Wie fühlt ihr euch nach einer Trennung

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Hab heute eine Beziehung nach 7 Jahren beendet. Dachte es fühlt sich „gut“ an, da es meine Entscheidung war und jetzt fühlt es sich so komisch an.
Hat jemand vielleicht Tipps, wie man damit umgehen kann?
 
Mir tat es auch nach jeder Trennung (nach 8, 4 und zuletzt 15 Jahren) in der Seele weh, weil ich meinem Expartner ja keinen Schmerz zufügen will. Aber was nicht mehr passt, lässt sich auch nicht kitten. Hab zu allen noch ein gutes Verhältnis.
Das wird mit der Zeit und schau nach vorn.
 
Hab heute eine Beziehung nach 7 Jahren beendet. Dachte es fühlt sich „gut“ an, da es meine Entscheidung war und jetzt fühlt es sich so komisch an.
Hat jemand vielleicht Tipps, wie man damit umgehen kann?
Es ist nachher selten so, wie man es sich vorher vorstellt. Das ist aber in allen Dingen so, nicht nur bei Trennungen oder Beziehungen.
Wie soll man damit umgehen, ich verstehe die Frage nicht ganz.
Du hast eine Entscheidung getroffen, sei froh das Du es getan hast und lebe Dein Leben einfach weiter, oder ändere etwas, wenn Dir danach ist. Es gibt kein Patentrezept wie man mit Dingen umgeht, jeder Mensch, jede Beziehung und jede Trennung ist anders.
 
Hab heute eine Beziehung nach 7 Jahren beendet. Dachte es fühlt sich „gut“ an, da es meine Entscheidung war und jetzt fühlt es sich so komisch an.
Hat jemand vielleicht Tipps, wie man damit umgehen kann?

Naja, manche gehen exzessiv aus, treiben sich nächtelang mit Alkohol und Sex durch Bars und Kneipen, andere sperren sich zu Hause ein und leiden mehr oder weniger still vor sich hin... und wieder andere eröffnen zum Beispiel in einem Erotikforum einen Thread und versuchen beim drüber Schreiben und Lesen Gefühle und Gedanken zu sortieren. Deinen Ansatz scheinst du gewählt zu haben.
 
Da gebe ich dir recht. Leider habe ich hier sonst nicht wirklich jemanden mit dem ich drüber sprechen kann, deswegen dachte ich, dass es vielleicht hilft wenn man darüber schreibt.
 
Dachte es fühlt sich „gut“ an, da es meine Entscheidung war und jetzt fühlt es sich so komisch an.
Ja, das ist so.
Du hast entschieden und Du fühlst, dass Du die Verantwortung trägst.

Es gibt Paare, da macht keiner diesen Schritt "Und wenn sie nicht gestorben sind zerfleischen sie sich auch noch heute."
Es gibt Paare, die gemeinsam entscheiden und die Trennung gemeinsam regeln. Fühlt sich auch nicht gut an, wenn beide wie einst an einem Strang ziehen und sich gemeinsam bemühen, sich vernünftig und anständig zu trennen. (Auch das tut weh, wenn man fühlt wie sehr man für den anderen auf gegenseitig das Beste will und zusammensteht, in der letzten Partneraktion.)

Tja und dann gibt es Paare, wo es einen braucht, der lange grübelt, keinen Weg mehr sieht, die Konsequenz zieht und alleine steht und sagt: "Es geht nicht mehr. Hier ist Schluss."

Wenn das geschehen ist, fragt man sich als Verantwortlicher "Hat das so sein müssen?", "Hätte ich es besser/anders machen können?", "War das wirklich gerechtfertigt?"

Der Weg bis zur Entscheidung eines dringend notwendigen, in beiderseitigem Interesse stehenden, Alleingangs ist schwer und stressig.
Wenn es vorbei ist, ist es vorbei - da muss das Kopferl erst mal mitkommen - man hat es zum Wohle beider entschieden und gemacht.
Eine Beziehung ist gestorben und Abschiede tun meistens weh. :(

Dir alles Gute, "mach Dir keinen Kopf" wäre blödsinnig, Menschen die entscheiden, hadern meistens mit sich.
Vor allem dann, wenn es nicht hasserfüllt war, sondern zu einem Zeitpunkt, an dem es richtig, wichtig und vor allem fair ist.

Du bist in Wirklichkeit schon so weit weg - Dein/e Expartner hat es verdient, in der knappen Lebenszeit nach jemand Ausschau zu halten, der besser passt als Du.

Vielleicht kannst Du es so sehen, dass Du bei allem Zurückdenken an die schönen Zeiten weißt, dass Du auch dem/der Ex eine Tür aufmachen konntest in eine Beziehung, die ihr nicht hinbekommen hättet.
 
Ich hatte erst einmal wirklich Trennungsschmerz. Dies aber wegen meiner Tochter, nicht wegen ihrer Mutter.
Sehr kurzfristig Urlaub bekommen, mein Leben innerhalb kürzester Zeit (neue Wohnung in nicht mal 24Std in der ich heute noch wohne) neu geordnet. Dann ein paar Tage die Sau rausgelassen. Den Frust, weil ich dachte versagt zu haben, runter gespült. Der Kater war dadurch doppelt so groß.
Unter neuen Vorraussetzungen wieder angefangen zu Leben. Mein Leben zu leben.
Irgendwann werden die Gedanken ans vergangene weniger, sind aber nie ganz verschwunden.
Und nach über 20 Jahren, die wir uns nicht gesehen haben, sind meine Tochter und ich uns wieder in den Armen gelegen.

Mit der Zeit wird alles gut.
 
Das war am Ende auch mein Gedanke aber ich denke das wurde vielleicht nicht so gesehen oder es braucht einfach noch Zeit.
Es braucht Zeit und die ersten Tage sind hart, auch wenn es deine Entscheidung war.

Ich hab mich nach 19 Jahren getrennt.
Und obwohl es meine Entscheidung war und sie genau richtig und wichtig für mich war, hat es an mir in den ersten Tagen gezerrt.

Wenn es für dich das richtige war, wirds in ein paar Tagen oder Wochen viel leichter sein.
LG Tina
 
Das war am Ende auch mein Gedanke aber ich denke das wurde vielleicht nicht so gesehen oder es braucht einfach noch Zeit.
Schau, da gibt es bei vielen noch etwas, ich versuche sanft zu formulieren:

Man entfernt sich in Beziehung, in Gedanken, vielleicht auch in Taten, man weiß dass man mitunter nicht fair war und der Austausch nicht mehr so funktioniert hat, wie man es in Beziehung ansich erwartet - und man hat selbst bereits irgendwie sein eigenes Süppchen gekocht und den Partner ausgeschlossen.

Auch das kann nachher drücken, vielleicht dann wenn der Stress weg ist auch ein bisserl im Rückblick als "net so partnerschaftlich" empfunden werden. Dann kann man das zulassen, weil es eben vorbei ist. Dann kann man eigene Verfehlungen sehen, während der Trennung geht das kaum.

Positiv:
Vielleicht kommt man drauf, dass man kein Beziehungsmensch ist oder man weiß dann was man in Beziehung kann und was nicht - das sind ja alles Erfahrungswerte. Am Anfang denkt man mitunter, man könnte über die eigenen Schatten springen.

Wenn neue Beziehung, dann weiß man was man nicht mehr tun würde - das heißt natürlich nicht, dass man einen anderen Blödsinn nicht machen könnt. :)
 
Hab heute eine Beziehung nach 7 Jahren beendet. Dachte es fühlt sich „gut“ an, da es meine Entscheidung war und jetzt fühlt es sich so komisch an.
Hat jemand vielleicht Tipps, wie man damit umgehen kann?
Jede Trennung ob gewollt oder nicht (und gewollt ist sie ja auch nur weil es gescheitert ist, obwohl man es vl gern anders hätte) tut weh und macht was mit einem. Nach mehreren Trennungen von meiner Seite aus, muss ich für mich sagen, dass es immer eine Mischung aus purer Erleichterung, Befreiuung aber eben auch Traurigkeit ist. Ein Tanz der Gefühle, weil man verarbeitet und das ist normal und dauert. Hilfreich ist es grad da besonders auf seine eigenen Bedürfnisse und Grenzen zu achten, sich nicht zwanghaft (mit anderen Menschen) ablenken zu wollen und bei sich bleiben. Irgendwann kommt der Zeitpunkt wo man nur noch die Erleichterung spürt und weiß, dass es komplett richtig war zu gehen.
 
Hab heute eine Beziehung nach 7 Jahren beendet. Dachte es fühlt sich „gut“ an, da es meine Entscheidung war und jetzt fühlt es sich so komisch an.
Hat jemand vielleicht Tipps, wie man damit umgehen kann?
Es wird ein auf und ab sein. Ein auf und ab... Es ist ein PROZESS. Aber die Zeit wird es leichter machen, vertrau mir!
 
Hab heute eine Beziehung nach 7 Jahren beendet. Dachte es fühlt sich „gut“ an, da es meine Entscheidung war und jetzt fühlt es sich so komisch an.
Hat jemand vielleicht Tipps, wie man damit umgehen kann?

Mal ganz pragmatisch...

Eine Trennung - so denke ich, kann sich niemals zu 100% einfach nur gut anfühlen. Ich kenne ja den Grund nicht, weshalb ihr euch getrennt habt, weiß jedoch, dass unser Gehirn vorhersehbare Abläufe, auch wenn diese negativ behaftet sind, ziemlich gerne hat und diese dem Neuen immer vorzieht.
Du hast einen Teil deines Tagesablaufs verloren, welcher nun mit noch ungewissen Abläufen gefüllt werden muss. Dazu kommt, dass du trotzdem - auch wenn länger her, mit deiner Expartnerin noch Zukunftspläne hattest, welche nun hinfällig sind. Im Grunde kann man sagen, dass es derzeit einfach diese Ungewissheit ist, die dir und den meisten zu schaffen macht, wenn sie sich für eine Trennung entscheiden.

Wenn du sie nicht zurückhaben möchtest, fülle diese Lücken, schaff dir umgehend einen anderen - konstanten, Tagesablauf, lenk dich ab und - auch wenn es schwer fällt, kontrolliere deine Gedanken. 🤷🏼‍♂️
 
Hab heute eine Beziehung nach 7 Jahren beendet. Dachte es fühlt sich „gut“ an, da es meine Entscheidung war und jetzt fühlt es sich so komisch an.
Hat jemand vielleicht Tipps, wie man damit umgehen kann?
Wurde deine Entscheidung von dir deswegen getroffen (bloß) weil du dachtest, es würde sich dann "gut" anfühlen, könnte es wohl länger dauern mit dem verarbeiten.
Lag deiner Entscheidung der Schuß zu Grund, dass es das einzig richtige sei sich zu trennen, kann es aber bedeutend schneller klappen mit dem Aufarbeiten deines aktuellen Gefühles.

Alles Gute dir, das du das für dich richtige machen kannst. ;)
 
Hab heute eine Beziehung nach 7 Jahren beendet. Dachte es fühlt sich „gut“ an, da es meine Entscheidung war und jetzt fühlt es sich so komisch an.
Hat jemand vielleicht Tipps, wie man damit umgehen kann?
Alles nicht so schlimm, wie man im Moment denkt. Im Moment sieht man sich wie in Kaninchen im Bau vor Angst erstarrend. Wenn man aber merkt, dass nun Platz für neue Erfahrungen und Menschen ist, kann das Ganze zu einer interessanten Reise werden. Ich hatte im Leben drei relevante Beziehungen. Die Erste beendeten wir gemeinsam (nach zwei Jahren), die Zweite ich (nach vier Monaten) und die Dritte er (nach 14 Jahren). Und meist war der Grund ein anderer Mensch. Es stellte sich heraus, dass wohl keiner meiner Partner und auch ich gut Beziehungen kappen können - möglicherweise ist die Sehnsucht nach Harmonie größer, als sich einzugestehen, dass da keine Liebe mehr da ist und eine Beendigung der Beziehung doch die bessere Entscheidung wäre. Ich und auch meine Partner haben dazu immer eine Motivation durch eine neue Liebe gebraucht - oder halt a G'spusi. Ich fand das recht interessant, vor allem, was es aus mir gemacht hat.

Eine Trennung ist immer auch der Beginn eines neuen Weges und es ist gut, einfach mal den ersten Schritt in diesem neuen Weg zu gehen. Mit den Jahren betrachtet man Beziehungen anders, wichtiger werden indes Freundschaften und enge Familienmitglieder. Partner oder die des Wege kreuzenden Spielgefährten sind nur aufflackernde Lichter, perfekt für Zwischendurch. Die echte Beständigkeit und Ruhe finde ich in den Menschen, die jahrelang an meiner Seite sind und mich selbst nach 20 Jahren noch gut aushalten können - und die lassen sich an einer Hand abzählen.
 
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