Heikle Themen ansprechen

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P.P.S: Wie reagierst Du, wenn du einer Frau ehrlich und offen die Wahrheit sagst und sie reagiert negativ? Deine Schuld oder die der Frau?

Schuld.
Es braucht nicht immer einen Schuldigen, vor allem bringt einem das ja nix...manchmal gelangt man an den Punkt, an dem man (für sich) weiß, dass man nicht mehr mitgehen kann. Wenn Ehrlichkeit etwas Hingespiebenes im “Danach“ ist, geht das mit Respekt- und Rücksichtslosigkeit einher - Umgang damit und die Auswirkungen auf die Beziehung werden einfach unterschiedlich sein. Heimlichtuerei - ja, bei manchen wirds funktionieren, andere wiederum bemerken sowas...
Im “Davor“ und zur gemeinsamen Lösungsfindung ist offenes Gespräch wertvoll.

Illusion.
Ja, vll wünscht man sich manchmal einfach nur, dass das eigene Wunsch-Lebenskonzept in Erfüllung geht und schaut dann auch nicht genau hin....aber, eine wirklich befriedigende Beziehung ist (für mich) eine, in der Loyalität, Ehrlichkeit, Respekt, Mit- und Füreinander tief verankerte Pfeiler sind, auf die man sich verlassen kann.
 
Aber Situationen sind, wie sie sind. Für manche ist die Vogel Strauss Taktik ja eine Option.... Muss man sich halt die Frage stellen ob man auf diese Weise eine Beziehung haben will.... (Und dann stellt sich auch die Frage, was liegt in der anderen Waagschale
Ja.
Bestimmen sowieso die Beteiligten die Regeln und Grenzen.
 
Ich denke mir es gibt selten den optimalen Zeitpunkt um unangenehme Themen zu besprechen.
Doch den gibt es, haufenweise davon sogar. Es geht ja nicht darum, dass ein schlechtes Thema kein schlechtes Thema sein soll.

Dazu solltest du aber erst überlegen was der falsche Zeitpunkt wäre, nämlich wenn dein Thema sich mit anderen schlimmen Themen, Schicksalsschlägen oder besonderen Ereignissen überscheiden würde.

An einem Geburtstag und an Weihnachten beendet man keine Beziehung und wenn das Haustier des Partners gerade gestorben ist, beichtet man nicht, dass man auf der letzten Feier von dem besten Freund vernascht wurde.

Sollte das Thema nicht unmittelbar dringend sein, empfehle ich eine Woche Abstand von anderen Ereignissen zu bewahren um zu vermeiden, dass die Assoziation zwischen dem Ereignis und deinem Thema hergestellt wird.

Also wäre jeder Zeitpunkt, der nicht mit anderen Themen kollidiert, der richtige Zeitpunkt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Heikle Themen am besten mit Heike besprechen.

Schocktherapie ist das Zauberwort … das sie sich im Nachhinein sowieso beschwert, muss man gleich einen Grund liefern.
 
Sollte das Thema nicht unmittelbar dringend sein, empfehle ich eine Woche Abstand von anderen Ereignissen zu bewahren um zu vermeiden, dass die Assoziation zwischen den Ereignis und deinem Thema hergestellt wird.
Oder man bringt die Ereignisse sogar ganz bewusst in Assoziation zueinander! Also erstmal den Hund irgendwie kurz "unbeaufsichtigt" auf die Straße laufen lassen um der Partnerin dann zu beichten das man fremdgegangen ist, was aber in ihrem Bedürfniss nach Trost wegen des toten Familienhundes sofort wie vergessen sein dürfte.

"Ich habe eine schlechte und eine SEHR schlechte Nachricht! Welche willst du zuerst hören?"
 
Hallo zusammen,

wie in der Überschrift steht würd ich gerne von euch wissen wie ihr heikle bzw unangenehme Themen ansprecht.

Oft wird ja hier der Ratschlag gegeben man soll mit dem Partner/ der Partnerin einfach darüber sprechen.

Nachdem Sex wird keiner über ein unzufriedenes Sexleben diskutieren wollen. Genauso wenig würd ich das beim Essen besprechen.

Musste heute ein, für mich, unangenehmes Thema mit einer Bekannten besprechen und bekam den Vorwurf das es die falsche Situation bzw der falsche Zeitpunkt wäre.

Ich denke mir es gibt selten den optimalen Zeitpunkt um unangenehme Themen zu besprechen.


Bin gespannt welche Themen von euch wie angegangen wurden.
Natürlich kann es kein allgemeines Kochrezept geben und jede Situation ist anders. Daher soll es eher als Richtschnur dienen.

Liebe Grüße

Tolles Thema! :up:
 
Hallo zusammen,

wie in der Überschrift steht würd ich gerne von euch wissen wie ihr heikle bzw unangenehme Themen ansprecht.

Oft wird ja hier der Ratschlag gegeben man soll mit dem Partner/ der Partnerin einfach darüber sprechen.

Nachdem Sex wird keiner über ein unzufriedenes Sexleben diskutieren wollen. Genauso wenig würd ich das beim Essen besprechen.

Musste heute ein, für mich, unangenehmes Thema mit einer Bekannten besprechen und bekam den Vorwurf das es die falsche Situation bzw der falsche Zeitpunkt wäre.

Ich denke mir es gibt selten den optimalen Zeitpunkt um unangenehme Themen zu besprechen.


Bin gespannt welche Themen von euch wie angegangen wurden.
Natürlich kann es kein allgemeines Kochrezept geben und jede Situation ist anders. Daher soll es eher als Richtschnur dienen.

Liebe Grüße


Gute Frage, heikles Thema,

ich persönlich bekomme die Wahrheit am liebsten direkt und unverblümt ins Gesicht gesagt, das vertragen aber die Wenigsten.

Die meisten wollen entweder gar nichts davon wissen, oder die Wahrheit in schön, daher sage ich es oft durch die Blume, aber so das es mein Gegenüber versteht.

Den richtigen Moment gibts glaube ich nie, speziell bei unangenehmen Angelegenheiten.
 
Oder man bringt die Ereignisse sogar ganz bewusst in Assoziation zueinander! Also erstmal den Hund irgendwie kurz "unbeaufsichtigt" auf die Straße laufen lassen um der Partnerin dann zu beichten das man fremdgegangen ist, was aber in ihrem Bedürfniss nach Trost wegen des toten Familienhundes sofort wie vergessen sein dürfte.

"Ich habe eine schlechte und eine SEHR schlechte Nachricht! Welche willst du zuerst hören?"

gute Idee, aber wenn ich jedesmal einen meiner Hunde opfern würde gehts mit der Zeit auch ins Geld :D
 
An einem Geburtstag und an Weihnachten beendet man keine Beziehung
Mir ist bewusst, dass du das exemplarisch als Beispiel gewählt hast, aber das sehe ich anders.
Wenn ich alles brauche, aber nicht, dass jemand aus falschem Mitgefühl heraus auch nur eine Sekunde länger meinen Partner spielt, obwohl er bereits mit der Beziehung angeschlossen hat und nicht mehr an meiner Seite sein möchte. Für mich wäre die daraus verspürte Demütigung wesentlich schlimmer, als die Verletzung aus der Beendigung der Beziehung je sein könnte.

Natürlich denke ich auch, dass man im Anlassfall erstmal die Emotionen sacken lassen sollte, damit ein konstruktives Gespräch möglich ist, aber „sofort“ ist für mich immer der beste Zeitpunkt, weil es ohnehin nie einen wirklich Richtigen gibt. Mich fressen die Dinge sonst innerlich auf, wenn ich sie nicht anspreche und mit gefühlter Disharmonie kann ich ebensowenig umgehen, da sie mich verunsichert.
 
Ansprechen,ansprechen,ansprechen...
Ich hab lange Zeit den Fehler gemacht Dinge zu lösen ohne den Partner ein zu beziehen bzw.den Schaden so gering wie möglich zu halten...dümmer gehts nicht,aber ich habe gelernt....
Heute wird sofort über alles und jedes gesprochen,oft noch bevor der Partner etwas merkt oder gesagt hat...@furchii kann ein Lied davon singen.....
 
Wenn ich alles brauche, aber nicht, dass jemand aus falschem Mitgefühl heraus
Warum glaubst du es wäre ein falsches Mitgefühl wenn ein ehemaliger Partner Rücksicht auf dich nimmt, auch wenn er keine Beziehung mehr mit dir führen möchte?

Für mich wäre die daraus verspürte Demütigung wesentlich schlimmer
Was ist demütigend daran, wenn du einem anderen Menschen nicht egal bist?

Bei mir war die Entscheidung zur Trennung noch nie eine Spontanentscheidung, die ich hätte sofort ansprechen können. Wenn der Gedanke da war, habe ich mir immer noch etwas Zeit gelassen um zu schauen dass es keine Überreaktion war und ob es nicht wieder besser gehen könnte. Genauso würde ich die Geburtstagszeit meines Partners dazu nutzen um nachzuprüfen ob mein Trennungsbegehren selbst in diesen Situationen noch besteht. Ob es jetzt ein Paar Tage mehr oder weniger ist, die ich darüber nachdenke, spielt im Gesamtbild eine untergeordnete Rolle. Dass der Entschluss dazu genau am Geburtstag meines Partners gefasst wird, ohne, dass ich ihn auf der Feier im Bett mit jemand anderem erwische, ist quasi ausgeschlossen.

Oder man bringt die Ereignisse sogar ganz bewusst in Assoziation zueinander! Also erstmal den Hund irgendwie kurz "unbeaufsichtigt" auf die Straße laufen lassen um der Partnerin dann zu beichten das man fremdgegangen ist, was aber in ihrem Bedürfniss nach Trost wegen des toten Familienhundes sofort wie vergessen sein dürfte.
"Ich habe eine schlechte und eine SEHR schlechte Nachricht! Welche willst du zuerst hören?"
Ob man 1 Thema oder 2 Themen anspricht, ist für mich eine andere Fragestellung als wann man sie sie ansprechen sollte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mmh, ein interessantes, aber sehr schweres Thema. Vielleicht geht es vielen so: irgend ein schwieriges Thema steht an, vielleicht eine Entscheidung oder sonst etwas ... wie groß ist die Erleichterung, wenn endlich darüber gesprochen wird und ist es nicht manchmal auch so, dass die Reaktion eine ganz andere ist als die befürchtete?
Jedenfalls ist es für die eigene Psychohygiene wahnsinnig gut, tatsächlich die Dinge anzusprechen.
 
Der Zeitpunkt ist allerdings eine andere Sache - wenn Dir mehrfach gesagt wird, es ist jetzt aber nicht die richtige Zeit, führt das entweder dazu, dass das Them am Ende nur noch auf den Tisch gekotzt wird, damit es wenigstens mal angesprochen ist (für eine friedliche und lösungsorientierte Diskussion nicht wirklich förderlich), oder es führt zu einer "na, dann eben nicht" Haltung. Auch nicht gut, siehe Beitrag weiter oben.
 
:kotzen: hoppala, ist mir rausgerutscht :D


Wir besprechen fundamentale Dinge oft im Auto auf längeren Fahrten.
Einfach perfekt, keiner kann weg und man braucht sich nicht in die Augen schauen ;)
Pfff, aber gerade bei heiklen Themen schaue ich gerne in die Augen meines Gegenübers. Ist - für mich - zumindest sehr aufschlussreich. Wer sein Gesicht abgewandt hat, kann leicht lügen.
 
Pfff, aber gerade bei heiklen Themen schaue ich gerne in die Augen meines Gegenübers. Ist - für mich - zumindest sehr aufschlussreich. Wer sein Gesicht abgewandt hat, kann leicht lügen.
Auf die idee wär ich da jetzt auch noch nicht gekommen,bei einem beziehungsgespräch zu lügen. Klingt jetzt blöd,ist aber so.
 
Pfff, aber gerade bei heiklen Themen schaue ich gerne in die Augen meines Gegenübers. Ist - für mich - zumindest sehr aufschlussreich. Wer sein Gesicht abgewandt hat, kann leicht lügen.

Darüber habe ich auch schon nachgedacht ... ich habe vor vielen Jahren mit Freunden gesprochen, die meinten, genau das nebeneinander gehen/sitzen (wie beim Autorfahren) sei eine gute Konstellation, schwierige Themen anzusprechen, weil es nicht zu einer Konfrontation kommt, bzw. zum "aufeinander prallen" - so im übertragenen Sinn.

Im Imago-Dialog sitzt man sich aber gegenüber und schaut sich an, versucht, das, was der Partner gesagt hat zu wiederholen und damit zu verstehen/verinnerlichen.

Gefühlt würde ich das zugewendete Gespräch auch bevorzugen. Nicht, weil ich Angst hätte, Lügen nicht zu erkennen - ich glaube, die spürt man auch so, wenn man sich kennt. Aber weil es irgendwie wichtig ist, dass man seinem Gegenüber zugewendet ist und nicht einfach in den Raum spricht.
 
Darüber habe ich auch schon nachgedacht ... ich habe vor vielen Jahren mit Freunden gesprochen, die meinten, genau das nebeneinander gehen/sitzen (wie beim Autorfahren) sei eine gute Konstellation, schwierige Themen anzusprechen, weil es nicht zu einer Konfrontation kommt, bzw. zum "aufeinander prallen" - so im übertragenen Sinn.

Im Imago-Dialog sitzt man sich aber gegenüber und schaut sich an, versucht, das, was der Partner gesagt hat zu wiederholen und damit zu verstehen/verinnerlichen.

Gefühlt würde ich das zugewendete Gespräch auch bevorzugen. Nicht, weil ich Angst hätte, Lügen nicht zu erkennen - ich glaube, die spürt man auch so, wenn man sich kennt. Aber weil es irgendwie wichtig ist, dass man seinem Gegenüber zugewendet ist und nicht einfach in den Raum spricht.
:up: Gut gesagt, es gibt ja viele HEIKLE Themen, kann sich ja auch z.B. um Weiterführung der Bez. handeln. Da schaut man seinem Gegenüber doch gerne ins Gesicht und nicht aneinander vorbei.
 
:up: Gut gesagt, es gibt ja viele HEIKLE Themen, kann sich ja auch z.B. um Weiterführung der Bez. handeln. Da schaut man seinem Gegenüber doch gerne ins Gesicht und nicht aneinander vorbei.
Genau,beim Autofahren würde ich ihm nicht mitteilen, dass ich mich scheiden lassen will oder so. aber neue Phantasien, ausmachen was wann wo mit wem .... Das geht wirklich gut.
 
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