Reise zum nächsten Stern

Das ist eine Frage die wir, fürchte/hoffe :hmm: ich, wohl schon die nächsten 50-100 Jahre HIER zu beantworten haben mit Fortschreiten der Gentechnik (da wird ja nicht nur an Gemüse herumgepfuscht).

Was die ganze Frage von Generationsschiffen oder Reise zu den Sternen betrifft:
Damit beschäftigt sich die SciFi Literatur seid mindestens einem Jahrhundert. Und auch wenn Cryo-Reisen und Generationsschiffe schon ebensolang theoretische Modelle sind bleiben die realen Grenzen die gleichen:

Es ist ein unglaublich kostenintensives Projekt dass nur durch Zusammenarbeit multipler Großmächte annähernd realisierbar wäre mit praktisch NULL (0!!!) Payoff!
Retourreise ausgeschlossen und schon Daten zu schicken gestaltet sich als mehr als schwierig bis unmöglich.

Kolonialisieren um des Kolonialisierens Willen... im Imperialismus hatten die Großmächte Gründe (Ressourcen, Land, Prestige, Glauben, Macht)... im Weltall gibt es da viel weniger Motivation. Und wo keine Motivation ist dort ist auch kein Kapital


Naja, Daten schicken geht schon, brauchen halt nur vier Jahre bis sie hier sind.

Ja, unnötig 6000 Jahre zu reisen, wenn der Mond nur zwei Tage weit weg ist und Mars innerhalb eine halben Jahres erreichbar ist. Datentransfer Mond/Erde eine Sekunde, Mars/Erde 4 bis 40 Minuten je nach Entferung. Wäre also logischer diese einmal zu besiedeln, noch dazu gibt es eine Menge He3 auf dem Mond, das brauchen wir eh mal für Fusionskraftwerke........scratch_one-s_head.gif ........Ich frage mich wo die Lufthülle des Mars hingekommen ist, er hatte ja mal zweifellos eine, ins All entwichen? Warum? Titan hat 2,5 Bar Luftdruck und ist kleiner noch als Mars und Saturn wirkt mit mehr Gravitation auf Titan als die Sonne auf Mars, Strahlung und Druck kann es auch nicht sein, weil Venus ist wesentlich näher an der Sonne und hält dennoch locker 95 Bar Luftdruck.
:hmm: Bleibt nur noch die Gebundenheit im Boden, also mit ein paar Zarenbomben müßte sich das auch wieder beheben lassen und Wasserstoffbomben strahlen eh nicht so lange und so schlimm........:roll: Quasi Bomben einbuddeln an den richtigen Stellen, zünden - und Erde 2 ist nach ein paar Jahren fertig zu besiedeln, wenn sich Vulkane, Erdbeben und Atmosphäre wieder beruhigt haben! :)
 
Hi,

........Ich frage mich wo die Lufthülle des Mars hingekommen ist,

gibt auch für die Erde Szenarien die einen Verlust der Atmosphäre prognostizieren, z.B. der Verlust des Magnetfeldes. Partikelströme von der Sonne könnten die Atmosphäre quasi "verblasen". Der Mars hatte auch mal ein Magnetfeld.

LG Tom
 
Und das würde ich in jedem Fall unterschreiben.

Grundsätzlich finde ich die technischen Aspekte echt nebensächlich - mir ging es viel mehr um das Gedankenexperiment. Und ja, natürlich ist das ein Standard-Thema für die Science Fiction Literatur. Kann ein gesellschaftlicher Konsens auf so eine Reise mitgenommen werden oder braucht es dabei andere Formen? Was passiert nach 6000 Jahren? Niemand kann sich im entferntesten an Verwandte erinnern, die vor so langer Zeit gelebt haben.


Naja, über Langzeit-Weltraum Reisen zu spekulieren ohne technische Aspekte geht einfach nicht. Man kann nicht einfach vorraussetzen, dass ein hypermodernes Raumschiff mit den ausgeklügeltsten Systemen aller Zeiten noch immer auf Fortpflanzung und zufällige Mutationen und Erbkrankheiten wie zur Steinzeit setzt, obwohl es erheblich einfacher und billiger mit Gentechnik ist, die bereits schon längst vorhanden und sehr sicher ist. nea.gif Gerade wenn es ums Überleben kleinster Populationen auf über 6000 Jahre geht.

Aber es gab in der Vergangenheit kleine überlebende Populationen auf irgendeiner Insel, die dann isoliert von der Welt weiterlebten, z.B. die Guanchen auf den Kanarischen Inseln, angeblich übriggebliebene von Atlantis, die waren anscheinend Jahrtausende lang eine recht kleine Population, bis von den Spanier gefunden wurden.
 
Hi,



gibt auch für die Erde Szenarien die einen Verlust der Atmosphäre prognostizieren, z.B. der Verlust des Magnetfeldes. Partikelströme von der Sonne könnten die Atmosphäre quasi "verblasen". Der Mars hatte auch mal ein Magnetfeld.

LG Tom


Gut gedacht, aber Tatsache ist, dass dann die obersten Atmosphäreschichten sofort vom Sonnenwind ionisiert werden würden, was denselben Effekt wie ein Magnetfeld hätte und Sonnenwind und deren Strahlung abschirmen bzw. ablenken würden wieder.

Außerdem hat die Erde einen 6000° heißen Nickelkern, der von einem annähernd gleich heißen Eisenmantel umkreist wird, das erzeugt das relativ starke irdische Magnetfeld wie ein Dynamo und hält den Kern selber flüssig und heiß, kann also nicht einfach so ausgehen, weil die Erdumdrehung selber der Antrieb ist.
Einzige Möglichkeiten für einen Atmosphärenverlust der Erde wäre eine Kollision eines Brockens mit mind. Mondgröße, die Sonne bläht sich zum roten Riesen oder eine Supernova innerhalb 50 Lichtjahren Entfernung bläst sie uns weg.
 
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Hi,

auf über 6000 Jahre geht.

ein Raumschiff, dass in 6.000 Jahren nicht kaputt geht? Von daher halte ich das grundsätzlich für unmachbar. Selbst die 100 Leute müssten alle hochgebildet sein, und erhebliche handwerkliche Fähigkeiten haben, nur um das Schiff 6.000 Jahre am Laufen zu halten.

Einige 1.000 Bewohner wären viel plausibler.


LG Tom
 
Hi,



ein Raumschiff, dass in 6.000 Jahren nicht kaputt geht? Von daher halte ich das grundsätzlich für unmachbar. Selbst die 100 Leute müssten alle hochgebildet sein, und erhebliche handwerkliche Fähigkeiten haben, nur um das Schiff 6.000 Jahre am Laufen zu halten.

Einige 1.000 Bewohner wären viel plausibler.


LG Tom


Naja, kaputtgehen? Was denn? Einmal in Bewegung braucht es keine Triebwerke mehr, elektrischer Strom lässt sich simpel erzeugenn ( übrigends mit Plutonium, weil Sonnenenergie geht nur bis zur Jupiterbahn, ab da dann zu schwach), Schwerkraft mittels Eigenumdrehung braucht auch keinen Antrieb, wenn's einmal in Gang gesetzt, weil keine Reibung und Lebenserhaltung wären die mitgebrachten Pflanzen die auch Ernährungsgrundlage sind.

Wenn dann überhaupt nur mit einer möglichst kleinen Anzahl möglich und da brauchst schon mehrere hundert Laufmeter Schiff und ein paar zigtausend Tonnen Masse, wie willst denn dann 100 oder mehr Leute versorgen dauerhaft?
Der Mensch verbraucht täglich 2 Kubikmeter Sauerstoff und 2000 KCal Nahrung. Wasser ist receycelbar, wennst nicht lange nachdenkst woher es kommt, Der Stickstoff der Scheiße ist Erde für die Pflanzen und dient als Wandverkleidung verwendet als Schutz vor der kosmischen Strahlung. :idea: Tatsache kein Schmäh jetzt! :D

Im Prinzip brauchst tausend oder eine Million befruchteter Eizellen, eine Landwirtin, eine Ärztin und eine Medizinerin die sich in Genetik, Chirurgie und künstlicher Befruchtung auch auskennt. Willst ganz sicher gehen, überall zwei davon. Und eine gute Gebrauchsanweisung des Schiffernakels halt. :cool:
 
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Es müssen nicht 98 Menschen starten. Statt der eingesparten ~ 90 lebenden Menschen, kann man tonnenweise Embryos mitnehmen, die auch viel leichter zu versorgen sind, ressourcenmäßig. Eine eingefrorene Eizelle, braucht noch weniger, da könntest theorethisch sattdessen sogar Milliarden davon mitnehmen.

"Tonnenweise Embryos", logisch. Vor allem, wenn die Babys dann alle auf die Welt (in dem Falle in den Raum) kommen.
Die fünf Frauen ernähren und erziehen dann tausende Babys / Kinder im gleichen Alter…

Genauso wenig funktioniert das mit den eingefrorenen Eizellen.
Auch hier kann sich das bisschen Personal (Forscher) nur um eine relativ geringe Anzahl an Kindern kümmern…

Da klingt die Theorie der französischen Forscher mit den 49 Paaren durchdachter.
 
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Naja, kaputtgehen? Was denn? Einmal in Bewegung braucht es keine Triebwerke mehr, elektrischer Strom lässt sich simpel erzeugenn ( übrigends mit Plutonium, weil Sonnenenergie geht nur bis zur Jupiterbahn, ab da dann zu schwach), Schwerkraft mittels Eigenumdrehung braucht auch keinen Antrieb, wenn's einmal in Gang gesetzt, weil keine Reibung und Lebenserhaltung wären die mitgebrachten Pflanzen die auch Ernährungsgrundlage sind.

So stellt sich der kleine Hansi die große, weite Welt vor. :D
 
Hi,

das Schiff braucht Computer, ICs, Leiterbahnen, Software, das hält nicht ewig. Ebenso gibt es Reibung im All, und Staub, Steine, ... es muss Wasserleitungen geben, wenn 6.000 Jahre lang Wasser durch eine Leitung rinnt, wurde Material abgetragen, wo die Menschen gehen dito, Pflanzen brauchen Wasser, CO2 Stickstoff und Licht, viel Licht.

Auch im All gibt es Anziehung es gibt Scherkräfte, etc. etc. Wenn das Schiff rotieren soll (Längsachse) gibt es Verwindungen, weil die Masse nicht 100% gleich verteilt ist, usw.

LG Tom
 
Hi,

das Schiff braucht Computer, ICs, Leiterbahnen, Software, das hält nicht ewig.


:schulterzuck:Warum braucht man diese unbedingt? Im Prinzip ist's eine große Dose als Glashaus mit künstlicher Beleuchtung, mehr nicht, je mehr Technik umso anfälliger wird's, drum müßte man schauen, das Ding so einfach wie möglich zu halten. Heutige und die neuesten Sonden, z.B. jüngster Plutobesucher "New Horizon" hat den Prozessor der ersten Playstation in Verwendung ;) , modernere Computer sterben recht schnell im All den Strahlungstod.


Ebenso gibt es Reibung im All, und Staub, Steine

:verwirrt: Ok, triffst auf solche "Geschosse" mit viel Pech, ist die Mission gescheitert.

Auch im All gibt es Anziehung

Fast null, vor allem bei ~100000 Km/h Reisegeschwindigkeit
 
:schulterzuck: Naujo, Warpantrieb haben wir eh noch nicht, also braucht es auch keinen Inschinör und die Ionentriebwerke auf Xenonbasis sind recht simpel, und laufen jetzt schon ganz gut alleine für die paar Jahre, bis unser Schiff auf Geschwindigkeit ist.

Sagte ich ja, wie der kleine Max sich die große, weite Welt vorstellt.....Ionenantriebe sind derzeit für größere Massen nicht sonderlich gut geeignet, weil zu leistungsschwach.
@Mitglied #469517 hat es ja schon ein wenig umrissen.... auch im All gibt es Verschleißerscheinungen, Kurskorrekturen sind gegebenenfalls notwendig, Elektronik hält nicht ewig, die verschiedensten Kontroll-und Aufbereitungssysteme müssen gewartet und gegebenenfalls in Stand gesetzt werden,.....
 
Hi,

:schulterzuck:Warum braucht man diese unbedingt? Im Prinzip ist's eine große Dose als Glashaus mit künstlicher Beleuchtung, mehr nicht,


Du willst einen Kurs halten, durch Rotation Schwerkraft simulieren, und Menschen über 6.000 Jahre mit Bildung versorgen.



Fast null, vor allem bei ~100000 Km/h Reisegeschwindigkeit

Das reicht, auf 6.000 Jahr gerechnet.

LG Tom
 
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