"sich fallen lassen ( können)"

Ich denke halt auch, dass irgendwann mal auch dieses Urvertrauen verletzt und geschädigt, denn die Welt ist eben so, wie sie ist.
Was ich übringens für recht sinnvoll halte.
Auch wenns hier nicht so rüber kommt, aber ich bin zum Beispiel ein (immer noch) sehr vertrauensseliger und gutgläubiger Mensch. Ich bin aber froh, dass ich von diesem Urvertrauen ein wengal weggekommen bin, sonst wär ich sicher schon untergegangen.
 
Also das "sich fallen lassen" ist im BDSM Bereich wirklich eine Vertrauenssache. Dem andern so weit vertrauen das man sich keine Gedanken machen muss das er etwas macht das für diejenige angst auslöst. Und wenn sich der Schmerz einer Handlung in pure Lust umgewandelt werden kann. Das muss man lernen, das geht nicht von Heute auf Morgen.
Manchmal gelingt es überhaupt nicht, das passiert auch bei eingespielten Paaren hin und wieder.
Und nach der Session das langsame behutsame berühren und drücken gehört auch dazu. Dann kommt der Befriedigung schmerz. Und da ist es wichtig wenn man seinen Partner an der Seite hat, und der auch mit einen spricht.
Ist aber meine persönliche Erfahrung aus der Sicht eines Dom's.
Es gibt viele Interpretationen über das Fallen lassen, am besten werden das die sub's beschreiben können.
 
Sich fallen lassen ist zumindest für mich schon schwer. Das musste ich auch erst lernen, aber wenn man es einmal raus hat passt das schon. :)
 
Das finde ich sehr interessant.
Du würdest also zum Beispiel nicht Fallschirmspringen oder eine vergleichbare Tätigkeit ausüben?

Nein, derartige Dinge würde ich nicht tun.

Vor diesem Hintergrund habe ich das Beispiel Bergsteigen vor Augen. Selbst als Teil einer Seilschaft und gesichert durch erfahrene Profis würde ich als absoluter Laie nicht zu 100 Prozent vertrauen und meine Geschicke in fremde Hände legen können. Der Gedanke mich im Zweifelsfall selbst irgendwie absichern zu können und zu müssen würde immer zu einem gewissen Grad bestehen bleiben und einen nicht ganz unerheblichen Teil meiner Aufmerksamkeit fordern.
Ich weiß zwar das diese Denkweise in gewisser Hinsicht paradox ist, dennoch konnte ich diesbezüglich noch nie völlig über meinen Schatten springen.
 
Sich fallen lassen wird zwar oft verwendet, fange damit aber in meinem Leben nichts an. Hab erlebt und beobachtet, wie salopp belogen und betrogen wird, weshalb es totale Hingabe, Vertrauen oder Überlassung nur meinen Ärzten gegenüber gibt.
Praktiken im BDSM-Bereich, wo mein Wille oder meine Bewegungsfreiheit reduziert oder überhaupt unterbunden wird, würde ich nie zustimmen und auch nicht einfordern.
 
Sich fallen lassen wird zwar oft verwendet, fange damit aber in meinem Leben nichts an. Hab erlebt und beobachtet, wie salopp belogen und betrogen wird, weshalb es totale Hingabe, Vertrauen oder Überlassung nur meinen Ärzten gegenüber gibt.
Praktiken im BDSM-Bereich, wo mein Wille oder meine Bewegungsfreiheit reduziert oder überhaupt unterbunden wird, würde ich nie zustimmen und auch nicht einfordern.
Du hast halt mit BDSM nichts am Hut. Ok, nicht jeder ist dafür geeignet.
Aber den Ärzten würde ich nie grenzenlos vertrauen und schon gar nichts überlassen.:D warum glaubst du, das du vor einer Behandlung so viele Zustimmungen ausfüllen musst, und es wird dir erklärt was alles sein kann.:up: Und du musst schriftlich einverstanden sein.:up: Weil sie alle es so genau wissen was sie machen?:rofl: oder weil sie sich nicht mal selber trauen:rofl:?
 
Der Gedanke mich im Zweifelsfall selbst irgendwie absichern zu können und zu müssen würde immer zu einem gewissen Grad bestehen bleiben und einen nicht ganz unerheblichen Teil meiner Aufmerksamkeit fordern.
Das kenne ich aus Flugangstseminaren.
Es geht dort ganz zentral darum die Kontrolle über das Geschehen ein Stück weit aufzugeben.
Ich habe dort, gleichwohl ich damit eben nie ein Problem hatte, gelernt, dass es eine echte Anstrengung erfordern kann sich "auszuliefern" und, dass oft schon die Illusion man hätte die Möglichkeit des Eingreifens reicht um sich in der Situation besser zu fühlen.
 
@Mitglied #508995 Ich gebe dir bedenkenlos recht wenn du sagst beim Bergsteigen gebe ich nichts oder nicht alles in fremde Hände.
Ich habe einen extremsprort betrieben, Tauchen. Also das normale Sport Tauchen und Technisches Tauchen. Und ich habe und würde niemals irgend jemand Vertrauen.
Da gibt es kein sich Fallen lassen. Das macht man nach dem gelungen Tauchgang mit einem Deko-Bier.
 
Du hast halt mit BDSM nichts am Hut. Ok, nicht jeder ist dafür geeignet.
Aber den Ärzten würde ich nie grenzenlos vertrauen und schon gar nichts überlassen.:D warum glaubst du, das du vor einer Behandlung so viele Zustimmungen ausfüllen musst, und es wird dir erklärt was alles sein kann.:up: Und du musst schriftlich einverstanden sein.:up: Weil sie alle es so genau wissen was sie machen?:rofl: oder weil sie sich nicht mal selber trauen:rofl:?

Vertraue nicht jedem Arzt, sondern denen, die ich mir ausgesucht habe bzw denen, die ich persönlich kenne. Fehler können auch diesen passieren, keine Frage. Bei einer OP muss ich mich doch vollkommen, ohne Kontroll- und Eingriffsmöglichkeit, überlassen, so zumindest sehe ich es für mich.
 
Das kenne ich aus Flugangstseminaren.
Ich befürchte das ein solches Seminar bei mir fruchtlos wäre.
Der Illusion der Möglichkeit des Eingreifens würde ich - zumindest gedanklich - sofort Fakten entgegenhalten.
Beispiel Germanwings-Flug 9525, der im März 2015 absichtlich durch den Copiloten zum Absturz gebracht wurde.
Die Pasagiere werden gemerkt haben das etwas nicht stimmt und hatten KEINE Möglichkeit aktiv auf ihr Schicksal einzuwirken.
Derartige Situationen sind für mich - sowohl im Kleinen als auch im Großen - eine absolute Horrorvorstellung.
 
Braucht es dazu zwingend Liebe?
Oder kann man dieses Gefühl auch in einer platonischen Freundschaft empfinden?
Was meinst du.....IHR
Nein, braucht man natürlich nicht. In jeder funktionierenden und erfolgreichen Kletterseilschaft hast Du zwei solcher Menschen. Bei der Feuerwehr, hatten wir das unseren Kameraden gegenüber.
Wir sind nun mal Herdentiere, die Möglichkeit anderen Menschen so vertrauen zu können, ohne sie lieben zu müssen hat uns über Jahrhunderttausende als Spezies überleben lassen.
 
Der Illusion der Möglichkeit des Eingreifens würde ich - zumindest gedanklich - sofort Fakten entgegenhalten.
Das wäre schon der zweite Schritt.
Bei den Seminaren geht es um den ersten Schritt, nämlich darum sich überhaupt auf das bevorstehende Erlebnis einzulassen.
Ich kann das nicht gut erklären, ich war nicht der Psychologe sondern nur der, der den "technischen Teil" der Geschichte referiert hat.
Aber es ging grob gesagt darum, dass man bei sich selber "eingreift". Sich selber zum Beispiel motiviert es doch einmal zu versuchen. Eine Eingriffsmöglichkeit im Vorfeld also, bevor man überhaupt in ein Flugzeug steigt.
Dass, wie in deinem Beispiel, unterwegs dann keine Möglichkeit mehr besteht das Geschehen zu beeinflussen, ist klar. Aber diese extremen Fälle sind nicht das Thema eines gängigen Seminars.
Aber ich gebe zu, nach der von dir geschilderten Katastrophe hätt ich meinen Spruch "wissens, nicht nur sie, auch wir wollen gerne am Abend wieder sicher nach Hause kommen" noch mal überdenken müssen. Aber das war schon nach meiner Zeit.
 
Hi,

Sehr oft geht's ja im Sex um das Thema " sich fallen lassen ( können)"

nur bei denen, die nur über Sex reden. Die die immer noch aktiv sind reden da nicht so oft drüber ... ;)


Dann kam bei mir die Assoziation zu dem geflügelten und auch oft verwendeten Begriff des " sich fallen lassens"..

Für mich ist das so eine New Age Plattitüde, so sinnleere Unternehmensseminare, wo mehrere Mitarbeiter eines Unternehmens motiviert werden sollen, und einer stellt sich in die Mitte dieser Leute verschränkt die Arme vor der Brust, schließt die Augen, und lässt sich dann nach hinten fallen, im Vertrauen, dass ihn die Kollegen auffangen.


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Welche Assoziationen oder Gefühle / Empfindungen/ Erfahrungen habt ihr zu " sich fallen lassen können"?

Ich mache das einfach nicht. Daher muss ich mich nicht damit auseinandersetzen. Es sind die Frauen, die lamentieren, dass sie keinen Orgasmus bekommen, weil sie sich nicht fallen lassen können, nicht wir Männer! Ich gehe davon aus, dass meine Partnerin einen Orgasmus hat oder dass sie eine gute Schauspielerin ist, daher interessierts mich auch nicht. Eventuell wären Callboys da eher als Informationsquelle interessant, weil die müssen ja ganz ohne dass die Frau in sie verliebt ist, sie dazu bekommen, sich "fallen zu lassen" ....


LG Tom
 
Liebe Mituser,

Sehr oft geht's ja im Sex um das Thema " sich fallen lassen ( können)"
Dass es eben für einen selber eine schöne Erfahrung ist, und/oder auch für den Partner, bzw im Idealfall sogar für beide....
Worum geht's da genau?
Und wie, wann oder wodurch wird das möglich?

Angeregt zu diesen Überlegungen wurde ich heute im Therapie Bergstollen, wo man ca 3 km mit einem kleinen Zug voller Menschen in den Berg reinfährt, bei zunehmender Temperatur und Luftfeuchtigkeit.
Und da kam mir so der Gedanke von Kontrollverlust, wo man sich gegen die immer wieder leicht aufkeimende Panik, hier nicht so einfach jederzeit raus zu können, in die " Hingabe/ Kontrollverlust" fallen lassen muss und dabei den inneren Widerstand aufgibt.
Dabei liegen ja " Schmerz" und " Lust" ganz eng beisammen.

Dann kam bei mir die Assoziation zu dem geflügelten und auch oft verwendeten Begriff des " sich fallen lassens"..
Für mich braucht s da auch das Vertrauen eines Gegenübers, das ich gut kenne, bzw im Heilstollen das Wissen, dass ich da wieder rauskomme.
Welche Assoziationen oder Gefühle / Empfindungen/ Erfahrungen habt ihr zu " sich fallen lassen können"?
Mich wirklich fallen lassen beim Sex kann ich nicht , in einer Beziehung auch nicht .
Das einzige wo ich mich wirklich fallen lassen kann ist Musik, da kann ich wirklich einen Zustand erreichen der einfach nur mehr mit schweben umschrieben werden kann.
 
Mich wirklich fallen lassen beim Sex kann ich nicht , in einer Beziehung auch nicht .
Das einzige wo ich mich wirklich fallen lassen kann ist Musik, da kann ich wirklich einen Zustand erreichen der einfach nur mehr mit schweben umschrieben werden kann.
gute musik i eh besser als schlechter sex...
 
Hi,



nur bei denen, die nur über Sex reden. Die die immer noch aktiv sind reden da nicht so oft drüber ... ;)




Für mich ist das so eine New Age Plattitüde, so sinnleere Unternehmensseminare, wo mehrere Mitarbeiter eines Unternehmens motiviert werden sollen, und einer stellt sich in die Mitte dieser Leute verschränkt die Arme vor der Brust, schließt die Augen, und lässt sich dann nach hinten fallen, im Vertrauen, dass ihn die Kollegen auffangen.


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Ich mache das einfach nicht. Daher muss ich mich nicht damit auseinandersetzen. Es sind die Frauen, die lamentieren, dass sie keinen Orgasmus bekommen, weil sie sich nicht fallen lassen können, nicht wir Männer! Ich gehe davon aus, dass meine Partnerin einen Orgasmus hat oder dass sie eine gute Schauspielerin ist, daher interessierts mich auch nicht. Eventuell wären Callboys da eher als Informationsquelle interessant, weil die müssen ja ganz ohne dass die Frau in sie verliebt ist, sie dazu bekommen, sich "fallen zu lassen" ....


LG Tom
Hätten Frauen nicht ständig ihre ToDo-Listen im Kopf wäre das " fallen lassen" auch für sie nicht schwer :)
 
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