Der Aktien (Börsen) Thread

Braut sich da was zusammen?
Die Konjunktur geht zurück und die Aktien hinauf.

Gruselig wird es wenn Banken Negativzinsen auf Sparer umwälzen werden. Dann werden die Letzten ihr Geld von der Bank abziehen und genau das kann Banken ins Schleudern bringen.
 
Braut sich da was zusammen?
Die Konjunktur geht zurück und die Aktien hinauf.

Gruselig wird es wenn Banken Negativzinsen auf Sparer umwälzen werden. Dann werden die Letzten ihr Geld von der Bank abziehen und genau das kann Banken ins Schleudern bringen.

Die Aktien laufen ja meist der Realwirtschaft voraus, soll heißen zuerst steigen die Kurse, und dann die Gewinne der Firmen, bzw. die Kurse fallen bevor schwierige
Zeiten für die Firmen kommen.

Was die Zinsen betrifft, da sind die Mitteleuropäer sehr leidensfähig, die Realverzinsung ist schon sehr lange negativ.
Mag sein, daß beim einen oder anderen ein Umdenken einsetzt, wenn er am Papier schwarz auf weiß sieht, daß ihm Geld abgezogen wird.

Ob viele Leute ihr Geld von den Banken abziehen, und wohin werden sie es tragen?
Zuhause in der Matratze?
 
Zuhause in der Matratze

Das ist mmer noch besser als etwas abgezogen zu bekommen. Das Bunkern zuhause zu verhindern ist auch der eigentliche Grund hinter den Bestrebungrn das Bargeld abzuschaffen.

Sollten Negativzinsen im Privatbereich kommen nehme ich 100 (am besten Millionen) Kredit lege 90 für die Rückzahlung weg und verbrate 10.
 
negativ Zinsen gibt's auf die Haben Zinsen, die Soll werdens wohl nie negativ werden lassen... andernfalls nehm ich auch 100 Milliarden auf und zahl 98 zurück
 
Noch etwas zum Geld unter der Matratze. Ich bin ab und zu in Kenia und dort wurden gerade neue Geldscheine eingeführt eben weil viele Leute Geld zuhause horten.

Kürzlich las ich auch einen Artikel dass Reiche ihre Geldreserven ( bei Banken) erhöhen und Verbindlichkeiten abbauen, weil sie einen Konjunkturrückgang erwarten.
 
Braut sich da was zusammen?
Die Konjunktur geht zurück und die Aktien hinauf.

Das kommt darauf an, wem man zuhört.
Im Mainstream ist alles bestens, die Zentralbanken haben alles im Griff, die Rezession zwar da aber nicht so schlimm, und alles wird gut.

Wenn man allerdings alternative Medien schaut, gibt es viele Stimmen, die von einem Szenario schlimmer 2008 berichten, und nicht nur die "Ewig-Crash-Propheten".
An sich ist es bedenklich, wenn konstant Geld gedruckt wird, und die Banken quasi nicht nur REPO und QE betreiben, sondern wie man in den USA hört, quasi den Markt aufkaufen.

Das heißt.. es wird aus dem Nichts Geld geschöpft (das ist das Wesen des FIAT-Schuldgeldsystems), und damit der Kurs "manipuliert", und das Schuldsystem ständig "aufgeblasen"... die Gesamtschulden explodieren, also die "Geldmenge" die täglich steigend erzeugt wird. Die Kurse steigen super!, nur... mehr Geld im System = Geld weniger Wert, also Illusion.

Dazu kommt die Verzerrung durch den Derivativ-Markt, die u.a. den Edelmetall-Sektor verzerren oder manipulieren, da es ebenfalls bedenklich ist, warum zB JP Morgan trotz Verurteilung massiv short geht, obwohl die Nachfrage an Gold/Silber eigentlich physisch steigt. Die Metalle sind 100e-fach überzeichnet, die 6 größten Banken machen Gewinn, müssen aber täglich gerettet werden. Auch bei uns... Gelddrucken wie in Venezuela, QE läuft los.

Seit 8 Jahren lagern die Banken Gold ein... und erzählen uns aber, Gold wäre sinnlos. Einige Banken verbringen derzeit ihre Goldbestände in militärische Einrichtungen, auch interessant.

An der Spitze der EZB eine Person, die seit 2016 verurteilt ist, weil paar Hundert Millionen Schaden angerichtet... auch interessant.

Die Österreichische Schule lehrt, dass das FIAT-System zum Scheitern verurteilt ist und die Negativ-Zinsen sämtliche Risiko-Bewertungen unmöglich machen, auf deren Basis Banken operieren. Hier kann man durchaus mal Dr. Markus Krall zuhören, der hat für 80% der Banken diese Systeme entwickelt, und wäre gelernter Ökonom und ist kein Freund von MMT/Keynsianischem Unsinn, wie eigentlich alle denen man so zuhört (Mr. Dax Dirk Müller, Prof. Otte, et. al). Deckt sich auch mit der Sicht, die Amerikaner auf die EU haben. Gibt wunderbare Beiträge und Vorträge von vielen interessanten Ökonomen.

Fazit eigentlich immer: Kein freier Markt mehr, keine Preisbildung über Angebot/Nachfrage sondern nur verzerrt durch Derivate, überall "Blasen" außer im manipulierten Edelmetallmarkt... Inflation gefaked, real 8-10%, Kurse fake... alles fake... "Wohlstandsillusion", Geldentwertung schleichende Enteignung... Wertverlust durch Gelddrucken. Klingt nachvollziehbar. Euro Wertverlust zu Gold seit Einführung des Euros: >80%. Irre...

Ich kann nicht alles überprüfen, aber mein persönliches Fazit war für mich auch: raus aus dem Geldsystem, mit allem, was ich nicht brauche.
Dem Bankensystem vertraue ich seit 2018 schon nichts mehr an, bzw nur soviel, damit die monatlichen Buchungen laufen.
Der Rest ist raus aus dem (bald wertlosen?) Papier-System.
Börse ist quasi im crack-up Boom, kann man sich eine zeitlang noch "mitgehen", aber wann Aussteigen... ?

Wann der Crash kommt... und ob... who knows... es stinkt gewaltig.
 
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Die derzeitigen Akteure in den Zentralbanken sollte die Oesterreichische Schule der Nationaloekonomie genau lesen.
Menger, Mieses, Hajek und Popper haben ausreichende Literatur hinterlassen. International anerkannte Wissenschaftler.

Naja, wenn die Geldmenge erhoeht wird, das Warenangebot aber nicht mitwaechst haben wir halt Inflation. Es steigen rasant Immos und Aktien. Unsere Politiker sollten sich nicht aufregen dass die Reichen immer reicher werden und massiv das Agieren der EZB bekaempfen. Bei uns hat der durchschnittliche Buerger wenig Immos, Aktien werden von einigen Parteien sogar verteufelt.
 
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Immobilien, Edelmetalle, Kunst?

Ich habe im Bekannrenkreis auch Leute die ihr Geld von der Bank abziehen aber ich denke mir im Falle eines schlimmen Crashes trifft es auch Sachwerte.

Viele vertrauen weiter den Banken und horten Barmittel wie nie zuvor:

News - Informer | comdirect.de

Keine Immobilien, weil Blase. Nur keine Schulden machen jetzt. Für Kauf ohne Schulden reichts nicht bei mir ;) ...sonst natürlich möglich, aber Gefahr der Enteignung bleibt.
Sachwerte, in meinem Fall Gold, Silber, etwas Aktien, aber nur mehr Minen, Juniors, und Research, high risk.
Plus prepping mit Dingen die in jeder Krise nötig sind.
Klar trifft es die Sachwerte, aber besser 30% Restwert, als 1% oder 0%.
Nach der Krise stehst Du aber mit den Metallen besser da als vorher.

Geld verliert meist alles an Wert, während Edelmetall dzt massivst unterbewertet sind.
Auf die Geldmenge gerechnet müßte Gold bei 7-10000$ stehen, Silber bei 600-900$.
Sieht man hier, rechts unten, Au/Ag:$- Wert im Vergleich zu 1913-Geldmenge.


Etwas Barmittel sind nötig in der Übergangsphase, aber die sind nicht auf der Bank.
Der Rest außerhalb der Banken, Schließfach... notfalls Zollfreilager, Ausland, wenn nötig.
Es gibt 3 Phasen der Enteignung, empfehle wie gesagt Vortrag Dr. Krall, zB

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kleine Reichweite, und nicht als "die Quelle" verstehen, nur als eine von vielen...
Bei Bix Weir "road to roota" kann man zB quasi live mitverfolgen, der rechnet seit langer Zeit schön mit, wann die QE in den USA exponentiell wird, und dann crasht es... wenn es nicht vorher bei uns crasht.
 
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An sich ist es bedenklich, wenn konstant Geld gedruckt wird,

Was bitte soll an einer konstanten Geldmengenausweitung bedenklich sein, die bei einer zinsgesteuerten Geldpolitik ohnehin nicht möglich ist? Wie soll technologischer Fortschritt und ein Mehrwert in der Produktionskette finanziert werden ohne Geldmengenausweitung?

Das heißt.. es wird aus dem Nichts Geld geschöpft (das ist das Wesen des FIAT-Schuldgeldsystems), und damit der Kurs "manipuliert", und das Schuldsystem ständig "aufgeblasen"...

FIAT Money gab es de facto schon zu Zeiten des Goldstandards, Schuldbeziehungen schon seit der Antike. Es ist ein Irrglaube, dass unser modernes Geldsystem je eine Volldeckung besaß. Von einem reinen Goldstandard oder Volldeckungssystem mit einer 100%en Unterlegung der Banknoten mit einer Goldreserve hat man sich im Prinzip schon sehr früh entfernt. Dieser liegt ja nur dann vor, wenn die gesamte Geldmenge einer VW dem Wert des monetär genutzten Goldbestandes entspricht. Das war bereits mit Ende des 19 Jhdts. nicht mehr der Fall, man ging immer mehr Richtung Proportional- oder Teildeckungssystem über, bei dem für nur einen mehr oder weniger kleinen Teil der Geldmenge Goldreserven vorgehalten wurden.
Beim Bretton Woods System hat man dann ein Teildeckungssystem mit einem Währungsdeckungssystem vermischt. Eine strikte Deckelung der Geldmenge über die Goldreserven war da aber längst Geschichte. Die USA weiteten ganz ungeniert, mehrheitlich auf Kosten der anderen Teilnehmer, ihre Geldmenge aus, sodass der Dollarumlauf pro Feinunze im Jahr 1961 bereits 65:1 betrug, gegen Ende dieser Ära lag er dann bei fast 200:1, also von der ursprünglichen Parität weit entfernt.
Etwas das die Mises-Jünger, wie Krall und Polleit gerne verschweigen, wenn sie uns mit ihren Weltcrash Szenarien beglücken. Zudem vergessen sie bei ihren Träumereien für eine restriktive Geldmengensteuerung, welche Auswirkungen das auf das Zinsniveau hätte.
Die Idee ist ja nicht neu und geht auf Denkansätze von Friedman zurück. Hierbei erfolgt eine strikte Kontrolle der Geldmenge durch die Notenbanken oftmals mit dem BIP Wachstum als Referenzgröße verknüpft. Es zeigt sich allerdings, dass bei einer derartigen Geldpolitik auf einen Anstieg der Kreditnachfrage nicht flexibel genug reagiert werden kann, die Folge ist ein volatiles Zinsniveau. Für eine seriöse Investitionsplanung eher kontraproduktiv.

Die Theorie, wenn etwas in der Wirtschaft schief laufe, kann nur der Staat oder im Fall von Krall die böse Notenbank schuld sein, besitzt die Eigenschaft maximaler Simplizität, gut geeignet, wenn es darum geht seine Bücher an den Mann oder Frau zu bringen, mit Wissenschaftlichkeit hat das aber notwendigerweise nicht viel zu tun.

Hier kann man durchaus mal Dr. Markus Krall zuhören, der hat für 80% der Banken diese Systeme entwickelt

Man sollte den guten Mann eventuell mal fragen, warum seine mitentwickelten Ratingsysteme im Falle der Finanzkrise versagt haben. ;)

Die Österreichische Schule lehrt, dass das FIAT-System zum Scheitern verurteilt ist

Jein. Hayek und Mises nehmen in diesem Punkt eigentlich komplett konträre Standpunkte ein.

und damit der Kurs "manipuliert

Jaja, das manipulierte Zinsniveau durch die Zentralbanken. Mal davon abgesehen, dass der Marktzins ein rein theoretisches Konstrukt ist und man ihn in der Praxis nur näherungsweise schätzen und versuchen kann daran den Geldzins auszurichten, gehen die Weltuntergangspropheten mit einer nonchalanten Selbstverständlichkeit daran, die Behauptung aufzustellen, dass der natürliche Zins und der Geldzins über alle Maße auseinander driften. Basierend auf welcher Annahme eigentlich? Würde dies der Realität entsprechen, müsste bei einem derart langen Zeitraum eines angenommen zu niedrig angesetzten Geldzinses, im Falle von Vollbeschäftigung das Lohnniveau und somit auch das Konsumgüterpreisniveau ansteigen. Im Falle keiner Vollbeschäftigung müsste sich das Beschäftigungsniveau auf eine Vollbeschäftigung zubewegen. Beides ist nicht wirklich zu beobachten. Die Zinsdivergenz alleine über die Assetinflation zu erklären, wie das von einer ganz bestimmten Clique gerne gemacht wird, ist etwas zu einfach und riecht stark nach Data Mining.
Und so ganz nebenbei ein realer (Netto)Nullzins war in den letzten 100 Jahren gar nicht so selten und das bei Geldzinsen von 6 oder 7 Prozent.
Aber heute lassen sich alle von ein paar Marktschreiern verrückt machen, die ihre ganz speziellen Ziele verfolgen.
 
Inflation gibt es hauptsächlich bei Aktien und Immos. Tägliche Verbrauchsgüter und selbst Mieten steigen viel weniger. Verkauft man Aktien und Immos muss man diese teuer nachkaufen, weshalb ich auch nicht sagen würde dass Reiche immer reicher werden.

Ob die massiven Anleihenkäufe der EZB jetzt noch alternativlos sind kann ich nicht beurteilen. 2008 wurden damit aber die Banken gerettet und es hatten somit auch die kleinen Sparer was davon.

Die neue Spitze der EZB Lagarde hat keine wirtschaftliche Ausbildung aber Hauptsache es ist eine Frau. Jetzt überlege selbst ich meine Bankguthaben auf ein Minimum zu reduzieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie auch immer... ich habe -soweit mir es möglich war- versucht, mir selbst eine Meinung zu bilden, ohne irgendwen abzuwerten oder von vorneherein auszuschließen, nur weil er Gold oder Bücher verkauft, oder sonstwie "Interessen verfolgen könnte". Jeder Standpunkt ist wertvoll, wenn man des Zuhörens ohne Überheblichkeit mächtig ist.

Ray Dalio erzählt zB auch nichts anderes, als die, die halt "ihr Buch" verkaufen wollen. Deshalb müssen sie nicht falsch liegen.
Und jemand, der für 80% der Banken das "System" entwickelt hat, als "simpler Schreier" zu bewerten, war mir ehrlich gesagt echt zu überheblich. Ich hab da lieber gründlich zugehört, mehrmals. Die Argumentkette ist nachvollziehbar und deckt sich quasi mit verschiedenen anderen Quellen weltweit (nein, nenne ich jetzt nicht :p )

Unterm Strich gehe ich halt mit denen konform, dass die Krise seit 2008 NICHT behoben wurde, sondern nur verschoben. Minimale Geldmengen-Ausweitung passiert immer, stimmt, aber nicht in dem Umfang, wie es zB auch in den USA mit QE2-5 passiert (von EZB/Draghi & Co red ich mal nicht, das ist ohnedies nur "ohne Worte"). Das geht exponentiell durch die Decke, und wie gesagt, relativ zur Geldmenge haben wir Wertverluste, die sich nicht wegdiskutieren lassen. Es sei denn, dass diese Leute nur alles zusammenspinnen und alle Diagramme Müll sind. Geh ich aber mal nicht davon aus, dass sich 2 Dutzend Quellen alle irren.

Wie gesagt, jeder muss sowieso eigenverantwortlich handeln, Panik ist nie ein guter Ratgeber, aber wenn ich eine "alles ok im Negativ-Zins(neu)land" als eine Seite nehme und 20+ andere (sind sicher weit mehr Quellen in den 2 Jahren "Meinungsbildung", bevor ich 2018 reagiert habe), die sich auf den Kopf greifen und das mit Punkt und Beistrich belegen können, und mir eigentlich nur mein Bauchgefühl bestätigen, dann habe ich (für mich) meine Entscheidung getroffen. Bin schon lange aus dem Geldsystem soweit raus, wie es geht... und wenn die Banken morgen zumachen würden, trifft mich das nur marginal.

Wie auch immer, den Ausführungen der "bösen Finanzsystem-Kollaps-Jünger" kann ich halt in den allermeisten Punkten formal folgen, den Anhängern der "Alles-Ist-Ok"-Blasen-Fanatiker und QE-Gelddrucker leider nicht. Das stimmt für mich nicht, in keinster Weise.

Muss jeder entscheiden, wie er besser schlafen kann, als Aufruf zum Klugscheissen, wer es besser zu wissen glaubt als studierte Ökonomen oder gestandene Milliardäre, wollte ich es jedenfalls nicht verstanden wissen. Ich maße mir das nicht an.

Ich verfolge gespannt die täglich wachsenden "Rettungs-Summen" der Banken, und wenn die bisher "auf Crash-Kurs" ansteigenden Werte NICHT zum Kollaps führen... juchuu... Champagner!! Und wenn doch... who cares.

Wir werden sehen... wünsche allen Erfolg und gute Gewinne!
Meine Schäfchen sind im Trockenen!
*mäh*
 
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Deshalb müssen sie nicht falsch liegen.
Und jemand, der für 80% der Banken das "System" entwickelt hat

Nun ja, wenn jemand nach eigenen Aussagen am Design der Risikobewertungssysteme der Banken, welche dann genau im Vorfeld der Finanzkrise versagt haben, maßgeblich beteiligt war, stellt sich für mich schon die Frage, warum er denn diesmal mit seiner Modellbildung richtig liegen sollte. Skepsis ist zumindest angebracht.

Minimale Geldmengen-Ausweitung passiert immer, stimmt, aber nicht in dem Umfang, wie es zB auch in den USA mit QE2-5 passiert (von EZB/Draghi & Co red ich mal nicht, das ist ohnedies nur "ohne Worte"). Das geht exponentiell durch die Decke, und wie gesagt, relativ zur Geldmenge haben wir

Da geht gar nichts durch die Decke. Vielleicht solltest du dir mal die Rohdaten der Geldmenge M3 im Euroraum ansehen, bevor du ungeprüft irgendwelche Schlussfolgerungen nach plapperst.
Die Geldmenge M3 in der Eurozone stieg seit 2010/11 bis 2018 im Mittel um etwas unter 3% pro Jahr. Lag also gut 1,5 Prozentpunkte unter dem 1998 vom EZB Rat festgesetzten Referenzwertes von 4,5% Geldmengenwachstum per anno. Dieser Wert ergibt sich aus der durch empirische Daten gestützten Annahme einer trendmäßigen Entwicklung des Potenzialwachstums von 2 % bis 2 ½ % pro Jahr und dem trendmäßigen Rückgang der Einkommensumlaufgeschwindigkeit von ½ % bis 1 % pro Jahr im Euro-Währungsgebiet.
Betrachtet man beispielsweise den Zeitraum 2001 bis 2008, also kurz vor der Finanzkrise lag das Geldmengenwachstum M3 bei durchschnittlich rund 8,4% pro Jahr, mit jährlichen Ausreißern jenseits der 10%.....nur mal so als Info zum nachdenken.
Auch bei der Geldbasis M0 gab es bis 2015 keinen merklichen Ausschlag nach oben zu verzeichnen, erst seit 2015 ist ein Anstieg der monetären Basis zu verzeichnen, allerdings bei Weitem nicht in dem Ausmaß wie es in den USA durch das QE Programm der FED stattgefunden hat. Aber auch im Falle der USA führte die Erhöhung der Geldbasis nicht zu einer direkten Aufblähung der Geldmenge M2/M3. Dies ist wohl ein Indiz dafür, dass die Ausweitung der Geldbasis nötig war, um den Banken Liquidität zur Verfügung zu stellen und den Finanzsektor zu stabilisieren.
Im Falle von QE Programmen von einer Geldschwemme im Sinne einer Ausweitung der Geldmenge M3 zu sprechen, ist sowieso falsch, da Zentralbankgeld, abgesehen vom Bargeld, nicht in den realen Geldkreislauf gelangt. Offenbar wird noch immer nicht der Unterschied zwischen Zentralbankgeld und Giralgeld hinteichend verstanden.

haben wir Wertverluste, die sich nicht wegdiskutieren lassen.

Welche Wertverluste? Bei der Inflation liegen wir nach HVPI seit Jahren unter der Zielinflation von 1,9 %. Und bei Assets ist teilweise das Gegenteil zu beobachten, hier sind Zuwächse über dem Inflationsniveau zu verzeichnen.

Wie auch immer, den Ausführungen der "bösen Finanzsystem-Kollaps-Jünger" kann ich halt in den allermeisten Punkten formal folgen, den Anhängern der "Alles-Ist-Ok"-Blasen-Fanatiker und QE-Gelddrucker leider nicht. Das stimmt für mich nicht, in keinster Weise.

Wem du folgen kannst oder auch nicht, ist im Grunde irrelevant. Zum Glück wird dieser Unsinn der sich da im Dunstkreis der Hayek Gesellschaft und Herrschaften wie Krall inflationär auf diversen YouTube Kanälen verbreitet, in keiner relevanten Notenbank auf der Welt ernsthaft diskutiert oder in Erwägung gezogen.

und wenn die Banken morgen zumachen würden, trifft mich das nur marginal.

Solltest du nicht Eremit und zu 100% Selbstversorger sein, würde dich ein Zusammenbruch des Bankensektors und damit verbunden ein Zusammenbruch der Geldversorgung unserer VW, sehr wohl treffen, nicht nur marginal.

sich 2 Dutzend Quellen

Und wieviel stehen diesen 2 Dutzend Marktschreiern gegenüber, im großen und ganzen Volkswirte sämtlicher Notenbanken, des IWF, der BIZ, etc.... ein absurdes Argument.
 
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Volkswirte sämtlicher Notenbanken
Es genug Notenbanker denen Draghis Politik nicht geheuer ist. zB Nowotny äusserte sich kritisch. Treichl als normaler Banker ebenso.
Unterm Volk herrscht ein mulmiges Gefühl zur Sicherheit des Geldes, Negativzinsen, Staatsverschuldungen. Dem steht aber gegenüber dass die Leute Geld wie nie zuvor auf der Bank lassen.

Falls grosse Banken krachen ist das eine Katastrophe und betrifft wirklich die allermeisten, auch Nichtsparer. Das sehe ich auch so.

Man braucht aber gat nicht ans Schlimmste denken wenn man Geld vom Konto weghaben will. Es gibt Alternativen. Für mich sind das grosse Firmen mit KGV unter 20 und Dividende über 3. Siemens, Samsung waren etwas unten und erholen sich schon wieder.
 
Das stimmt, Aktien zu verteufeln wäre Schwachsinn, denn egal wie die Krise ausfällt, so sie denn kommt, gewisse Firmen werden immer "benötigt" und es gibt ja genügend Defensiv-Titel, die man entweder wegen der Dividende oder wegen dieser "Krisen-Qualität" halten kann. Das wird nie wertlos, außerdem bzgl. Diversifikation wäre es irre, nur Gold zu kaufen und fertig.

Ich habe auch nichts gegen Banken, ich unterscheide da schon, ob "kleine Bank für den Bürger" oder die Großbanken-Systeme, die zwar ständig Gewinne machen, aber auch ständig gerettet werden müssen - mit UNSEREM Geld. Wie tragen deren Spekulationsrisiko, überspitzt gesagt, und als Dank produzieren sie Blasen und Schulden, für deren Zinsen wir Sklaven spielen dürfen. Nur irgendwann ist man dann Opfer der Mathematik... der Mensch kann das nicht mehr produktiv erwirtschaften, daher QE. Das Problem mit der Geldmengen-Ausweitung und dem Schulden-Berg muss man sich echt mal graphisch ansehen... man sieht schön die Sprünge, wann die Banken Geld einschießen, wann sie Zinsen heben und senken, und wann die Systeme dann kollabieren. Die kleinen Banken sind da so Opfer wie wir alle. Ironischerweise trauen sich ja die Großen auch nicht mehr untereinander, darum steigt ja auch die Geldmenge, die sie direkt von der Zentralbank holen. Und dieser "Gesamt-Betrag" steigt stetig, dieser Wert ist ja täglich offengelegt und bewegt sich auf einen Punkt zu, wo es in Amerika zumindest (wo ich es halt täglich verfolge) exponentiell wird und in seiner "vollen Blüte" dann ca. beim 20-fachen des damaligen Werts enden "sollte". Wenn dann ein Bail-Out kommt, keine Ahnung wie deren Regierung agieren wird, und was das weltweit auslöst.

Wer weiß was die EZB mittlerweile aufführt... EU-Nachrichten konsumiere ich mittlerweile sowieso nur mehr kopfschüttelnd "als Überschrift", danach muss man eh sehen, was Schweiz, USA, Russland und andere berichten, "was wirklich los ist". Ist auch am Finanzsektor stark abweichend, wie auch auf allen anderen Ebenen dieser "Medienlandschaft". Erinnert mich immer mehr an den Sozialismus, über den man so in den Geschichtsbüchern liest.

Planwirtschaft und Regulierung am Vormarsch gegen die ehemals "freie Marktwirtschaft"... auch da schließe ich mich dieser "Beobachtung/Meinung" an.
Wie auch immer, es mag stimmen "es ist kompliziert". Vor allem wenn man wegsieht und nur vorgekautes zu sich nimmt.

Es wäre mir aber durchaus recht, wenn alle Warnungen "nur Panikmache" wären, und wir alle nur auf steigende Börsenkurse sehen bräuchten, um daraus eine solide Wirtschaft zu attestieren. Nur leider sind halt fast alle Indikatoren eher so, dass das was wir an Kursen sehen halt darauf zurückzuführen ist, dass "künstlich gekauft" wird, das ist kein "Investoren-Interesse", sondern eben nur Aufkaufprogramm trotz schlechter Wirtschafts-Indikatoren. Vom Derivativ-Markt rede ich mal nicht, das ist ein Thema für sich.

Ich halte es für bedenklich und ernst zu nehmen.
Geld am Konto finde ich so oder so irre, weil bei 0% Zinsen und 5-8% Realinflation (je nach Quelle; die 2% sind ja ein "netter Scherz") bleibt nach wenigen Jahren nur mehr halbe Kaufkraft... dann schon lieber Gold, wer keine Aktien mag. Oder Silber... oder Grundbesitz, oder oder... aber kein (Klo-)Papier mit EUR-Symbol ;)
 
Es genug Notenbanker denen Draghis Politik nicht geheuer ist. zB Nowotny äusserte sich kritisch. Treichl als normaler Banker ebenso.

Ja, Ausnahmen gibt‘s immer. Kritiker der EZB, die vorallem in DE, NL, AT zu finden sind, scheinen zu vergessen, dass diese eine Geldpolitik für die gesamte Eurozone zu machen hat und nicht nur für ausgesuchte Länder. Und auf das mulmige Gefühl des Volkes würde ich nicht allzu viel geben. Ist auch kein Wunder, wenn sie von irgendwelchen Crash Propheten irre gemacht werden. Die scheinen ja grad Hochsaison zu haben.
Was hier an Unsinn geschrieben, ist teilweise kaum noch zu überbieten.....“Planwirtschaft“, gerade das derzeitige Geldsystem hat mit Planwirtschaft genau nichts zu tun. Es wird großteils über die Kreditnachfrage der Nichtbanken und das Kreditangebot der Banken bestimmt. Es verhählt sich eher umgekehrt, Gedankenspiele ala Krall, der von einer monetaristischen Geldpolitik träumt, wünscht sich offenbar eine Planwirtschaft herbei, denn gerade hier müsste die Geldmenge von einer „objektiven“ Stelle als Zielgröße vorgeschrieben werden. Das hat mit freier Nachfrage nichts zu tun.
Und zum Thema Negativzinsen: auch in diesem Fall, wenn man sich die Rohdaten der letzten fünf, sechs Jahrzente ansieht, wird man feststellen, dass der reale Nettozins, also abzüglich Kosten, großteils negativ war. Heute lässt sich die Hälfe der Bevölkerung irre machen und läuft irgendwelchen Rattenfängern auf YouTube hinterher.

Ironischerweise trauen sich ja die Großen auch nicht mehr untereinander, darum steigt ja auch die Geldmenge, die sie direkt von der Zentralbank holen.

Auch das ist leider Unsinn. Über das Zentralbankgeld das an die Banken ausgegeben wird, steigt die Geldbasis M0, aber nicht die Geldmenge M3, die im realen Wirtschaftskreislauf zirkuliert.
Weil ich zu faul bin es selbst zu formulieren, aus Wiki zitiert:
Da Zentralbankgeld (bis auf Bargeld) darüber hinaus nicht in den Geldkreislauf der Realwirtschaft gelangen kann, weil Unternehmen und Privathaushalte keinen Zugang zu Konten bei der Zentralbank und damit Zugriff auf Zentralbankgeld haben, kann dementsprechend bei einer Ausweitung von Zentralbankgeld, z. B. im Rahmen von quantitativer Lockerung (QE), auch schwerlich von einer direkt inflationär wirkenden „Geldschwemme“ gesprochen werden. Ein solche Formulierung, wie sie häufiger in den Medien gefunden wird, ignoriert die fundamentalen Unterschiede zwischen Zentralbankgeld und Giralgeld bzw. unterstellt einen – in der Realität nicht vorhandenen – stabilen kausalen Zusammenhang zwischen beiden Größen auf Basis des Geldschöpfungsmultiplikator-Modells.
Das ist mittlerweile durch wissenschaftliche Publikation hinreichend belegt.
In populärwissenschaftlichen Büchern sind halt derartige Hardfacts kaum zu finden.

Es gibt mathematische Modelle anhand derer sich der Marktzins näherungsweise berechnen lässt, Ökonomen von Goldman kamen dabei zu dem Ergebnis, dass im Euroraum Geld- und Marktzinsen erst seit rund 1,5 Jahren etwas auseinander driften. So läge der derzeitige Marktzins nach Ansicht der Goldman Ökonomen bei etwa 2%, in DE wäre er beispielsweise bei etwas unter 4%, in den südlichen Ländern dagegen nach wie vor bei 0%.
Es ist daher wenig verwunderlich, dass gerade die nördlichen Eurostaaten die Geldpolitik der EZB kritisieren, weil hier in der Tat ein Auseinanderdriften von Geld- und Marktzins zu beobachten ist.
Wie bereits erwähnt, kann die EZB allerdings nicht nur für jene Länder Geldpolitik betreiben, sondern muss dabei auch die wirtschaftlichen Daten der südlichen Länder berücksichtigen und somit stellt der Geldzins klarerweise einen Kompromiss dar. Länder wie DE, NL oder auch FR verkraften einen abweichenden Geldzins weit besser als jene Länder, die nach wie vor mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen haben. Zudem hat die EZB im Grunde ein vorrangiges (und einziges) Mandat und das heißt Preisniveaustabilität mit einer Zielinflation von etwas unter 2%.

sondern eben nur Aufkaufprogramm trotz schlechter Wirtschafts-Indikatoren.

Jössas, entscheide dich halt mal in deiner Argumentationslinie. Hätten wir tatsächlich durchgehend schlechte Wirtschaftsdaten, würde sich umso mehr ein niedriger Marktzins einstellen und dementsprechend wäre auch ein niedriger Geldzins, den du so verteufelst, angebracht. Sorry, aber du bist so richtig ahnungslos.

Wie tragen deren Spekulationsrisiko, überspitzt gesagt, und als Dank produzieren sie Blasen und Schulden

Ernsthaft? Banken produzieren Schulden? Das ist originell. Sind es vielleicht doch nicht eher die Kreditnehmer, die Verbindlichkeiten aufweisen?

Nur irgendwann ist man dann Opfer der Mathematik.

Ja, vorallem wenn man dieser nicht mächtig ist. :D
und 5-8% Realinflation (je nach Quelle

Auch wenn ich die Antwort bereits erahnen kann, so ein interessehalber, was wären denn diese Quellen?

Und abschließend noch ein paar Worte zu dem von einigen herbei gesehnten Monetarismus und seiner Geldmengensteuerung. Abgesehen von Chile mit seinem mehr als umstrittenen Reformprojekt der Chicagoer Boys hat in Wahrheit keine relevante Notenbank je eine reine Geldmengensteuerung betrieben. Die Amerikaner gingen schon sehr bald nach Beendigung von Bretton Woods zu einer Zinsniveausteuerung über und selbst die deutsche Bundesbank, die sich eine zeitlang, zumindest offiziell, einer monetaristischen Geldpolitik verschrieben hatte, hat letztendlich immer über das Zinsniveau interveniert. Auch kein großes Wunder, da eine reine Geldmengensteuerung realwirtschaftlich nicht funktioniert. Zwischen Geldnachfrage und den aktuellen BIP Zahlen besteht nun mal kein ausreichender Zusammenhang.
 
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Hallo an alle. Bin an dem Thema sehr interessiert. Kann mir von euch jemand Bücher zum einsteigen empfehlen? Gerne per PM, damit hier nicht alles vollgespamt wird. Danke
 
Geld halte ich nicht zum Anlegen sondern kurz/mittelfristig als Reserve für Kaufgelegenheiten.

Man kann sich das Risiko aussuchen:
Entweder alles investieren und Kursverluste mit Aktien oder Geldentwertung bis zur Bankpleite.
 
Hallo an alle. Bin an dem Thema sehr interessiert. Kann mir von euch jemand Bücher zum einsteigen empfehlen? Gerne per PM, damit hier nicht alles vollgespamt wird. Danke

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um nur ein paar zu nennen
 
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