Die Normierungsfalle

  • Ersteller Ersteller Gast
  • Erstellt am Erstellt am
der umgekehrte weg führt aber zu einer "waldheim-persönlichkeit", dem man als UN-generalsekretär nachgesagt hat, dass er sich in alle richtungen gleichzeitig verbeugen kann.

ist es das, was wir wollen? unsere persönlichkeits-zielnorm?

also ehrlich: meine sicher ned. mir ist ein mensch mit ecken und kanten weit lieber, als ein zäpfchen das in jeden arsch passt.
Emotional bin ich bei dir nur ist Individualismus ein Luxus des Wohlstandes, jeder will sein Leben so gestalten und seine Risiken selbst bestimmen. Paragleiten, Downhillbiken, private Autorennen, für den IS kämpfen, Anapolika schlucken, ... nur wenn etwas schief geht will man wieder in die soziale Gruppe der Normalos zurück.
Jemand hat es in diesem Thread gut formuliert: " Die Dosis macht das Gift "
 
irgendwie is mir diese normierung aber sowas von egal.....warum soll ich mich da reinzwingen lassen........ok mit mein alter red ich mir vieleicht leichter, aber ich hab mich früher scho ned in a normierung zwingen lassen........

viele sind aber selber schuld das sie dem zwang zur normierung nachgeben.....ist heute kwasi eine modeerscheinung
 
Für mein Empfinden übertreiben es viele mit Brustvergröserungen wie die LOLO Ferrari es tat. Ein natürlicher Busen ist doch viel schöner als so ein Fussball von Busen.
 

Anhänge

  • Unbenannt.png
    Unbenannt.png
    85,7 KB · Aufrufe: 15
:ironie: Das mittels Medizin / Chirurgie genormte Traumwesen lässt sich seit geraumer Zeit ja auch
weitaus kostengünstiger mit diversen Bildbearbeitungsprogrammen je nach Vorlieben konfigurieren.
Die exakte Reproduzierbarkeit in beliebiger Anzahl, und dass man bei Nichtgefallen das Bild wieder
problemlos löschen kann, ist ein weiterer Vorteil.
Dass man sich mit dem so entstandenen Kunst-/Traumprodukt allerdings nicht real und intellektuell
anspruchsvoll unterhalten kann, fällt ohnehin nicht so ins Gewicht, weil das mit diesen Traumwesen
aus Fleisch und Blut - pardon, Silikon und Botox - meist auch nicht möglich ist...
 
uns fällt dazu die infantile einheitsglatze im intimbereich ein. bei dieser normierung haben ja fast alle frauen mitgemacht, egal wie es aussah.

Bezüglich "Einheitsglatze" denke ich, dass dies, wie Vieles den (vermeintlichen) Trends unterworfen ist.
Recht humorvolle Karikaturen greifen dieses Thema auf, indem - je nach Epoche - Frauen unten buschig,
Männer im Gesicht nackig und jetzt wiederum aktuell Männer mit Hipsterbart und die Frauen unten ohne
darstellen.
Ich persönlich, lasse mich weder von "angesagten" Trends leiten, noch unterwerfe mich mit aller Gewalt
irgend welchen Moden. So habe ich meine Haarpracht untenrum einmal probeweise entfernt.
Vielleicht ist es nur Einbildung, aber es fühlt sich seither besser und freier an - mit dem Nebenaspekt,
dass das Haus ohne Umzäunung größer erscheint... ;) - und bei Frauen gefällt`s mir sowohl als auch.
 
Traum-Busen, Traum-Hintern, Traum-Body, Puppengesicht, makellose Haut etc. etc.: Alles ach so erstrebenswert - und wenns die Natur nicht mit auf den Weg gegeben hat oder das Leben seine Spuren zeichnet, dann hilft eben die Medizin etwas nach.

Und?

Wennst dann all das beisammen hast, dann denkt sich so mancher "Eine fade Einheits-Barbie!"
Das erinnert mich irgendwie an meine Jugendzeiten mit dem 1er Golf GTI.
Man kauft sich ein überteuertes - weil gehyptes - Auto, steckt dann nochmal Unsummen in Tuningmaßnahmen wie Spoiler, KF-Verbreiterung, Breitreifen etc... um letztendlich ein Auto zu fahren, dass genauso zig Andere auch fahren...

Umgelegt auf das Thema...
Wenn es nicht zu viel ist und wirklich etwas ist, was einen persönlich stört (vergleichbar mit einer Delle im oben besagten Auto), dann sehe ich nichts Verwerfliches dran, sich das richten zu lassen, wenn man sich dadurch besser fühlt und das Selbstwertgefühl dadurch gesteigert ist... unabhängig ob Mann oder Frau

Aber wie bei so vielen Dingen im Leben... die Dosis macht's...

Mr. Salt
 
ich weiß nicht, wie das bei männern ist:

frauen sollten veränderungen jeglicher art für sich selbst machen (und zwar ausschließlich für sich selbst)!
nicht um gängigen schönheitsidealen zu entsprechen und schon garnicht, weil es irgendeinem mann oder männern so
besser gefallen würde!
 
ich weiß nicht, wie das bei männern ist:

frauen sollten veränderungen jeglicher art für sich selbst machen (und zwar ausschließlich für sich selbst)!
nicht um gängigen schönheitsidealen zu entsprechen und schon garnicht, weil es irgendeinem mann oder männern so
besser gefallen würde!

Volle Zustimmung, denn wenn man lang genug "im Geschäft" bzw. auf der Pirsch ist weiß man eh, daß es für jede Äußerlichkeit, jeden Charakter und jedes Interesse jemanden gibt, der es teilen könnte.
Nur leben wir halt in einer Zeit, in der prinzipiell Alles jederzeit verfügbar ist, und dann will Mann / Frau natürlich auch das Optimum. Verständlich, aber man bringt sich auch selbst um den Reiz des Unbekannten, des Unbequemen. Das muß nicht zwangsläufig auch unpassend sein, nur weil die Körbchengröße oder was auch immer nicht den Vorstellungen entspricht.
 
Habe mich heute beim Shoppen in Wien umgeschaut und stelle fest - man braucht keine Angst vor zu viel schönen oder nach Ideal genormten Menschen haben, die Mehrheit hat sich eindeutig für einen ganz anderen Trend entschieden. :D
 
seelenfutter für den, der sich der "normierung" beugt. ja, soll sein. aber: was bleibt dann auf dem weg - von dieser eigenen "seele"? und was nutzt einem dabei dann das futter? sind wir da nicht schon längst als hase zwischen igelmann und igelfrau unterwegs?

Also es gibt "Schönheitsoperationen" und "Schönheitsoperationen". Ich würde es voll verstehen, wenn unsere ehemalige Innenministerin ihre Nase abmildern würde. Dass sie es nicht macht nötigt mir Respekt ab. Hätte ich eine Freundin, die mit so einer Nase todunglücklich ist, dann würde ich ihr nicht versuchen eine Operation auszureden, wenn sie andere Massnahmen ergriffen hat und nichts geholfen hat.

Das schöne ist ja, dass wir unsere moderne Medizin haben.

Wenn sich jemand mit zig Operationen verfremdet, ist das wieder ein anderes Thema.
 
ich oute mich hier mal schön anonym, weil ich etwas konstruktives und selbst erlebtes zur "normierung" beitragen möchte:

früher hatte ich ein kleines "A" körbchen!

Prickelnd fand ich das nicht, weil alle meine feundinnen in diesem bereich deutlich mehr zu bieten hatten.
nach dem sport ging ich, als einzige im verein, zum duschen immer heim!

später, als die jungs und noch später auch die männer ins spiel kamen, lobte jeder mann, der mir an die wäsche durfte,
speziell meine kleinen, festen brüste!
nur mir half das nicht, weil ich sie schrecklich fand.

mein ehemann liebte meine kleinen tittchen auch. aber zu fkk oder sauna konnte er mich nicht überreden!

erst nach meinen ersten erfahrungen mit dem swingen, wurde es etwas besser. aber nur etwas.
ich ging zum arzt und zum psychologen und wollte eine brust-op wegen psychischer probleme mit meinem, für mich
zu kleinem busen, von der krankenkasse erstattet bekommen!! das wurde jedesmal abgelehnt!

es half alles nicht und ich lebte mehr schlecht als recht damit!
ich pushte und stopfte aus, was das zeug hielt, um mich fraulicher zu fühlen!

dann hat es noch fast zwanzig jahre gedauert, bis ich mich endlich zu einer brustvergrößerung entschloss.

mein mann war total dagegen und versuchte es mir auszureden!
aber ich wollte es für mich und ließ mich letztlich operieren.

aber trotz ganz klarer absprache mit dem chirurgen, dass es ein B-körbchen werden sollte, wachte ich aus der narkose mit
grösse "C" auf!
der arzt meinte, das würde besser zu meinen proportionen passen. der arzt war mitglied in einer vereinigung zertifizierter
plastischer chirurgen und kein umgelernter zahnarzt. aber ich war und bin sehr sportlich (siehe ava), bin 172 cm groß und wiege 56 kg...!
die "C" körbchen waren deutlich überproportional!

ich sah nach der op wirklich aus wie eine normierte "Barbie"!!!
zudem war durch die für mich zu großen kissen meine haut so gespannt, dass sich die dinger wie beton anfühlten und lange schmerzten!
durch die implantation unter dem brustmuskel schielten meine brustwarzen und wirkten irgendwie deplaziert!
jetzt war ich erst recht unglücklich!

das zur warnung vor schnellschüssen!

es dauerte fast zwei jahre (über mehrere rechtsanwälte) bis der betreffende arzt einwilligte, die kosten einer zweiten op, bei einem
anderen arzt meiner wahl, zu übernehmen!

danach war es ein für mich endlich wunderschönes, mittleres "B"!

recht schnell hatte sich auch mein mann damit angefreundet!

seither fällt mir auf, dass männer sich viel mehr mit meinen brüsten beschäftigen als vorher!

ich habe das alles für MICH auf mich genommen und bin seitdem total glücklich mit meiner figur und bedauere nur eines:

es nicht früher gemacht zu haben!
allerdings unter verzicht auf die zweijährige leidenszeit!
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
ich oute mich hier mal schön anonym, weil ich etwas konstruktives und selbst erlebtes zur "normierung" beitragen möchte:

früher hatte ich ein kleines "A" körbchen!

Prickelnd fand ich das nicht, weil alle meine feundinnen in diesem bereich deutlich mehr zu bieten hatten.
nach dem sport ging ich, als einzige im verein, zum duschen immer heim!

später, als die jungs und noch später auch die männer ins spiel kamen, lobte jeder mann, der mir an die wäsche durfte,
speziell meine kleinen, festen brüste!
nur mir half das nicht, weil ich sie schrecklich fand.

mein ehemann liebte meine kleinen tittchen auch. aber zu fkk oder sauna konnte er mich nicht überreden!

erst nach meinen ersten erfahrungen mit dem swingen, wurde es etwas besser. aber nur etwas.
ich ging zum arzt und zum psychologen und wollte eine brust-op wegen psychischer probleme mit meinem, für mich
zu kleinem busen, von der krankenkasse erstattet bekommen!! das wurde jedesmal abgelehnt!

es half alles nicht und ich lebte mehr schlecht als recht damit!
ich pushte und stopfte aus, was das zeug hielt, um mich fraulicher zu fühlen!

dann hat es noch fast zwanzig jahre gedauert, bis ich mich endlich zu einer brustvergrößerung entschloss.

mein mann war total dagegen und versuchte es mir auszureden!
aber ich wollte es für mich und ließ mich letztlich operieren.

aber trotz ganz klarer absprache mit dem chirurgen, dass es ein B-körbchen werden sollte, wachte ich aus der narkose mit
grösse "C" auf!
der arzt meinte, das würde besser zu meinen proportionen passen. der arzt war mitglied in einer vereinigung zertifizierter
plastischer chirurgen und kein umgelernter zahnarzt. aber ich war und bin sehr sportlich (siehe ava), bin 172 cm groß und wiege 56 kg...!
die "C" körbchen waren deutlich überproportional!

ich sah nach der op wirklich aus wie eine normierte "Barbie"!!!
zudem war durch die für mich zu großen kissen meine haut so gespannt, dass sich die dinger wie beton anfühlten und lange schmerzten!
durch die implantation unter dem brustmuskel schielten meine brustwarzen und wirkten irgendwie deplaziert!
jetzt war ich erst recht unglücklich!

das zur warnung vor schnellschüssen!

es dauerte fast zwei jahre (über mehrere rechtsanwälte) bis der betreffende arzt einwilligte, die kosten einer zweiten op, bei einem
anderen arzt meiner wahl, zu übernehmen!

danach war es ein für mich endlich wunderschönes, mittleres "B"!

recht schnell hatte sich auch mein mann damit angefreundet!

seither fällt mir auf, dass männer sich viel mehr mit meinen brüsten beschäftigen als vorher!

ich habe das alles für MICH auf mich genommen und bin seitdem total glücklich mit meiner figur und bedauere nur eines:

es nicht früher gemacht zu haben!
allerdings unter verzicht auf die zweijährige leidenszeit!

Das berührt mich, das Du Deine Geschichte hier mit uns teilst! Danke!
Gut, dass Du bis zuletzt durchgehalten hast und jetzt glücklich bist! :up:
 
Traumbusen, -po, .figur... etc. setzt ja einen allgemeingültigen Standard voraus.
Nur wer setzt diesen Standard?
Wenn, dann doch nur die Industrie, die was, nach dem Testemony-Schema, verkaufen will.
Traumhaft ist der Mensch, der Dich umhaut...
 
Traum-Busen, Traum-Hintern, Traum-Body, Puppengesicht, makellose Haut etc. etc.: Alles ach so erstrebenswert - und wenns die Natur nicht mit auf den Weg gegeben hat oder das Leben seine Spuren zeichnet, dann hilft eben die Medizin etwas nach.

Und?

Wennst dann all das beisammen hast, dann denkt sich so mancher "Eine fade Einheits-Barbie!"

Macht es nicht genau das "Etwas andere und Individuelle" aus?

Viel Menschen brauchen es scheinbar, "dazu zu gehören"... Immer schön dem Mainstream folgen wie ein dummes Lamm. Brav Golf fahren, immer Politisch korrekt, und die Gartenzwerge in Reih und Glied. Und schön ist, das was mir der Fernseher vorzeigt...
Meine persönliche Vorstellung von der Hölle!
Es gibt, gab, und wird sie Gott sei Dank immer geben:
Die Nonkonformisten, Punks, Goths, Hippies, Revolutionäre, Anders-Denker, Anarchisten und Konum-Verweigerer.
Und sie sind es, die unsere Welt mit Ihren Ansichten so herrlich bunt und einzigartig machen. Also besteht noch Hoffnung, das die Norm nicht bei allen Anklang findet.
 
Zurück
Oben