Schönes Thema, das mich früher selbst sehr beschäftigt hat
Ich war in meiner Kindheit wohl einer dieser berühmten Härtefälle, denen man alle Informationen aus der Nase ziehen musste.
In der Schule war ich immer der mit Abstand Kleinste, dazu noch Epileptiker und habe gestottert das man mich teils sehr schwer verstanden hat.
Die besten Voraussetzungen also um ein positives Selbstbild und Selbstvertrauen zu gewinnen

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Die dadurch "gewonnene" Schüchternheit hat mir auch so ziemlich jede Annäherung an das weibliche Geschlecht bis ins späte Jugendalter verhagelt.
Bei jedem sich anbahnenden Gespräch hat sich in meinem Kopf alles überschlagen nur um dann fließend in gähnende Leere und einem geschlossenem Mund über zu gehen.
Das ging bei mir sogar schon soweit das meine Stiefmutter mir im Jugendalter völlig verzweifelt eröffnete das sie sich langsam wünscht, ich würde anfangen Koks zu schnupfen damit ich mal die Zähne auseinander bekomme
Klar hat ein schüchternes Wesen viele negative Punkte, gerade wenn es um Liebe/Partnerschaft oder um einen simplen ONS geht.
Man erlebt mMn gerade Ablehnung und Ausgrenzung doch weit öfter als es bei eher extrovertierten Menschen der Fall ist.
Und wenn man sich dann doch mal so richtig in jemanden verguggt hat, landet man sehr sehr häufig in der Friendzone derjenigen Person.
Das klingt jetzt alles schlimmer als es sich dann am Ende herausstellt.
In der Regel bessert sich das drastisch, je älter und erfahrener man wird.
Dazu kommt auch, das man die Gelegenheit bekommt, die positiven Seiten dieses Wesenszugs zu erkennen.
Gerade aufgrund seiner negativen Erfahrungen hat man doch einen anderen, gesetzteren Blickwinkel auf viele Themen des Alltags, was sehr viel wert sein kann.
Ohne meine Schüchternheit wäre ich heute nicht der Nerd der ich heute bin, und hätte meine Süße heute nicht.
