"Unverbindlicher Sex"...

Mein Eindruck ist, dass hier "Unverbindlichkeit" mit "Beliebigkeit" gleich gesetzt wird. Das kann mitunter eine recht einseitige Betrachtungsweise ergeben. Jemand, der unverbindlich aber mit Anspruch datet, datet nicht beliebig und verantwortungslos. Das trifft im übrigen auch für die Sexarbeit zu.
 
die einem auserwählten Kreis von Menschen zugänglich ist.
So ein Blödsinn.
Bei Dir schwingt da für mich schon wieder eine "Bewusstheit" mit rein
Und weil das bei dir mitschwingt, soll ich mich deiner Ansicht nach wie ausdrücken, damit du dich wohlfühlst? Ich bin nicht hier zum Kuscheln.
Sie bleiben trotzdem vollwertige Menschen.
Ja.
 
Eigentlich bedeutet ja "unverbindlich"

"""keinerlei bindende Verpflichtung aufweisend""".

Ob nun Gefühle beim gelegentlichen Sex auftreten ist eine andere Frage. So kann/ sollte auch der leidenschaftlichste Sex in diesem Sinne keinerlei Verpflichtung bedeuten. Selbst bei Paaren nicht.

Grundsätzlich kann/ sollte alles Geben und Nehmen im Sinne von "Schenken" unverbindlich sein. Ist aber leider nicht immer so. Und sich "Liebe erkaufen wollen" pervers.
 
Und weil das bei dir mitschwingt, soll ich mich deiner Ansicht nach wie ausdrücken, damit du dich wohlfühlst?
Ich fühle mich ganz unabhängig von dem was Du schreibst wohl. Ich lebe ein freies Leben, so wie es mir gefällt, habe gesunde Kinder, eine tolle Frau, gute Freunde, einen coolen Job, ich bin dankbar, mein Leben ist gut zu mir.
So ein Blödsinn.
Was meinst Du dann? Bewusstheit entsteht Ansatzweise in der Regel bereits im Bauch und, ab ca 18 Monaten erkennt man sich im Spiegel, ab ca. 3 Jahren begreift man, dass man ein eigenständiges Wesen mit einem eigenen Willen ist.
Wie oder besser worauf begründest Du die Idee, dass man irgendetwas tun könnte um "sein Menschsein zu reduzieren"?
Wozu reduziert man freiwillig sein eigenes Menschsein?

Es ist schön wenn du das als mysteriöses Wunder siehst, auch wenn es, verglichen mit Quantentechnologie, Molekularbiologie und dem was uns sonst noch so im Universum begegnet mMn total banal ist.
Alles was Menschen tun können oder getan haben kann mich faszinieren.
Selbst die Grausamkeit mit der Menschem agieren können sind auf eine seltsame Weise wunderbar, verglichen mit dem was andere Tiere tun. Auch wenn ich es abgrundtief böse finde.
Ist "Gutes, Böses und Dummes" zu tun und zu definieren nicht vielmehr etwas, was Menschsein überhaupt erst ausmacht?
Kein anderes Tier das wir kennen scheint das zu tun oder zu können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es bleibt immer was verbindendes. Sicher bei der einen oder anderen etwas intensiver. Das hat etwas mit Respekt und Achtung zu tun. Egal ob SW oder Bekannte. Bin schön öfter auch mit einer SW hinterher auf einen Spaziergang oder einen Kaffee gewesen. Ganz normale Gespräche als wärs eine Cousine. Ich find's als Bereicherung sich von den Klischees abzukoppeln. Das Mensch zu Mensch ist mir sehr wichtig. Etwas was mir "steril" erscheint kommt für mich überhaupt nicht in Frage.
 
Es bleibt immer was verbindendes. Man schmeckt sie ja auch gern. Sicher bei der einen oder anderen etwas intensiver. Das hat etwas mit Respekt und Achtung zu tun. Egal ob SW oder Bekannte. Bin schön öfter auch mit einer SW hinterher auf einen Spaziergang oder einen Kaffee gewesen. Ganz normale Gespräche als wärs eine Cousine. Ich find's als Bereicherung sich von den Klischees abzukoppeln. Das Mensch zu Mensch ist mir sehr wichtig. Etwas was mir "steril" erscheint kommt für mich überhaupt nicht in Frage. Ich weiß dass es viele oder viel zu viele gibt, die sich auf so eine Art auch zum Deppen machen lassen. Das ist aber nicht mein Bier. Kann höchtens nur lächelnd mein Bedauern zum Ausdruck bringen.
 
Es bleibt immer was verbindendes. Man schmeckt sie ja auch gern. Sicher bei der einen oder anderen etwas intensiver. Das hat etwas mit Respekt und Achtung zu tun. Egal ob SW oder Bekannte

Ich find's als Bereicherung sich von den Klischees abzukoppeln. Das Mensch zu Mensch ist mir sehr wichtig. Etwas was mir "steril" erscheint kommt für mich überhaupt nicht in Frage. Ich weiß dass es viele oder viel zu viele gibt, die sich auf so eine Art auch zum Deppen machen lassen.

Berührend, was du schreibst.

Privat hat mich der flüchtige Reiz des Unverbindlichen nie wirklich angezogen.

Vielleicht liegen mir gerade deshalb in der Sexarbeit, die von aussen schnell als kühl oder seelenlos missverstanden wird, die Themen Respekt und Achtung besonders am Herzen – als leiser, aber tragender Grundton jeder Begegnung.

Selbst dort, wo es vordergründig um schnellen, unverbindlichen Sex geht, entstehen mitunter überraschende Momente echter Nähe. Zwei eigentlich Fremde begegnen einander ohne Masken, für einen Augenblick fallen Schutzschichten und Nachdenklichkeit, Verletzlichkeit und Schmerz dürfen Raum bekommen. In solchen Augenblicken zeigt sich etwas zutiefst Menschliches.

Solche Begegnungen, in denen keiner als Depp zurückbleiben muss – getragen von einer ganz eigenen Würde – immer wieder erleben zu dürfen, kompensieren die Schattenseiten der Sexarbeit und erfüllen mich mit Dankbarkeit und Demut.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mein Eindruck ist, dass hier "Unverbindlichkeit" mit "Beliebigkeit" gleich gesetzt wird. Das kann mitunter eine recht einseitige Betrachtungsweise ergeben. Jemand, der unverbindlich aber mit Anspruch datet, datet nicht beliebig und verantwortungslos. Das trifft im übrigen auch für die Sexarbeit zu.
Naja .. und bei "der Abwechslung halber" .. wird's dann Kompliziert :mrgreen:
 
Wie oder besser worauf begründest Du die Idee, dass man irgendetwas tun könnte um "sein Menschsein zu reduzieren"?
Die Wahrheit: Die Option stand nie zur Auswahl. Was in weiterer Folge ein Meer an Möglichkeiten eröffnet. Das nennt sich wohl Freiheit und nüchtern gesprochen:

Nicht alle gehen hindurch.
Nicht alle müssen.
Nicht alle wollen.

Ein schöner Fred geworden, wie ich finde :love: So habe ich ihn mir gewünscht. Schönen Abend euch allen hier so fleißig mitarbeitenden Menschen von meiner Seite gewünscht.
 
Berührend, was du schreibst.

Privat hat mich der flüchtige Reiz des Unverbindlichen nie wirklich angezogen.

Vielleicht liegen mir gerade deshalb in der Sexarbeit, die von aussen schnell als kühl oder seelenlos missverstanden wird, die Themen Respekt und Achtung besonders am Herzen – als leiser, aber tragender Grundton jeder Begegnung.

Selbst dort, wo es vordergründig um schnellen, unverbindlichen Sex geht, entstehen mitunter überraschende Momente echter Nähe. Zwei eigentlich Fremde begegnen einander ohne Masken, für einen Augenblick fallen Schutzschichten und Nachdenklichkeit, Verletzlichkeit und Schmerz dürfen Raum bekommen. In solchen Augenblicken zeigt sich etwas zutiefst Menschliches.

Solche Begegnungen, in denen keiner als Depp zurückbleiben muss – getragen von einer ganz eigenen Würde – immer wieder erleben zu dürfen, kompensieren die Schattenseiten der Sexarbeit und erfüllen mich mit Dankbarkeit und Demut.
Du hast das sehr schön beschrieben. Es ist meine Art auf emphatische Weise einem Menschen zu begegnen. Besonders wenn es um das intimste geht. Deswegen berührt es mich ebenso mit Demut und Dankbarkeit. So wird es ein schönes und wohltuendes Erlebnis. Der eigentliche Sinn der Sache. Danke für dein wunderschönes Statement.
 
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