Tantra Massagen - was ist das genau?

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Ich lese öfter mal was von den Tantra Massagen. Das klingt irgendwie recht esoterisch und wird trotzdem meist mit erotik bzw sexarbeit genannt. Jetzt ist meine Frage: um was genau handelt es sich und warum fällt es unter sexarbeit?

Damit jeder Leser hier noch was davon hat: hast du schon mal eine solche massage bekommen / gegeben? Was kannst du berichten?

(ps: klar könnte ich einfach alles googlen, will aber auch Folgefragen stellen können und eine persönliche Erklärung bekommen)
 
dennoch solltest zuerst mal googeln!
und wenn dann noch Fragen auftauchen hier fragen!

bitte keine kompletten webseiten reinkopieren, ein link reicht völlig > Tantra – Wikipedia

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Tantra (Sanskrit तन्त्र, neutrum, „Gewebe, Kontinuum, Zusammenhang“) ist eine Strömung innerhalb der indischen Philosophie und Religion, entstanden als zunächst esoterische Form des Hinduismus und später des Buddhismus (vgl. Vajrayana) innerhalb der nördlichen Mahayana-Tradition. Die Ursprünge des Tantra beginnen im 2. Jahrhundert, in voller Ausprägung liegt die Lehre jedoch frühestens ab dem 7./8. Jahrhundert vor. Im Buddhismus ist auch der Begriff Tantrayana gebräuchlich (Tantrayāna, „Fahrzeug der Tantra-Texte“).
Das Wort Tantra wird manchmal von der Sanskrit-Wurzel tan ‚ausdehnen‘ abgeleitet. Tantrismus bedeutet somit auch allumfassendes Wissen oder Ausbreitung des Wissens. Andere Übersetzungen lauten: ‚Gewebe‘, ‚Kontinuum‘, ‚Zusammenhang‘, ‚Lehrwerk‘ etc.
Inhaltsverzeichnis
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Ursprünge und Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die Ursprünge des Hindu-Tantra liegen in verschiedenen Einflüssen des frühen Mittelalters in Indien. Diese sind die südasiatische dämonologische Tradition, lokale und volkstümliche Einflüsse und die Einflüsse religiöser Sekten wie den Pashupatas, die neue religiöse Rituale und Lehren einführten, die nicht-vedisch waren.
Das mittelalterliche Tantra diente häufig dazu, einen König, der aus niederen Kasten stammte oder ausländischer Herkunft war, durch Rituale zu legitimieren, die ihm im vedisch-orthodoxen Ritual nicht zugänglich waren. Auf diesem Wege sind in das Hindu-Tantra Praktiken eingeflossen, die die rituelle Transformation des Praktizierenden in einen Gottkönig zum Ziel haben, der ein Pantheon von Göttern und Dämonen regiert und dessen Palast in der Mitte des Mandalas angesiedelt ist. Trotz dieser Bezogenheit auf einen Herrscher waren die wenigsten Tantriker Könige.
In ländlichen Gebieten und in Indonesien ähnelt der Tantrismus stark schamanistischen Religionen. Tantriker haben hier die Aufgabe, die Horden von Dämonen zu kontrollieren, die sich schädlich auf Menschen, das häusliche Umfeld und die Landwirtschaft auswirken können. Zu diesem Zweck werden die tantrischen „Herrscher des Geistes“ in Besessenheitstrance angerufen, Exorzismen und Zauberei ausgeführt. Diese finden auch mithilfe von Beschwörungsformeln und Zaubersprüchen statt. Gleichfalls gibt es Rituale und Opferungen. Diese Formen des Tantrismus sind jeweils lokal und regional begrenzt und besitzen kaum theoretische oder doktrinäre Aspekte.
Die frühe tantrische Literatur bezieht sich zu größeren Teilen auf diese Dämonologie und in bestimmten Texten, in denen man unterschiedliche Schichten ausmachen kann, wird diesen Praktiken erst Metaphysik und Praxis in Bezug auf spirituelle Ziele beigelegt.
Diese metaphysischen und spirituellen Lehren waren nur der Elite der Tantriker vorbehalten, unter denen sie in die Praxis umgesetzt wurden. Solche Eliten waren z. B. Könige, Aristokraten und bestimmte Brahmanengruppen. Deshalb reflektieren die Lehren des Tantrismus die Belange solcher Eliten, z. B. Aspekte von Macht und den Erwerb von Macht, weltlicher und spiritueller, übernatürlicher Macht. Tantrische Lehren beziehen sich zum Beispiel auf Machtverhältnisse zwischen Menschen und übernatürlichen Wesen, gleichfalls aber auch auf soteriologische, ontologische und metaphysische Reflexionen. Ab dem 8. Jahrhundert entstand so ein tantrischer Kanon, der – in Sanskrit geschrieben – von diesen Eliten geschaffen und rezipiert wurde. Diese Schriften gehören alle dem Sekten-Hinduismus an, d. h., man kann sie dem Vishnuismus, dem Shivaismus oder dem Shaktismus zuordnen, und es ist immer eine der Formen der Hauptgottheiten, Vishnu, Shiva oder Shakti (Devi), die als höchste Gottheit einer göttlichen Hierarchie übergeordnet ist.
Die Hauptsekten dieser Form des Tantrismus sind:
  1. Schulen und Sekten des kaschmirischen Shivaismus wie Krama, Trika, Shrividya
  2. Shaiva Siddhanta
  3. die Shakta-Kubjika-Sekte
  4. die vishnuitisch-shaktische Sahajiya-Schule und andere regionale Sekten
  5. vishnuitische Pancaratras.
Die verschiedenen tantrischen Sekten haben oft gemeinsame Gottheiten, wie z. B. Kali, Chamunda und Svacchanda Bhairava (einer Form von Shiva) in Kaschmir, sowie Tripurasundari, die in Kaschmir, Tamil Nadu und Nepal verehrt wird. Mythologien des Tantra, Pantheons und Metaphysik sind im gesamten Tantrismus in großer Fülle vorhanden. Mythologie und Pantheons werden häufig in Skulpturen und Malereien dargestellt und bilden Gottheiten, übernatürliche Wesen, Dämonen und Tantriker ab. Ein besonderes Merkmal dieser tantrischen Kunst ist es, dass häufig der Geschlechtsakt abgebildet wird. Trotz der Fülle an Göttern und Entitäten steht nicht ein polytheitisches Pantheon im Vordergrund der tantrischen Lehren, sondern es geht darum, dass der einzelne ein Verhältnis zum Einen, nämlich zur obersten Gottheit hat. Dieses Verhältnis wird metaphysisch als Bhedabheda (Einheit in Unterschiedlichkeit) bezeichnet. Diese Einheit ist es, die zu Jivanmukti (Befreiung) führen soll. Tantrische Praktiken streben sowohl danach, Macht über übernatürliche Wesen zu haben oder Macht verliehen zu bekommen, als auch danach, zu erkennen, dass diese Gottheiten und Wesen letztendlich eins sind mit dem transzendenten Selbst der obersten Gottheit, das auch das Selbst des Tantrikers ist.
In diesem Sinne bezieht sich die tantrische Metaphysik auf Emanationen des Göttlichen. Diese Emanationen werden in den meisten tantrischen Lehren auf 36 Tattvas (Kategorien) bezogen, die von den 25 Tattvas der Samkhya-Lehren abstammen.
Diese 36 Tattvas beziehen sich beispielsweise auf Gottheiten, Bewusstseinszustände, Vibrationen von Mantras, den yogischen Energiekörper und Guru-Linien. Dabei werden diese Tattvas als Einheit angesehen, die vom Überweltlichen bis in die Alltagswelt emanieren. Eine Internalisierung dieser Tattvas findet dann in der tantrischen Praxis durch Yoga und Meditation, Mantras und Visualisierungen statt. In der Geschichte des Tantra ist so für die indische Kultur besonders bedeutend gewesen, dass das heutige Yoga (z. B. Hatha-Yoga und Kundalini-Yoga) aus diesen tantrischen Praktiken im 9. bis 12. Jahrhundert entstanden ist.[1]
Hinduistische Tantra-Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Der Begriff Tantra bezeichnete ursprünglich eine Literaturgattung, Tantras oder auch Agamas, die nach-vedisch ist.
Die hinduistische Tantra-Literatur kommt im Allgemeinen in zwei Hauptformen vor. Entweder handelt es sich um Offenbarungstexte anonymer Autoren, die häufig in Dialogform zwischen Gottheiten wie Shiva und Kali oder Vishnu und Lakshmi stattfinden, oder es handelt sich um Texte einzelner Autoren, die Kommentare, Kompendien oder Leitfäden zu Offenbarungsschriften der Tantra-Literatur verfasst haben. Diese beziehen sich auf Praktiken und Prinzipien des Tantrismus. Die meisten dieser Texte wurden zwischen dem 8. und 12. Jahrhundert verfasst. Diese Literatur wird als Tantra-Shastra bezeichnet.
Während die Offenbarungstexte in Bezug auf Sanskrit nicht allzu elaboriert sind, enthalten die Tantra-Shastras besonders hochsprachliche Texte. Die Tantra-Shastras behandeln eine Fülle von unterschiedlichen Inhalten. Sie beziehen sich z. B. auf Mantren und Stotras, auf Anweisungen zur Ausführung von Ritualen, doktrinäre Unterweisungen, Philosophie, Kommentare und Hagiographien.
Zumeist wird die tantrische Literatur entweder dem Shivaismus, dem Vishnuismus oder dem Kaula (Shivaismus-Shaktismus) zugeordnet.
Vishnuitische Tantras werden häufig auch Samhitas genannt, shivaitische Tantras bestehen aus Agamas, Tantras und Samhitas. Die Shaiva-Shakta-Texte tragen neben dem Titel 'Tantra' eine Fülle von unterschiedlichen Namen, z. B. das Tripura Upanishad oder Jayadratha Yamala. Kaula-Tantra werden nur diejenigen Texte genannt, die den Eingeweihten zugänglich sind.
Den tantrischen Schriften verwandte Texte, die teilweise inhaltlich übereinstimmen, sind z. B. die Texte des Hatha-Yoga, der indischen Alchemie und einige Puranas wie das Agni Purana und das Kalika Purana.[2]
Lehren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Der Tantrismus ist eine Erkenntnislehre, die auf der Untrennbarkeit des Relativen und des Absoluten basiert. Der Tantrismus betont die Identität von absoluter und phänomenaler Welt. Das Ziel des Tantrismus ist die Einswerdung mit dem Absoluten und das Erkennen der höchsten Wirklichkeit. Da angenommen wird, dass diese Wirklichkeit energetischer Natur ist und Mikrokosmos und Makrokosmos verwoben sind, führt der Tantrismus äußere Handlungen als Spiegel innerpsychischer Zustände aus. Da Geist und Materie als nicht vollständig geschieden angesehen werden, ist der hinduistische Tantrismus diesseitsbejahend und benutzt psycho-experimentelle Techniken der Selbstverwirklichung und Erfahrung der Welt und des Lebens, deren Elemente als positive Dimensionen erfahren werden sollen, in denen sich das Absolute offenbart. Tantra stellt sich also hauptsächlich als spiritueller und mystischer Weg dar, der auf metaphysischen Annahmen beruht.
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Bija-Mantren, die das jeweilige Chakra dominieren (von oben): Om, Om, Ham, Yam, Ram, Vam, Lam
Der heutige Tantrismus stammt aus dem 17. Jahrhundert und stellt sich als eine Sammlung ritueller Techniken dar, die sich auf göttliche Entitäten, häufig Göttinnen, beziehen, um verschiedene Kräfte zu erreichen. Die Ziele der tantrischen Riten sind Bhukti, Macht über das Diesseits, Siddhi, übernatürliche Kräfte, und Jivanmukti, die Befreiung durch Vergöttlichung.
Der Tantrismus ist durchdrungen von okkulten und magischen Vorstellungen. Sehr ausgeprägt sind Ritual und Kult, da die Befolgung esoterischer Stufenwege zur Erkenntnis und Erleuchtung zentral für die religiöse Praxis ist. Von Bedeutung ist die Einweihung (diksha, abhisheka) und die Unterstellung des Schülers (cela) unter einen kundigen Lehrer oder Meister (Guru), der diesem auf dem spirituellen Weg behilflich ist.
Die Hauptelemente des Tantrismus sind:
  • Die Darstellung und Vergegenwärtigung geistiger Prinzipien mittels sexueller Symbolik, da angenommen wird, die Polaritäten aktiv und passiv, bzw. weiblich und männlich, bildeten durch ihre Wechselwirkung das Universum. Shiva, das männliche Prinzip, gilt als passiv und Shakti, das weibliche Prinzip, als aktiv.
  • Das System feinstofflicher Energiezentren (Chakras) und -kanäle (Nadis), auf denen die yogischen und meditativen Praktiken basieren, wie z. B. das körperliche Kundalini-Yoga, die Visualisation von Gottheiten oder die sexuelle Vereinigung:
  • Die Arbeit mit geometrischen Symbolen wie Mandala und Yantra als Ausdruck des Makro- und Mikrokosmos
  • Das Arbeiten mit Mantras und Mudras
  • Die Transformation der Körperzentren in geistige Orte durch Mantras und Symbole
  • Das Einfließen magischer Vorstellungen
Nach der folgenden Unterteilung gibt es für jedes der vier Zeitalter Schriften, welche die jeweiligen Rituale und Übungen regeln. Die Regeln der Shruti, die Veden, gelten demnach nur für das goldene Zeitalter (Sat-Yuga), die Regeln der Agamas (Tantras) nur für das gegenwärtige eiserne Zeitalter (Kali-Yuga).
Shaktismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Der Tantrismus ist häufig, aber nicht ausschließlich, mit dem Shaktismus, der Verehrung der göttlichen Mutter, Devi oder Shakti, verbunden, die Ausdruck der schöpferischen Kraft Gottes ist, mithin der Schöpfung selbst. Im Gegensatz zum reinen Advaita-Vedanta, der die Schöpfung als Illusion – Maya – betrachtet, sieht der Tantriker diese als Ausdruck der Kraft Gottes – Shakti, der Göttin – an und verehrt diese als Mahamaya oder Mahadevi. Der Tantriker betrachtet die Sinneswelt nicht als negativ, sondern benutzt diese, um zur Vereinigung mit dem Göttlichen zu gelangen. Die göttliche Mutter selbst ist nach diesen Lehren im menschlichen Körper als Kundalini-Energie vorhanden, die an der Basis der Wirbelsäule eingerollt liegt und, zum Leben erweckt, aufsteigt, um auf ihrem Weg die verschiedenen Chakras (Räder – subtile Energiezentren) zu öffnen und schließlich im obersten Chakra, dem Sahasrara, mit Shiva, dem männlichen Aspekt Gottes, dem Noumen, vereint zu werden. Alle Hauptgötter wohnen nach dem Tantrasystem im menschlichen Körper, meist im Zentrum der Chakras. So wie Shiva und Shakti im Ardhanarishvara (halb Mann, halb Frau) vereint sind, so ist auch die rechte Hälfte jedes Menschen männlich und entspricht Shiva, während die linke Hälfte der Shakti entspricht.
Da alle Hauptgötter des Hinduismus einen weiblichen Gegenpart besitzen, gibt es je nach Sekte auch eine entsprechende tantrische Richtung:
Im linkshändigen Tantra, dem Vamacara, werden die fünf vedischen Reinigungsartikel bewusst umgekehrt, in der Verehrung der fünf Ms, den pañca-makāra:
  • Madya (Wein)
  • Maithuna (ritualisierter Geschlechtsakt)
  • Māmsa (Fleisch)
  • Matsya [oder Mīna] (Fisch)
  • Mudrā (getrocknete Körner)
Insbesondere wegen des Maithuna ist Tantra in Verruf geraten und wird im Westen fälschlicherweise fast ausschließlich mit Sexualpraktiken identifiziert. Diese Praktiken werden jedoch nur von bestimmten Sekten, den Vamacharas, und auch dort nur von einem Personenkreis, den Viryas, in einem festgelegten rituellen Zusammenhang ausgeübt. Ähnliche Handlungen wurden und werden teilweise auch in China im Daoismus und vereinzelt in der tantrischen Form des tibetischen Buddhismus durchgeführt.
So haben die Dakshinacara-Anhänger die fünf Ms durch andere Substanzen ersetzt oder üben sie nur symbolisch bzw. gar nicht aus. So verurteilt beispielsweise der Samayacara der Shri Vidya-Tradition, die besonders in Südindien in den konservativen Shankaracarya-Orden Eingang gefunden hat, all diese Praktiken und meditiert nicht über Chakras unterhalb des Nabels. Im Shri Vidya werden hauptsächlich die Dasa Mahavidyas verehrt, die zehn großen Göttinnen, Kali, Tara, Tripurasundari, Bhuvaneshvari, Bhairavi, Chinnamasta, Dhumavati, Bagalamukhi, Matangi, Kamala. Sie alle sind Aspekte der einen Göttin, und der Sadhaka (Übende) nähert sich der Ganzheit durch die Verehrung dieser Aspekte allmählich an. Eine besondere Rolle für die Shankara-Tradition spielt dabei die Göttin Sharada (ein anderer Name für Sarasvati oder Tara), die Göttin der Weisheit und des Lernens, da für den Advaita die Erkenntnis, Jnana, der Weg zur Befreiung ist.
Bezeichnend für fast alle Tantriker sind die Bedeutung von Mantras (heilige Wortklänge), Bijas (einsilbige Wortklänge), Yantras (Diagramme), Mudras (yogische Stellungen, Gesten), Nyasa (Energetisierung verschiedener Körperteile), Bhutashuddhi (Reinigung), Kundalini-Yoga, Kriya (Bewegungs- und Atemübungen), Carya (religiöse und soziale Vorschriften), Maya-Yoga (Magie). Tantra ist immer praxisorientiert, weswegen tantrische Praktiken in fast alle hinduistischen Richtungen eingeflossen sind. Allen Tantra-Traditionen ist außerdem das Gebot der Geheimhaltung der Lehre und die Bedeutung des Guru als Vermittler der tantrischen Lehren gemein. Traditionell kann Tantra nicht in einem Kurs oder durch Bücher erlernt werden.
Zu den Regionen, in denen tantrische Kulte noch besonders lebendig sind, gehören in Indien Assam, Bengalen, Orissa, Maharashtra, Kaschmir, Rajasthan, der nordwestliche Himalaya und Teile Südindiens.
Rezeption im Westen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
In der westlichen Welt wird Tantra zunehmend seit dem beginnenden 20. Jahrhundert rezipiert, allerdings hauptsächlich verkürzt auf sexuelle Aspekte, die im klassischen Tantra durchaus nicht im Mittelpunkt stehen. Eine wichtige Rolle spielte dabei der britische Okkultist Aleister Crowley, der zwar über keine vertieften Kenntnisse des indischen Tantrismus verfügte, diesen aber gleichwohl mit seinen sexualmagischen Praktiken identifizierte. Heute wird Tantra im Westen zumeist als Neotantra angeboten, bei dem die hinduistischen bzw. buddhistischen Inhalte zugunsten einer Optimierung der Orgasmusfähigkeit und einem Streben nach sexuell-spiritueller Wellness in den Hintergrund getreten sind.[3]
Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Arthur Avalon (alias Sir John Woodroffe): Die Schlangenkraft. Die Entfaltung schöpferischer Kräfte im Menschen. Verlag Barth, Weilheim 1961. Dritte Auflage: O. W. Barth bei Scherz, München 2003, ISBN 978-3-502-61044-1.
  • Jan Gonda: Die Religionen Indiens; 2. Der jüngere Hinduismus. In: Die Religionen der Menschheit. Bd. 12 (Hrsg. Christel Matthias Schröder); Kohlhammer, Stuttgart u. a. 1963.
  • Ajit Mookerjee, Madhu Khanna: Die Welt des Tantra in Bild und Deutung. Die umfassende Darstellung des wahren Tantra-Weges und seiner Praktiken. Verlag O. W. Barth, München 1978.
  • David Kinsley: Indische Göttinnen. Weibliche Gottheiten im Hinduismus. Insel, Frankfurt/M. 1990, ISBN 3-458-16118-X.
  • D. N. Bose und Hiralal Haldar: Tantras: Their Philosophy and Occult Secrets, 3. erweiterte Auflage. Firma KLM Private Ltd., Kalkutta 1981.
  • Indra Sinha: TANTRA. The Search for Ecstasy. Hamlyn, London W3 6RB u. a. 1993, ISBN 0 600 57699 X.
    • Preface: The Temple of Kali
    • Part I: The Evolution of the Sacraments
    • Part II: The Rites of Gnosis
    • Bibliography and Index
  • Herbert V. Guenther: Tantra als Lebensanschauung. Econ Verlag, Düsseldorf 1995, ISBN 978-3-612-27983-5.
  • Helmut Uhlig: Das Leben als kosmisches Fest. Magische Welt des Tantrismus. Verlag Lübbe, Bergisch Gladbach 1998, ISBN 978-3-7857-0952-8.
  • Joachim Reinelt: Das grosse Kundalini-Buch. Kundalini-Erfahrungen. Aquamarin-Verlag, Grafing 2006, ISBN 978-3-89427-315-6.
  • Denise Cush, Catherine Robinson, Michael York (Hrsg.): Encyclopedia of Hinduism. Routledge, London u. a. 2008.
Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Keine Berechtigung Bilder zu betrachten - Bild entfernt. Commons: Mithuna – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Keine Berechtigung Bilder zu betrachten - Bild entfernt. Commons: Erotische Skulpturen in Nepal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Also mir den Wikipediatext über Tantra (allgemein) hinzuknallen ist noch weniger nützlich als deine Aussage, ich sollte doch einfach googlen.

Dass sich das Tantra auf gewisse Flüsse im Körper bezieht und auch was mit den shakren zu tun hat, ist mir klar. Das war aber nicht meine Frage.. Also mach dich entweder nützlich oder mach gar nichts :)
 
Also wage ich einen Versuch:

IMHO hat Tantra im eigentlichen Sinn aber überhaupt gar nichts mit Sex zu tun! Es geht um Energiearbeit etc. die u.a. auch dem Sexleben zu Gute kommt.

Warum das manchmal mit Sex verknüpft wird, kann ich mir damit erklären, dass man sich sonst schwer tun würde, Geld damit zu verdienen.

Z.b. Prostata-Massage, wird im richtigen Tantra nie bis zum Samenerguss gepflegt, sondern endet vorher ohne Erguss im Big Draw!
Das ist aber ein Prozess, den man lernen muss - geht nicht von heute auf morgen...

Lg Gitti
 
Also wage ich einen Versuch:

IMHO hat Tantra im eigentlichen Sinn aber überhaupt gar nichts mit Sex zu tun! Es geht um Energiearbeit etc. die u.a. auch dem Sexleben zu Gute kommt.

Warum das manchmal mit Sex verknüpft wird, kann ich mir damit erklären, dass man sich sonst schwer tun würde, Geld damit zu verdienen.

Z.b. Prostata-Massage, wird im richtigen Tantra nie bis zum Samenerguss gepflegt, sondern endet vorher ohne Erguss im Big Draw!
Das ist aber ein Prozess, den man lernen muss - geht nicht von heute auf morgen...

Lg Gitti
Ok, also bin nicht nur ich hier etwas "verwirrt" von der Kategorisierung...
 
Hmm glaub ich sollte statt heilmasseur mal die Ausbildung zum Tantra Masseur machen XD
Ich glaube, da hast Du eine Lebensaufgabe vor dir;)
Tantra ist ja nicht nur eine "Massagetechnik", sondern wesentlich mehr...
Hier gehts auch um die Einstellung zum Leben, den Mitmenschen und und und...
Was die Massage anbelangt, versteh ich dich:D
Die EmpfängerInnen sind grundsätzlich splitternackt, aber nicht wegen dem Sex, sondern mehr wegen der Verbundenheit, etc.

Lg Gitti
 
Also wage ich einen Versuch:

IMHO hat Tantra im eigentlichen Sinn aber überhaupt gar nichts mit Sex zu tun! Es geht um Energiearbeit etc. die u.a. auch dem Sexleben zu Gute kommt.

Warum das manchmal mit Sex verknüpft wird, kann ich mir damit erklären, dass man sich sonst schwer tun würde, Geld damit zu verdienen.

Z.b. Prostata-Massage, wird im richtigen Tantra nie bis zum Samenerguss gepflegt, sondern endet vorher ohne Erguss im Big Draw!
Das ist aber ein Prozess, den man lernen muss - geht nicht von heute auf morgen...

Lg Gitti
Super Erklärung :up:
 
Ich glaube, da hast Du eine Lebensaufgabe vor dir;)
Tantra ist ja nicht nur eine "Massagetechnik", sondern wesentlich mehr...
Hier gehts auch um die Einstellung zum Leben, den Mitmenschen und und und...
Was die Massage anbelangt, versteh ich dich:D
Die EmpfängerInnen sind grundsätzlich splitternackt, aber nicht wegen dem Sex, sondern mehr wegen der Verbundenheit, etc.

Lg Gitti
Haha ja das dachte ich eh^^ aber meine lebenseinstellung würde sich dahingehend nicht mehr grundlegend ändern müssen ;)

Aber dann vl doch lieber nen schnellkurs für erotikmassagen ;)
 
Naja eine Kurzfassung gibt's immer, egal wie komplex der Hintergrund ist...^^

Beispiel: Die Lehren des qi Gong kannst auch auf nen flyer andrucken, damit man einen ersten Eindruck bekommt

Kurzfassungen haben auch das Risiko, dass nur Teilaspekte herausgegriffen werden, die keineswegs einem inhaltlichen Ganzen entsprechen.
Aber wenn ich dieses Risiko eingehe, dann könnten solche Aspekte darin enthalten sein:
Ein Schärfen der Sinne , ein Einüben in die Kunst der Berührungen, in der der Empfangende mit besonderer Achtsamkeit massiert wird, natürlich kann es auch manchmal spirituell- philosophische Aspekte geben, und unterschiedliche Schulen legen den Focus auf verschiedene Inhalte.
Aber da dies alles ein sehr umfassendes Gebiet ist , sei dir eben der erwähnte Link zu einem umfassenden Thread ans Herz gelegt
 
Kurzfassungen haben auch das Risiko, dass nur Teilaspekte herausgegriffen werden, die keineswegs einem inhaltlichen Ganzen entsprechen.
Aber wenn ich dieses Risiko eingehe, dann könnten solche Aspekte darin enthalten sein:
Ein Schärfen der Sinne , ein Einüben in die Kunst der Berührungen, in der der Empfangende mit besonderer Achtsamkeit massiert wird, natürlich kann es auch manchmal spirituell- philosophische Aspekte geben, und unterschiedliche Schulen legen den Focus auf verschiedene Inhalte.
Aber da dies alles ein sehr umfassendes Gebiet ist , sei dir eben der erwähnte Link zu einem umfassenden Thread ans Herz gelegt
Dankeschön! Das sagt ja eh schon was aus.

Ganz so vorsichtig muss man ja nicht sein XD ein Vorgeschmack auf ein Thema kann ja wohl drin sein ;)
 
Kundalini habe ich mal kennengelernt. Ich halte das für spirituell verbrämten Sex, der überdies auch ins Geld geht. Mit Sicherheit wird das auch anders beurteilt, es bildet sich halt jeder seine persönliche Meinung, das ist dann auch in Ordnung.
 
Ich lese öfter mal was von den Tantra Massagen. Das klingt irgendwie recht esoterisch und wird trotzdem meist mit erotik bzw sexarbeit genannt. Jetzt ist meine Frage: um was genau handelt es sich und warum fällt es unter sexarbeit?

Damit jeder Leser hier noch was davon hat: hast du schon mal eine solche massage bekommen / gegeben? Was kannst du berichten?


Also auch wenn Du manchmal ein wenig unfreundlich rüberkommst
Also mach dich entweder nützlich oder mach gar nichts
hier ein Versuch, meinen Senf dazu zu geben:

Tantra hat seine Wurzeln im tibetischen Buddhismus und stellt dort eine Form der buddhistischen Meditation dar. Die Meditations-Gottheiten, um die es geht, werden in sexueller Vereinigung dargestellt und visualisiert. Allerdings nicht, um sich dran zu begeilen, sondern als Symbol für die Vereinigung von Yin und Yang, für die Vereinigung des männlichen und des weiblichen Prinzips. Das Ganze hat sehr wenig bis nichts mit Sex in unserem Sinne zu tun, sondern soll über die - oft äußerst langwierigen und komplexen Meditationen - dazu führen, unseren Geist zu trainieren. Wenn Du dich in den diversen buddhistischen Gemeinschaften über Tantra informieren willst, wirst Du wahrscheinlich nicht viel erfahren. Diese Lehren sind dort aus gutem Grund sehr verborgen und werden nicht jedem weitergegeben. Es ist sehr schwierig, diese Praxis auszuführen, eben weils grade nicht ums ficken geht.

Ein gewisser Osho hat in den 60er/70er Jahren dann eine Bewegung ins Leben gerufen, die heute als "Neotantra" firmiert, und das ist vermutlich das, was Du meinst. Es gibt einige Institute, die Neo-Tantra als Workshop, Jahrestraining etc. anbieten. Dort erfährst Du mehr, und es macht Sinn, sich dort weiter zu informieren.

Die "Tantramassage" ist wiederum die verkleinerte Version des Neotantra, das außer der Massage noch viele andere Arten der Begegnung, Rituale etc. kennt. Viele Sexarbeiterinnen hängen sich das Mäntelchen der "Tantramassage" um, einfach, weil damit mehr Kohle zu machen ist, wie mit "üblichen" erotischen Massagen.

Grundlegend im Tantra ist die Achtsamkeit der anderen Person gegenüber, das Annehmen dessen, was ist, in jeder Form, egal wie es sich äußert, das So-Sein, das Erkennen des Göttlichen im anderen (auch wenn das jetzt schwülstig klingt, aber ja, es ist so). Wir alle tragen den Funken des Göttlichen in uns, er ist oft nur sehr sehr verschüttet. (Und hier hast Du auch wieder die Verbindung zum buddhistischen Tantra).

Bei der "echten" Tantramassage" geht es also nicht darum, hier und da so und so hinzugreifen und zu massieren, sondern Du musst dich einfach öffnen für den anderen Menschen, der hier vor Dir liegt. Spüren, was er braucht. Mit allen Sinnen präsent sein, und für diesen Menschen, der jetzt bei Dir ist, einen Raum öffnen, der Sicherheit gibt, damit der sich ebenfalls vollständig öffnen und fallen lassen kann. Das ist nicht geil! Auch wenn Du und der andere Mensch beide nackt seid, es hat nichts mit Lust oder Sex zu tun. Lust und Sex können entstehen, aber weder Lust noch Sex noch ein Orgasmus sind das primäre Ziel einer Tantramassage. Bei einer klassischen Sportmassage ist ganz klar, worum es geht: Muskeln auflockern. Jeder gute Masseur, weiß dann, wo er wie hin zu greifen hat, damit dieses Ziel erreicht wird. Bei einer Erotikmassage ist das Ziel ebenfalls klar: der Orgasmus, und jede gute Masseurin wird wissen wie sie dir den verschafft. Bei der Tantramassage ist der Weg das Ziel. Das sich-öffnen, das Da-Sein, das Sich-fallen-lassen-können. Als Gebender ist es deine Aufgabe, zu fühlen, was jetzt grade gut ist, da zu sein, präsent zu bleiben, und dich eben nicht von deiner eigenen Lust und Geilheit davon tragen zu lassen, mit deinem Geist im Hier und Jetzt zu bleiben. Und wenn Du als Empfangender dann einen Orgasmus hast, fliegst Du durch die Sterne :D


Wollte nur eine kurze Erklärung a la: das wird massiert, damit wird massiert, das wird aktiviert, das soll dabei geschehen, so funktioniert die klassisch massage.. :)
Genau das wirst Du aus den eben erwähnten Gründen so nicht finden. Es ist eben keine klassische Massage.


Beispiel: Die Lehren des qi Gong kannst auch auf nen flyer andrucken, damit man einen ersten Eindruck bekommt
Nein, kannst Du nicht. Genauso wie Du Tantra nicht auf 2 Seiten erklären kannst, kannst Du die Essenz des Qi Gong nicht auf einem Flyer ausdrucken, sondern höchstens ein paar Übungen zeigen oder präsentieren, aber den innersten Kern des Qi Gong kannst Du auch nur erfahren, nicht "erlesen".
Um eine Lehrerin sinngemäß zu zitieren "Ich kann dir viel über den Geschmack einer Birne erzählen. Aber Du wirst nie ihre Süße erfahren, wenn Du sie nicht kostest"
 
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