Nein, es gibt durchaus anthropologische Berichte und Untersuchungen die aufzeigen, dass der Prozess des Erwachsenwerdens in vielen indigenen Völkern, die wenig Kontakt zur "Außenwelt" haben oder noch weitestgehend den alten Traditionen verbunden leben, wesentlich schneller und weniger konfliktreich abläuft. Die haben oft mit 18 bereits Kinder und werden von den restlichen Erwachsene auch wie vollwertig Erwachsene behandelt.
Es wird vorausgesetzt und davon ausgegangen, dass diese jungen Erwachsenen mit dem letzten Initiationsritus in ihrer Entwicklung fertig sind und da sich in diesen Kulturen das Individuum in der Regel dem Stamm und seinen Sitten unterordnet, gibt es auch keine Selbstfindung, keine pubertären Anwandlungen bis mitte 20 und dergleichen.
Natürlich sind die Strukturen relativ einfach nachvollziehbar und wer jagen und die restlichen Tätigkeiten die zum Leben gehören selbstständig verrichten kann, ist somit in seiner Entwicklung fertig.
Die haben auch kein Bedürfniss mit 50 nochmal ganz was neues zu beginnen und sie haben auch nicht das Gefühl still zu stehen, wenn sie sich nicht weiterentwickeln.
Das sind großteils Probleme die Menschen der westlichen Hemisphäre haben.