"Unverbindlicher Sex"...

Würden alle Menschen diese emotionale Bindung dringend benötigen, gäbe es keine Swingerclubs, "das Swingen" per se, Partnertausch uvm.
Klar mag das nicht jede/r - und das soll auch so sein.
Klingt plausibel, was du schreibst und doch widerlegt die Existenz von z.B. Swingerclubs nicht, dass Menschen emotionale Bindung brauchen bzw. benötigen. @Mitglied #231673 hat das hier auch wunderbar an einem eigenen Bsp. beschrieben.

Ich frage mich, wie das zu dem Ausspruch passen soll, den man oft hört: Wir wollen doch alle geliebt werden. Erst vor ein paar Tagen hier gelesen.
Nähe bedeutet immer auch Entlarvung....
 
Klingt plausibel, was du schreibst und doch widerlegt die Existenz von z.B. Swingerclubs nicht, dass Menschen emotionale Bindung brauchen bzw. benötigen. @Mitglied #231673 hat das hier auch wunderbar an einem eigenen Bsp. beschrieben.

Ich frage mich, wie das zu dem Ausspruch passen soll, den man oft hört: Wir wollen doch alle geliebt werden. Erst vor ein paar Tagen hier gelesen.
Nähe bedeutet immer auch Entlarvung....

Es geht hauptsächlich drum, dass Verallgemeinerungen ganz grundsätzlich problematisch sind.
Wenn eine Person selbst die emotionale Bindung für den Sex immer braucht, dann sind Swingerclubs für diese Menschen
einfach nicht das passende Ort.
Andere haben dort aber dennoch viel Spaß beim Sex mit Menschen die sie vorher gar nicht oder nur kaum kannten.

Zum Glück ticken nicht alle Menschen gleich, und das auch nicht immer.
Ich selbst hatte Phasen im Leben, wo ich viel lieber der "Lover nebenbei" war,
und einfach den Sex mit der Spielpartnerin genossen habe,
den sie daheim offenbar nicht in der von ihr gewünschten Form erhielt.

Ebenso hatte ich Lebensphasen die von Sex gepaart mit großer Verliebtheit gekennzeichnet waren.

So what?
 
Klingt plausibel, was du schreibst und doch widerlegt die Existenz von z.B. Swingerclubs nicht, dass Menschen emotionale Bindung brauchen bzw. benötigen. @Mitglied #231673 hat das hier auch wunderbar an einem eigenen Bsp. beschrieben.

Ich frage mich, wie das zu dem Ausspruch passen soll, den man oft hört: Wir wollen doch alle geliebt werden. Erst vor ein paar Tagen hier gelesen.
Nähe bedeutet immer auch Entlarvung....
Du siehst in dem Statement einen Konflikt, wo de facto keiner ist.

Es kann Phasen im Leben geben, wo man aktuell einfach keine tiefergehende emotionale Verquickung haben möchte.

Ebenso können flüchtige, hauptsächlich aufs sexuelle beschränkte Begegnungen eine willkommene Ergänzung und Abwechslung zu tiefen langjährigen emotional/partnerschaftlichen Beziehungen sein.
 
Du siehst in dem Statement einen Konflikt, wo de facto keiner ist.
Nein, ich versuche zu verstehen.
Manche Menschen können Bindung von Sex entkoppeln und manche müssen es.
Ein reifer Umgang damit sieht anders aus, als ein defensiver.
Ich denke nicht, dass eine reifer Umgang damit der momentanen Norm entspricht. Das heißt ja nicht, dass es nie möglich sein wird.
Es wäre wünschenswert, ja, und es ist gut, dass Menschen dies auf unterschiedliche Weise ausprobieren können und auch die Möglichkeiten dazu bestehen.
Die starren moralischen Ansichten haben sich dahingehend bereits verschoben. Was ich als begrüßenswert empfinde.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist einem klar, dass man auch diese Menschen weiter als Teil seines Lebens tragen wird und man sie nicht einfach so abschütteln kann?
klar ist das klar. ob es aber zu weiteren verbindlichkeiten oder bindungen kommt, hängt halt von anderen faktoren ab.
ausser, der erste sex war so schlecht, dass alles weitere gar nimmer in frage kommt🙈😅
Wozu reduziert man freiwillig sein eigenes Menschsein?
sex mit einem (noch) fremden menschen sehe ich alles andere als eine reduzierung. im gegenteil, es ist eine erweiterung, (wieder) eine neue erfahrung.

es is halt a unterschied, ob ma mit wem sex hat weil ma die gerson grad geil findet oder es selber grad ist... oder ob da doch eine (mögliche?) emotionale bindung dahintersteckt 🤷‍♂️
 
Hi

Klingt plausibel, was du schreibst und doch widerlegt die Existenz von z.B. Swingerclubs nicht, dass Menschen emotionale Bindung brauchen bzw. benötigen.

soll sie auch nicht. Er schrieb ja nur über die Bindung zum Sexualpartner.



Ich frage mich, wie das zu dem Ausspruch passen soll, den man oft hört: Wir wollen doch alle geliebt werden. Erst vor ein paar Tagen hier gelesen.
Nähe bedeutet immer auch Entlarvung....

Jede entscheidet selbst, von wem sie geliebt und von wem sie gevögelt werden will. Das eine schließt das andere nicht aus.

LG Tom
 
Ich versuche noch etwas rudimentär das Thema Swingerclub vs. Bedürfnis nach Liebe aufzudröseln 😉:

Ich sehe im Swingerclub Menschen, die sich amüsieren - unterhalten, essen, trinken, tanzen, Menschen, die Intimität und Wärme auch ausserhalb des sexuellen Kontext miteinander teilen. Es kann sich sehr vertraut und gemeinschaftlich anfühlen und wenn auch nicht das Bedürfnis nach Liebe, so doch das Bedürfnis nach Nähe zu anderen Menschen stillen.

Unverbindlicher Sex ist ein Widerspruch.

Nein, ist es nicht zwangsläufig.

Nicht moralisch – biologisch und psychologisch. Dabei werden Bindungsprozesse aktiviert.
Ob wir wollen oder nicht.

Nein, nicht zwangsläufig.

Sex ist maximale Verletzlichkeit: nackt, geöffnet, im Ausnahmezustand.

Eine SW-Kollegin sagte einmal sinngemäss:
„Ich empfinde keine Entblössung meiner Seele und kein Verschenken meines Innersten, wenn ein Penis in mich eindringt.
Es ist ein körperlicher Moment, der sich gut anfühlt, klar und gegenwärtig, ohne etwas von mir zu nehmen.“

Sex ist nicht immer gleichzusetzen mit Verletzlichkeit, kann im Gegenteil auch Ausdruck von Freiheit, Lust, Lebensfreude und Selbstbemächtigung sein.

Das sehe ich sowohl bei meinen tollen Kolleginnen in der Sexarbeit als auch den tollen Damen im Swingerclub.

Das Emotionale in uns reagiert

Das tut es immer.

Tun wir so, als sei das neutral, entsteht innerer Konflikt: Ein Teil bindet. Ein Teil flieht.
Das macht müde. Unklar. Hungrig.

Weder Bindung noch Flucht.
Dankbarkeit für die wertschätzende Intimität, die man miteinander teilen durfte und die gelassene Einsicht, dass dieser Moment einzigartig war und sich in dieser Form vielleicht nie wieder wiederholen wird.

Die Lösung ist nicht Moral, sondern Bewusstheit: Mit wem. In welcher Qualität. Mit welchem Maß an Vertrauen.

Ja, das gilt eigentlich immer.

Sexualität kann nähren. Aber nicht, wenn sie als folgenlos verkauft wird.

Doch, auch dann. Wichtig ist,
die emotionalen Erwartungen an die andere Person im Vorhinein zu klären.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein, ich versuche zu verstehen.
Mein Eindruck ist, du versuchst es nicht zu verstehen, sondern deine Meinung anderen aufzwingen. Es wurden hier viele Beispiele genannt, die deine These widerlegen - aber auch bestätigen.

Jeder Mensch will geliebt werden (stammt übrigens von mir), aber Liebe hat unendlich viele Definitionen und Dimensionen. Liebe kann auch Verbundenheit zu Anderen bedeuten, Liebe kann aber auch die Liebe zu sich selbst sein, Liebe kann auch in der Arbeit gefunden werden, indem man für gute Leistungen, Ideen bestätigt und gefördert wird. Liebe kann Familie, Freunde und Allys sein. Jede Beziehung, seien sie noch so flüchtig, sind immer auch mit Liebe verbunden. Liebe zum Menschen, jemand, der/die ehrenamtlich in Hospizen/Altenheimen oder ähnliche Institutionen arbeiten. Liebe ist, einem Fremden ein Getränk oder Essen zu spendieren, die/der es sich nicht leisten kann. Liebe ist, wenn ich mit den Hunden der NachbarIn Gassi gehe, weil er/sie es nicht mehr alleine kann. Liebe ist oft ein tröstendes Wort, wenn mal wieder alles scheiße läuft. Liebe ist ein Danke für einen schönen Moment oder eine schöne Begegnung.

Es gibt eine Szene bei Sex&The City, wo Samatha mit ihrem langjährigen Freund Schluss macht, der sie durch eine schwere Zeit begleitet und gestützt hat. Sie hat gemerkt, dass sie kaum noch etwas gemeinsam haben. Sie sagt: Ich liebe dich, aber mich liebe ich mehr! - Ich fand das sehr aussagekräftig, weil es genau darum geht, warum Beziehungen halten und nicht halten. Verliert man sich ganz im Partner, sodass für sich selbst nichts mehr übrig bleibt, oder suche ich wieder den Weg zu mir zurück?

Anstatt, dass wir uns ständig fragen, wie wir anderen gefallen (Optimierung des Körpers, Fuckable bleiben) können oder welche Erwartungen wir an anderen haben, sollten wir uns selbst fragen: Liebe ich mich genug selbst, dass ich meine Liebe auch mit anderen teilen kann? Passt es grad? Fühl ich mich so frei, dass ich mich einer (oder mehreren) Person(en) widmen kann?

Jede/r hier wird alle diese Fragen ganz individuell beantworten können und alles wird richtig für diese Person sein.
 
Völlig emotionslos und unverbindlich wie z.B. in Swingerclubs, ist nicht so mein Ding. Da muss auf der persönlichen Ebene schon eine gewisse gegenseitige erotische Sympathie vorhanden sein, wenn auch nur sporadisch. Je nach Gelegenheit/ Bedürfnis. Dann lasse ich mich auch gerne mal "benutzen". Und es ist jedes mal ein Sex der besonderen Art, gerade weil es nur als ein "Freundschaftsdienst" und ohne Liebe empfunden und auch so gewertet wird.
 
Unverbindlicher Sex= I such wen zum gratis drüber nudeln, egal wie sie/er ausschaut, Hauptsache Loch ist Loch... am besten der andere organisiert das ganze Treffen, ich brauch nur "kommen" und sonst nix machen (also für den überwiegenden Anteil der Männlichkeit)
doch musst was machen: am Rücken legen und Beine breit machen. Das genügt doch den untersexten EF-Männern?
 
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