deine Vermutung … a) woher hast du das - b) gabs damals sicher eine Menge Leute die nicht mal lesen konnten oder sich das Buch gar nicht leisten konnten oder wollten.
im Nachhinein weiss man immer alles besser also bitte quäl mich nicht .
"Der Historiker Othmar Plöckinger veröffentlichte 2006 ein Werk, in dem er der lange herrschenden Meinung widersprach,
Mein Kampf sei zwar weit verbreitet, aber wenig gelesen worden.
[21] Das Buch fand Resonanz beispielsweise in der
Geschichtswissenschaft,
[22] in Feuilletons
[23][24] und in der evangelischen Kirche. Laut Plöckinger wurde
Mein Kampf vor der „Machtergreifung“ und der kostenlosen Verteilung 241.000 mal verkauft;
[25] die Exemplare in Bibliotheken waren zeitweise sehr gefragt.
[26]"
Nochmal: bitte geh in die Bibliothek und bilde dich weiter, deine Fehlinformationen zur Geschichte Österreichs sind erschreckend.
Die Schulpflicht in Österreich gibt es seit dem 18. Jahrhundert (wurde von Maria Theresia eingeführt, schon mal von ihr gehört?). In den 20er Jahren konnten die allermeisten Menschen in Österreich lesen, und mein Kampf wurde sowohl zahlreich gekauft, als auch verschenkt und aus Bibliotheken ausgeliehen.
Also: die Menschen haben gewusst, wer die Nazis sind, was sie denken, was sie vorhaben. Sie haben es im Buch gelesen, sie haben es, vor allem in Wien, ab dem ersten Tag hautnah erlebt. Der Zeitzeuge Friedrich Zawrel (google ihn, es wird bald ein Platz in Wien nach ihm benannt) war zur NS-Zeit ein Schulkind: er gab an, dass selbst Schulkinder einander mit Sätzen wie "Du Judensau, du kommst sicher ins KZ!" beschimpften. Also tut mir Leid, aber du musst damit klarkommen, dass die Österreicher keine armen Menschen waren, die verführt worden sind oder nichts gewusst haben. Nein, sie haben es gewusst, und ganz viele haben es super gefunden. Sonst hätten sie nicht ohne Widerstand Hitler einmarschieren lassen um ihn dann zu Tausenden am Heldenplatz zu bejubeln.
Ist unsere Generation deshalb schuldig? Nein. Aber wir haben die verdammte Pflicht, dafür zu sorgen, dass sich die Geschichte nicht wiederholt! Deswegen mein Vorschlag, dass wir nicht eine Partei wie die FPÖ wählen, die historisch aus den Erben der Nazis entstanden ist (aus dem Verband der Unabhängigen, kurz VdU, google it!) und klare Verbindungen ins Neonazi-Milieu hat.