Dachte es fühlt sich „gut“ an, da es meine Entscheidung war und jetzt fühlt es sich so komisch an.
Ja, das ist so.
Du hast entschieden und Du fühlst, dass Du die Verantwortung trägst.
Es gibt Paare, da macht keiner diesen Schritt "Und wenn sie nicht gestorben sind zerfleischen sie sich auch noch heute."
Es gibt Paare, die gemeinsam entscheiden und die Trennung gemeinsam regeln. Fühlt sich auch nicht gut an, wenn beide wie einst an einem Strang ziehen und sich gemeinsam bemühen, sich vernünftig und anständig zu trennen. (Auch das tut weh, wenn man fühlt wie sehr man für den anderen auf gegenseitig das Beste will und zusammensteht, in der letzten Partneraktion.)
Tja und dann gibt es Paare, wo es einen braucht, der lange grübelt, keinen Weg mehr sieht, die Konsequenz zieht und alleine steht und sagt: "Es geht nicht mehr. Hier ist Schluss."
Wenn das geschehen ist, fragt man sich als Verantwortlicher "Hat das so sein müssen?", "Hätte ich es besser/anders machen können?", "War das wirklich gerechtfertigt?"
Der Weg bis zur Entscheidung eines dringend notwendigen, in beiderseitigem Interesse stehenden, Alleingangs ist schwer und stressig.
Wenn es vorbei ist, ist es vorbei - da muss das Kopferl erst mal mitkommen - man hat es zum Wohle beider entschieden und gemacht.
Eine Beziehung ist gestorben und Abschiede tun meistens weh.
Dir alles Gute, "mach Dir keinen Kopf" wäre blödsinnig, Menschen die entscheiden, hadern meistens mit sich.
Vor allem dann, wenn es nicht hasserfüllt war, sondern zu einem Zeitpunkt, an dem es richtig, wichtig und vor allem fair ist.
Du bist in Wirklichkeit schon so weit weg - Dein/e Expartner hat es verdient, in der knappen Lebenszeit nach jemand Ausschau zu halten, der besser passt als Du.
Vielleicht kannst Du es so sehen, dass Du bei allem Zurückdenken an die schönen Zeiten weißt, dass Du auch dem/der Ex eine Tür aufmachen konntest in eine Beziehung, die ihr nicht hinbekommen hättet.