Schönes Thema, erstmal Danke dafür...
Ich geb's zu...ich habe mir (noch) nicht alle Antworten durchgelesen - werde es wohl aber noch tun, weil mich die Antworten der anderen dazu auch interessieren.
Tja...wann und wodurch ist man "zufrieden"?
Und wie kann man dorthin kommen?
Ich denke, die Antwort findet sich fast schon in den Worten selbst.
"Zufrieden". "Kommen".
Zu seinem Frieden kommen.
Glück ist für mich ein Zustand, in dem ich mit mir im Reinen bin - "zufrieden" mit dem, was ich habe.
Meines Erachtens nach...gehört dazu auch Bescheidenheit. Ein "nicht immer MEHR wollen".
Bin ich gesund? Sind es die, die ich liebe, auch? Allein das kann schon Zufriedenheit sein.
Gesundheit wird von uns fälschlicherweise als "Normalzustand" vorausgesetzt.
Kaum jemand steht morgens auf...und freut sich, dass er gesund ist.
Erst wenn wir krank werden, wissen wir dieses kostbare Gut "Gesundheit" zu schätzen.
Ähnlich ist es mit materiellen Dingen.
Vieles davon stufen wir als selbstverständlich ein, einfach weil wir es gewohnt sind.
Dabei sind es viele Dinge eben nicht wirklich.
Wer schon mal einen Backpacker-Urlaub gemacht hat, weiß nach seiner Rückkehr so einfache Dinge wie ein sauberes, weiches Bett und einen Kühlschrank wesentlich mehr zu schätzen als davor.
Zufrieden zu sein...sein zu können...ist eine innere Einstellung. Man kann es sich selbst verinnerlichen...oder aber das Leben lehrt einen eine (manchmal bittere) Lektion, nach der man dann gewisse Dinge mit ganz anderen Augen sieht - und sein Glück ganz anders definiert.
Man wird bescheidener zufrieden.
Für mich können das ganz kleine Momente oder Augenblicke sein, die kaum jemand anderes wahrnehmen würde.
Oder eben Dinge...materiell.
Ich brauche keine Breitling mehr...keine teuren Designer-Möbel oder Klamotten.
Und die Zartheit einer Hand, deren Mensch mich liebt und mir deshalb über den Rücken streichelt...ist mir 1000 Mal mehr wert, als die ausgefallenste, dekadenteste Orgie.
Ja ...ich bin zufrieden.
Mit den kleinen Dingen, die mir das Leben schenkt.