Älterwerden und Sehnsüchte

Auch wenn es so aussieht, dass hier nur lauter junge Teilnehmer sind,so wird schon auch spürbar , dass es hier auch solche der älteren Generation hier gibt.

Es sieht m.E. eher danach aus, dass hier überwiegend Teilnehmer der älteren Generation sind. Jedenfalls was diejenigen betrifft, die sich hier rege beteiligen.

Von daher passt das Thema schon hierher. Und von Alleinsein, Krankheit, Behinderung und damit verbundener "Beeinträchtigung von Erotik und Sex" / Partnerschaftsproblemen sind ja nicht nur die Älteren betroffen. Ich mache da gar nicht so einen großen Unterschied.
 
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Es sieht m.E. eher danach aus, dass hier überwiegend Teilnehmer der älteren Generation sind. Jedenfalls was diejenigen betrifft, die sich hier rege beteiligen.
Und die suchen auch nichts Neues mehr, schon garnicht im gleichen bescheuerten Alter :D:ironie:

Es geht nichts mehr wie früher, das unfreiwillige "immer neu durch starten müssen" bringt einen zeitweilig an den Rand der eigenen Kräfte. Beruflich wie abseits davon.
Alternativen dazu: Nur jung sterben, aber auch das hab ich schon verpasst :hmm: :lalala:
:ironie::hahaha:
 
Liebe Fritzie, 53 ist doch jung, Haare kann man färben und Falten sind interessant......auch bei Frauen.
Was heißt schön war ich eh nie? Jeder Mensch ist auf seine Art schön :)....... außerdem liegt Schönheit im Auge des Betrachters.
Ich weiß, dass man selten mit sich selber zufrieden ist, kenn das von mir ;)

Lieb von dir, daß du mir Mut zusprechen willst, @Mitglied #208148 :)

Aber das ist gar nicht notwendig. Meine grauen Haare liebe ich und bin begeistert, endlich das "Fleckerlfärben" weglassen zu können. :)

Und ja, natürlich liegt Schönheit auch im Auge des Betrachters. Vielleicht kann ich es besser formulieren: ich wollte nie "schön" sein, andernfalls hätte es durchaus im Bereich meiner Möglichkeiten gelegen, mich entsprechend herzurichten, über genügend Kreativität und Stilgefühl dafür verfüge ich. Das fällt mir immer wieder in Fotothreads auf, in denen Frauen mit etwa meiner Figur so unglaublich unvorteilhaft und gleichgültig präsentieren, daß ich den darauf folgenden negativen Antworten nur beipflichten kann. Da denk ich oft, es ist weniger die Figur oder generell das Aussehen der Abgebildeten, sondern vielmehr das "Bild", das in Körperhaltung, in der Art der Präsentation, dem Hintergrund seinen Ausdruck findet und der mit jedem Pixel auszudrücken scheint, wie ablehnend sich das jeweilige Model selbst gegenübersteht.

Was ich ausdrücken wollte: mir ist bewußt, daß "Schönheit" nicht nur im Auge des Betrachters liegt, sondern vor allem und in erster Linie in einem selbst. In einer Übergangsphase, wie sicher nicht nur ich sie grad erlebe, gerät das bisherige Selbstbild leicht ins Wanken, man verändert sich und muß sich an neue Gegebenheiten erst gewöhnen. Und damit ändert sich auch die Außenwahrnehmung, man "bekommt" ja Resonanz auf das, was man ausstrahlt. Und wenn das Unsicherheiten sind, wird das in Form von Unattraktivität oder 'Mitleid' zurückreflektiert - beides nicht grad förderlich für's Sexleben. :p

Älterwerden bedeutet, mit Veränderungen klarkommen zu müssen, über die wenig gesprochen wird. Männer werden zu "alten geilen Böcken", Frauen werden "unsichtbar" oder höchstens noch als Ausnahmeerscheinung mit perfektem Styling bejubelt, aber im Alltag? Ich stell mir vor, ich wäre in einer Kneipe und sage sowas wie: "Oh, der junge Mann da hinten sieht ja lecker aus, den möcht ich vernaschen" :D Es ist glaub ich erst 3 oder 4 Jahre her, da hab ich mir einen jungen Kerl von Mitte 20 gegönnt - ein ausgesprochen liebenswerter, bildhübscher, durchtrainierter Mann. Die Blicke der Leute, die unser "Anbahnungsgeturtel" mitbekommen haben, sprachen Bände. Aber das würde mich auch heute nicht davon abhalten, wenn mir danach wäre. Nur man wächst ja nicht nur aus seinem Aussehen heraus (ha, der war jut, wa? :D) sondern auch aus seinen Ansprüchen - die nehmen zu, bei mir jedenfalls, und zwar nicht nur in Bezug auf andere, sondern auch in Bezug auf mich selbst. Und das betrifft nicht in erster Linie das Aussehen, das war mir nie sonderlich wichtig, sondern eben andere Attribute. Wie sieht es mit der Zufriedenheit im Leben aus - nicht nur beim anderen? Wie sieht es mit den Überzeugungen aus, beispielsweise hinsichtlich Treue - nicht nur beim anderen?

Ich hab immer gedacht, daß es da sowieso immer Unterschiede geben wird. Aber daß auch solche "Werte" in gewisser Weise wachsen, sich verändern und neuen Belastungen standhalten müssen - nicht nur beim anderen, sondern auch in einem selbst, das sind für mich schon Dinge, die man sich erst vorstellen kann, wenn man mitten drin steckt. Und die sind m.M. nach sehr stark daran beteiligt, inwieweit man sich evtl. auf neue, andere oder auch nach Jahren vertraute Sexpartner einlassen kann und will.

Schwurbel ich grad oder ist das einigermaßen verständlich? :unsicher:
 
Hab die Tage sehr lange mit einem guten Freund gequatscht. Seine Situation ist quasie 1:1 der Meinen. Nur die Krankheit ist auslösend eine andere.

Wo kommt dem die ganze innere Schieflage eigentlich her? Wir werden halt gesellschaftlich und kirchlich geprägt.

Wir wachsen im monogam “vorgelebten“ Mama und Papa haben sich ganz doll lieb Modell auf. Schnell merkt der Ein, oder Andere...das es hinter dem Vorhang der Bühne gar nicht funktioniert. Da bleiben dann noch die Dogmata des Glaubens...an die sich oft nicht mal der Prediger selber hält. Aber schöne Fassade :up:

Wie ist denn die Realität? Zumindest in meiner Familie gibt es nicht eine Ehe...die funktioniert hat. Die, die verheiratet geblieben sind...haben gesoffen, gestritten...Fremdgehen, Lügerei...

Das Modell...“Nur Du“, Für immer wir, in guten wie in schlechten Zeiten...
:) Ja...geht so lange gut, wie es keine langfristigen und existenziellen Probleme gibt. Gibt es sie...und halten sie lang genug an...zeigt sich sehr schnell, wie es um diese selbst auferlegten und zivilisations romatisierten Regeln steht...

Wir haben alle Freunde und Bekannte, ein soziales Umfeld...dieses ist fast immer so ausgelegt, das alle unsere eigenen Interessen vertreten sind. Teils auch mit Schnittmengen. Alles in einer Person findet sich kaum...

Aber bei Emotionalität und Sexualität...da sind die Ansprüche ganz hoch. Moralisch so hoch...das man ehr ein funktionierendes Lebens Modell kaputt gehen lässt...als sich ein Stück weit zu lösen, von dieser Erwartungshaltung.

Ich verschreibe mich hochmoralisch diesem einen Menschen...erwarte von ihm, das er es mir gleich tut...- den Rest des Lebens! Egal ob er daran kaputt geht...oder nicht...sein Problem, wie er es für sich selber löst...er hat es mir versprochen, sich mir versprochen...
Er hat sich in allem was er ist...quasie selber enteignet...

Das ist so zum Kotzen...

Eine Ehe die zwischenmenschlich und lebenspraktisch hervorragend funktionier...ist dem Tode geweiht, wenn einer von beiden “ein unmoralisches Dreckschwein“ ist...und wo anders Sexualität auslebt. Ganz egal wie er hinter dem Partner steht, wie viele Probleme er mit stämmt, wie viel Leid er mit erträgt...ohne das es ihm je in den Sinn käme...die Ehe zu verlassen.
Es interessiert keinen...wie viel Verzicht es bedeutet...wenn der Partner krank ist, man selber nicht helfen kann...ausser da zu sein und zu bleiben...! Das mal wertungsfrei und gelöst von moralischen Ansprüchen zu betrachten, als Aussenstehender...ist kaum jemandem möglich. Es wird direkt geurteilt und alles andere, was den Menschen ausmacht...ist nichts mehr Wert.

Diese moralische “Einbahnstraße“...kann lieber in Selbstaufgabe und Depression des “Gesunden“ enden...bevor Sexuallität ausserhalb der Partnerschaft akzeptiert wird.
(In meinem Umfeld ist das so...)

Hobbys...die ein Partner nicht teilt...die man selber aber als erfüllend und bereichernd empfindet...darf man mit anderen Menschen ausleben...mit voller Leidenschaft und Hingabe...! Diese Menschen dürfen auch wechseln...keiner bewertet, wenn unsere Sport Partner, Kickerfreunde, Schachkumpels...etc. häufig wechseln.

Warum ist das aber bei den Dingen so, die ich, die wir... in einer Ehe für normal und richtig halten? Warum ist das so?

Vor etwas mehr als einem Jahr hat mir meine Frau freigestellt, mich aus dem Eheversprechen zu lösen...
Da ich unsere Ehe als wirklich gut empfinde...war und ist dieser Gedanke für mich ausgeschlossen. Würde ich aber offenkundig ab jetzt durch fremde Betten wandern...nur der Sexuallität wegen...und ohne an allem anderen zu zweifeln, das unser gemeinsames Leben ausmacht...
Bin ich mir sicher...die Ehe währe zwischenmenschlich in allen Belangen erledigt. Auch in Ihrer Familie hat nicht eine Ehe funktioniert...

FUßNOTE

Das sind MEINE Gedanken...die sich aus den letzten Wochen heraus sehr stark manifestiert haben. Ich sage nicht...das sie allgemein gültig sind, für andere richtig zu sein haben...oder die Gedanken anderer deshalb verkehrt sind.
Wer sich davon provoziert fühlt...möge davon abweichen...und sich diesen Stiefel bitte nicht anziehen.

Themen Start war inklusive der Frage...wie man darüber denkt, oder damit umgeht...
Mein Denken verändert sich zur Zeit. In wie weit mein Umgang damit sich noch verändern wird, weis ich grade noch nicht...aber sowie es bis vor Kurzem war, kann es nicht bleiben...
 
Wow, ich finde diesen Thread zum Einen sehr interessant, zum Anderen aber wahnsinnig deprimierend.... :unsicher:
Ich hab absolut keine Angst vorm Tod, aber ich hab SO eine verdammte Angst vorm alt sein. Momentan will ich in 4 Jahren noch nicht mal 30 werden und hab krasse Panik davor.
 
Ich hab absolut keine Angst vorm Tod, aber ich hab SO eine verdammte Angst vorm alt sein. Momentan will ich in 4 Jahren noch nicht mal 30 werden und hab krasse Panik davor.

die plattitüde "man ist immer so alt wie man sich fühlt" ist keine. ich kenne 80jährige jugendliche und 20jährige fast-leichen. daher: was für körperliche und geistige fitness tun, ein aktives und auch freudvolles leben genießen (dabei keinen raubbau betreiben) - und nehmen was kommt. um mit einer plattitüde abzuschließen: "man kann nicht dem leben mehr tage, aber den tagen mehr leben geben".
 
in die hohle Gasse des Alters kommen wir alle.
Daher unterstreiche ich, was Phil sagt!
Es liegt an uns, wie wir damit umgehen und wie wir das Leben (er)füllen.
Das typische Jammern des typischen Österreichers und der Glaube, jemand wird das für uns richten, wird nicht helfen.
 
die plattitüde "man ist immer so alt wie man sich fühlt" ist keine. ich kenne 80jährige jugendliche und 20jährige fast-leichen. daher: was für körperliche und geistige fitness tun, ein aktives und auch freudvolles leben genießen (dabei keinen raubbau betreiben) - und nehmen was kommt. um mit einer plattitüde abzuschließen: "man kann nicht dem leben mehr tage, aber den tagen mehr leben geben".

Stimme dir voll zu, kenne einige ältere, zwischen 70 und 80+, da kann sich manch junger was anschauen.

Das einzige Problem, wenn die Gesundheit nicht mitspielt, aber da ist das Alter eigentlich auch nebensächlich!
 
die plattitüde "man ist immer so alt wie man sich fühlt" ist keine. ich kenne 80jährige jugendliche und 20jährige fast-leichen. daher: was für körperliche und geistige fitness tun, ein aktives und auch freudvolles leben genießen (dabei keinen raubbau betreiben) - und nehmen was kommt. um mit einer plattitüde abzuschließen: "man kann nicht dem leben mehr tage, aber den tagen mehr leben geben".

Darum gehts mir eigentlich gar nicht .... eher darum, dass es unmöglich ist, mit 60 wie 20 auszusehen, egal wie fit man sein mag. Ich will das jugendliche Aussehen nicht verlieren.
 
Auf der einen Seite hat älter werden schon auch was schönes. Was glaubte ich in jungen Jahren meinen Kopf durchsetzen zu müssen, keine Geduld weder mit anderen noch mit mir selber gehabt. Von daher war meine Entwicklung eine recht gute. Andererseits merke ich mit meinen fast 60 Jahren auch schon, dass es ab und zu wo zwickt und beim Sex legt man schon mehr Wert auf Qualität, als auf Quantität. :D Ich genieße viel mehr die schönen Momente und bin unendlich dankbar, denn es ist mir bewußt, dass es nicht allen so gut geht, wie mir.
 
Ich glaube, Wünsche, Bedürfnisse, sollten mit Alter, nicht in Zusammenhang gebracht werden.
Sie verschieben sich im laufenden altern, aber trotzdem sind sie vorhanden.
Gegensetzliche Libido kann man, soweit kein Zwang entsteht entgegen wirken.
Bei Krankheit Bedarf es an menschliche Stärke, soweit Liebe vorhanden ist, es seinen Partner einzugestehen seine Lust, Nähe, als noch begehrenswert für das andere Geschlecht auszutauschen.
Bedarf an Mut und Selbsterkenntnis, aber es wird beide Seelen ein glücklicheres miteinander erleben.
Soweit man es an Offenheit mit seinen Partner kommuniziert.
 
Wow, ich finde diesen Thread zum Einen sehr interessant, zum Anderen aber wahnsinnig deprimierend.... :unsicher:
Ich hab absolut keine Angst vorm Tod, aber ich hab SO eine verdammte Angst vorm alt sein. Momentan will ich in 4 Jahren noch nicht mal 30 werden und hab krasse Panik davor.


Du wirst 30, ob du nun "krasse Panik" davor hast oder nicht. Also kannste die schon mal stecken lassen oder dich davor vor'n Zug schmeißen. :D

Ich bin nie davon ausgegangen, daß ich älter als meine Mutter werde. Den "Termin" hab ich mit Anfang 30 verpaßt. Dann dachte ich, ich würde nie-nie-nie das Alter meines Vaters erreichen. Ist nu auch schon 12 Jahre überschritten. Und ich verkneif's mir zu sagen, ich würde nie so alt wie meine Omma, die mit Anfang 70 ihren langjährigen Lebensgefährten doch noch geheiratet hat - sie hat ihn um rd. 20 Jahre überlebt und hat mit 96 oder so das Zeitliche gesegnet.

Wenn wir nicht grad unfreiwillig in die Kiste hüpfen werden wir alt. Nur die Art, wie wir die Zeit verbringen, die können wir doch größtenteils selbst bestimmen. Das macht's ja so spannend.
 
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