Das perfekte Ende

Wir wissen nicht, was hinter diesem "immer" wirklich für eine Zahl steht. Vielleicht waren es ja nur zwei drei prägende Beziehungen, die zu einem entsprechenden Bild führten. Vielleicht hat er ein gewisses Einkommen, das halt bestimmte Goldgräber deutlich mehr anlockt als wenn man als einfacher Verkäufer im Supermatkt arbeitet. Diese Goldgräber von Anfang an zu erkennen ist vielleicht gar nicht so einfach.

Die meisten Leute sind nicht gerade als Sokrates geboren worden. Ihnen mit harten Worten zu begegnen, fördert die (Selbst)reflektion dann meist auch nicht und dient schlussendlich nur eigenen inneren (genauso nicht reflektierten) Bedürfnissen...
Die Aussage "[alle] Frauen sind so" kam von ihm :schulterzuck:
Also schert er alle über einen Kamm, unabhängig davon wie viele solcher Frauen er hatte.
 
Die Aussage "[alle] Frauen sind so" kam von ihm :schulterzuck:
Also schert er alle über einen Kamm, unabhängig davon wie viele solcher Frauen er hatte.
Liebe @Mitglied #565215 , leider verallgemeinern wir ständig.
Das tut wirklich weh. Ich versuche es zu überlesen.
Neulich sprach mich ein Frau an. Sie sagte zu sie wird wohl den Rest Ihres Lebens alleine bleiben.
Wieso? fragte ich:
Ihr Partner war verstorben und sie war in der festen Überzeugung, dass so etwas Gutes niemals mehr nachkommt.
Dann zählte sie Eigenschaften auf, die er hatte. Ich konnte nur schmunzeln.
Es kommt niemals das Gleiche nach. Es gibt immer etwas war noch besser ist. Manche Dinge sind halt nicht so gut.
Wichtig ist immer nur das positive im Herzen zu behalten.
 
Liebe @Mitglied #565215 , leider verallgemeinern wir ständig.
Das tut wirklich weh. Ich versuche es zu überlesen.
Neulich sprach mich ein Frau an. Sie sagte zu sie wird wohl den Rest Ihres Lebens alleine bleiben.
Wieso? fragte ich:
Ihr Partner war verstorben und sie war in der festen Überzeugung, dass so etwas Gutes niemals mehr nachkommt.
Dann zählte sie Eigenschaften auf, die er hatte. Ich konnte nur schmunzeln.
Es kommt niemals das Gleiche nach. Es gibt immer etwas war noch besser ist. Manche Dinge sind halt nicht so gut.
Wichtig ist immer nur das positive im Herzen zu behalten.
Grundsätzlich gebe ich dir Recht, aber ich kann ihre Argumentation gut nachvollziehen. Meine Mutter wollte nach dem Tod meines Vaters, mit dem sie fast 50 Jahre verheiratet war, auch keinen anderen Mann mehr. Schon der Gedanke daran, hat sie regelrecht angeekelt.
Manchmal weiß man einfach auch, dass nichts besseres nachkommen kann.
 
Ich versteh nicht, warum man gegen ihn so hart wertend unterwegs ist. Aus dem Geschriebenem von ihm hier im Thread kann ich das nicht ausmachen. Sein "war mir egal, Reisende soll man ziehen lassen" klingt für mich nach Selbstschutz. Manchmal tut es gut, eine "Egalhaltung" einzunehmen... und es wird wohl auch die unguten Menschen/Frauen geben, die nach einer Trennung zu Unrecht den Goldgräber versuchen. Dagegen darf man sich doch wehren dürfen.
Wenn man sich @Mitglied #758773 s Historie anschaut, sieht man schon, welcher Typ er ist. Zuerst eher etwas schüchtern sucht er nach der großen Liebe, dann die käuflichen Damen. Zunehmend verhärmt hat er nun angeblich eine Freundin, sucht aber trotzdem "geile Treffen" auf Parkplätzen und Swingerclubs. Das alles in 3 Monaten.

Prinzipiell gebe ich Dir recht, patzige Abwertung kann natürlich auch Selbstschutz sein und natürlich gibt es auch Frauen, die Männer nur als Geldautomaten sehen.
Allerdings sind die Opfer solcher Frauen doch meist eher oberflächliche Männer, die gewohnt sind, sich mit ihrem Geld die Welt zu kaufen. Bei einer Trennung (also wenn er genug hat von ihr) versucht sie halt noch mitzunehmen, was geht. - Im Großen und Ganzen findet sich also zusammen, was zusammen passt.
 
Meine erste feste Beziehung hatte auch ein perfeltes Ende. Nachdem die Beziehung jahrelang offen war, haben wir beschlossen, dass wir es in Zukunft bei einer F+ belassen. Wir haben weiterhin täglich telefoniert, ich bin mit der Musik herumgetingelt, sie nach Italien gezogen, haben uns irgendwo dazwischen getroffen, hatten weiterhin Sex, viel geredet und gekuschelt. Irgendwann, nach einem Jahr oder so haben wir in einem Gespräch beschlossen nur noch Freunde zu sein, wir hatten einfach zu verschiedene Pläne für unsere Zukunft, das hat nicht mehr zusammengepasst. Es hat nur schöne Worte gegeben, nur die besten Wünsche, weiterhin reger Telefon und E-Mail Kontakt, aber seit Ewigkeiten keine persönlichen Treffen. Wir könnten vermutlich nicht die Finger voneinander lassen und wir wollen beide unsere Partner nicht bescheißen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaub auch nicht, dass es eine perfekte Trennung gibt. Von den wirklich großen Lieben in meinem Leben habe ich mich getrennt, weil es halt dann doch nicht gepasst hat. Manche Männer sind schon eigenartig, weil sobald sie feststellen, dass man sie versorgen kann, bleiben sie stehen. Und das größte Kompliment, dass mir mein 1. Freund aus seiner Sicht gemacht hat, war dass ich viel besser koche als seine Mutter und ich auch nicht so anstrengend bin, weil ich nicht gesagt habe, dass er aufräumen oder abwaschen soll, weil mir das einfach zu blöd war und ich es selbst gemacht habe. Aber das hat halt auch die Beziehung gekillt. Weil ich bin nicht die Mama!
Bei Nummer 2 war es eher, dass wir uns auseinander entwickelt haben nach 15 Jahren, war aber auch ein Drama, weil er das nicht so gesehen hat. Und alles was ich immer gesagt habe halt nur als Empfindlichkeit meinerseits gesehen hat. Auch da war ich dann am Schluss eher die Mama.
Bei Nummer 3 war es dann einfach so, dass es wirklich toxisch war und ich nur weg wollte. Eifersucht, Kontrolle, Vorwürfe. Das habe ich einfach so beendet. Weil da wusste ich, dass ich da nicht mal befreundet sein will.

Bei Nummer 1 und 2 war es zwar schon für beide ein Schock wie ich gegangen bin, aber wir konnten dann nach ein paar Monaten doch eine Freundschaft retten und entstehen lassen. Und beide sagen mir jetzt, wo sie neue Partner haben, wo es genau umgekehrt ist, dass sie jetzt erst verstehen was ich immer gesagt habe. Aber ich gebe keine Ratschläge oder so. Es sind beides wichtige Menschen für mich gewesen und wir konnten es am Ende dann doch wie Erwachsene handhaben. Bei Nummer 3 habe ich kein Bedürfnis mich da irgendwie noch mal zu treffen, reden oder sonst was. Da mache ich einen großen Bogen drum.

Beim aktuellen Freund will ich nicht hoffen, dass es endet. Weil passt gut. Bei meiner Frau denke ich auch nie an ein Ende, weil auch gut. Beide können aber gut zuhören und auch gut kommunizieren. Weil oft sind es kleine Dinge, die dann groß werden. Und wenn man das mit jemanden ausreden kann, dann hilft das schon ungemein. Beide sehen mich, ich sehe sie und es ist auf Augenhöhe.
 
Prinzipiell gebe ich Dir recht, patzige Abwertung kann natürlich auch Selbstschutz sein und natürlich gibt es auch Frauen, die Männer nur als Geldautomaten sehen.
Allerdings sind die Opfer solcher Frauen doch meist eher oberflächliche Männer, die gewohnt sind, sich mit ihrem Geld die Welt zu kaufen. Bei einer Trennung (also wenn er genug hat von ihr) versucht sie halt noch mitzunehmen, was geht. - Im Großen und Ganzen findet sich also zusammen, was zusammen passt.
Ist das übliche Bild und es findet sich zusammen was zusammen passt.
Wer mit seinem teuren Auto angibt, seinem großen Haus, seinem Job, seinen Boni usw... Der wird vermutlich auf genau die Art von Frau treffen die sich davon beeindrucken lässt. Und die ist dann halt im Normalfall bereit den Typen fallen zu lassen, würde sich aber nur ungern von Geld und Lebensstil trennen.

Die übliche Geschichte wenn man auf falscher Basis Beziehungen sucht!

Ein Kumpel von meinem Vater war Investmentbanker. Recht erfolgreich. Der hat im Leben auch 4 Kinder mit 3 Frauen gezeugt, 3 Häuser gebaut und jeweils bei der Scheidung verloren. Nur um dann selbst in einer Wohnung zu sitzen, alleine und mit <60 uns Gras zu beißen... Das passiert wenn man zu viel Geld hat.
Nicht unbedingt die idealen friedlichen oder harmonischen Beziehungsenden wenn Geld zu sehr involviert ist!
 
denn es wäre doch schon sehr schräg, wenn am Ende beide dasitzen würden, bisschen mit der Achsel zucken und frisch fröhlich gemeinsam auf das Ende anstossen.
Warum, wenn es sich für beide stimmig anfühlz, warum nicht? Man kann eine Beziehung ja auch einfach ausklingen lassen, so das am Ende nichts mehr fehlt und nur die Freundschaft und die Verbindung übrig bleibt.
 
Noch ein anderes Schönes Ende das ich erleben durfte: meine Großmutter und mein Großvater.

Sie hat immer gesagt dass sie nicht ohne ihn sein will und vor ihm gehen will. Sie war schon immer ein wenig gemütlich. Er dagegen extrem aktiv. Er hat bis zu seinem 85 Jahr gearbeitet: Fließen gelegt, Bäder installiert, Gartenzäune geschweißt, Steinmetzarbeiten gemacht, Gräber eingefasst, Yoga für Pensionisten unterrichtet, Verreinsaktivität, Renovierungen am eigenen Haus, Kunstprojekte und Skulpturen... Er war AKTIV!
Zurück zur Story: mit 60 oÄ dürfte meine Großmutter bemerkt haben dass irgendwas nicht stimmt. Sie ging nicht zum Arzt. Sie wurde gemütlicher, wollte weniger rausgehen, erhöhter Toilettensitz und Schlafzimmer im Erdgeschoß eingerichtet... Von da an getrennt geschlafen. 3 Jahre ziehen uns Land. Großmutter weigert sich weiter zum Arzt zu gehen, Großvater tut alles um ihr das Leben erträglich zu machen. Krankenhausbett wird besorgt, Opa übernimmt sämtliche Haushaltspflichten. Ihre Haare fallen aus, sie wird kränker und schwächer. Bald kann sie nicht Mal aus dem elektrischen Krankenhausbett aufstehen. Opa fleht... Sie weigert sich zum Arzt zu gehen oder die Rettung zu rufen... Er respektiert ihren Willen. Er legt Katheder, entleert Bettpfannen, er pflegt. Bis irgendwas passiert. Ich weiß nicht genau was, er hat nie darüber gesprochen... Er ruft doch die Rettung. Meine Großmutter wird eingeliefert, untersucht, stabilisiert, geröntgent, in ein MRT geschoben, Blutwerte genommen und Morphium injeziert. Viel Morphium!
An dem Punkt wurden wir, die Familie involviert.
Diagnose: die Liste der Organe die NICHT von Metastasen befallen waren, war kürzer als die Liste die es war. Bösartig und weit fortgeschritten. Tod aber zu zugedröhnt um es zu merken.

3 Tage Morphium später war es vorbei. Die Familie nahm Abschied, Opa ist nicht einmal von ihrem Bett gewichen außer um aufs Klo zu gehen. Sie hat davon hoffentlich noch irgendwas mitbekommen. So viel Liebe in dem Zimmer!

Sie ging an multiplem Organversagen, high von Morphium und in ihrer eigenen Scheiße liegend. Es war kein schönes Bild. Aber das ist das Leben.

Opa wurde getröstet. Einige Frauen aus seinen Yogakursen waren sehr empathisch, sehr aufmerksam und sehr bekümmert und bereit ihm in seiner Trauer beizustehen.
6 Monate später hatte er eine Neue und hat am Familien Esstisch Witze über Oralsex gerissen.

Hat sich einen Campinganhänger besorgt und mit seiner neuen Freundin Europa unsicher gemacht. Hatte noch glückliche 15 Jahre und Sex am Nordkapp.

Ich finde auch das ist eine glückliche Trennung! Alle bekommen was sie sich gewünscht haben.

Notiz an mich: Opas Sexleben im Storybereich verschriftlichen und veröffentlichen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaube die unschönste Trennung, die ich je erleben werde, wird die von meinem Eltern sein, wenn einmal einer von ihnen geht..

Die sind so miteinander verschweißt, das jede meiner Trennungen ein Spaziergang dagegen sein wird und auch war.

Klingt komisch macht mir aber weitaus mehr Sorgen, als mir meine Geschichten jemals machen werden.
Mit 21 erlebte ich seiner eine sehr schmerzhaft Trennung und da ich sogar darüber hinweg bin und immer noch lebe und genauso bereit bin zu lieben wie davor, sehr ich Trennungen definitiv auch als positiv.
Als Neuanfang auch wenn es schmerzt.

Trennungen find ich nicht so tragisch, eher einen Vertrauensbruch, wenn der damit einherging.
Und das kann bei eben Freundschaften genauso passieren. Eine "Freundin", so wie ich es vor hatten erlebt habe, die mich schwer verletzt, kann es genauso gut, wenn nicht sogar besser, wie ein Partner. Und hier tut eine Trennung auch sehr weh.
 
Ich glaube die unschönste Trennung, die ich je erleben werde, wird die von meinem Eltern sein, wenn einmal einer von ihnen geht..
Vielleicht ist es dir ein Trost, vielleicht auch nicht. Ich schreibe es trotzdem, für alle Fälle.

Meine Eltern hingen auch sehr aneinander, vor allem für meine Mutter war mein Vater ihre ganze Welt. Wie haben immer gehofft, dass meine Mutter zuerst geht, denn wir waren ganz sicher, mein Vater kommt mit ihrem Tod besser klar als andersrum. Ja, es ist eine Welt zusammengebrochen als er an Krebs gestorben ist, nachdem sie innerhalb elf Jahren vier Mal dagegen abgekämpft hatten. Sie hat ihn bis zum Schluss zu Hause gepflegt und er ist dort auch gestorben. Vielleicht lag es daran, dass sie sich so lange um ihn gekümmert hat und wir alle froh waren, dass er die Leiden endlich hinter sich hatte. Ich dachte ja immer, sie nimmt sich dann auch das Leben aber nein - sie ging zum ersten Mal zu einem Psychologen, was sie immer (Depressionen) verweigert hat und der hat ihr allein durch Gesprächstherapie geholfen. Natürlich ist sie jeden Tag auf den Friedhof gegangen, hat das Grab gemacht oder sich einfach nur auf die Bank dort gesetzt und hat mit ihm gesprochen. Sie hatte auch zu Hause einen regelrechten Altar, aber wenn's hilft warum nicht. Es war ihr Weg damit umzugehen.
Sie wollte aber nie wieder einen anderen Mann, trotz Angeboten. Sie meinte sie schüttelt es schon bei dem Gedanken. Sie hat noch 13 Jahre gelebt.

Ich weiß nicht wie das bei deinen Eltern ist, aber ich wünsche ihnen (und dir), dass sie wenn es soweit ist, auch einen Weg finden werden 🤗
Manchmal kommt es anders als man denkt.
 
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