Einmal Polyamor - immer Polyamor?

Kann gut nachvollziehen, dass das in eine Richtung gehen kann, in der man sich zukünftig nicht mehr auf " nur einen" einrichten möchte. Aber die Reife und Umsicht zu haben, damit zu leben ohne jemanden zu verletzen ist sicher nicht einfach herbeizuführen.
Könnte mir das ohne ehe und engem zusammenleben mit einem Partner gut vorstellen. Platz in der gefühlswelt ist genug doch ob lebbar?
Lebbar ja
Nur sehr anstrengend
Ob es sich bezahlt macht ständig im "Streß" zu sein.... Und ja es stresst das is sicher

Wie formuliere ich mich?
Wie teile ich die Zeit ein?
Wie geht man mit Eifersucht um die auftreten wird?
Wenn man sich mal mehr dem einen zugezogen fühlt... Dann vlt dem anderen....
Usw
 
Ich halte mich mal an die Definition von WIKI.

Polyamorie (Kunstwort aus griechisch πολύς polýs „viel, mehrere“ und lateinisch amor „Liebe“, englisch auch: Polyamory) ist ein Oberbegriff für eine gegenüber anderen offenen Beziehungsformen enger definierte Praxis, mehr als einen Menschen zur selben Zeit zu lieben.[1] Das Wertegerüst der Polyamorie setzt hierbei das volle Wissen und das Einverständnis aller direkt beteiligten Partner voraus[2] und legt das angenommene Bestreben zugrunde, dass die gewünschten Beziehungen langfristig und vertrauensvoll angelegt sind.[3] Dies schließt normalerweise (aber nicht notwendigerweise) Verliebtheit, Zärtlichkeit und Sexualität mit ein.

Also ich kann bzw. könnte mir schon vorstellen mehr als 1 Frau gleichzeitig zu lieben. Wie das dann konkret lebbar ist, weiß ich nicht. Vor allem käme für mich persönlich nur eine solche Konstellation in Frage. Auf alle Fälle denke ich, dass die mind. 3 Beteiligten - egal in welcher Geschlechterkonstellation - auf allen Ebenen ein wenig bewusster sein müssen, damit es nicht in einer Katastrophe mit einen Haufen Scherben endet.

Ich kenne eine Frau, die ganz offen und öffentlich bekannt mit 2 Männern in einem Haus fix zusammenlebt. Scheint zu funktionieren, weil es doch schon ein paar Jährchen geht. Wie, was und welche Regeln und ob es überhaupt Regeln gibt, weiß ich aber nicht.
 
Hi,

Auf alle Fälle denke ich, dass die mind. 3 Beteiligten - egal in welcher Geschlechterkonstellation - auf allen Ebenen ein wenig bewusster sein müssen, damit es nicht in einer Katastrophe mit einen Haufen Scherben endet.

es reicht eigentlich, wenn jeder weniger besitzergreifend ist.

Wenn das ganze offen ist, scheint es mir besser funktionieren zu können, als wenn Treue gefordert wird. Wenn also jeder nicht nur auf die beiden anderen beschränkt ist, sondern auch Kontakt zu anderen haben kann.


Wobei, warum müssen es nur drei sein? Liebt jeder jeden oder nur einer zwei?

Mit der eigenen Eifersucht kann man eher leicht umgehen, mit anderer Leute Eifersucht oft schwer.

Wenn man also z.B. eine Beziehung mit einem verheirateten Menschen hat, und der ist dann eifersüchtig, weil man auch was mit einem anderen hat, das zu akzeptieren und zu bereden ist schwer. Aber andere fühlt eben so ...

LG Tom
 
Hab mal eine Doku gesehn über ein Dorf in den Usa . Dort wohnen Männer mit mehrere Frauen. Die Männer hatten pro Frau immer ein Paar Kinder. Das waren dann immer so richtige Großfamilien. Ob die 2t oder 3t Frauen noch außerhäuslichen Sex haben ist leider nix berichtet worden.
 
Ein wichtiger Faktor mMn für polyamoröse Beziehungen ist, dass jedem/r Partner/in halbwegs derselbe Stellenwert, dieselbe Aufmerksamkeit, Zeit etc. zukommen sollte. Da es meist eine Erstbeziehung gibt, ist für das Gelingen einer polyamorösen Lebensform daher eventuell maßgeblich, inwieweit und inwieviel sich jemand aus der Erstbeziehung lösen kann und will, damit sich ein/e weitere/r Partner/in nicht womöglich zweitrangig fühlt.
 
Ein wichtiger Faktor mMn für polyamoröse Beziehungen ist, dass jedem/r Partner/in halbwegs derselbe Stellenwert, dieselbe Aufmerksamkeit, Zeit etc. zukommen sollte. Da es meist eine Erstbeziehung gibt, ist für das Gelingen einer polyamorösen Lebensform daher eventuell maßgeblich, inwieweit und inwieviel sich jemand aus der Erstbeziehung lösen kann und will, damit sich ein/e weitere/r Partner/in nicht womöglich zweitrangig fühlt.

Sollte man sich vorweg schon im klaren sein dass ein Mensch sich eben in einer solchen Beziehung mal mehr dem einen dann dem anderen zugezogen fühlen wird.
Nach einem tollen Wochenende mit Person A wird man sich mehr dieser Person..... Und umgekehrt eben auch.
Ohne böse Absicht - also sollte darüber gesprochen werden
 
@Mitglied #480099 - eine Beziehung setzt sich (für mich jedenfalls) nicht nur aus tollen Wochenenden zusammen. Da sind für mich auch noch so Aspekte wie Alltag, für den Anderen sorgen, ihn unterstützen, gemeinsam etwas schaffen usw. beinhaltet.

Aber genauso wie monogame Beziehungen vielfältig sein können, sind es polyamoröse sicher auch. Und letztendlich wird es von den Erwartungen, Vorstellungen der Beziehungspartner abhängig sein, wie eine Beziehung geführt wird.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hi,

Sollte man sich vorweg schon im klaren sein dass ein Mensch sich eben in einer solchen Beziehung mal mehr dem einen dann dem anderen zugezogen fühlen wird.
Nach einem tollen Wochenende mit Person A wird man sich mehr dieser Person..... Und umgekehrt eben auch.
Ohne böse Absicht - also sollte darüber gesprochen werden

da ist dann die Frage, wie die aufgebaut ist. Teilen sich zwei einen Partner, oder hat jeder von denen mehr als einen Partner.

Man sollte annehmen, je mehr Beteiligte, desto weiter verteilt sich das und desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass sich einer mal ausgeschlossen fühlt,

LG Tom
 
Hey,
ich bin gerade ehr unfreiwillig in eine polyamore Beziehung "geraten". Gerade fällt es mir ein wenig schwer damit umzugehen da ich bis jetzt monogam gelebt habe und nun mit einer Beziehungsform "konfrontiert" bin, über die ich nie nachgedacht habe, die für mich bisher auch nie in Frage kam. Meine Partnerin ist verheiratet und hat zwei Kinder, wobei gesagt werden muss, dass sie schon beim Kennenlernen sehr offen mit diesem Thema war und die Karten auf den Tisch gelegt hat. Ihr Ehemann und auch die Kinder wissen von mir, wobei die Beziehung zu mir auch mit Zustimmung ihres Mannes erfolgt. In der Ehe meiner Partnerin gestalltet es sich so, dass beide auch außerhalb ihrer Ehe Partner haben können, dabei geht es aber nicht ausschließlich um Sex, vielmehr geht es um die Liebe, so wie es das Wort polyamore eigentlich beschreibt. Wie ich es bis jetzt erlebe, gerade in dieser Konstellation, gestaltet es sich zeitlich durchaus schwierig, da meine Partnerin nunmal Kinder hat, um die sich auch gekümmert werden muss, was auch durchaus richtig und vernünftig ist. Ausgeschlossen fühle ich mich dadurch nicht, jedoch beobachte ich, was für ein enormer Aufwand es ist, alles unter einen Hut zu bekommen, Ehemann, Kinder, Freund und das "ganz normale" Leben drumherum. Und dabei handelt es sich gerade "nur" um eine Beziehung in der die Frau zwei Partner hat. Meine Partnerin gibt sich sehr viel Mühe, mich in ihr Leben mit einzubinden, jedoch ist es noch immer komisch für mich, nach einem schönen Tag oder auch mal Tage sie wieder zuhause abzusetzen und zu wissen, drin wartet schon ihr Ehemann und ihre Kinder auf sie und ich werde morgen früh wieder alleine am Frühstückstisch sitzen... (abgesehen davon, dass es für mich neu ist, meine Partnerin zu teilen)
 
Nein.

Multiple Liebesbeziehungen können genauso zerbrechen wie Zweierbeziehungen oder nur temporär auftreten, oder unterschiedlich intensiv sein. Es ist ja keine Veranlagung wie hetero- oder homosexuell.
Denke ich auch.
Und dann ist es auch ein Glücksfall, wenn sich zwei Partner finden, die das gemeinsam leben und auch außerhalb dieser Partnerschaft Glück und Zufriedenheit empfangen und leben können.
 
Hi,

ich dachte, das wäre selbstverständlich aber:

jedoch beobachte ich, was für ein enormer Aufwand es ist, alles unter einen Hut zu bekommen, Ehemann, Kinder, Freund und das "ganz normale" Leben drumherum.

Hilf ihr!

Ich dachte, das wäre der Sinn einer solchen Beziehung, dass man Teil der Familie ist. Und dazu gehört Mithelfen. Kinder zur schule bringen und abholen, etc.

So wie Du es darstellst bist Du nur der Hausfreund, ihr Mann für gewisse Stunden.


Aber womöglich irre ich mich ...

LG Tom
 
Hilf ihr!

Ich dachte, das wäre der Sinn einer solchen Beziehung, dass man Teil der Familie ist. Und dazu gehört Mithelfen. Kinder zur schule bringen und abholen, etc.

So wie Du es darstellst bist Du nur der Hausfreund, ihr Mann für gewisse Stunden.


Aber womöglich irre ich mich ...


Natürlich sollte es so sein wie du es beschreibst, und sogut es für mich möglich ist, bringe ich mich auch ein, was alleine durch die Entfernung nicht immer möglich ist. So zb Kinder zur Schule bringen, abholen ... Dennoch natürlich auch schon Zeit mit den Kindern verbracht. Was ich ehr damit zum Ausdruck bringen wollte dass es doch für alle Beteiligten ein logistischer Mehraufwand ist, alle unter einen Hut zu bringen, damit sich niemand benachteiligt fühlt. Wie ein Hausfreund für gewisse Stunden fühle ich mich nicht weil ich merke wie wichtig ich ihr bin, und sie mir
 
Hi,


Hilf ihr!

Ich dachte, das wäre der Sinn einer solchen Beziehung, dass man Teil der Familie ist. Und dazu gehört Mithelfen. Kinder zur schule bringen und abholen, etc.

So wie Du es darstellst bist Du nur der Hausfreund, ihr Mann für gewisse Stunden.


Aber womöglich irre ich mich ...

LG Tom

Wird sicher verschiedene Beziehungskonstrukte geben, aber in polyamorösen Beziehungen ist man als “Zweitpartner“ teilweise nur Mann/Frau für gewisse oder besser gesagt bestimmte Stunden, weil sich das hauptsächliche Leben vorrangig in der Erst/Hauptbeziehung abspielt.
 
Wird sicher verschiedene Beziehungskonstrukte geben, aber in polyamorösen Beziehungen ist man als “Zweitpartner“ teilweise nur Mann/Frau für gewisse oder besser gesagt bestimmte Stunden, weil sich das hauptsächliche Leben vorrangig in der Erst/Hauptbeziehung abspielt.


Genau dieses Thema hatte ich mit meiner Partnerin besprochen, nun kann ich natürlich nur vom gesagten berichten. Meine Sorge war, eine sekundäre Beziehung, also untergeordnet zur Primärbeziehung zu stehen. Für mich persönlich würde es nicht funktionieren, für andere vielleicht schon. Das muß jeder für sich selbst wissen oder herausfinden. Aus meiner persönlichen Sicht wäre eine Hierarchisierung von Beziehungen für keinen Beteiligten von Vorteil und schafft unnötige Spannungen. In solchem Fall wäre es womöglich sinnvoller ehr eine offene als eine polyamoröse Beziehung zu führen?
 
Hi,

Das Mehr ist Liebe. Ansonsten kann es eine Gratwanderung zwischen Affäre ++ oder polyamoröser Beziehung sein, weil man teilweise nicht weiß, wo man sich einordnen soll.

ist es sehr intelligent neue Begriffe zu ersinnen, die dann beliebig deutbar sind? Wenn ich also nur behaupte, ich liebe alle meine ONS, dann ist das Polyamor ...

LG Tom
 
Ich denke, Menschen und ihre Ansichten können sich immer ändern. Also nur weil man einmal eine offene Beziehung hatte oder gar eine polyamore, heißt das nicht automatisch, dass man es immer haben müsste.

Ich genieße die offene Beziehung sehr, aber ich könnte mir auch eine monogame vorstellen unter den richtigen Umständen. Ich mache mir da nicht zu viele Gedanken und gehe mit dem Flow. Nur weil sie jetzt so sit wie sie ist, heißt das nicht, dass es keine Änderungen geben kann.
 
@Mitglied #507324 sehr interessant, deine erfahrungen! Wie lange geht das schon, und wie ist eigentlich die beziehung zwischen euch männern, und warum setzt ihr euch nicht alle drei an den frühstückstisch (sprichwörtlich gemeint, ich weiss schon, ist schwierig wegen der kinder)?
 
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