema!
Nun, Luxus teile ich für mich in zwei Kategorien.
1.)
Erstere ist die des materiellen Luxus´.
Von mir selbst zu behaupten, ich könnte ein glückliches Leben GÄNZLICH ohne materiellen Luxus führen ist lachhaft.

Nehmen wir das Beispiel Urlaub. Ein Luxusurlaub muss nicht zwingend in einem Nobelhobel-Hotel sein - braucht mich auch nicht zu einer Über-Drüber-Location führen.
Aber ich lege wert auf verschiedene Details, die "leider" oft den Preis in die Höhe treiben.
Wenn wir für längere Zeit urlauben, möchte ich ein eigenes Haus mit Pool - möglichst abgeschieden von Großstädten dafür aber in der Nähe eines kleinen Dorfes, in dem ich das Notwendigste erwerben kann (Lebensmittel, Wein, usw.) etc. Provence, Bretagne, Toskana, Black Isle - egal - ich will in meinem Urlaub "Stille" - und meist muss man für Stille zahlen.
Kurzurlaube sind bei uns entweder Städtereisen (wo ich dann schon den Anspruch habe nicht unter **** zu wohnen) oder Thermenurlaub (in dem ich NICHT aufs Geld sehen muss und die Behandlungen in Anspruch nehmen kann, die ich mir vorstelle).
2.) Zweitere ist für mich jedoch die weitaus emotional wertvollere Art des Luxus.
Luxus, in emotionaler Hinsicht, ist die Befriedigung aller fünf Sinne gleichzeitig.
Kleines Beispiel zur Veranschaulichung: Ich sitze am Ende des Sommers auf einer Lichtung im Wald (dafür brauche ich keinen Cent, denn den Wald hab ich vor der Haustüre), spür das Moos unter meinen Fingern (was ich persönlich sehr gerne mag), höre den Wind in den Blättern und Vogelgezwitscher und keinen Hinweis auf menschliche Gegenwart außer mir, rieche den Geruch des Waldbodens, kann jederzeit zu den Brombeerbüschen gehen und die reifen Früchte schmecken und sehe das Licht und Schattenspiel zwischen den Bäumen.
Das ist meine Definition, auch wenn sie vielleicht ein wenig esotherisch anmuten mag.
