es tut mir leid naova, aber ich garantiere dir, dass es blödsinn ist, auf bondage zu beharren für den moniker.
genau genommen widersprichts dem credo immens, weil wenn ein experte der masse seine meinung über bdsm aufzwingt, ist das alles andere als consensual (und möglicherweise, je nach aufenthaltsort, auch nicht safe

).

genau das habe ich auch gesagt als seine verbale Empörung über meine "eingeschränkte Sichtweise" kein Ende fand: "Brauche ich ein Safeword hier?" Fand nur keiner in dieser Gruppe lustig

Ich hab halt den Fehler gemacht und seine Fragen "falsch" beantwortet. Na ja, war (im Nachhinein betrachtet) eine lustige Erfahrung.
Kann so verschieden gesehen werden wie es Leute gibt, die Sex praktizieren.
Beispiel: Frau liegt willig und passiv "zur Verfügung", Mann bewichst, beschimpft oder streichelt sie, wie's ihm gerade gefällt, er "benutzt" sie und wirf ihr anschließend 'nen Schein auf den Bauch.
Selbe Situation: der Fuffi des Benutzenden ist auf ihr gelandet und er hat die Wohnung verlassen. Sie freut sich, sie hat endlich mal das Erlebnis genossen, als Hure jegliche Erziehung in den Wind geschossen zu haben, ohne sich sorgen zu müssen, ob sie klug, damenhaft oder empathisch wirkt. Sie war diejenige, die sich für diesen Zweck diesen Typen gesucht hat, sie hat ihn für ihren Kick "benutzt", ohne sich darüber Gedanken zu machen, ob ihm das gefallen hat.
"Benutzen" ist lediglich eine Sache der Sichtweise. Die meisten romantischen Vorstellungen wollen dieses "Benutzen" gern aus dem Bewußtsein ausblenden, auf der Gefühlsebene in trauter Gemeinsamkeit schweben usw. - ist ja auch was Schönes. Tatsächlich wird immer einer vom anderen benutzt - nicht immer auf demselben Level zwar, aber doch benutzt.
Sehe ich auch so. Obwohl ich mit den zwei Beispielen nicht viel anfangen kann, weil ich eben keine Fantasien habe wie eine Prostituierte behandelt zu werden - also für den Sex bezahlt zu werden ... finde ich es auch höchst erregend von meinem Partner "benutzt" zu werden.
Ich weiß noch als ich meinem damaligen Partner beim Sex "please use me" sagte, weil er mich so schockiert angeschaut hat

Und ich dachte nur: "Ooops, habe ich das jetzt laut gedacht?" Ich hatte einfach das Bedürfnis, dass er "rücksichtlos" wird ... mich zwar nicht wie einen Gegenstand behandelt, aber eben dass er keine Rücksicht auf meine Bedürfnisse nimmt und nur seine Lust an mir auslebt ... ungebremst und animalisch


Fand er nicht so toll und in Gesprächen mit meinen Freundinnen habe ich auch schnell gemerkt, dass ich mit dieser Vorliebe ziemlich alleine dastehe. Das Wort "benutzen" assoziieren die meisten Menschen wohl mit ausnutzen. Zumindest höre ich immer die Erklärungen, die eher in diese Richtung gehen. Der Unterschied (für mich) ist, dass ich es genieße "benutzt" zu werden, "ausgenutzt" ist irgendwie hinterhältig und nicht einvernehmlich.
In meiner wilden Phase hatte ich auch einige "Fuckbuddys", da haben wir auch einander benutzt. Wenn ich ein paar Stunden Zeit hatte, keine Pläne usw. ... hat ein Anruf genügt, wenn es bei dem auch passt, trifft man sich - hat geilen Sex und das war es. Hingabe ist für mich ein eher romantischer Begriff, der mehr emotionale Tiefe erfordert. Ist aber ein Argument, welches ich auch schon oft gehört habe, meistens als Gegenpol zum "primitiven/gefühllosen Sex" - als ob Sex ohne tiefere Bindung was schlechtes wäre. Leider kommt das Argument (verständlicherweise) so gut wie immer von den Frauen.