Der Affäre passiert etwas, was dann?

Kein leichtes Thema...
Kann nur berichten wie es bei mir ist, da mich mit meinen Affären auch immer eine gute freundschaftliche Ebene verbindet.

Man erfährt solche Sachen eben auch auf dieser Ebene und kann dann auch "nur" vom dieser Ebene aus agieren dass es nicht zu sehr in die Öffentlichkeit tritt das da mehr ist.

Und genau das ist, finde ich zumindest, auch das Dilemma.

Man ist emotional mehr drin als als "normaler" Freund, macht sich seine Gedanken und vielleicht auch Sorgen, hat aber gleichzeitig einen begrenzten Interventionsraum...


Aber naja... man weiß ja worauf man sich einlässt... part of the game sozusagen
 
Kein leichtes Thema...
Kann nur berichten wie es bei mir ist, da mich mit meinen Affären auch immer eine gute freundschaftliche Ebene verbindet.

Man erfährt solche Sachen eben auch auf dieser Ebene und kann dann auch "nur" vom dieser Ebene aus agieren dass es nicht zu sehr in die Öffentlichkeit tritt das da mehr ist.

Und genau das ist, finde ich zumindest, auch das Dilemma.

Man ist emotional mehr drin als als "normaler" Freund, macht sich seine Gedanken und vielleicht auch Sorgen, hat aber gleichzeitig einen begrenzten Interventionsraum...


Aber naja... man weiß ja worauf man sich einlässt... part of the game sozusagen
Schön formuliert und ich kann mich auch nicht damit identifizieren, dass Menschen, welche Affären eingehen, kein Recht auf innige Gefühle haben.

Vermutlich ist in so manchem „Techtelmechtel“ mehr Gefühl, als in der Beziehung, welche ohnehin nur noch dem Papier geschuldet ist.
 
Schön formuliert und ich kann mich auch nicht damit identifizieren, dass Menschen, welche Affären eingehen, kein Recht auf innige Gefühle haben.
Ehrenwort: ich bin es nicht, der ihnen dieses Recht absprechen würde 😁 und eine Beziehung wird in Affären ebenso gelebt, auch wenn es der üblichen Norm nicht entsprechen mag.
Vermutlich ist in so manchem „Techtelmechtel“ mehr Gefühl, als in der Beziehung, welche ohnehin nur noch dem Papier geschuldet ist.
Wenn du mit "mehr Gefühl" die Spannung, Leidenschaft, Feuer, Reiz des Verbotenen usw. meinst, welche in einer Affärenbeziehung sicher primär öfter gegeben sein wird, frage ich mich aber schon, weshalb man meint, dass in der Hauptbeziehung weniger Gefühle vorhanden sein sollen?

Das Bindungsgefühl in der Hauptbeziehung wird dort primär vorherrschend sein. Diese Gefühle, die für sich alleine alle ihre Berechtigung haben, gegeneinander aufzuwiegen, erscheint mir eigenartig...
 
Wenn du mit "mehr Gefühl" die Spannung, Leidenschaft, Feuer, Reiz des Verbotenen usw. meinst, welche in einer Affärenbeziehung sicher primär öfter gegeben sein wird, frage ich mich aber schon, weshalb man meint, dass in der Hauptbeziehung weniger Gefühle vorhanden sein sollen?

Das Bindungsgefühl in der Hauptbeziehung wird dort primär vorherrschend sein. Diese Gefühle, die für sich alleine alle ihre Berechtigung haben, gegeneinander aufzuwiegen, erscheint mir eigenartig...
Es ist so individuell, wie die Personen, welche damit zu tun haben. Möchte man hier alle möglichen Szenarien durchspielen, würde das vermutlich sehr lange dauern, bis man erkennt, dass es doch unendlich viele sind.

Manche Affären (getraue ich mich zu behaupten) entstehen vermutlich erst dadurch, dass sich ein Teil der Partner schon lange entliebt hat und deshalb überhaupt erst für Solches empfänglich geworden ist.

Und...kann es in einer Affäre nicht auch um "Liebe" gehen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ehrenwort: ich bin es nicht, der ihnen dieses Recht absprechen würde 😁 und eine Beziehung wird in Affären ebenso gelebt, auch wenn es der üblichen Norm nicht entsprechen mag.

Wenn du mit "mehr Gefühl" die Spannung, Leidenschaft, Feuer, Reiz des Verbotenen usw. meinst, welche in einer Affärenbeziehung sicher primär öfter gegeben sein wird, frage ich mich aber schon, weshalb man meint, dass in der Hauptbeziehung weniger Gefühle vorhanden sein sollen?

Das Bindungsgefühl in der Hauptbeziehung wird dort primär vorherrschend sein. Diese Gefühle, die für sich alleine alle ihre Berechtigung haben, gegeneinander aufzuwiegen, erscheint mir eigenartig...
A Überdosis G’fuehl halt 😉

die meisten gehen von daham halt trotzdem ned fort, weil das Gefühl dort zwar anders aber stärker ist.

Die Kunst wäre halt das Gefühl von Feuer und Prickeln dann in die Hauptbeziehung zu übertragen.
 
Ich habe es jetzt bereits das zweite Mal erlebt, dass ein Mensch, an dem mir was liegt, sich nicht mehr meldet und ich keine Möglichkeit habe, zu erfahren, was los ist.

Einmal war es mein Partner, der alle Bereiche seines Lebens sehr strikt von einander getrennt hat. Er war Single, trotzdem kannte ich seine Kinder und Enkel nur von Fotos und Erzählungen, ebenso seine Bekanntschaften und sonstige soziale Umfelder. Während er bei der Geburtstagsfeier meines Vaters dabei war und Weihnachten ebenfalls mit meiner Familie verbrachte.
Er war im Spital und es ging ihm nicht gut. Als er sich vier Tage lang nicht mehr meldete, bin ich ins Spital gefahren, weil telefonisch bekommt man absolut keine Info, wenn man nicht zur Familie gehört. Wenn man persönlich dort erscheint, ist es mit dem Datenschutz dann doch nicht so genau und so habe ich erfahren, dass er verstorben ist.
Er war ein sehr geordneter Mensch und hat so auch eine Liste gehabt von Menschen, die informiert werden sollten von seinem Tod. Was seine Söhne auch nach etwa zwei Wochen getan haben. Bis dahin habe ich zB. bei seiner Kirchengemeinde angerufen, um etwas über das Begräbnis zu erfahren.

Vor ein paar Tagen ist ein Bekannter gestorben. Da wusste ich nicht mehr als seinen Namen, sein Bundesland und seinen Geburtstag. Keine gemeinsamen Bekannten, keine Info über die Familie. Wir haben vorwiegend über WhatsApp kommuniziert. Auch er war im Spital und ihm ging es sehr schlecht. Ein paar Tage, ohne dass er sich meldet sind öfters vorgekommen. Aber irgendwann hat er meine Nachrichten nicht mehr gelesen, dann sind sie nicht mal mehr angekommen.
Ich habe mir Sorgen gemacht und ein ganz netter User hier hat mir den Tipp gegeben, zu einem Gemeindeamt zu gehen und eine kostenpflichtige Meldeauskunft einzureichen.
Plötzlich wurden meine WhatsApp-Nachrichten wieder gelesen, ich freute mich und schrieb fleißig weiter. Bis ich eine Nachricht bekam: "Ich weiß nicht, wer Sie sind, aber XY ist am 30.1. verstorben." -
Ich habe mich bedankt und mein Beileid ausgedrückt. War nicht schön, aber immer noch besser, als in einem Spitalsgang von einer desinteressierten Krankenschwester so etwas zu erfahren. Vielleicht auch, weil ich in diesem Fall nicht so sehr emotional involviert war.

Jemanden abzusprechen, Interesse an einem anderen Menschen zu haben, egal ob man mit jemanden eine Affäre hat oder nicht, finde ich absolut schockierend.
Menschen sind soziale Wesen, sich Sorgen um einen Menschen zu machen, der mehr oder weniger zu seinem Leben dazugehört, finde ich normal. Ebenfalls sich Gedanken zu machen, was passiert sein könnte. Ungewissheit ist ein sehr belastender Zustand und auch eine "nur Affäre" hat das Recht, zu wissen was los ist.
Niemand wird erwarten, dass man als "Gspusi" beim Begräbnis neben Ehepartner und Familie sitzt - aber anonym hinzugehen, sollte möglich sein, damit man sich verabschieden kann, wenn es einem wichtig ist.
 
Wenn keiner davon weiß, außer die 2 Beteiligten, wie bekommt man dann mit, wenn einem davon etwas passiert?

Unter diesen Umständen bleibt dir letztendlich lediglich der Zufall (div. asoziale Medien bzw. Abfrage am Meldeamt wurden bereits erwähnt). Wenn dieses Thema jemandem wichtig ist, gehört es angesprochen. Wenn es auch der anderen Person wichtig ist, wird sich eine auf die individuellen Umstände angepasste Lösung finden.
 
Vermutlich wenn die Handynummer nicht mehr existiert 🙈😅
Ach, so automatische Dinge können sehr lange weiter laufen. Die Handynummer meiner Schwester bestand noch ein gutes halbes Jahr nach ihrem Tod. Bis ein Nachlass geregelt wird, die Erben alles ab- oder ummelden, bei Streitereien noch länger.
 
Unter diesen Umständen bleibt dir letztendlich lediglich der Zufall (div. asoziale Medien bzw. Abfrage am Meldeamt wurden bereits erwähnt). Wenn dieses Thema jemandem wichtig ist, gehört es angesprochen. Wenn es auch der anderen Person wichtig ist, wird sich eine auf die individuellen Umstände angepasste Lösung finden.
Ja, das ist zwar traurig aber wahr.
Ein Bekannter, dem es aktuell auch nicht so gut geht und mit dem mich einmal sehr viel verbunden hat, schickt mir jetzt jeden Morgen und Abend eine kurze Nachricht. Das nervt manchmal auf der einen Seite, andererseits weiß ich, dass er noch fit ist, was mich wieder beruhigt.
 
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