Der Fall Ulmen

Wenn ich das Schicksal und die Erlebnisse der 12-jährigen Anna, bzw die stattgefundene Gerichtsverhandlung mit den Freisprüchen heranziehe, kann ich nur verständnislos den Kopf schütteln. Da gingen keine tausende Menschen demonstrierend auf die Straße, dass das Strafgesetz, das eh ausreichend Schutz gibt, nachgeschärft, bzw vollzogen wird. Dass die beteiligten unter 14-Jährigen männlichen Personen noch straffrei bleiben war nachvollziehbar, aber alle anderen bzw älteren?
Was Frau Fernandes widerfahren ist, sollte vorerst gerichtlich geklärt und erst dann öffentlich diskutiert werden. Bei einem reinen Mediendelikt von Vergewaltigung zu sprechen, ist meiner Ansicht nach eine Verhöhnung von realen Vergewaltiigungsopfern.
Aufgrund der Fälschungsmöglichkeiten von Dokumenten wird es nie eine absolute Sicherheit im Netz geben, genauso wenig wie im realen Leben.
 
Hi,

Wenn ich das Schicksal und die Erlebnisse der 12-jährigen Anna, bzw die stattgefundene Gerichtsverhandlung mit den Freisprüchen heranziehe, kann ich nur verständnislos den Kopf schütteln. Da gingen keine tausende Menschen demonstrierend auf die Straße, dass das Strafgesetz, das eh ausreichend Schutz gibt, nachgeschärft, bzw vollzogen wird. Dass die beteiligten unter 14-Jährigen männlichen Personen noch straffrei bleiben war nachvollziehbar, aber alle anderen bzw älteren?

nunja, offenbar hat das Gericht mehr Informationen als die Kronenzeitung.

Womöglich hapert es aber auch an Deinem Rechtsverständnis. Für ein Strafverfahren ist nicht die Tat relevant, sondern der Täter.

Wenn ein junger Mensch seinen Ausweis fälscht, beim Billa damit eine Flasche Vodka kauft, sich ins Koma trinkt, kannst Du eben auch nicht die Billakassiererin verurteilen. Sofern das glaubhaft ist.

Die Täterin, die Mitarbeiterin vom Billa, wurde getäuscht, und das vom Opfer.

Wenn eine 12jährige sich für über 14 ausgibt, das glaubhaft, bleibt halt nix für eine Verurteilung. Die Behörden haben die Kommunikationsmittel der Beschuldigten und der Opfer genau analysiert, unf offenbar nichts gefunden, was gegen die Burschen spricht.

Die Darstellung der Anwälte der Burschen, die bekannt wurden, legen nahe, dass die Analyse der Kommunikation der Opfer die Burschen weiter entlastet haben, z.B. dass die Opfer von sich aus Kontakt zu den beschuldigten Burschen suchten, teilweise noch nach der Anzeige, sich unbedingt mit ihnen treffen wollten, und dass die Opfer nach Vorfällen ihren Freundinnen begeistert von den Treffen erzählten und von den später Beschuldigten schwärmten.


Was Frau Fernandes widerfahren ist, sollte vorerst gerichtlich geklärt und erst dann öffentlich diskutiert werden. Bei einem reinen Mediendelikt von Vergewaltigung zu sprechen, ist meiner Ansicht nach eine Verhöhnung von realen Vergewaltiigungsopfern.
Aufgrund der Fälschungsmöglichkeiten von Dokumenten wird es nie eine absolute Sicherheit im Netz geben, genauso wenig wie im realen Leben.

Ja.

LG Tom
 
Tom
Hinsichtlich Anne fehlt mir tatsächlich das nötige Rechtsverständnis. Wozu brauchen wir Schutzalter, wenn sie nichts wert sind? An die Öffentlichkeit drang natürlich nicht allzuviel, aber ist sich eine 12jährige tatsächlich der Tragweite bewusst bzw hat sie auch die nötige, geistige Reife? Die Entscheidung der Gerichte ist natürlich zu akzeptieren, aber unfehlbar sind sie trotzdem nicht. Viele Opfer können sich im Gegensatz zu den Tätern keinen teuren Anwalt leisten und es ist vorhersehbar, wie die Verhandlungen ausgehen oder mit welchem regelrechten Bettel sie abgespeist werden.
Von deinen Beiträgen her nehme ich an, dass du eine entsprechende Ausbildung hast und du auch beruflich im Rechtswesen tätig bist.
Als normaler Staatsbürger darf man/ich halt auch eine relativ einfältige Rechtsansicht vertreten, tut niemanden weh.
 
Hi,

Wozu brauchen wir Schutzalter, wenn sie nichts wert sind? An die Öffentlichkeit drang natürlich nicht allzuviel, aber ist sich eine 12jährige tatsächlich der Tragweite bewusst bzw hat sie auch die nötige, geistige Reife?

es geht um die Täter. Das Gesetz soll junge Menschen schützen. Wenn die den Schutz selbst aushebeln, kann man nichts machen.



Viele Opfer können sich im Gegensatz zu den Tätern keinen teuren Anwalt leisten und es ist vorhersehbar, wie die Verhandlungen ausgehen oder mit welchem regelrechten Bettel sie abgespeist werden.

Das ist ein Strafprozeß. Dass bedeutet, die Republik Österreich führt gegen die Täter den Prozess. Das Opfer kann allenfalls als Privatbeteiligte teilnehmen.


Als normaler Staatsbürger darf man/ich halt auch eine relativ einfältige Rechtsansicht vertreten, tut niemanden weh.

An sich ja. Es wäre wünschenswert, wenn die politische Bildung hier mehr täte. Und wenn Medien auch ein bissl im Rahmen der Berichterstattung aufklären würden. Leider kommen hauptsächlich emotionsgeladene Schlagzeilen raus.

LG Tom
 
Wozu brauchen wir Schutzalter, wenn sie nichts wert sind?
Das Schutzalter ist etwas wert! Aber Missbrauch Minderjähriger ist ein Verbrechen das einen Vorsatz erfordert. Das heißt ich muss wissen oder zumindest billigend in Kauf nehmen dass sie unter 14 ist oder sein könnte. Wenn sie aber etwas anderes behauptet muss ich mich im Alltag (mangels Ausweispflicht unter normalen Bürgern) auf die Aussagen meines Gegenübers verlassen. Ich hab ja keine andere Möglichkeit ein Alter zu überprüfen!
...und weil in dem Fall ihre Aussagen bezüglich ihres Alters mehr als klar durch Chatprotokolle belegt waren ist dieser Punkt in der ganzen Verhandlung noch nicht mal angeklagt worden. Das hat die SA von Anfang an als sinnlos und aussichtslos eingeschätzt.
aber ist sich eine 12jährige tatsächlich der Tragweite bewusst bzw hat sie auch die nötige, geistige Reife?
Nein. Per Definition nicht. Deswegen beginnt die Deliktfähigkeit in Österreich ja auch erst mit 14 Jahren.
Es ging aber auch nie um einen Schuldspruch für sie. Sondern um die Frage ob die Jungen schuldig sind. Und die sind, auch wenn das Mädel noch nicht diese geistige Reife hatte trotzdem in dem Glauben gewesen dass sie 14 ist. Was eben den notwendigen Vorsatz für Missbrauch Minderjähriger wegfallen lässt.

Und für Vergewaltigung hätte Zwang/Nötigung oder Erpressung nachgewiesen werden müssen. Wovon das Gericht scheinbar auch nicht ausreichend überzeugt war um irgendwen zu verurteilen.
Wenn ein junger Mensch seinen Ausweis fälscht, beim Billa damit eine Flasche Vodka kauft, sich ins Koma trinkt, kannst Du eben auch nicht die Billakassiererin verurteilen. Sofern das glaubhaft ist.
Wobei die Billa Kassiererin hier rechtlich schon wieder in einer ganz anderen Lage ist! Die darf nämlich nicht nur den Ausweis kontrollieren... die ist sogar verpflichtet einen Ausweis zu kontrollieren. Und die kann dann tatsächlich drankommen wenn sie das entweder unterlassen hat oder eine offensichtliche Fälschung durchgehen lassen hat. Ist schon wieder eine ganz andere Rolle als Otto-Normalverbraucher im Alltag.
Ich darf weder einen Ausweis verlangen noch verpflichtet irgendwas irgendwen mir seinen Ausweis zu zeigen.
Als normaler Staatsbürger darf man/ich halt auch eine relativ einfältige Rechtsansicht vertreten, tut niemanden weh.
Bis zu einem gewissen Grad nicht. Ich erinner mich da aber an Fälle (speziell in den USA) wo so eine einfältige Rechtsansicht schon zu Lynchjustizen in und außerhalb von Gefängnissen geführt hat. Und den kontroversen Diskussionen ob die Täter da jetzt feige Mörder sind oder Volkshelden die Pädophile getötet haben. Oder an die "Pedo-Jäger" in unseren Breiten die halt auf alles losgegangen sind was nicht in ihr Bild gepasst hat (Homosexuelle im Speziellen)... Vertreten darf man alles was nicht in den Bereich Hassrede, Verleumdung, Rufmord uÄ geht. Nur Taten sollte man halt keine Folgen lassen!

Edit: Bevor der Kommentar von @Mitglied #469517 kommt: Ja ich weiß die Billakassiererin hat eigentlich auch nicht das Recht einen Ausweis zu kontrollieren. Sie hat nur die Pflicht. Und im Falle der Weigerung hat sie halt die Pflicht die Ware zurückzuhalten. Technisch gesehen hat das Recht nur die Polizei.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aschu
Der Bereich der Sexualsttrafdelikte ist natürlich sehr heikel, allein in meinem unmittelbaren Umfeld sind die meisten derartigen Anzeigen vorgetäuscht oder verleumderisch und werden auch eingestellt oder die Täter freigesprochen. Zu falschen Anschuldigungen kommt es meiner Beobachtung nach, wenn Beziehungen im Streit beendet werden, wenn Frauen bei einem Seitensprung auffliegen oder aus Scham, wenn es mit (mehreren) Personen zu sexuellen Handlungen gekommen ist, die auch Unbeteiligte mitbekommen haben.
Eine Bekannte erzählte mir, dass sie mit 13 einen 24-jährigen Freund und mit dem auch regelmäßig Sex hatte und sie dann auch noch ihre gleichaltrige Freundin miteinbezogen hat. Oder eine andere 13jährige hatte auch einen festen Freund mit dem sie eine einseitig offene Beziehung führte und sich mit ihm mit 15 verlobte und später auch heiratete, weil sie mit 16 schwanger wurde.
Ja, auch junge Personen unter 14 können schon sexuelle Befriedigung suchen und finden.
 
in meinem unmittelbaren Umfeld sind die meisten derartigen Anzeigen vorgetäuscht oder verleumderisch und werden auch eingestellt oder die Täter freigesprochen.
Die Aussage könnte einige echte Opfer aufregen.
Ich kenne im Gegenteil einige echte, schlimme Fälle persönlich (oft Mitpatientinnen auf Trauma Rehas) die nie angezeigt oder gar verurteilt wurden.
Und selbst wenn (mögliche) Täter freigesprochen werden heißt das NICHT unbedingt dass es da Verleumdung oÄ gab... Sondern nur dass die Beweislast nicht für ein Urteil gereicht hat. Natürlich gibt's auch Verleumdung. Ich traue mir da aber nicht zu zu sagen was davon öfter vorkommt. Gerade bei der Dunkelziffer an nie angezeigten Fällen.
Und das ist in einem Setting das sich meist ohne Zeugen, zwischen 2 Menschen abspielt, eigentlich immer ein Problem.
Ja, auch junge Personen unter 14 können schon sexuelle Befriedigung suchen und finden.
Ja. Kommt vor. Und in dem hier angesprochenen Fall sieht es auch sehr danach aus dass das Mädel zumindest grundsätzlich dahinter war dass das alles weiter gehen kann. Ob sie alles so wollte wie es tatsächlich gelaufen ist, oder ob sie das aus den richtigen Gründen wollte steht auf einem anderen Blatt. Weiß ich nicht, weiß vermutlich auch das Gericht nicht. Aber für Vergewaltigung reicht halt wieder die Beweislast nicht.

Aber grundsätzlich schon richtig: auch sehr junge Mädchen und Burschen können Sexualität schon entdecken. Trotzdem gibt es das Schutzalter um die Jugendliche Entdeckung der Sexualität vor Älteren zu schützen die das ausnutzen. Aber wie oben geschrieben greift das in dem Fall leider eh nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,


Ich darf weder einen Ausweis verlangen noch verpflichtet irgendwas irgendwen mir seinen Ausweis zu zeigen.

und

Edit: Bevor der Kommentar von @Mitglied #469517 kommt: Ja ich weiß die Billakassiererin hat eigentlich auch nicht das Recht einen Ausweis zu kontrollieren. Sie hat nur die Pflicht. Und im Falle der Weigerung hat sie halt die Pflicht die Ware zurückzuhalten. Technisch gesehen hat das Recht nur die Polizei.

Du und die Billakassiererin haben die Pflicht, jemandem etwas zu verweigern, wenn der Verdacht besteht, dass derjenige zu jung ist. Bei der Abgabe von Alkohol bzw. Du, wenn Dich z.B. ein junger Mensch um eine Zigarette anschnorrt. Oder eben wenn es um Sex geht.

Wenn die Altersangabe einer Person zweifelsfrei glaubhaft ist, habt ihr eurer Pflicht Genüge getan.

LG Tom
 
meinem unmittelbaren Umfeld sind die meisten derartigen Anzeigen vorgetäuscht
Ich bin 47 Jahre alt, war jahrelang mit Rockbands und Schlagerstars auf Tour, habe auf Baustellen gearbeitet. Ich kenne genau zwei Fälle, einer offenbar berechtigt, einer nachweislich gelogen.

In welchem Umfeld bewegst Du Dich bitte, dass Du mehrere solcher Anzeigen kennst und dann auch noch die Mehrzahl ungerechtfertigt eingebracht wurde?
 
Zuletzt bearbeitet:
Find ich wieder mal bemerkenswert, wie man durch Vergleiche und in Relation mit anderen Verbrechen setzen das Leid von Opfern schmälert und relativiert.

Wenn jemand etwas fühlt, darf man das ruhig einfach zu Kenntnis nehmen, wenn man die individuellen Gefühle schon nicht anerkennen kann.

Wenn ich große Schmerzen aufgrund einer kleinen Verletzung fühle, ist niemandem geholfen, wenn man mir erklärt, dass ich doch aufgrund der Größe der Verletzung gar nicht solche Schmerzen haben könne - weder mir, ich empfinde trotzdem so, noch anderen mit schweren Verletzungen, deren Schmerz dadurch weder gelindert noch erhöht wird.

Verbrechen in Relation zueinander zu stellen, halte ich persönlich für perfide und Ausdruck von fehlender Empathie gegenüber dem individuellen Opfer.

Was ist der Mord an einer Person gegenüber der Mordserie, diese gegenüber dem Massenmord, dieser gegenüber dem Genozid, der gegenüber dem Holocaust ...?
 
Hi,

Ich bin 47 Jahre alt, war jahrelang mit Rockbands und Schlagerstars auf Tour, habe auf Baustellen gearbeitet. Ich kenne genau zwei Fälle, einer offenbar berechtigt, einer nachweislich gelogen.

wie viele waren gerechtfertigt?

In welchem Umfeld bewegst Du Dich bitte, dass Du mehrere solcher Anzeigen kennst und dann auch noch die Mehrzahl ungerechtfertigt eingebracht wurde?

Wenn Du mit Scheidungen oder auch Arbeitsrecht zu tun hast, fände ich das auch nicht so absurd.

Dass er mehr als drei oder vier Fälle kennt, hat er auch nicht gesagt.

Mich persönlich irritiert eher, dass offenbar erwiesen zu sein scheint, dass die Anschuldigungen ungerechtfertigt waren.

Mir sind auch einige Fälle bekannt, aber da bin ich nur recht sicher, dass die Anschuldigungen ungerechtfertigt waren, wissen tu ich es nicht.


Auch junge Menschen tendieren dazu, Dinge darzustellen, die nicht so sind, wie sie geschildert werden.

LG Tom
 
Hi,

Wenn ich große Schmerzen aufgrund einer kleinen Verletzung fühle, ist niemandem geholfen, wenn man mir erklärt, dass ich doch aufgrund der Größe der Verletzung gar nicht solche Schmerzen haben könne - weder mir, ich empfinde trotzdem so, noch anderen mit schweren Verletzungen, deren Schmerz dadurch weder gelindert noch erhöht wird

dann bist Du halt eine Zezn.

Schau, keiner weiß, was Du fühlst. Wenn Du Dich dazu berufen fühlst, es jedem zu erzählen, musst Du auch damit klarkommen, dass man Dir die Meinung dazu mitteilt.

Du hast keinen Anspruch darauf, jedem Dein Leid zu klagen, und bestimmen zu dürfen, wie man drauf reagiert!

Es ist grenzenlos egoistisch, selbst das Recht haben zu wollen, zu sagen was man möchte, den anderen aber das Recht, ihre Meinung dazu zu äußern, vorenthalten zu wollen, wenn es nicht den eigenen Erwartungen entspricht.


LG Tom
 
Was ist der Mord an einer Person gegenüber der Mordserie, diese gegenüber dem Massenmord, dieser gegenüber dem Genozid, der gegenüber dem Holocaust ...
Unterschiedliche Verbrechen, unterschiedliche Strafrahmen, unterschiedliche zuständige Gerichte.
Verbrechen in Relation zueinander zu stellen, halte ich persönlich für perfide und Ausdruck von fehlender Empathie gegenüber dem individuellen Opfer.
Empathie mit individuellen Opfern ist in der Therapie wichtig. Vor Gericht und in Rechtstexten ist Empathie nicht so relevant.
Und da ist es, gerade wenn neue Verbrechensarten auftauchen, neue Rechtstexte oder Begriffe dafür gefunden werden müssen und Strafrahmen definiert werden sollen schon wichtig und sinnvoll Verbrechen in Relation zu setzen.
...gut: jetzt nicht für uns hier im EF. Aber allgemein im Justizsystem sollte man sich schon Gedanken auf so einer Basis machen.
 
Hi,



dann bist Du halt eine Zezn.

Schau, keiner weiß, was Du fühlst. Wenn Du Dich dazu berufen fühlst, es jedem zu erzählen, musst Du auch damit klarkommen, dass man Dir die Meinung dazu mitteilt.

Du hast keinen Anspruch darauf, jedem Dein Leid zu klagen, und bestimmen zu dürfen, wie man drauf reagiert!

Es ist grenzenlos egoistisch, selbst das Recht haben zu wollen, zu sagen was man möchte, den anderen aber das Recht, ihre Meinung dazu zu äußern, vorenthalten zu wollen, wenn es nicht den eigenen Erwartungen entspricht.


LG Tom
Sag's ja - fehlende Empathiefähigkeit.

Dann kann man sich gegenseitig alles (rein-) sagen, Gefühle absprechen oder in Frage stellen, egal was das Gegenüber dabei fühlt und welche Wirkung man damit erzielt.

Klingt nach äußerst gelungener Kommunikation...
Frag mich grad, wo da der Egoismus zuhause ist 🤔

Ich habe niemandem das Recht abgesprochen, die Meinung zu äußern. Wenn Du das rausliest, dann ist es Deine Interpretation.

Um im Beispiel zu bleiben, du kannst mich natürlich Zezn nennen, das bleibt Dir unbenommen. Ich werde mich halt von Dir nicht erstgenommen, geschweige denn in meinem wahrgenommen Schmerz anerkannt fühlen. Werd' ich zur Kenntnis nehmen und Deinen Kommentar halt mangels fehlender Begegnung auf Augenhöhe als irrelevant betrachten.
Passiert einem doch immer wieder, das einem Gefühle abgesprochen werden, damit kann ich gut leben, leistet halt keinen Beitrag zur Kommunikation.

O.T.
sieht man hier im EF ja auch oft, ob jemand sich zu einem Thema austauschen möchte und auf einen Beitrag argumentativ eingeht, oder lediglich ein möglichst kontroverseres Statement "raushaut".
 
Zuletzt bearbeitet:
Unterschiedliche Verbrechen, unterschiedliche Strafrahmen, unterschiedliche zuständige Gerichte.

Empathie mit individuellen Opfern ist in der Therapie wichtig. Vor Gericht und in Rechtstexten ist Empathie nicht so relevant.
Und da ist es, gerade wenn neue Verbrechensarten auftauchen, neue Rechtstexte oder Begriffe dafür gefunden werden müssen und Strafrahmen definiert werden sollen schon wichtig und sinnvoll Verbrechen in Relation zu setzen.
Wusste nicht, dass das EF jetzt schon zur legislativen Instanz aufgestiegen ist 🤔
...gut: jetzt nicht für uns hier im EF. Aber allgemein im Justizsystem sollte man sich schon Gedanken auf so einer Basis machen.
Der Thread ist allgemein im Justizsystem angesiedelt?

Widerspruch um des Widerspruchs willen?
 
Hi,

Empathie mit individuellen Opfern ist in der Therapie wichtig. Vor Gericht und in Rechtstexten ist Empathie nicht so relevant.

Empathie.... ich würde eher sagen "Mitleid" hat seine Berechtigung, wenn ich das Opfer kenne.

Wenn - wie hier - die Politik gefordert wird, also die Gesetzgebung, hat Mitleid keinen Stellenwert. Zuerst ist zu fragen, ob der Gesetzgeber überhaupt tätig werden darf. Wenn, dann wie.

Es sind - um bei den Fakten zu bleiben - Photomontagen einer Fernsehpersönlichkeit aufgetaucht. Das einzuschränken birgt Gefahren. Z.B. Berichterstattung aber auch Persiflage.


Wenn ich depressiv bin und einen Weinkrampf bekomme, weil ich in der Straßenbahn sehe, wie ein Volksschulkind ein alte Omi mit Krückstock zur Seite drängt, um den letzten Sitzplatz zu belegen, wird man mit mir Mitleid haben, aber man wird auch feststellen, dass ich damit klarkommen muss.


Gefühle, Leid sind durchaus problematisch, die Frage, ob man Gesetze schaffen muss oder mehr Resilienz fordern soll, wird oftmals nicht für jeden nachvollziehbar sein.

LG Tom
 
Hi,



Empathie.... ich würde eher sagen "Mitleid" hat seine Berechtigung, wenn ich das Opfer kenne.
Empathie ist ungleich Mitleid.
Wenn - wie hier - die Politik gefordert wird, also die Gesetzgebung, hat Mitleid keinen Stellenwert. Zuerst ist zu fragen, ob der Gesetzgeber überhaupt tätig werden darf. Wenn, dann wie.
Wir sollen Dich fragen?
Es sind - um bei den Fakten zu bleiben - Photomontagen einer Fernsehpersönlichkeit aufgetaucht. Das einzuschränken birgt Gefahren. Z.B. Berichterstattung aber auch Persiflage.
Du willst Fakenews legitimieren? Dass "Photomontagen" nicht als solche gekennzeichnet werden müssen, birgt für mich die weitaus größere Gefahr, vorallem für die (seriöse) Berichterstattung.
Wenn ich depressiv bin und einen Weinkrampf bekomme, weil ich in der Straßenbahn sehe, wie ein Volksschulkind ein alte Omi mit Krückstock zur Seite drängt, um den letzten Sitzplatz zu belegen, wird man mit mir Mitleid haben, aber man wird auch feststellen, dass ich damit klarkommen muss.
Dann bist a Zezn und noch dazu a feigs W', hättest a bissl Zivilcourage tätst des G'frast stampern :mrgreen:
Gefühle, Leid sind durchaus problematisch, die Frage, ob man Gesetze schaffen muss oder mehr Resilienz fordern soll, wird oftmals nicht für jeden nachvollziehbar sein.
Stärkung von Resilienz ist generell wünschenswert, unabhängig von Rechtnormen. Ist zum Glück aber kein Faktor in der Legislative, da Gesetze (auch) Schwache schützen sollen.

Hättst hoid 's Handtaschl g'scheit festg'haltn, hättns Da's ned g'fladert :mrgreen:

Schüdl?
 
Zurück
Oben