Beziehungspunkt Monogamie

Monoton war meine Ehe nie! Denn wir heirateten, damit ich meine Wanderjahre nicht allein erleben müsste, und kaum hatten wir uns aneinander gewöhnt, kam der Rückruf in die Heimat und damit die Grundlage zur Gründung einer Familie sowie der Ausbau einer vielseitigen Karriere. Und im Alter halten uns unsere zahlreichen Nachkommen, verteilt auf drei Generationen, in lebhafter Bewegung. Unser Modell hat sich bewährt.
 
monogamie ist sehr oft selbstbeherschung
Wie meinst du das? Gut, wenn man es geschichtlich betrachtet, sind wir von Natur aus nicht monogam. Erst gewisse Regeln von Glaubensrichtungen haben monogame Beziehungen vorgeschrieben und so hat sich diese Einstellung über die Jahrhunderte etabliert. Wobei dies fast ausschließlich auf die Untergebenen beschränkt war. Die Gutsherren und die Kirche in Europa nahmen dies für dich nie so ernst. Wie schon mehrfach beschrieben, wird eben heute nicht mehr ausschließlich die Werte der Religionen maßgebend sein, sondern die individuell gestaltete Beziehungsform oft in den Vordergrund gestellt. Hier obliegt es jedem, welche Art der Beziehung einen Mehrwert darstellt.
Ist nicht immer einfach aber ergibt zusätzliche Möglichkeiten. Jeder kann, natürlich nur in Abstimmung mit seinem Partner, seine sexuellen Vorstellungen ausleben. Hört sich zumindest gut an, ist in der Umsetzung häufig mit Problemen






Lll behaftet. Wenn ich mir etwas vorstellen, heißt das ja noch lange nicht, daß meine Partnerin dazu bereit ist, diese mit mir zu teilen. Umgekehrt natürlich genau so.
Monogamie ist ja auch in Ordnung, die Umsetzungsvorstellungen der TE sind nur etwas beschränkt. Niemand, der halbwegs bei Verstand ist, wird sich auf eine Verhandlung der Bedingungen einlassen, ohne ehestmöglich einen Rückzieher zu machen. Entweder man geht von halbwegs gängigen Richtlinien, die man nicht extra Punkt für Punkt festlegen muß, aus oder man sucht schnellstens das Weite. Möglicherweise noch die sexuellen Möglichkeiten austesten, damit man weiß, ob man etwas versäumt haben könnte. Aber das war es dann auch schon. Die Gefahr, sein restliches Leben in einer situativen Schuld zu verbringen ist einfach zu groß.
In einer normalen Beziehung wird das einfach nicht besprochen und festgelegt sondern ist die Voraussetzung für ein Zusammenleben.
 
Monoton war meine Ehe nie! Denn wir heirateten, damit ich meine Wanderjahre nicht allein erleben müsste, und kaum hatten wir uns aneinander gewöhnt, kam der Rückruf in die Heimat und damit die Grundlage zur Gründung einer Familie sowie der Ausbau einer vielseitigen Karriere. Und im Alter halten uns unsere zahlreichen Nachkommen, verteilt auf drei Generationen, in lebhafter Bewegung. Unser Modell hat sich bewährt.
Wobei man in dem Kontext auch festhalten sollte, dass Du deine sexuellen Bedürfnisse ja durchaus auch außerhalb deiner Ehe ausgelebt hast ;)
 
Da fällt mir einiges dazu ein:

Monogamie ist für mich tatsächlich mehr als ein schnelles Treuversprechen oder geheuchelte Loyalität. Sie bedeutet auch nicht, blind für andere Menschen zu sein. Natürlich gibt es Sympathien, Begegnungen und Versuchungen. Entscheidend ist, sich trotz all dieser Möglichkeiten bewusst für einen Menschen zu entscheiden.

Treue beginnt für mich nicht erst im Bett. Sie zeigt sich viel früher: darin, wie ich über meinen Partner spreche, wenn er nicht dabei ist, welche Grenzen ich anderen gegenüber setze und ob ich Gespräche genauso führen würde, wenn er daneben sässe.

Natürlich macht Monogamie allein noch keine gute Beziehung. Man kann offiziell treu sein und seinem Partner emotional längst den Rücken gekehrt haben. Man kann Treue versprechen und gleichzeitig lügen, verheimlichen oder den anderen für selbstverständlich halten.

Monogamie ist für mich auch kein Besitzanspruch. Nicht: du gehörst mir. Sondern: ich wähle dich.
Nicht aus Pflicht, Angst oder Mangel an Möglichkeiten, sondern aus freien Stücken.

Denn genau darin liegt für mich etwas sehr Schönes:
Gehen zu können und trotzdem bleiben zu wollen.
 
Manches ist hat schwer zu verstehen. Da hilft auch nicht sich auf den Kopf zu hauen. :giggle:
Dass du immer schon widersprüchliche Aussagen im Forum tätigst, ist kein Geheimnis,
aber in letzter Zeit nimmt es skurrile Züge an...

Gelegentlicher unverbindlicher Sex ist eben keine persönliche Beziehung. Und somit bleibt die Monogamie zum Partner erhalten.
vs
Ich lebe z.B. partnerschaftlich seit langem aus Überzeugung monogam, sexuell zur Zeit aber einvernehmlich nicht. Da darf es schon mal etwas abenteuerlicher zugehen. Solange es noch Spaß macht. Und ich hoffe, dass die Partnerschaft länger hält als die Abenteuerlust.
In einer gefestigten Beziehung sollte für diejenigen, die nicht ein Leben lang monogam sein wollen, eine gewisse, einvernehmliche/ kontrollierte Offenheit für gelegentlichen Sex mit anderen kein Problem sein. Aber es will gelernt und gekonnt sein. Es geht ja nur um Sex, nicht um weitere Beziehungen.
However, hier die Definition von Monogamie
Monogamie (von altgr. μόνος mónos „allein, einzig“ und γάμος gamos „Ehe“, deutsch „einehig“) bezeichnet geschlossene romantisch-sexuelle Paarbeziehungen, d.h. Paarbeziehungen in denen beide beteiligte Personen sexuell und romantisch exklusive für einander sind. Monogamie ist für Monoamore die meist bevorzugte Beziehungsform. Monogamie gilt als die weitverbreitetste Liebes-Beziehungsform.
Oder, weil du ja ein Fan von Wikipedia bist (wie uns die Vergangenheit lehrte)
Das gegenteilige Verhaltensmuster zur Monogamie ist die Polygamie. Es kann auch nur einer der Partner weitere Sexualpartner haben, während sich der andere Partner monogam verhält.

Beim Menschen gehen monogame Sexualpartnerschaften oft in ebenso exklusive Liebesbeziehungen über. Dies wird manchmal als Monoamorie bezeichnet in Abgrenzung zur Polyamorie, wobei andersherum monoamore Menschen nicht zwingend monogam sein müssen.
Du vergleichst/verwechselst Äpfel mit Birnen, wobei ich da meine eigene Vermutung habe... :penguin:
 
Hi,

Oder, weil du ja ein Fan von Wikipedia bist (wie uns die Vergangenheit lehrte)

hast Du den Artikel komplett gelesen? Dort wird in der Folge zwischen sozialer Monogamie und sexueller Monogamie unterschieden, es können zwei Partner z.B. bei ser Aufzucht der Jungen sozial monogam sein, aber gleichzeitig sexuell nicht monogam leben.

Es wird auch zwischen Monoandrie und Monogynie unterschieden.

Spannend ist, das sexuell monogam Lebende kleinere Hoden und weniger (gute) Spermien haben.


Überleg mal, wenn ein Mann drauf steht, dass seine Frau sich eine Bierdose einführt, oder eine Flasche, sind die dann noch monogam? Immerhin hat sie ja Sex mit einer Dose oder Flasche.

Wenn der Mann einen Typen holt und seine Frau dazu bringt, sich von dem penetrieren zu lassen, so wie im obigen Beispiel mit der Flasche, sind die dann noch monogam? Und wer ist es nicht der Mann, der einen anderen dazu geholt hat? Die Frau, die sich auf Wunsch von einer Flasche oder einem anderen Penis penetrieren lässt? Sie macht, was er will, es fällt mir schon nicht so leicht, zu definieren, dass sie ihr monogames Verhalten damit aufgegeben haben soll.

Wenn der Mann zur Frau sagt, sie soll sich wen suchen und sie tut es, würde ich schon sagen, das sie kein (sexuell) monogames Verhalten mehr hat. Sie sucht sich wen aus, der ihr taugt und vögelt mit ihm = nicht monogam.

Wenn der Mann ihr eine Bierdose hinstellt und sagt "Führ sie Dir ein und wixe damit" sehe ich ihr monogames Verhalten nicht verletzt. Und wenn er einen anderen Mann holt und ihr sagt, sie soll sich ausziehen und breitbeinig hinstellen und der andere penetriert sie dann von hinten und vögelt sie, sie steht nur da ... ich würde ihr nicht unterstellen, aie habe ihr monogames Verhalten verletzt.

Also bei einem Swingerpaar ganz klar, sozial monogam, sexuell nicht.


Aber wenn er ihr aufträgt, sich von wem anderen vögeln zu lassen (vielleicht, weil Frauen sexuell die "passive" Position haben) täte ich nicht sagen, dass sie sexuell nicht monogam wäre.

LG Tom
 
Zuletzt bearbeitet:
Dass du immer schon widersprüchliche Aussagen im Forum tätigst, ist kein Geheimnis,
aber in letzter Zeit nimmt es skurrile Züge an...


vs


However, hier die Definition von Monogamie

Oder, weil du ja ein Fan von Wikipedia bist (wie uns die Vergangenheit lehrte)

Du vergleichst/verwechselst Äpfel mit Birnen, wobei ich da meine eigene Vermutung habe... :penguin:
Die Krux liegt oft in der Differenz den Definition und dem aktuell allgemeinen Verständnis.

Eine Beziehung hat -aus meiner Sicht - unterschiedliche Ebenen:

Eine partnerschaftlich emotionale - allgemein bekannt als Liebe (die ist von Verliebtheit, Strohfeuer etc. zu unterscheiden) , wobei man dann auch immer weiter Differenzieren kann zwischen romantischer, caritativer, der Liebe zu den eigenen Kindern etc.
Eine freundschaftliche
Eine sexuelle
Eine wirtschaftliche

Marlene wollte wohl ausgeführen, dass die partnerschaftlich emotionale Ebene Monogam gelebt wird, aber die sexuelle eben nicht ..
 
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