Cuckolding wird normaler, aber keiner redet offen darüber

Könntet ihr euch als Paar vorstellen, dass die Frau vor dem Mann mit jemand anderem Sex hat – wenn b

  • Ja, definitiv

    Stimmen: 37 51,4%
  • Vielleicht unter bestimmten Bedinungen

    Stimmen: 18 25,0%
  • Eher Nein

    Stimmen: 6 8,3%
  • Auf keinen Fall

    Stimmen: 11 15,3%

  • Umfrageteilnehmer
    72

Mitglied #336560

Mitglied
Männlich Hetero Österreich, Oberösterreich (40**)
Registriert
27.4.2014
Beiträge
89
Reaktionen
385
Heute ist ein Dildo völlig normal. Fast jeder kennt ihn, viele Paare nutzen ihn, und niemand findet es besonders schlimm, wenn die Frau sich damit ficken lässt – oft sogar gemeinsam mit dem Mann.


Was aber kaum jemand offen anspricht: Der Schritt von „Dildo“ zu „echtem anderen Schwanz“ ist in der Fantasie und im Kopf bei vielen gar nicht so groß. Und trotzdem bleibt Cuckolding / Hotwifing ein Thema, über das die meisten stillschweigen, obwohl es immer mehr Leute beschäftigt.


Sex ist am Ende ein Urinstinkt. Genauso wie Hunger oder der Drang nach Nähe. In einer langen Beziehung (vor allem nach vielen Jahren und ü30) kommen bei vielen Männern und Frauen Fantasien auf, die über das klassische „nur wir beide“ hinausgehen. Nicht weil die Beziehung schlecht ist, sondern weil der Körper und der Kopf nach Abwechslung und intensiven Reizen verlangen.


Wenn man ehrlich ist: Sex macht Spaß. Es ist wie Tanzen, nur intimer. Und wenn die Chemie stimmt und alle Beteiligten einverstanden sind – warum sollte man sich dann künstlich einschränken?


Das, was die meisten davon abhält, ist nicht der eigene Wunsch, sondern das Bild, das die Gesellschaft von „guter Frau“ und „gutem Mann“ zeichnet. Eine gute Frau ist treu. Ein guter Mann ist Beschützer. Diese Schubladen lassen kaum Raum für die Grauzone: Es ist kein Betrug, wenn alle davon wissen und es wollen. Ein Mann kann trotzdem Beschützer und guter Ehemann sein – auch wenn er sich erregt, wenn seine Frau vor ihm hemmungslos von jemand anderem genommen wird.


Vielleicht wird genau das in den nächsten Jahren normaler, so wie der Dildo es schon geworden ist. Nur trauen sich noch die wenigsten, darüber offen zu sprechen.
 
In einer langen Beziehung (vor allem nach vielen Jahren und ü30) kommen bei vielen Männern und Frauen Fantasien auf, die über das klassische „nur wir beide“ hinausgehen. Nicht weil die Beziehung schlecht ist, sondern weil der Körper und der Kopf nach Abwechslung und intensiven Reizen verlangen.
Deine Meinung? Oder wissenschaftliche Studie?
 
Ein Mann kann trotzdem Beschützer und guter Ehemann sein – auch wenn er sich erregt, wenn seine Frau vor ihm hemmungslos von jemand anderem genommen wird.
Warum muss immer wieder der Porno-Sprech bei solchen Themen aufkommen? Sie wird nicht zwangsläufig "angeboten", "geteilt", "genommen". Sie kann auch ganz einfach selbstbewusst und selbstbestimmt sein. Kann Sex haben und nicht "hemmungslos genommen" werden.

Ich frage mich, ob das der Grund ist, an dem sich die meisten aufgeilen. Dass sie ihre Frau anbieten und jemand sie durchnudeln darf. Dass das Thema deswegen schamhaft ist.
 
Nur trauen sich noch die wenigsten, darüber offen zu sprechen.
Über Sexualität und Wünsche mit dem Partner zu reden, sollte möglich sein in intakten Beziehungen. Wünsche können in Erfüllung gehen und sind keine Bedingung. Woher weißt du denn dass Partner nicht drüber reden können?
Ich hatte eine Partnerin über 30 Jahre und wir haben oft über unsere Wünsche gesprochen. Nicht alle haben wir erlebt aber viele schon. Nicht jedes Paar braucht noch andere Mitspieler. Das war wenigstens bei uns damals so. Selbst nach der Trennung hatten wir noch einige male Guten Sex. Trennungsgrund war eine unterschiedliche Entwicklung was die sonstigen Freizeit Aktivitäten an ging. Ich war nach der Arbeit gerne zu Hause sie wollte unterwegs sein...
 
Ich denke, entscheidend ist nicht, was die Gesellschaft als normal ansieht, sondern womit sich beide Partner wohlfühlen. Für manche ist Cuckolding eine spannende Fantasie, für andere eine klare Grenze. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass solche Beziehungsformen in den nächsten Jahren offener diskutiert und gesellschaftlich akzeptierter werden. Sexualität verändert sich, Tabus werden hinterfragt und Menschen trauen sich zunehmend, über ihre Wünsche zu sprechen. Ob es dadurch tatsächlich häufiger praktiziert wird, bleibt abzuwarten. Ich glaube aber, dass wir uns langfristig von starren Vorstellungen darüber, wie eine Beziehung auszusehen hat, etwas lösen werden. Solange alles freiwillig geschieht, beide ehrlich miteinander umgehen und niemand unter Druck gesetzt wird, sollte jedes Paar selbst entscheiden dürfen, was für sie passt.🤷‍♀️
 
Ich denke, entscheidend ist nicht, was die Gesellschaft als normal ansieht, sondern womit sich beide Partner wohlfühlen. Für manche ist Cuckolding eine spannende Fantasie, für andere eine klare Grenze. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass solche Beziehungsformen in den nächsten Jahren offener diskutiert und gesellschaftlich akzeptierter werden. Sexualität verändert sich, Tabus werden hinterfragt und Menschen trauen sich zunehmend, über ihre Wünsche zu sprechen. Ob es dadurch tatsächlich häufiger praktiziert wird, bleibt abzuwarten. Ich glaube aber, dass wir uns langfristig von starren Vorstellungen darüber, wie eine Beziehung auszusehen hat, etwas lösen werden. Solange alles freiwillig geschieht, beide ehrlich miteinander umgehen und niemand unter Druck gesetzt wird, sollte jedes Paar selbst entscheiden dürfen, was für sie passt.🤷‍♀️
Eben wenn zwei Menschen in monogamer Beziehung nichts vermissen, warum sollten sie sich dann für solche Themen interessieren?
 
Heute ist ein Dildo völlig normal. Fast jeder kennt ihn, viele Paare nutzen ihn, und niemand findet es besonders schlimm, wenn die Frau sich damit ficken lässt – oft sogar gemeinsam mit dem Mann.


Was aber kaum jemand offen anspricht: Der Schritt von „Dildo“ zu „echtem anderen Schwanz“ ist in der Fantasie und im Kopf bei vielen gar nicht so groß. Und trotzdem bleibt Cuckolding / Hotwifing ein Thema, über das die meisten stillschweigen, obwohl es immer mehr Leute beschäftigt.


Sex ist am Ende ein Urinstinkt. Genauso wie Hunger oder der Drang nach Nähe. In einer langen Beziehung (vor allem nach vielen Jahren und ü30) kommen bei vielen Männern und Frauen Fantasien auf, die über das klassische „nur wir beide“ hinausgehen. Nicht weil die Beziehung schlecht ist, sondern weil der Körper und der Kopf nach Abwechslung und intensiven Reizen verlangen.


Wenn man ehrlich ist: Sex macht Spaß. Es ist wie Tanzen, nur intimer. Und wenn die Chemie stimmt und alle Beteiligten einverstanden sind – warum sollte man sich dann künstlich einschränken?


Das, was die meisten davon abhält, ist nicht der eigene Wunsch, sondern das Bild, das die Gesellschaft von „guter Frau“ und „gutem Mann“ zeichnet. Eine gute Frau ist treu. Ein guter Mann ist Beschützer. Diese Schubladen lassen kaum Raum für die Grauzone: Es ist kein Betrug, wenn alle davon wissen und es wollen. Ein Mann kann trotzdem Beschützer und guter Ehemann sein – auch wenn er sich erregt, wenn seine Frau vor ihm hemmungslos von jemand anderem genommen wird.


Vielleicht wird genau das in den nächsten Jahren normaler, so wie der Dildo es schon geworden ist. Nur trauen sich noch die wenigsten, darüber offen zu sprechen.
Ich glaube dass Du mehr in einer Schubladen Kategorie denkst als Dir bewusst ist.
Allein schon ein Single Mann Profil zu führen und dann von wir reden im Kontaktprofil hat schon was...
 
Hi,

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass solche Beziehungsformen in den nächsten Jahren offener diskutiert und gesellschaftlich akzeptierter werden.

ich nicht. Privatsphäre und Familienleben ist ein Menschenrecht. Eine öffentliche Diskussion wäre eine Menschenrechtsverletzung.

Und ganz ehrlich, ich verstehe nicht, warum man andere Menschen mit seiner Sexualität belästigen soll.

Außerhalb des EF kommt doch keiner auf die Idee, über sein Sexleben zu plaudern. Ich wüsste gar nicht, wenn in meinem Umfeld ein Paar einen Bull hätte, und - ganz ehrlich - ich bin den Paaren dankbar, dass sie nicht drüber reden, weil es mir vollkommen egal ist, was wie und mit wem sie es treiben.

Und akzeptiert, was die daheim machen, geht niemanden was an und interessiert auch keinen.

Keiner sagte "Heinz Herbert und Juliane Chantal laden wir nicht mehr ein, die haben einen Bull", wenn es denn rauskommen würde.

Ich glaube eher, dass manche furchtbar traurig sind, dass sich keiner für ihr ach so ausgefallenes Sexleben interessiert.

LG Tom
 
Ich habe in anderen Beziehungen auch über Sex und meine Wünsche geredet. Aber cuckolding war da niemals Thema. Genau so wenig wie Gruppensex... einfach weil es nicht meinen Vorstellungen entspricht und ich es für mich nicht brauche. Deshalb kann ich trotzdem drüber reden und versuchen die anderen zu verstehen die das möchten.
 
. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass solche Beziehungsformen in den nächsten Jahren offener diskutiert und gesellschaftlich akzeptierter werden. Sexualität verändert sich, Tabus werden hinterfragt und Menschen trauen sich zunehmend, über ihre Wünsche zu sprechen
Ich glaube genau das Gegenteil.
Die sexuelle Offenheit die wir in den 80ger 90ger Jahren hatten, gibt es lange nicht mehr. Und gerade durch die kulturelle Vermischung wird sich noch mehr ins private zurück gezogen.
 
Hi,

Ich glaube genau das Gegenteil.
Die sexuelle Offenheit die wir in den 80ger 90ger Jahren hatten, gibt es lange nicht mehr. Und gerade durch die kulturelle Vermischung wird sich noch mehr ins private zurück gezogen.

was die sexuelle Freizügigkeit angeht, glaube ich, dass in Wien die Meinung "Mach was Du willst, aber geh mir damit nicht auf den Arsch" vorherrschte und vorherrscht.

Ich glaube es sind eher diejenigen, die irgendwas abseits der Norm machen, die sich nicht genug beachtet fühlen, weil es jedem wurscht ist, und die das auf einmal "gesellschaftliche Marginalisierung" nennen, und glauben, das Recht zu haben, es jedem zu erzählen. Ob er es hören will oder nicht.

LG Tom
 
Hi,



was die sexuelle Freizügigkeit angeht, glaube ich, dass in Wien die Meinung "Mach was Du willst, aber geh mir damit nicht auf den Arsch" vorherrschte und vorherrscht.

Ich glaube es sind eher diejenigen, die irgendwas abseits der Norm machen, die sich nicht genug beachtet fühlen, weil es jedem wurscht ist, und die das auf einmal "gesellschaftliche Marginalisierung" nennen, und glauben, das Recht zu haben, es jedem zu erzählen. Ob er es hören will oder nicht.

LG Tom
Schrecklich oder? Dieses permanente Herausschreien, wie besonders man nicht ist. Ich kann mich nicht erinnern, je das Bedürfnis gehabt zu haben, dass die Gesellschaft mich als triebhaften Menschen benennt und öffentlich anerkennt.
 
Hi,



was die sexuelle Freizügigkeit angeht, glaube ich, dass in Wien die Meinung "Mach was Du willst, aber geh mir damit nicht auf den Arsch" vorherrschte und vorherrscht.

Ich glaube es sind eher diejenigen, die irgendwas abseits der Norm machen, die sich nicht genug beachtet fühlen, weil es jedem wurscht ist, und die das auf einmal "gesellschaftliche Marginalisierung" nennen, und glauben, das Recht zu haben, es jedem zu erzählen. Ob er es hören will oder nicht.

LG Tom
Z. B. Auf der Arbeit ist das Thema Sex eher nicht angebracht. Das ist dann eher vielleicht noch mit guten Freund/en/innen im privaten Kreis aber auch eher im 1/1 Gespräch mal möglich.
 
Hi,



was die sexuelle Freizügigkeit angeht, glaube ich, dass in Wien die Meinung "Mach was Du willst, aber geh mir damit nicht auf den Arsch" vorherrschte und vorherrscht.

Ich glaube es sind eher diejenigen, die irgendwas abseits der Norm machen, die sich nicht genug beachtet fühlen, weil es jedem wurscht ist, und die das auf einmal "gesellschaftliche Marginalisierung" nennen, und glauben, das Recht zu haben, es jedem zu erzählen. Ob er es hören will oder nicht.

LG Tom
Da ich, gottseidank, nie in einer Großstadt gelebt habe, kann ich das nicht beurteilen. Die "leck mich" Einstellung gab/gibt es allerdings auch bei uns.
Und trotzdem hat es in den letzten Jahren noch mehr Rückzug gegeben.
Unter anderem #metoo und fremde Kulturen haben dazu beigetragen.
 
Zurück
Oben