Einmal Polyamor - immer Polyamor?

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Einmal Polyamor - immer Polyamor?

Ist Polyamorie eine Beziehungsart die wieder verschwindet wenn man sich zum Beispiel von den Partnern trennt und vlt in jemanden monogamen verliebt?
Mich würde interessieren ob man dann wieder zurück findet in die Monogamie? Wenn ja wie leicht oder schwer?
Schattenseiten?
Wie geht ihr damit um einen Menschen in zu teilen? Vermisst ihr nicht den Moment in dem ihr einfach mal den geliebten und freigegeben Partner nur für euch habt?
Reut ihr euch dann doch nicht Monogamie gewählt zu haben?
Hat jemand schon schlechte Erfahrung gemacht damit und sich dann wieder in eine monogame Beziehung begeben? Fühlt es sich dann wieder besser an einen Menschen für sich alleine zu haben?
Wenn jemand dazu was erzählen möchte würde ich mich freuen?
 
In meiner Beziehung die als Sex-Date begonnen und sich dann langsam weiter und weiter entwickelt hat... haben wir uns für eine offene Beziehung entschieden irgendwann nach den ersten Monaten. Leider hatten wir dieses Konzept nicht genau durchgesprochen und hatten etwas unterschiedliche Verständnisse davon. Ich verstand darin eine offene Beziehung mit der Freiheit beidseitig auch Gelegenheiten zu nutzen die sich ergeben würden ohne negative Konsequenzen zwischen uns befürchten zu müssen... sie verstand darin das Recht die Beziehung jederzeit ohne Ankündigung zu beenden wenn ich eine "bessere" (in ihren Augen "jüngere") finde (daran das ihr das auch passieren könnte hat sie glaub ich nicht so gedacht... ich glaub die Offenheit war eher zu meinen Gunsten von ihrer Seite).

Naja auf Reha hat sich dann soetwas wie ein Reha Schatten entwickelt, eine Freundin mit der ich regelmäßig in der Sauna war und auch gelegentlich zusammengekuschelt Videos geschaut habe... und da ich ihr auf Nachfragen davon erzählt habe ist sie ein wenig ausgeflippt und es hat sich heraus gestellt das wir grundlegend unterschiedliche Dinge mit "offen" meinten. Und mein Verständnis von eher polyamor nicht ihrem von frei zu wählen entsprach.

Also das erste was man daran merkt ist wohl das "offene Beziehung" oder auch "Polyamorie" für 2 Menschen komplett unterschiedliche Dinge bedeuten kann! Die Bedeutungen können eben reichen von "frei Sex mit anderen zu haben" bis hin zu "frei multiple Beziehungen mit emotionalen Bindungen gleichzeitig einzugehen". Das sollte man also anscheinend wirklich genauer besprechen als "wir sollten eine offene, lockere Beziehung führen!".

Aber ansonsten hat der daraus resultierende Streit dann doch dazu geführt das wir uns hingesetzt haben, lange geschrieben und telefoniert haben und uns ausgesprochen haben und etwas mehr gefunden haben was wir aneinander schätzten... danach haben wir uns schlussendlich dazu entschieden die Beziehung etwas enger zu gestalten nachdem ich von der Reha zurück war.
 
Ich hatte noch nie eine Polyamore Beziehung, aber:
Fühlt es sich dann wieder besser an einen Menschen für sich alleine zu haben?
Diese Gedankengänge, dass man einen Menschen "hat" - ich glaube diese Gedanken gibt es in Polyamoren Beziehungen weniger.
Wenn beide Polyamorie leben und genießen können.

Ich glaube, dass sowas sehr viel Selbstreflektiertheit und Offenheit braucht, damit sowas gut gehen kann. Und wenns scheitert kann man (nach gewisser Zeit) draufkommen was letztendlich zur Trennung beigetragen hat.
Wenn man mehrere Partner hat - hat man ja auch quasi 'Backup' und muss nie alleine sein, weil eh der/die andereN Partner da sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
... Also das erste was man daran merkt ist wohl das "offene Beziehung" oder auch "Polyamorie" für 2 Menschen komplett unterschiedliche Dinge bedeuten kann! .. .
Was lernen wir daraus? Es empfiehlt sich, sich mit der Bedeutung von Begriffen eingehend zu befassen, bevor man damit hantiert. :lol:

bG Bär
 
Ich hatte schon alle möglichen Arten von Beziehungen und kann dieses Denken von wegen "einmal so, immer so" nicht nachvollziehen. Ich muß mich schlicht geliebt und begehrt fühlen und zwar in egal welcher Konstellation.
 
Schwierig zu sagen, es kommt immer auf den Partner an. In meinem Fall war es weniger Polyamorie, sondern einfach nur eine offene Beziehung.
Ich habe aber auch in einer monogamen Beziehung nie das Gefühl den Partner nur für mich zu "haben".
Ich genieße den Moment und es ist wunderschön, aber am nächsten Tag kann sich potentiell alles ändern.
Wer weiß schon was passiert...ich weiß nur, daß ich, egal wie sehr ich meinen Partner liebe, ihm immer die Freiheit geben werde, passende Gelegenheiten mit passenden Menschen gelegentlich zu nützen.
Hat aber mit Polyamorie nichts zu tun. Fixe Beziehungen mit mehreren Partnern gleichzeitig stelle ich mir sehr kräfteraubend vor, und irgendwie denke ich, dass solche Beziehung die lange Jahre hindurch funktionieren sehr sehr selten sind.
 
Einmal Polyamor - immer Polyamor?

Ist Polyamorie eine Beziehungsart die wieder verschwindet wenn man sich zum Beispiel von den Partnern trennt und vlt in jemanden monogamen verliebt?
Mich würde interessieren ob man dann wieder zurück findet in die Monogamie? Wenn ja wie leicht oder schwer?
Schattenseiten?
Wie geht ihr damit um einen Menschen in zu teilen? Vermisst ihr nicht den Moment in dem ihr einfach mal den geliebten und freigegeben Partner nur für euch habt?
Reut ihr euch dann doch nicht Monogamie gewählt zu haben?
Hat jemand schon schlechte Erfahrung gemacht damit und sich dann wieder in eine monogame Beziehung begeben? Fühlt es sich dann wieder besser an einen Menschen für sich alleine zu haben?
Wenn jemand dazu was erzählen möchte würde ich mich freuen?
Ich glaube, dass jede Beziehung ihre ganz speziellen Feinheiten hat, die man sich eben offen und ehrlich ausmachen muss. Miteinander reden soll hier sehr hilfreich sein, habe ich mal gehört. Und alles auch immer wieder hinterfragen, obs eh noch so passt, wie es ist (ja, es kann herausfordernd sein, den richtigen Zeitpunkt dafür zu finden, und die Balance zwischen "dem anderen damit auf die Nerven gehen" und "den anderen damit ignorieren" zu finden - aber hin und wieder zu fragen "Du, passts noch für dich, so wie es ist?" kann nicht schaden, denke ich). Insofern kann man es wahrscheinlich auch nicht verallgemeinern. Wenn ich einmal eine (???) polyamore Beziehung geführt habe und dann mit (mindestens) beiden Partnerinnen Schluß gemacht habe und nun in einer monogamen Beziehung bin, dann ist diese Beziehung ganz bestimmt anders als die vorherige, mit ganz anderen "dos" und "dont's" wie vorher. Und wie leicht oder wie schwer einem das dann fällt, hängt von soooo vielen Umständen ab...

Das mit "teilen" und "für sich haben" ... damit tu ich mir ein bisschen schwer. Ich kann nichts teilen, was mir nicht gehört, und insofern kann ich auch meine Partnerin nicht "teilen". Natürlich genieße ich es ungemein, wenn sie in meinen Armen liegt, aber ich kann mich auch für sie freuen, wenn sie in jemandes anderen Armen liegt. Sollte sie danach wieder zu mir zurückkehren wollen, freu ich mich doppelt ;) - und umgekehrt gilt das selbe.

Man sollte hier vielleicht auch definieren, was denn wirklich gemeint ist. Man kann polyamor als "Ich darf auch andere Menschen lieben" und monogam als "Ich habe nur mit dir Sex" interpretieren. Das sind zwei unterschiedliche Ebenen und insofern nicht ganz miteinander vergleichbar. Mit jemandem, den ich liebe, muss ich nicht unbedingt auch Sex haben - bin ich jetzt treu oder nicht? Und ich kann auch mit jemandem Sex haben, ohne sie zu lieben - gleiche Frage! Man muss sich eben ausmachen, ob und wenn ja, welche Grenzen man leben möchte.
 
Sich in mehrere Personen zeitgleich verlieben - kann ich mir vorstellen, natürlich. Wenn die Verliebtheit wegfällt und nur ein Paar übrigbleibt sollte es doch monogam einwandfrei funktionieren, es sei denn, es ist schon zwanghaft, mindestens eine zusätzliche Liebesbeziehung führen zu müssen. Dies passiert m E oft um der Gesellschaft zu signalisieren, dass man anders ist und die bestehenden Normen ablehnt.
Die gleiche tiefe Liebe zu mehreren Personen gleichzeitig empfinden - da habe ich meine Zweifel.
Praktisch jetzt - hab mit meiner Frau ein Haus gebaut, wir haben 3 erwachsene Kinder, die schon ausgezogen sind und plötzlich kommt meine Frau daher und stellt mir zwei Männer vor, in die sie sich unsterblich verliebt hat und sie möchte, dass diese bei uns einziehen und bei uns wohnen. Kann mir nicht vorstellen, dass dieses Zusammenleben, auch nur mit einem weiteren Mann, langfristig funktionieren kann. Meine Frau lebt ihre Sexualität mit ihren weiteren Partnern aus, während ich arbeiten bin, oder sonst anfangen, Ansprüche zu stellen. Damit käme ich nicht klar.
Wäre nie auf die Idee gekommen, meiner Frau vorzuschlagen unsere gemeinsame Freundin, in die ich mich schwer verliebt habe, in unsere Wohngemeinschaft aufzunehmen. Das Verlieben in die andere war mit Sicherheit auch nur möglich, weil die Liebe in der Partnerschaft zu diesem Zeitpunkt sehr abgekühlt war.

Wifesharing hingegen könnte ich mir vorstellen.

Gibt natürlich sehr viele uralte Kulturen in denen die Polygamie oder die Polyandrie gelebt wird und diese Beziehungsformen dort selbstverständlich sind und deshalb auch funktionieren. Da wird vermutlich aus allen möglich Gründen geheiratet, am wenigsten aber aus tiefempfundener Liebe zu einander.
 
Einmal Polyamor - immer Polyamor?
Ich denke Polyamorie ist einfach eine sexuelle Ausrichtung. Ist msn es, wird es immer da sein.

Ist Polyamorie eine Beziehungsart die wieder verschwindet wenn man sich zum Beispiel von den Partnern trennt und vlt in jemanden monogamen verliebt?

Nein, ich denke nicht. Aber ich bin auch der Überzeugung, dass Liebe außerhalb der Raumzeit liegt und nicht durch Zeit oder Geschehnisse beeinflusst wird.


Wie geht ihr damit um einen Menschen in zu teilen?

Mich kümmert es nicht jemanden zu teilen. Wichtig ist halt, was man sich abmacht. Als dominanter Part bestimme ich allein über das sexuelle Erleben meiner Partnerin, insofern...

Vermisst ihr nicht den Moment in dem ihr einfach mal den geliebten und freigegeben Partner nur für euch habt?

Ich bin selbst bindungsscheu und eher frei orientiert. Es nervt nur, wenn Vereinbarungen nicht gehalten werden.

Hat jemand schon schlechte Erfahrung gemacht damit und sich dann wieder in eine monogame Beziehung begeben?

Schlechte Erfahrungen habe ich eher mit monogamen als polyamoren Damen gemacht.

Fühlt es sich dann wieder besser an einen Menschen für sich alleine zu haben?

Hängt davon ab. Zwei für sich allein zu haben ist durchaus von Vorteil. Ich selbst hab kein Problem damit, wenn eine Sub sich eineN Sub hält.
 
Einmal Polyamor - immer Polyamor?
Ich denke Polyamorie ist einfach eine sexuelle Ausrichtung. Ist msn es, wird es immer da sein.

Ist Polyamorie eine Beziehungsart die wieder verschwindet wenn man sich zum Beispiel von den Partnern trennt und vlt in jemanden monogamen verliebt?

Nein, ich denke nicht. Aber ich bin auch der Überzeugung, dass Liebe außerhalb der Raumzeit liegt und nicht durch Zeit oder Geschehnisse beeinflusst wird.


Wie geht ihr damit um einen Menschen in zu teilen?

Mich kümmert es nicht jemanden zu teilen. Wichtig ist halt, was man sich abmacht. Als dominanter Part bestimme ich allein über das sexuelle Erleben meiner Partnerin, insofern...

Vermisst ihr nicht den Moment in dem ihr einfach mal den geliebten und freigegeben Partner nur für euch habt?

Ich bin selbst bindungsscheu und eher frei orientiert. Es nervt nur, wenn Vereinbarungen nicht gehalten werden.

Hat jemand schon schlechte Erfahrung gemacht damit und sich dann wieder in eine monogame Beziehung begeben?

Schlechte Erfahrungen habe ich eher mit monogamen als polyamoren Damen gemacht.

Fühlt es sich dann wieder besser an einen Menschen für sich alleine zu haben?

Hängt davon ab. Zwei für sich allein zu haben ist durchaus von Vorteil. Ich selbst hab kein Problem damit, wenn eine Sub sich eineN Sub hält.
Oh danke
Interessant
Lg Anna
 
Danke für die verschiedenen Beiträge
Es bereichert mich zu erfahren wie andere Geschichten so sind
Er-leben anderer Menschen und es hilft mit meine Gedanken zu erweitern
Herzlichst Anna
 
Ich hatte noch nie eine Polyamore Beziehung, aber:

Diese Gedankengänge, dass man einen Menschen "hat" - ich glaube diese Gedanken gibt es in Polyamoren Beziehungen weniger.
Wenn beide Polyamorie leben und genießen können.

Das ist, denke ich, eines der großen Missverständnisse, dem Vertreter der Polyamorie und offenen Beziehungen immer wieder unterliegen - diese semantische i-Tüpferlreiterei, dass man, wenn man "ich habe einen Partner" sagt gleich "ich besitze einen Partner" meint. Ganz abgesehen davon, dass das von einem grotesk wortwörtlichen Sprachverständnis zeugt, dass allen Realitäten der menschlichen Kommunikation zuwiderläuft, ist das ein großartiges Beispiel für ein "Strohmann-Argument", eine Art logischer Fehlschluss, bei dem man die Gegenseite dadurch angreift, dass man ihre Argumente ins Absurde verzerrt und dann die Absurdität dieser Argumente angreift anstatt dem Anderen tatsächlich zuzuhören.

So in der Art: "monogam lebende Menschen glauben, ihren Partner zu besitzen, das ist doch absurd. Ich glaube das nicht, und ich lebe nicht monogam, sondern polyamrös, also kann man daraus folgern, das Polyamorie besser als Monogamie ist." Blödsinn.

Die meisten Menschen in monogamen Beziehungen wissen sehr gut, dass sie ihren Partner nicht "besitzen" und keine anderen Ansprüche auf ihn haben als die, so ehrlich und fair als möglich behandelt zu werden. Diesen Anspruch haben auch Menschen in polyamorösen Beziehungen - auch die wollen nicht bestohlen, mit Geschlechtskrankheiten angesteckt oder körperlich misshandelt werden.

Der Unterschied besteht darin, welche Freiheiten man sich gegenseitig mit anderen Partnern einräumt und welche nicht. Daraus den Schluss zu ziehen, dass Monogamie verklemmt, eingrenzend oder weniger reflektiert ist, ist haltlos und bestenfalls Wunschdenken.

Ich glaube, dass sowas sehr viel Selbstreflektiertheit und Offenheit braucht, damit sowas gut gehen kann. Und wenns scheitert kann man (nach gewisser Zeit) draufkommen was letztendlich zur Trennung beigetragen hat.
Wenn man mehrere Partner hat - hat man ja auch quasi 'Backup' und muss nie alleine sein, weil eh der/die andereN Partner da sind.

Eben. Ob es von besonderer Reflektiertheit zeugt, wenn ich immer ein paar Backups brauche und auf die Bestätigung, die ich von anderen Sexualpartnern bekomme, so verkrampft angewiesen bin, dass ich davon nicht lassen kann, sei einmal dahingestellt. Das wird wohl vom Einzelnen abhängen, oder?

Martin
 
Ich heiratete vor 61 Jahren in der naiven Vorstellung, dass von ich nun an alle meine sexuellen Bedürfnisse nur noch und ausschliesslich mit meiner Frau gemeinsam befriedige (inklusive Selbstbefriedigung). Dies erwies sich schon in der Hochzeitsnacht und in der ersten Woche unserer anschliessenden Hochzeitsreise als Irrtum, da sich meine Frau vor der Defloration fürchtete. Deshalb begann ich nach einwöchigem Verzicht sofort wieder täglich zu wichsen. Etwa drei Jahre lang begehrte ich jedoch nicht einmal gedanklich eine andere Frau. Da aber meine Frau immer mehr ihre mütterlichen Gefühle und Pflichten vor die ehelichen stellte, holte ich mir den Ersatz einige Male bei einer Prostituierte. Damit war aber der Damm gebrochen, und ich nahm manche Gelegenheit wahr, mich verführen zu lassen. Später baute ich sogar Dauerbeziehungen auf und hielt dies vor meiner Frau geheim. Was die Fragestellerin vermutete, traf also bei mir ein: Einmal Polyamor - immer Polyamor! Oder die Katze lässt das Naschen nicht.
 
Du kannst dir gerne vieles schönreden.

Aber eine Polyamouröse Beziehung ist das, was du da hast, nicht.
Geb dir da recht :) vor allem erzählt unser Hansi bei jeder Gelegenheit davon - mittlerweile müsste das schon jeder im Forum auswendig mitbeten können.

vor allem:

Dies erwies sich schon in der Hochzeitsnacht und in der ersten Woche unserer anschliessenden Hochzeitsreise als Irrtum, da sich meine Frau vor der Defloration fürchtete. Deshalb begann ich nach einwöchigem Verzicht sofort wieder täglich zu wichsen. Etwa drei Jahre lang begehrte ich jedoch nicht einmal gedanklich eine andere Frau. Da aber meine Frau immer mehr ihre mütterlichen Gefühle und Pflichten vor die ehelichen stellte, holte ich mir den Ersatz einige Male bei einer Prostituierte
ist dir eigentlich schon mal der Gedanke gekommen, dass du nich so ganz unschuldig dran bist, dass deine Frau keinen Gefallen am Sex gefunden hat? Wenn sie noch Jungfrau war, als du sie geheiratet hast, lag es allein in deinen Händen, ihr den Sex "schmackhaft" zu machen. Das ist dir aber offenbar nicht gelungen.
und wenn ich deine Beiträge so an meinem inneren Auge vorbei ziehen lasse, fällt mir auf, dass immer du und deine Lust im Vordergrund stehen.....

das was du machst, nennt man schlicht und ergreifend fremd gehen..... und vermutlich weiss deine Frau bis heute nicht, was du so alles getrieben hast. Wenn das alles so so schlimm war mit deiner Frau, wieso hast du sie dann nicht verlassen und bist mit einer deiner Langzeitbeziehungen zusammen gekommen? auch in der konservativen Schweiz ist Scheidung kein Fremdwort und nicht der Genickschuss für die Betroffenen - und soviel kenn ich mich aus, ich bin lang genug mit einem Schweizer verheiratet.
 
Ich heiratete vor 61 Jahren in der naiven Vorstellung, dass von ich nun an alle meine sexuellen Bedürfnisse nur noch und ausschliesslich mit meiner Frau gemeinsam befriedige (inklusive Selbstbefriedigung). Dies erwies sich schon in der Hochzeitsnacht und in der ersten Woche unserer anschliessenden Hochzeitsreise als Irrtum, da sich meine Frau vor der Defloration fürchtete. Deshalb begann ich nach einwöchigem Verzicht sofort wieder täglich zu wichsen. Etwa drei Jahre lang begehrte ich jedoch nicht einmal gedanklich eine andere Frau. Da aber meine Frau immer mehr ihre mütterlichen Gefühle und Pflichten vor die ehelichen stellte, holte ich mir den Ersatz einige Male bei einer Prostituierte. Damit war aber der Damm gebrochen, und ich nahm manche Gelegenheit wahr, mich verführen zu lassen. Später baute ich sogar Dauerbeziehungen auf und hielt dies vor meiner Frau geheim. Was die Fragestellerin vermutete, traf also bei mir ein: Einmal Polyamor - immer Polyamor! Oder die Katze lässt das Naschen nicht.
Danke!
 
Ich würde mich, obwohl ich momentan (gewollt) Single bin als polyamor bezeichnen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich mehrere Menschen gleichzeitig lieben kann, und ich geh davon aus, dass mir das jederzeit wieder passieren kann. Ich kann mir schon vorstellen, einem Partner zu Liebe eine Zeit lang auf andere Männer zu verzichten, doch ich kann mir kaum vorstellen, dass so eine Beziehung dann ewig hält. Sieht man ja auch an den unzähligen Fremdgängern, dass das Konzept der sexuellen Treue nicht immer so gut funktioniert.
 
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