Wo ist diese "An-Jeder-Ecke"

Verdammt wo ist nun diese "An-Jeder-Ecke" wo Frau einen Mann kriegt? :D

Najo, sicherlich kann man "an jeder Ecke" jemanden haben, aber will man das? Was ist, wenn die Ecke schmuddelig oder verschimmelt ist oder wenn da grad ein Hund drangepisst hat oder der Putz abblättert und man schon die Ziegel oder Dämmung darunter sieht. Das riecht komisch und so ne Ecke will man nicht bei sich in der Nähe haben, wer weiß schon, wie viele Hunde sich daran gemacht haben oder wie oft diese Ecke gestrichen wurde? Ich mag ja Ecken, die Stil haben, die was von Individualität haben, vielleicht auch kreativer Streetart? Ja, sowas find ich fesch und dort bin ich auch gern. Aber leider sind diese Ecken schon recht gut besetzt, so dass man diese nur aus der Ferne bestauen kann.

Aber ab und an, wenn da so ne Lücke frei wird, zwäng ich mich rein und genieße diese Ecke, weil sie wunderbar zu bestauen ist und im Sommer herrlichen Schatten wirft. Man kann sich auch dranlehnen, weil diese Ecke super stabil ist und man fühlt sich nicht eingeengt, sodass man diese jeder Zeit wieder verlassen. Ecken, die wie nach Keller riechen, mag ich nicht. Obwohl ich ab und an den muffigen Geruch (bei einigen Gewürzen) durchaus aromatisch finde, aber bitte nicht bei Ecken.

So ne Ecke zu finden, die gut zu mir passt, ist halt nicht einfach. Ich mag nicht diese normalen und ausdruckslosen Ecken. Ecken ohne Charme und Witz. Schöne Ecken gibts sicher genug, aber an denen hat man sich bald satt gesehen. Es darf bei mir ruhig den Stil von Hundertwasser haben, aber nicht zu sehr. Ein bissl was Bodenständiges, mit einem guten Fundament.

Ich hätte doch Architektin werden sollen ... ;)
 
Jedenfalls gibt es für Frauen wesentlich mehr dieser Ecken als für Männer!
Es wird zwar viele Ecken geben, aber es wird meistens nicht der richtige Mann dort stehen!
An den meisten Ecken werden notgeile Männer stehen, diese mit Schwanz-Ava usw.! Wenn du nicht wählerisch bist, kannst du von diesen Ecken vermutlich jeden Tag 10 Männer mit nach Hause nehmen!
 
Nicht was er/sie braucht, sondern verdient.
Ich würd gern "ja genau!" Schreien, aber auch nicht. Das red ich mir nur ein (sehr gern),dass irgendwann jeder bezahlt, was er bekommt. Zumindest nicht zeitnah. Das ist á la "am Ende wird alles gut und wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende".
 
seh ich eben genauso. bloss kommen ganz viele leute in die "ich ficke nur, wenns was besonderes ist" position gerade eben dadurch, dass sie eben so ängstlich und entscheidungsschwach sind ;)

Was für eine Logik ist das?
Es soll ja Leute geben, für die IST Sex was besonderes. Nicht, weil sie ängstlich oder entscheidungsschwach oder unsicher oder sonstwas sind. Sondern weil es für sie was besonderes und intimes und nix wie Kaffee trinken ist. Hab ich mal so gehört. :penguin:
 
Ich würd gern "ja genau!" Schreien, aber auch nicht. Das red ich mir nur ein (sehr gern),dass irgendwann jeder bezahlt, was er bekommt. Zumindest nicht zeitnah. Das ist á la "am Ende wird alles gut und wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende".
Schau, am Ende des Lebens geht jeder so, wie er gekommen ist, allein. Das unterscheidet die Armen nicht von den Reichen, die Schönen nicht von den Schiarchen, die Schlanken nicht von den Molligen. Und das ist doch beruhigend. Letztendlich kommts doch drauf an, wie man gelebt und geliebt hat und somit bekommt jeder genau das, was zu ihm/ihr passt und was er/sie ertragen kann.

Und, wenn man dann in den letzten Sekunden seines Daseins sagen kann, man hat nichts zu bereuen und auch nichts verpasst, hat mans eh richtig gemacht.
 
Nicht was er/sie braucht, sondern verdient.

Es ist einfach nicht so, dass jeder bekommt, was er braucht, wenn ers braucht. :schulterzuck: das fällt für mich in die Kategorie universumswünscher. Man kann Dinge unternehmen, damit Dinge passieren. Ob sie dann wirklich passieren, liegt an vielen, vielen Faktoren.


Auch, je nach Standpunkt, von wo aus ich die Dinge betrachte.

Ich versuch's an einem Beispiel im Erzählen, vielleicht wird dann klarer, was ich meine, ok?

Wir kriegen alle Aussehen, Charaktermerkmale, Erziehung mit auf den Weg ins Leben. Manche gute, manche weniger gute. Kann man sagen, das ist unfair, aber ich seh's wie ein Blatt Karten, das man beim Pokern auf die Hand kriegt: man kann auch mit lausigen Karten gewinnen.

Als junge Frau dachte ich immer, ich wünsch mir doch nichts weiter als jemanden, der mich liebt. Stimmte nicht, obwohl der Wunsch natürlich da war. Dringender aber war das, was ich damals nicht spüren konnte, nämlich: mich selbst kennenlernen, mögen, verstehen. Das hatte Priorität. Ich fand niemanden, der mich liebt, und das war konsequent. Das hat sich geändert, als ich immer mehr zu mir gekommen bin.

Anderes Beispiel, weil das immer wieder mal geschrieben wird: "Ansprüche stellen, die man selber nicht erfüllt". Tu ich, und das voller Überzeugung. Natürlich gibt's Dinge, die mir wichtig sind und wo ich auf Übereinstimmung Wert lege, gar keine Frage. Aber wenn ich alle Ansprüche, die ich habe, selbst erfüllen würde, bräuchte ich keinen anderen Menschen, ich wäre selbstgenügsam.

Will sagen: wir haben Prioritäten, auch in dem, was wir uns wünschen. Und wir verändern uns, strahlen das auch aus, wenn wir uns selbst auf den Grund gehen. Merk ich momentan in einer Art, die mich manchmal fast umhaut. "Ich tu noch nicht": logische Konsequenz daraus.

Oder einfacher: wer jahrelang auf der Suche nach etwas ist, ohne es zu bekommen, sollte mal anfangen, ob das, was er oder sie signalisiert, wirklich das ist, was er wirklich will.
 
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