Institution Ehe

  • Ersteller Ersteller Gast
  • Erstellt am Erstellt am
G

Gast

(Gelöschter Account)
Vorab muss ich ein klein wenig ausholen, versuche aber mich so kurz wie möglich zu halten.



Bin bekennender Atheist und denke das die großen Religionen ihren Ursprung in kleinen Sekten hatten. Ziel war und ist es den Menschen durch seine Ängste zu kontrollieren und zu unterjochen, damit ein paar wenige Macht über viele bzw. den Rest haben. Dazu wurden Regeln entwickelt um die Menschen in ein moralisches Korsett zu zwängen. Eine dieser Regeln ist die Ehe – geschaffen um z.B. die Triebhaftigkeit des Menschen einzudämmen.



Nun hat sich die Ehe nicht nur in der Religion etabliert, sondern auch im Staat und im Alltag. Es gibt Rechte und Pflichten, welche in unserer Gesellschaft verankert sind.



Ich möchte folgende 2 Dinge zur Diskussion stellen:



1. Wie ist eure Meinung zu meiner These zur Entwicklung der Ehe bzw. der Religionen?

2. Wie hätte sich die Menschheit entwickelt, wenn es die Ehe nicht geben würde? Wären wir zum Beispiel sozial verroht oder unkultivierter? Oder hätten wir uns viel weiter entwickelt als wie wir es heute sind, weil es uns an der anerzogenen Kleinkariertheit fehlen würde?



Bin mal gespannt, ob eine interessante Diskussion zu Stande kommt ….
 
1. Wie ist eure Meinung zu meiner These zur Entwicklung der Ehe bzw. der Religionen?

Mittlerweile bei uns bereits wieder ausgehebelt und nicht mehr relevant. Es ist mittlerweile in Ö egal ob verheiratet oder nicht und ob religiös oder nicht.

:cool: Denke auch nicht, dass z.B. die Christen eine Sekte waren anfangs, sondern vielmehr eine Umweltbewegung war, die sich gegen die Besatzung Roms richtete, die ja drauf und dran war den ganzen Nahen Osten zu verwüsten.
Dann wurde eine Revolution daraus und weiterer Folge eine geheime Sekte.
Erst 300 Jahre später kamen die Römer drauf, dass man das Volk so besser unter Kontrolle hat, als mit ihren vielen und beteudungslosen Götter und schrieb sich eine Staatsreligion zurecht, mit Zwangsmitgliedschaft & die das ganze Leben regelte.
600 Jahre später, der Islam wurde gezielt nach diesem Vorbild und Vorgaben errichtet, die du meinst und wird auch heute noch so praktiziert. Sprich die Religion regiert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da die Ehe kein Zwang ist und die Menschen auch ohne die (Regeln der) Ehe den Wunsch verspüren gemeinsam/monogam zu leben, kann ich deine Abneigung/Abwertung nicht nachvollziehen.
 
??

Gerade rechtlich, ja verheiratete haben ein wengerl höheren Fraebetrag und zahlen ~ 20€ weniger Lohnsteuer, kommt aber auch noch weg.

Todesfall? Was soll da noch anders sein?

Wenn testamentarisch nicht geregelt, bekommt der Partner nichts sondern z.b nur die Kinder. Es gibt auch keinen Anspruch auf Witwen Pension .... und was weiß ich noch alles
 
Wenn testamentarisch nicht geregelt, bekommt der Partner nichts sondern z.b nur die Kinder. Es gibt auch keinen Anspruch auf Witwen Pension .... und was weiß ich noch alles


:rolleyes: Nein, gibt es alles längst nicht mehr, ein paar Jahre gemeinsamer Haushalt und bist da genauso abgesichert als wie verheiratet.
 
1. Wie ist eure Meinung zu meiner These zur Entwicklung der Ehe bzw. der Religionen?
2. Wie hätte sich die Menschheit entwickelt, wenn es die Ehe nicht geben würde? Wären wir zum Beispiel sozial verroht oder unkultivierter? Oder hätten wir uns viel weiter entwickelt als wie wir es heute sind, weil es uns an der anerzogenen Kleinkariertheit fehlen würde?

Die Ehe war in den aller seltensten Fällen religiöser Intention, sondern hatte viel mit Geld und Pragmatismus zu tun. Wenn man sich vor Augen hält, wie der Adel untereinander verheiratet war, um das Geld in der Familie zu behalten, war da die religiöse oder spirituelle oder gar liebesbedingte Intention unnötig. Liebe sollte wachsen und daraus resultierend viele Nachkommen.

Auch in der normalen Gesellschaft gilt die Ehe im besten Falle zur finanziellen Stabilisierung. Es ist ja auch so, dass verheiratete Paare leichter Kinder adoptieren können, als unverheiratete Paare. Noch immer sind unverheiratete Paare gesellschaftlich schlechter gestellt, als Verheiratete. Auch wenn Beziehungen tendenziell weniger in de Ehe gehen, ist halt noch immer in vielen Köpfen (vor allem in den christlich konservativen) so, wer nicht verheiratet ist, gilt eher als "untreu" und würde die Beziehung nicht so ernst nehmen.

Ich habe viele Bekannte, die erst nach einer langen Beziehung geheiratet haben. Meist so nach mindestens fünf oder acht Jahren, wo sich das Paar dann entschieden haben, ihre Beziehung zu legalisieren. Das aber eher aus praktischen Gründen. Denn die Liebe muss ja nicht aufs Neue bestätigt werden, es geht oft um sehr praktische Punkte, wie zB eine Wohnung zu bekommen (ja, solche Vermieter gibts noch) oder eben auch aus steuerlichen Gründen.

Ich hab die Ehe immer als Klotz am Bein empfunden und als Nachteil für die Frauen. Für mich ist die Ehe antifeministisch und in vielen Ecken dieser Welt, ist sie das noch immer. Ich denke, dass wir in Sachen Beziehungsstrukturen noch viel lernen müssen und uns endlich von der Last irgendwelcher Religionen befreien müssen. Dann haben Beziehungsformen wie Polygamie auch ihre reale Chance gelebt und akzeptiert zu werden.
 
Da die Ehe kein Zwang ist und die Menschen auch ohne die (Regeln der) Ehe den Wunsch verspüren gemeinsam/monogam zu leben, kann ich deine Abneigung/Abwertung nicht nachvollziehen.

Das ist bei uns noch gar nicht so lange möglich. Und in den meisten Teilen der Welt gibt es sogar noch Zwangsheirat und dgl.

Meine Frage zielt aber eigentlich auf die Jahrhunderte ab, das blind durchgezogen wurde. Meistens auch durch Zwangsheirat
 
:rolleyes: Nein, gibt es alles längst nicht mehr, ein paar Jahre gemeinsamer Haushalt und bist da genauso abgesichert als wie verheiratet.

Glaube du irrst dich Kira ;-)
Anspruch auf diese Pension besteht nach dem Tod des versicherten Ehepartners.
Aus einer Lebensgemeinschaft kann kein Pensionsanspruch entstehen.

Quelle: Witwen- Witwerpension
 
Die Ehe war in den aller seltensten Fällen religiöser Intention, sondern hatte viel mit Geld und Pragmatismus zu tun. Wenn man sich vor Augen hält, wie der Adel untereinander verheiratet war, um das Geld in der Familie zu behalten, war da die religiöse oder spirituelle oder gar liebesbedingte Intention unnötig. Liebe sollte wachsen und daraus resultierend viele Nachkommen.

Auch in der normalen Gesellschaft gilt die Ehe im besten Falle zur finanziellen Stabilisierung. Es ist ja auch so, dass verheiratete Paare leichter Kinder adoptieren können, als unverheiratete Paare. Noch immer sind unverheiratete Paare gesellschaftlich schlechter gestellt, als Verheiratete. Auch wenn Beziehungen tendenziell weniger in de Ehe gehen, ist halt noch immer in vielen Köpfen (vor allem in den christlich konservativen) so, wer nicht verheiratet ist, gilt eher als "untreu" und würde die Beziehung nicht so ernst nehmen.

Ich habe viele Bekannte, die erst nach einer langen Beziehung geheiratet haben. Meist so nach mindestens fünf oder acht Jahren, wo sich das Paar dann entschieden haben, ihre Beziehung zu legalisieren. Das aber eher aus praktischen Gründen. Denn die Liebe muss ja nicht aufs Neue bestätigt werden, es geht oft um sehr praktische Punkte, wie zB eine Wohnung zu bekommen (ja, solche Vermieter gibts noch) oder eben auch aus steuerlichen Gründen.

Ich hab die Ehe immer als Klotz am Bein empfunden und als Nachteil für die Frauen. Für mich ist die Ehe antifeministisch und in vielen Ecken dieser Welt, ist sie das noch immer. Ich denke, dass wir in Sachen Beziehungsstrukturen noch viel lernen müssen und uns endlich von der Last irgendwelcher Religionen befreien müssen. Dann haben Beziehungsformen wie Polygamie auch ihre reale Chance gelebt und akzeptiert zu werden.

Bin mir nicht sicher ob die Religion die Ehe von der Gesellschaft übernommen hat, oder umgekehrt. Eigentlich müsste man wissen, wer die Ehe „erfunden“ hat.
 
Todesfall? Was soll da noch anders sein?

Na gut, Erbschaftssteuer haben wir gerade nicht, aber Klasse I (Ehepartner und Kinder) und V (Fremde) sind (waren) schon ein Unterschied ... aber noch immer hat der Ehepartner ein gesetzliches Erbrecht und sogar Pflichtteilsanspruch, was "bloße" Lebensgefährten nicht haben.

:rolleyes: Nein, gibt es alles längst nicht mehr, ein paar Jahre gemeinsamer Haushalt und bist da genauso abgesichert als wie verheiratet.

Das ist, mit Verlaub, Blödsinn.
 
Vorab muss ich ein klein wenig ausholen, versuche aber mich so kurz wie möglich zu halten.



Bin bekennender Atheist und denke das die großen Religionen ihren Ursprung in kleinen Sekten hatten. Ziel war und ist es den Menschen durch seine Ängste zu kontrollieren und zu unterjochen, damit ein paar wenige Macht über viele bzw. den Rest haben. Dazu wurden Regeln entwickelt um die Menschen in ein moralisches Korsett zu zwängen. Eine dieser Regeln ist die Ehe – geschaffen um z.B. die Triebhaftigkeit des Menschen einzudämmen.



Nun hat sich die Ehe nicht nur in der Religion etabliert, sondern auch im Staat und im Alltag. Es gibt Rechte und Pflichten, welche in unserer Gesellschaft verankert sind.



Ich möchte folgende 2 Dinge zur Diskussion stellen:



1. Wie ist eure Meinung zu meiner These zur Entwicklung der Ehe bzw. der Religionen?

2. Wie hätte sich die Menschheit entwickelt, wenn es die Ehe nicht geben würde? Wären wir zum Beispiel sozial verroht oder unkultivierter? Oder hätten wir uns viel weiter entwickelt als wie wir es heute sind, weil es uns an der anerzogenen Kleinkariertheit fehlen würde?



Bin mal gespannt, ob eine interessante Diskussion zu Stande kommt ….


Hmmmm
Arbeiten wir uns mal langsam durch . :)

.Triebhaftigkeit einzudämmen
Jein....sehe ich nicht so.
Es ist das eine die ursprüngliche Idee die Ehe betreffend , aber davon hat sich das Modell Ehe doch schon sehr weit weg entwickelt.
Es ist doch rein die Sache vom Paar wie lebhaft ihre Sexualität ausgelebt wird, betreffend wie oft....Wie kreativ und ob vielleicht sogar mit Mitspielern.

. Rechte und Pflichten
JEIN.
Gesetzt den Fall der Partner hat einen schweren Unfall Fall oder eine Erkrankung möchte ich doch das Recht haben vom Arzt eingeweiht zu werden in Details.
Ohne Ehe hat man das nur in sehr eingeschränkter Funktion. ...Oder?

. Zu Pflichten fällt mir nicht viel ein zugegebernermaßen denn Treue lebt man doch gerne, wenn alles stimmt in der Ehe.
Und wenn nicht muss man so wie so handeln, auf welche Weise auch immer.

. Ehe und Religion
War sicher früher intensiver miteinander verknüpft und es wurde nach aussen hin an Ehen festgehalten die an sich kaputt und lieblos waren, um ja den Schein nach aussen hin zu wahren.
Mmn ist das im ländlichen Gefilde noch Thema im Vergleich zu Großstädten.
Scheinheiligkeit wie von Seiten der Kirche vorgelebt ( ja ich bin kein Freund dieser Institution ) aber nur Lebensjahre kostet und nicht glücklich macht.

. Wenn es die Ehe nicht geben würde....
Gute Frage!
Würden sich beide Partner mehr bemühen da ein Stück weit falsche Sicherheit den Partner betreffend weg fällt ?

. Verroht und unkultiviert gewiss nicht.

. Kleinkariert
Als solches sehe ich die Ehe oder was sie mit einen macht nicht.

Ich gehöre zu den Menschen die an die Liebe glauben....
Zu heiraten ist für mich der Liebe zweier Menschen ein Krönchen aufsetzten.
Sich offiziell zueinander zu bekennen.
Dazu zu stehen im guten und schlechten füreinander da zu sein, so lange die Ehe besteht.
Gemeinsam daran zu arbeiten und das intensiv, dass die Liebe und Sexualität funktioniert ......weil es einem wichtig ist.
Und nicht zu Beginn quasi mit zu spielen....Zugeständnisse zu machen die mit der Zeit an Substanz verlieren, einer Farce gleichen.
Denn für diese Scheinheiligkeit kann selbst die Kirche nichts.

Abgesehen davon braucht es nicht zwingend die Kirche um die Liebe besiegeln zu lassen.
Das Standesamt...klar
Aber es gibt wunderbare freie Trauungen die nicht weniger an Romantik haben, als in der Kirche.
 
Ich gehöre zu den Menschen die an die Liebe glauben....
Zu heiraten ist für mich der Liebe zweier Menschen ein Krönchen aufsetzten.
Sich offiziell zueinander zu bekennen.

100% Zustimmung
Ich sage offiziell vor der ganzen Welt (für religiöse Menschen vor Gott) JA! zu meinem Partner. Das hat überhaupt nichts mit Religion zu tun, da ja jeder auch nur standesamtlich heiraten kann.
Ich bin seit 36 Jahren verheiratet, meine fünf Mädchen sind alle verheiratet. 2 katholische Hochzeiten, 2 evangelische und eine Standesamtliche.
 
Na gut, Erbschaftssteuer haben wir gerade nicht, aber Klasse I (Ehepartner und Kinder) und V (Fremde) sind (waren) schon ein Unterschied ... aber noch immer hat der Ehepartner ein gesetzliches Erbrecht und sogar Pflichtteilsanspruch, was "bloße" Lebensgefährten nicht haben.



Das ist, mit Verlaub, Blödsinn.

:schulterzuck: Ja, hamma eh schon geklärt, was willst jetzt noch hören!? :roll:
 
Zurück
Oben