Institution Ehe

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es wird da immer ein paar Ausreißer geben
Eine Scheidungsrate von über 50% nennst du einen Ausreissero_O
Ich würde mal sagen, auch Beziehungskonzepte sind einem ständigen Wandel unterzogen.
Und nicht zuletzt durch unsere Langlebigkeit und der zunehmenden Sicherheit kann es leicht sein, dass man in 3 Generationen über dieses Beziehungssystem genau so herzhaft lacht, wie wir heute über die Perücken im 17. Jahrhundert.
 
Ehe – geschaffen um z.B. die Triebhaftigkeit des Menschen einzudämmen
Ich sehe sie eher als historisch durchaus nötige Absicherung von Vermögen und Macht. Aber auch zur rechtlichen Absicherung von Familie und Nachkommen. Ansonsten eher als Abkürzung: errare humanum est.
Echte Beziehung kommt jedenfalls selten aus Verpflichtung, es sei denn, aus Selbstverpflichtung.
 
die Menschen auch ohne die (Regeln der) Ehe den Wunsch verspüren .../monogam
Hier möchte ich bitte widersprechen. "die Menschen" sehe ich in diesem Zusammenhang nicht - es ist zwar durchaus eine Mehrheit, aber keine verallgemeinerbare. Nicht umsonst haben sich Begriffe wie Polyamorie und andere Beziehungsformen gebildet, die deutlich machen, daß es auch andere als monogame Beziehungen möglich sind und gelebt werden können. Erfolgreich, wie ich aus meinem eigenen Leben weiß.
 
Eine Scheidungsrate von über 50% nennst du einen Ausreissero_O
Ich würde mal sagen, auch Beziehungskonzepte sind einem ständigen Wandel unterzogen.
Und nicht zuletzt durch unsere Langlebigkeit und der zunehmenden Sicherheit kann es leicht sein, dass man in 3 Generationen über dieses Beziehungssystem genau so herzhaft lacht, wie wir heute über die Perücken im 17. Jahrhundert.

Du musst schon den ganzen Satz zitieren, und dann macht deine Anmerkung wenig Sinn. Exklusive Fortpflanzungsgemeinschaft en werden die Regel bleiben, und wer eben keine Lust auf Kinder hat oder fremde Kinder aufziehen will, verschwindet eh aus dem Genpool.
 
... Die Frau ist mir samt ihres Nachwuchses dann vollkommen egal ... dieses paradisische Lebens- und Beziehungsmodell aufgegeben haben ?
Wenn ich das so sehe, bin ich froh, daß es aufgegeben wurde. Verantwortungslosigkeit dem eigenen Tun genüber ist keine von mir als liebens- oder teilenswerte Lebenseinstellung. Wollt ich nur gesagt haben.
 
Hier möchte ich bitte widersprechen. "die Menschen" sehe ich in diesem Zusammenhang nicht - es ist zwar durchaus eine Mehrheit, aber keine verallgemeinerbare. Nicht umsonst haben sich Begriffe wie Polyamorie und andere Beziehungsformen gebildet, die deutlich machen, daß es auch andere als monogame Beziehungen möglich sind und gelebt werden können. Erfolgreich, wie ich aus meinem eigenen Leben weiß.
Es sind nicht alle Menschen gemeint, sondern wie gesagt die Menschen, die ohne Zwang die Monogamie vorziehen ;)
 
Also, nur um dich richtig zu verstehen. Du findest die Ehe, nicht die Monogamie, wäre eine "anerzogene Kleinkariertheit"?

Wenn ich so eine Diskussion vom Zaun breche, geht es mir auch darum, mich anhand hochwertiger Beiträge selbst weiter zu entwickeln und neu Perspektiven zu finden .....

Was ich bisher aus der Diskussion gelernt habe ist, das es mir weniger um die Ehe an sich geht, als um den Zwang der über Jahrhunderte meist damit verbunden war. Ich denke, das der heutige liberalere Weg in die richtige Richtung geht.... Aber es gibt trotzdem Potential, noch offener damit umzugehen
 
:schulterzuck: Ich weiß es nicht, höre jetzt beides und Aussagen sind genau gegenteilig! :haha: Wie gesagt, mich betrifft es nicht, daher noch nie nachgeschaut deswegen.

Schaut's auf die Homepage des Innenministeriums oder so.

Was hat das Innenministerium mit Ehe- und Erbrecht zu tun? Herr KIRA, der Herr IM ist/fühlt sich zuständig fürs Gaulreiten. Und für die Pumas, Kraniche und Cobras.
 
Wenn ich so eine Diskussion vom Zaun breche, geht es mir auch darum, mich anhand hochwertiger Beiträge selbst weiter zu entwickeln und neu Perspektiven zu finden .....

Was ich bisher aus der Diskussion gelernt habe ist, das es mir weniger um die Ehe an sich geht, als um den Zwang der über Jahrhunderte meist damit verbunden war. Ich denke, das der heutige liberalere Weg in die richtige Richtung geht.... Aber es gibt trotzdem Potential, noch offener damit umzugehen
Deine negative Tendenzen einer Ehe gegenüber sind deutlich spürbar ;) ... auch weil du damit (wie du schon sagtest) Zwang und Regeln assoziierst. Da du ein Atheist bist, ist das auch schon verständlich. Obwohl es mir am liebsten wäre, die Religionen wären nur Privatsache und würden sich aus sämtlichen anderen Bereichen raushalten, so muss ich die Religion ein bisschen "in Schutz nehmen".
Die Ehe war früher einfach ein Geschäft. Die Frau wurde aus der Vormundschaft des Vaters in die Vormundschaft des Mannes übergeben/verkauft. Patriarchat braucht dafür keine Religion ;) ... wurde aber natürlich auch irgendwann für deren Zwecke instrumentalisiert.

Die Rolle der Kirche in der Ehe (so wie wir das heute ähnlich kennen) müsste "erst" so um die 500 Jahre alt sein. Davor war das Handeln der Kirche nicht notwendig um die Ehe gültig zu machen. Heute längst überholt, aber damals fand ich die "Zwänge/Regeln" der Ehe, die die Kirche quasi vorgeschrieben hat, nicht grundsätzlich schlecht. Es hat immerhin die Rolle der Frau etwas gestärkt, sowie die wirtschaftliche Absicherung der Frau und Kinder.

Der heutige liberale Weg ist natürlich die optimale Lösung, aber am Beispiel der USA sieht man wie schnell eine Rückwendung passieren kann.


100% Zustimmung
Ich sage offiziell vor der ganzen Welt (für religiöse Menschen vor Gott) JA! zu meinem Partner. Das hat überhaupt nichts mit Religion zu tun, da ja jeder auch nur standesamtlich heiraten kann.
Ich bin seit 36 Jahren verheiratet, meine fünf Mädchen sind alle verheiratet. 2 katholische Hochzeiten, 2 evangelische und eine Standesamtliche.
Und wenn Gott eh alles sieht, dann ist es egal wo man heiratet.

Ehe ist nichts anderes als ein Besitzanspruch auf einen Menschen
Und ihr dürft jetzt natürlich schreiben, bei uns ist das alles ganz anders, aber aus der Entfernung betrachtet, ohne der Disneyrosabrille ist es leider so. Ob wir das wahr haben wollen oder nicht.
Ihr seht schon, ich bin eher kein Romantiker in diesen Dingen:)
Also nichts anderes als eine Beziehung auch? :D
Eine Scheidungsrate von über 50% nennst du einen Ausreissero_O
Also du willst uns sagen, dass ganze 50% der Ehen NICHT geschieden werden? Das sind doch gar keine schlechten Aussichten doch zu heiraten :)
 
. Rechte und Pflichten
JEIN.
Gesetzt den Fall der Partner hat einen schweren Unfall Fall oder eine Erkrankung möchte ich doch das Recht haben vom Arzt eingeweiht zu werden in Details.
Ohne Ehe hat man das nur in sehr eingeschränkter Funktion. ...Oder?
nein (fast schon im gegenteil sogar) der arzt/das spital hat keinerlei verpflichtung zur auskunftserteilung gegenüber dem ehepartner...
nur gegenüber dem partienten, dem gesetzlichen vertreter (eltern von minderjährigen, z.b.) oder sachwalter...

ich hab es heute schon einmal wo geschrieben... in diesem fall kann man sich eine heiratsurkunde am bauch picken... dieses recht sicherst du dir nur mit einer vorsorgevollmacht.


und am rande erwähnt....für so eine vollmacht brauch ich nicht mal verheiratet zu sein, ja nicht mal einen gemeinsamen haushalt haben... soviel zu getrennte wohnungen=larifari beziehung. :D
 
Also du willst uns sagen, dass ganze 50% der Ehen NICHT geschieden werden? Das sind doch gar keine schlechten Aussichten doch zu heiraten :)

Ich verwehre mich halt gegen Aussagen wie Geschieden ist eine Ausnahme, es ist genau so die Regel wie Heiraten.

Jeder dass was ihn glücklich macht, ich bin es über lange Strecken;)
 
Ich verwehre mich halt gegen Aussagen wie Geschieden ist eine Ausnahme, es ist genau so die Regel wie Heiraten.

Jeder dass was ihn glücklich macht, ich bin es über lange Strecken;)
Und ich lebe seit fast 3 Jahren in wilder Ehe und wir haben auch vor zu heiraten .... irgendwann, aber vermutlich spätestens dann wenn/falls wir Kinder bekommen.
Ich lasse mich aber nicht von hohen Scheidungsraten abschrecken, ich finde es super, dass man sich (relativ) leicht scheiden kann, wenn die Ehe nicht mehr funktioniert. Wäre schlimm, wenn man verheiratet bleiben müsste.
 
nein (fast schon im gegenteil sogar) der arzt/das spital hat keinerlei verpflichtung zur auskunftserteilung gegenüber dem ehepartner...
nur gegenüber dem partienten, dem gesetzlichen vertreter (eltern von minderjährigen, z.b.) oder sachwalter...

ich hab es heute schon einmal wo geschrieben... in diesem fall kann man sich eine heiratsurkunde am bauch picken... dieses recht sicherst du dir nur mit einer vorsorgevollmacht.


und am rande erwähnt....für so eine vollmacht brauch ich nicht mal verheiratet zu sein, ja nicht mal einen gemeinsamen haushalt haben... soviel zu getrennte wohnungen=larifari beziehung. :D


Ich kann deine Erfahrung betreffend der Auskunftsfreugigkeit der Ärzte im KH nicht teilen.
Erfahrungswert und nicht nur vom hören/ sagen.

Und es sei dir unbenommen das eine Hochzeit und die damit verbundene Urkunde larifari für dich ist.
Meinungen und Sichtweisen sind frei :)
 
Vielleicht bin ich altmodisch, aber eine Ehe ist für mich ein freiwilliges Zeichen einer tiefen Verbundenheit.
Und obwohl wir in einer Beziehung leben - wo wir uns gewisse Freiheiten geben - ist für mich das Eheversprechen ein FREIWILLIGES Zeichen, trotzdem dem Partner/der Partnerin ein gewisses Maß an Exklusitivität zu versprechen. Aber auch ein Versprechen, in nicht so guten Zeiten, u.a. durch Krankheit o.ä. füreinander einzustehen, füreinander da zu sein...

Und die gegenseitige rechtliche Absicherung ist ein nettes Goodie, das neben dem romantischen Aspekt dieses Versprechens zu Buche schlägt...

Mr. Salt
 
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