Begierde/Lust und Angst

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Angst ist ein wichtiger Faktor in meinem Leben. Die Angst schützt mich vor unüberlegten Handlungen und veranlasst und zwingt mich, mich mit der angstauslösenden Sache intensiv auseinanderzusetzen und nach Abwägung der Für und Wider eine Entscheidung zu treffen.
 
Muss nur wieder lernen den Mut dafür zu haben. ;)

wer sich einmal in seiner Hingabe oder danach fallen oder alleingelassen gefühlt hat oder auch alleingelassen wurde , ist ein gebranntes Kind .... und danach ebendort wieder einzusteigen kann nur insofern einen Sinn für Herz und Verstand ergeben , als man daraus gelernt hat und deshalb einige Möglichkeiten zum Gestalten in der Hand hält .
Die Angst wird vielleicht in so einem Fall Begleiter sein , aber sie ist auch sinnvoll , um sensibel zu sein für die inneren Alarmglocken , wenn die Schutzfunktionen ausfallen .

Und diese Angst macht kritischer und wachsamer als ohne die vorherige Erfahrung
 
klingt wie ein Leben mit angezogener Handbremse...
Das dachte ich auch gerade. Aber vielleicht geht die Aussage sinngemäß eher in Richtung:
Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste...?
Letztendlich hat ja jede Aktion auch eine Reaktion- sprich eine Konsequenz.
Dieser Konsequenzen des Handelns muss man sich , will man Verletzungen vermeiden, bewusst sein.
Ist man es/etwas gewohnt, geht es intuitiv bzw unterbewusst das Risiko ab zu schätzen. Bei neuen Problemen muss man halt aktiv abwägen...
 
Gerade in der Erotik ist bei Lust und Sex, bei den Begierden die man fühlt bei den meisten auch eine gehörige Portion Angst mit im Boot. Oft eine, die nicht nur aus einer geziemenden Vorsicht heraus resultiert (Schwangerschaft, Gesundheitsvorsorge, ...), sondern eine nach dem Motto "Eigentlich könnte ich ja auch anders, wenn ich mich trauen täte ...". Angst vor dem Partner/was es für die Beziehung an Risiko bedeutet, Angst davor, in der Gesellschaft schief angesehen zu werden etc.!

Wie geht es Euch damit? Wie geht Ihr damit um? Welche Erfahrungen habt ihr diesbezüglich gemacht?
also für meinen Teil habe ich es lange (vielleicht auch zu lange) so gemacht das ich mich dem "Zwang" der Gesellschaft gebeugt habe, also der breiten Masse folgen und vielleicht mal nicht so auffallen.
Das ganze habe ich jetzt abgelegt, ich verstelle mich nicht mehr, ich mache eben Dinge so wie ich diese für richtig halte. (Situationsbedingt)
Es ist für mich doch so das ich nicht wie einer dieser Lemminge sein möchte der den anderen einfach hinterherläuft, nur weil es eben alle in die Richtung zieht.
ergo: wenn ich glaube es ist richtig und gut für mich, dann lebe ich danach.
Das ganze war jetzt schön verpackt in viel Text, aber vielleicht kann der eine oder andere zwischen den Zeilen lesen und weiß was ich damit sagen möchte.
 
also für meinen Teil habe ich es lange (vielleicht auch zu lange) so gemacht das ich mich dem "Zwang" der Gesellschaft gebeugt habe, also der breiten Masse folgen und vielleicht mal nicht so auffallen.
Das ganze habe ich jetzt abgelegt, ich verstelle mich nicht mehr, ich mache eben Dinge so wie ich diese für richtig halte. (Situationsbedingt)
Es ist für mich doch so das ich nicht wie einer dieser Lemminge sein möchte der den anderen einfach hinterherläuft, nur weil es eben alle in die Richtung zieht.
ergo: wenn ich glaube es ist richtig und gut für mich, dann lebe ich danach.
Das ganze war jetzt schön verpackt in viel Text, aber vielleicht kann der eine oder andere zwischen den Zeilen lesen und weiß was ich damit sagen möchte.
Das klingt nach jemanden der seinen Weg gefunden hat- Glückwunsch dafür. Erschreckend wie viele Menschen sich von Zwängen leiten lassen bzw von ihnen beherrscht werden.
Grenzen und Gesetze sind naturgemäß vorhanden, aber es ist schon manchmal bedauerlich wie viele sich selbst diese gestalten, und sich so selbst einschränken....
 
Ist man es/etwas gewohnt, geht es intuitiv bzw unterbewusst das Risiko ab zu schätzen. Bei neuen Problemen muss man halt aktiv abwägen...

ich glaub, wie man damit umgeht hängt davon ab, wie sehr man mit den vergangenen erzielten ergebnissen im nachhinein glücklich ist - aber vor allem ob man das überhaupt reflektiert und analysiert bzw. auch wirkliche veränderungsbereitschaft mitbringt.
 
ich glaub, wie man damit umgeht hängt davon ab, wie sehr man mit den vergangenen erzielten ergebnissen im nachhinein glücklich ist - aber vor allem ob man das überhaupt reflektiert und analysiert bzw. auch wirkliche veränderungsbereitschaft mitbringt.
Natürlich. Das unterstützt meine Theorie, das Angst entsteht weil man die Konsequenz nicht/falsch ein zu schätzen vermag.
 
Nachsatz: bzw so wie du sagtest, wieder die selben Konsequenzen wie beim letztmaligen Erleben dieser Situation fürchtet... Nur meist kann man daraus lernen und es steuern/beinflussen.
 
Natürlich. Das unterstützt meine Theorie, das Angst entsteht weil man die Konsequenz nicht/falsch ein zu schätzen vermag.

ich glaube vor allem auch, weil man sich nicht eingestehen mag dass man selber falsch gehandelt und entschieden hat. dann schiebt man die schuld dem fremden oder irgendetwas außen zu. und fürchtet sich vor dem "außen". dabei ist man es ja selber und hat die sache auch weitgehend selber in der hand. an sich blödsinnig!
 
Das klingt nach jemanden der seinen Weg gefunden hat- Glückwunsch dafür. Erschreckend wie viele Menschen sich von Zwängen leiten lassen bzw von ihnen beherrscht werden.
Grenzen und Gesetze sind naturgemäß vorhanden, aber es ist schon manchmal bedauerlich wie viele sich selbst diese gestalten, und sich so selbst einschränken....
ich habe eben gemerkt das wenn man es einfach nur jedem anderen rechtmachen will und man dabei selbst auf der Strecke bleibt, einfach doch irgendwanneinmal zerbricht - so geht's mir gut, andere müssen eben damit Leben oder sie haben auch die Wahl mir aus dem Weg zu gehen (oder von mir aus sollen Sie tuscheln oder sich einfach nur das Maul zerreissen)
 
ich habe eben gemerkt das wenn man es einfach nur jedem anderen rechtmachen will und man dabei selbst auf der Strecke bleibt, einfach doch irgendwanneinmal zerbricht - so geht's mir gut, andere müssen eben damit Leben oder sie haben auch die Wahl mir aus dem Weg zu gehen (oder von mir aus sollen Sie tuscheln oder sich einfach nur das Maul zerreissen)

die balance zwischen dem ich und du ist m.e. enorm wichtig. dann kann man dieses gleichgewicht auch lange halten. dominiert eines der beiden, dann geraten die zahnräder recht schnell aus dem lager.
 
Back to Topic: Wenn ich "Begierde/Lust Angst" lese, fallen mir viele dinge im BDSM Bereich ein, wo Angst ja auch oft gewollt ist.
Aber auch bei Outdoor-Sex, empfinden viele die Angst des Erwischt-werdens als Lust-steigernd. Da es uns oft juckt mal etwas verbotenes zu tun, glaube ich das die chemischen Prozesse im Körper (Adrenalin etc) bei der Angst denen der Lust ähnlich sind.
Viel suchen "den Kick" beim Bungee, Klettern, schnell fahren, etc... Sie begehren diesen Angst-Zustand herbei und es bereitet ihn große Lust sich darin zu befinden....
 
Sie begehren diesen Angst-Zustand herbei und es bereitet ihn große Lust sich darin zu befinden....

völlig richtig. sie wollen sich spüren - in extremis. und verbinden so die warn- mit den lust-hormonen. ob das auf die dauer gscheit ist - weil ja auch die kicks dann immer intensiver werden müssen, um sich im hormonrausch zu spüren - steht wieder auf einem anderen blatt.
 
völlig richtig. sie wollen sich spüren - in extremis. und verbinden so die warn- mit den lust-hormonen. ob das auf die dauer gscheit ist - weil ja auch die kicks dann immer intensiver werden müssen, um sich im hormonrausch zu spüren steht wieder auf einem anderen blatt.

:up:

Alles kann süchtig machen... Ob LSD-Rausch, Geschwindigkeits-Rausch, oder Lust-Rausch. Dann ist plötzlich egal wie groß die Angst vor möglichen Konsequenzen ist: Denn der Körper verlangt nach dem Level an Serotonin...
 
ich bin mir jetzt nicht wirklich sicher ob das wort angst in dem zusammenhang wie hier meist geschrieben das richtige ist..........weil wirkliche angst ist für mich schon was anderes als das meiste was hier so beschrieben wird....
 
Ich halte ich es hier mit Timothy Leary und Robert Anton Wilson. Wenn die ersten Schaltkreise nicht positiv laufen (z.B. kein Essen, Krankheit, Bedrohung des Lebens, ...Angst), werden Schaltkreise, in denen es um Sexualität und Fortpflanzung geht, automatisch abgeschaltet, ausgeblendet, in den Hintergrund gedrängt, die essentielleren Schaltkreise werden fokussiert. :schulterzuck:
 
ich bin mir jetzt nicht wirklich sicher ob das wort angst in dem zusammenhang wie hier meist geschrieben das richtige ist..........weil wirkliche angst ist für mich schon was anderes als das meiste was hier so beschrieben wird....
Deshalb differenzierte ich ja auch mit dem Begriff "Panik"- wenn das Unausweichliche daher kommt, und keine Lösung/Rettung/Alternative in Sicht ist.
 
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