Hey,
ich bin gerade ehr unfreiwillig in eine polyamore Beziehung "geraten". Gerade fällt es mir ein wenig schwer damit umzugehen da ich bis jetzt monogam gelebt habe und nun mit einer Beziehungsform "konfrontiert" bin, über die ich nie nachgedacht habe, die für mich bisher auch nie in Frage kam. Meine Partnerin ist verheiratet und hat zwei Kinder, wobei gesagt werden muss, dass sie schon beim Kennenlernen sehr offen mit diesem Thema war und die Karten auf den Tisch gelegt hat. Ihr Ehemann und auch die Kinder wissen von mir, wobei die Beziehung zu mir auch mit Zustimmung ihres Mannes erfolgt. In der Ehe meiner Partnerin gestalltet es sich so, dass beide auch außerhalb ihrer Ehe Partner haben können, dabei geht es aber nicht ausschließlich um Sex, vielmehr geht es um die Liebe, so wie es das Wort polyamore eigentlich beschreibt. Wie ich es bis jetzt erlebe, gerade in dieser Konstellation, gestaltet es sich zeitlich durchaus schwierig, da meine Partnerin nunmal Kinder hat, um die sich auch gekümmert werden muss, was auch durchaus richtig und vernünftig ist. Ausgeschlossen fühle ich mich dadurch nicht, jedoch beobachte ich, was für ein enormer Aufwand es ist, alles unter einen Hut zu bekommen, Ehemann, Kinder, Freund und das "ganz normale" Leben drumherum. Und dabei handelt es sich gerade "nur" um eine Beziehung in der die Frau zwei Partner hat. Meine Partnerin gibt sich sehr viel Mühe, mich in ihr Leben mit einzubinden, jedoch ist es noch immer komisch für mich, nach einem schönen Tag oder auch mal Tage sie wieder zuhause abzusetzen und zu wissen, drin wartet schon ihr Ehemann und ihre Kinder auf sie und ich werde morgen früh wieder alleine am Frühstückstisch sitzen... (abgesehen davon, dass es für mich neu ist, meine Partnerin zu teilen)