Hätte sich das Christentum in Europa nicht verbreitet und hätten sich die antiken Römer und Griechen kulturell erhalten können, wäre es gar kein Thema. In der Antike dachte man nicht in Begriffen wie Hetero, Homo, Lesbisch oder Bi.
Das da etwas schlummert oder sich jemand wegen sexuellen Kontakten als Bi oder Hetero zu definieren hat ist eine Projektion auf Basis der religiös geprägten Identität.
Grundsätzlich ist es nichts was man einordnen, definieren oder propagieren muss. Man macht es einfach weil es sich ergibt.
Der Grund warum es in der Antike kein Problem war bestand darin, das es keine Gefahr für die gesellschaftliche Ordnung und Fortpflanzung war. Zu dem Problem wird es erst wenn jemand daraus eine alternative Ordnung mit Schubladen macht.
Solche Definitionen mögen in der Sexualwissenschaft vielleicht praktisch sein. Aber für die sexuell aktiven Menschen ist es so sinnvoll als würde man einem Ameisenbär erklären das wir ihn als Säugetier einordnen.
Eigentlich nur viel Lärm um Nichts.
Man ist weder abnormal, etwas besonderes, es ist auch keine Freiheit oder ein Status, es ist nur gelebte Sexualität.
Eher infantil wird es wenn man glaubt man würde damit irgendwelche Tabus brechen und darin selbst schon einen Reiz sehen. Damit zieht man die Intimität nämlich auf das Niveau von öffentlichem Urinieren.