Sind Hausfrauen peinlich?

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Kenne keine reinen Hausfrauen aus unserer Generation.
Meine Eltern haben dieses Beziehungsmodell aber ihr ganzes Leben lang durchgezogen.
Zufrieden war meine Mutter damit allerdings nicht, da ihr eine Bestätigung und eigenes Geld verdienen doch gefehlt hat.
Sie trank daher gerne einen mit Freundinnen. 😆

Meine Schwester und ich hat sie ganz anders erzogen. Sie sagte immer lebt euer Leben, Kinder bekommen kann man später immer noch.
Sie heiratete mit 17J. und bekam meine Schwester mit 18J. 😁

Weder meine Schwester noch ich sind verheiratet oder haben Kinder ☺️ wir genießen unser Leben lieber anders denn wie das im klassischen Sinne abläuft haben wir ja life miterleben. 😂
 
Kenne keine reinen Hausfrauen aus unserer Generation.
Meine Eltern haben dieses Beziehungsmodell aber ihr ganzes Leben lang durchgezogen.
Zufrieden war meine Mutter damit allerdings nicht, da ihr eine Bestätigung und eigenes Geld verdienen doch gefehlt hat.
Sie trank daher gerne einen mit Freundinnen. 😆

Meine Schwester und ich hat sie ganz anders erzogen. Sie sagte immer lebt euer Leben, Kinder bekommen kann man später immer noch.
Sie heiratete mit 17J. und bekam meine Schwester mit 18J. 😁

Weder meine Schwester noch ich sind verheiratet oder haben Kinder ☺ wir genießen unser Leben lieber anders denn wie das im klassischen Sinne abläuft haben wir ja life miterleben. 😂
Meine mama war/ist auch grösstenteils hausfrau. Paar stunden arbeiten reichen ihr 😅 sie geniesst das leben

Mir hat sie nie sowas gesagt 🤣
 
Meine Mutter wollte nicht mehr arbeiten gehen, sondern sich lieber um den Haushalt kümmern, ect. Ich finde hald so eine Einstellung zum Leben absolut uncool. Sie sammelt Zeitungen, die sich türmen (extrem peinlich) und denkt immer nur an das Einkaufen, so als wäre es das wichtigste im Leben und am Abend schaut sie Fern und ist wie ein drogensüchtiger Junkie nicht ansprechbar. Das nennt sie entspannen. Ich finde dieses Verhalten absolut nicht vorbildlich.
Ich kann dich dummerweise tatsächlich in gewissen Punkten verstehen. Mir ging es mit meiner Mutter ähnlich... Ich hätte mir auch eine „stärkere“ Mutter gewünscht, die zB. weniger abhängig gewesen wäre. Sie hatte auch immer stark die Tendenz, sich in die Opferrolle zu begeben. Das war irgendwie ihr einziges Mittel, sich zur Wehr zu setzen und das hat mich auch immer extrem an ihr gestört und eben auch dazu geführt, dass ich sie deswegen nicht sonderlich ernst nehmen konnte. So hatte ich auch lange an diesem Mutterbild zu hadern... Soweit, dass es auch mich selbst in der Rolle der Mutter stark negativ beeinflusst hatte. Nun ist viel Zeit vergangen, mein Bild hat sich etwas relativiert. Meine Mutter war ein lieber Mensch und hat das getan, was sie aufgrund ihrer Persönlichkeit und Lebensprägung überhaupt konnte und schlussendlich zählt mittlerweile nur noch das für mich und nicht das, was ich mir als Idealbild von Mutter gewünscht hätte. Es tut mir auch leid für meine Mutter, dass ich so lange so ein dummes Bild von ihr hatte. Natürlich hatte sie ihre Schwächen, aber sie hatte auch tolle Seiten, die ich manchmal fast vergessen hatte. So war ihr Humor Gold wert und die etlichen Stunden, die sie mit Spiele spielen mit mir verbracht hatte, werte ich heute extrem hoch. Früher sah ich eigentlich nur, dass sie es doch deutlich gemütlicher hatte als andere. Sie hatte Zuhause ihre Freiheiten. Sie war ein klassischer Hausmensch, der sich Zuhause einfach am wohlsten fühlte... Ach, ich könnte noch so viele Aspekte mehr aufzählen... Heute, knapp zwei Jahre nach ihrem Tod, fehlt sie mir sehr und ich vermisse sie und all das, was ich als so selbstverständlich angesehen habe. Tja, und jetzt habe ich Tränen in den Augen.

Du tust mir leid, denn ich weiss es ist nicht schön, wenn man seine Mutter, aus welchen Gründen auch immer, so negativ sieht. Das macht etwas in einem kaputt und es nagt.

Mein Tip: sieh sie als Mensch mit all ihren Fehlern und Stärken an und werte sie nicht nach deinem konstruierten Idealbild einer Mutter und Frau, denn damit tust du ihr und besonders dir selbst nur sehr sehr weh.

Ganz ehrlich gesagt weiß ich nicht, was am Putzen so schwierig sein soll. Putzen ist das einfachste der Welt.

Natürlich ist Putzen nichts kognitiv Hochstehendes und fast jeder könnte das theoretisch. Tatsächlich ist aber Putzen etwas extrem Mühsames und sich dafür immer wieder aufzuraffen, es einfach zu machen, die Disziplin dafür aufzubringen, ist nicht selbstverständlich! Sich ständig dieser Sisyphusaufgabe hinzugeben, das ist etwas, das ich selbst mehr schlecht als recht beherrsche und darum allen Menschen die tagtäglich Reinigungsarbeiten übernehmen können (und das meist gegen schlechte Bezahlung (wenn überhaupt) und ohne/wenig Anerkennung) grössten Respekt zolle!
Das Ergebnis, wenn dieser Aufgabe wenig Beachtung geschenkt wird (ich denke an die Zustände früher in meinen eigenen vier Wänden) zeigt erst auf, wie wichtig und welchen extremen Einfluss diese Tätigkeit auf das Leben der Betroffenen haben kann. Traurig ist halt, dass man dies kaum sieht, wenn diese Tätigkeit halt selbstverständlicherweisse immer von wem ausgeführt wird...

Naja ich hoffe für dich, dass du ein gesünderes Bild von deiner Mutter noch bekommen kannst.
 
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Meine mama war/ist auch grösstenteils hausfrau. Paar stunden arbeiten reichen ihr 😅 sie geniesst das leben

Mir hat sie nie sowas gesagt 🤣

Haha wie gemein von ihr ☺

Bei meiner Schwester hat's nicht viel genützt, sie lebt trotzdem sehr brav mit Fulltime Job und Freund seit über 20 J.
Aber wohnen darf er nicht bei ihr 😂


Ich hingegen habe es als Aufgabe gesehen, all die Dinge zu tun auf die ich Lust habe, für meine Mum natürlich 😉 weil sie es nicht konnte, da sie ja um uns alle und den Hund kümmern musste😁
 
Dann fällt meine Familie wohl unter "keiner".
Die waren nicht so aufgeschlossen, einzig meine Mutter sprang aus dem muster weswegen sie auch mit mir keine probleme hat .... mitm rest der familie herrscht fast krieg xD

Finde es nicht ok wenn man pauschalisiert "hat doch eh jeder dann so gemacht" weil dann hätte man es gesetzlich doch gar nicht verankern müssen.
 
Haha wie gemein von ihr ☺

Bei meiner Schwester hat's nicht viel genützt, sie lebt trotzdem sehr brav mit Fulltime Job und Freund seit über 20 J.
Aber wohnen darf er nicht bei ihr 😂


Ich hingegen habe es als Aufgabe gesehen, all die Dinge zu tun auf die ich Lust habe, für meine Mum natürlich 😉 weil sie es nicht konnte, da sie ja um uns alle und den Hund kümmern musste😁
What? Die wohnen nicht zam? 😂😂
 
finds sehr traurig, wie du über deine mutter denkst. früher war das halt noch anders, heute gibts das js kaum noch. ich war 1 jahr komplett zuhause in karenz, da ist mir schon die decke auf den kopf gefallen, für mich ist das nix. diese hausfrauenarbeit ist arbeit, und noch dazu eine extrem undankbare (wie man ja in deinem post auch liest). im endeffekt machst du die 'drecksarbeit' für alle, die sehen es als selbstverständlichkeit, finanziell musst du dich sicher einschränken, außer dein mann verdient allein schon über 5k.
5k im Monat 😂😂😂ansonsten einschränken? Wie da wohl die durchschnittlichen Österreicher/innen überleben 🤪
 
finds sehr traurig, wie du über deine mutter denkst. früher war das halt noch anders, heute gibts das js kaum noch. ich war 1 jahr komplett zuhause in karenz, da ist mir schon die decke auf den kopf gefallen, für mich ist das nix. diese hausfrauenarbeit ist arbeit, und noch dazu eine extrem undankbare (wie man ja in deinem post auch liest). im endeffekt machst du die 'drecksarbeit' für alle, die sehen es als selbstverständlichkeit, finanziell musst du dich sicher einschränken, außer dein mann verdient allein schon über 5k.
Hast du sonst eine putzfrau für daheim?
 
Meine Mom ist auch peinlich. Und die war / ist nicht nur Hausfrau. :mrgreen:

Mit einer Frau, die nur Hausfrau sein will, könnte ich nicht zusammen sein. Sie sollte schon eigenständig, ambitioniert und halbwegs erfolgreich im Beruf sein.

Ansonsten ist mir der Thread eindeutig zu katholisch.
 
Meine Mom ist auch peinlich. Und die war / ist nicht nur Hausfrau. :mrgreen:

Mit einer Frau, die nur Hausfrau sein will, könnte ich nicht zusammen sein. Sie sollte schon eigenständig, ambitioniert und halbwegs erfolgreich im Beruf sein.

Ansonsten ist mir der Thread eindeutig zu katholisch.
Was ist denn halbwegs erfolgreich im beruf für dich? :D
 
Bei meiner Mutter war die Wohnung für andere Menschen und Freunde verschlossen. Sie wollten keinen Kontakt zu anderen Menschen. Sie meinte immer nur: die Familie ist das wichtigste. Andere Menschen sind ihr egal. --> So eine menschenfeindliche Weltanschauung finde ich absolut schrecklich!
Ok, jetzt denke ich, kann ich besser nachvollziehen was du meinst. Diese Sätze kommen mir sehr bekannt vor. Ich wuchs ebenso auf. Habe mich mit dieser Weltanschauung nie wohl gefühlt. Das war mir mitunter sehr oft peinlich.
Ich habe meinen Lebenssinn schon gefunden: Bildung und Unternehmertum. Ein eigenes Unternehmen führen und (freie) Bildung fördern.
Ja, das ist begrüßenswert.
Ich bin meiner Mutter nicht mehr böse, sie hat ihren Prägungen entsprechend das in ihrer Macht stehende getan. Mehr war ihr nicht möglich. Warum sollte ich ihr das vorwerfen? Ich habe von ihr trotzdem viel gelernt.

Eine Frage: Wer ist dMn dafür verantwortlich, dass dir bewusst wurde diese Weltanschauung (="andere Menschen sind egal") möchtest du nicht in die Welt hinaustragen?
 
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