Psyche vs. Sex

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Grüß Euch!

Schreibe zum ersten Mal hier. Ich habe seit einigen Jahren eine feste Partnerin. Von unserem Sex ist das selbe Lied zu erzälen, wie von sehr vielen Beziehungen, die länger dauern. Zuerst sehr viel, dann bald weniger und seit 2 einhalb Jahren bestenfalls 1 Mal im Monat. Was mich daran aber verzweifeln läßt sind die diversen Begleiterscheinungen. Erstens kam es nach den ersten 6 Monaten plötzlich 3-4 mal vor, daß sie während dessen plötzlich einen Weinkrampf bekam und mich wegstieß. Unendliche Gespräche folgten, warum, wieso, sie soll ihren Gefühlen auf den grund gehen, null Ergebnis. Seit dem wurde der Sex extrem reduziert. Sie hatte noch nie einen Orgasmus, weder bei mir noch wenn sie es sich selbst macht. Deshalb wahrscheinlich hat sie auch nicht dermaßen viel Lust auf Sex. Beim Vorspiel wird sie noch richtig heiß, aber kaum wirds ernst, wird sie verkrampft. Ich darf ihr nicht zwischen die beine greifen. Natürlich habe ich schon versucht, es ihr mit dem Mund zu machen, weil ich hoffte damit zu erreichen, daß sie kommt und sie die Lust am Sex entdeckt. Doch dabei meint sie, fühle sie sich nicht wohl. Ich kann mich nicht erinnern,daß sie schon jemals mit dem Vorspiel angefangen hätte. Wenn wir Sex haben, dauert es nicht länger als 2-3 Minuten, da es für mich jedes Mal wie das erste Mal ist. Auf ein zweites Mal konnte ich sie noch nie "überreden" (natürlich nicht mit Worten sondern verschiedensten Taten). Ein paar Mal ging der Sex auch recht gut, und es schien ihr zu gefallen. Sie hat mir dazu erzählt, daß sie ab einem bestimmten Grad Angst vor ihrer Erregung bekommen, Angst die Kontrolle zu verlieren. Zu alle dem kommt hinzu, daß ihr klar ist, da sie ja nicht blöd ist, daß sie mich verlieren könnte, wenn es bei 3 Mal pro Jahr Sex bleibt. Ich habe nun schon fast 3 harte Jahre zu ihr gestanden, aber ich werde nicht mein ganzes Leben bei ihr bleiben, wenn wir das nicht auf die Reihe bekommen. Das weiß sie. Dadurch entsteht natürlich noch eine Erwartungshaltung die das ganze noch mehr belastet. Zwischendurch hatten wir mal ein Jahr, in dem sie nicht feucht werden konnte, aus dem simplen Grund, weil sie Angst hatte nicht feucht werden zu können. Diesen kleinen Teufelskreis der sich selbst erfüllenden Prophezeihung haben wir mittlerweile durchbrochen, aber ich muß ehrlich sagen, ich hätte nie für möglich gehalten wie sehr für mich unerklärliche, aus dem nichts kommende psychische Phänomene den Sex zerstören können. Ich bin mit der gesamten Situation nicht erst jetzt sondern sicherlich schon seit Jahren überfordert. Es ist mir schon klar, daß ich hier keine Lösung finden werde, aber vielleicht eine Hilfe.
Danke.
 
Hm, schwierige Situation. Da können so viele Gründe mitspielen. Kann es sein, dass Deine Erwartungshaltung zum Thema Sex zu hoch gesteckt ist, sodass sie sich verkrampft in der Angst diese nicht erfüllen zu können? Kann es sein, dass Du Dich mit Fortdauer der Beziehung „gehen“ hast lassen, Deiner Partnerin nicht mehr die selbe Aufmerksamkeit zukommen hast lassen, wie ehedem. Oder kann dies auch umgekehrt gewesen sein? Also, seit sie sich Deiner sicher ist – sprich seit sie mit Dir verheiratet ist – widmet sie der Pflege der Beziehung nicht mehr die notwendige Aufmerksamkeit? Habt ihr Kinder und kann es sein, dass sie nach der Geburt der Kinder die Lust auf Sexualität verloren hat?
Wäre ein Sexualtherapeut einen Lösungsversuch vielleicht wert?
 
Wäre auch interessant zu erfahren wie alt deine Partnerin ist!
Sowas kommt manchmal bei jungen Mädchen vor, sollte aber eigentlich bei der Dauer der Beziehung doch schon funktionieren.
Psychologischer Rat wäre hier vielleicht wirklich nicht schlecht!
 
Ich denke wenn ihr eure Beziehung erhalten wollt,
solltet ihr professionelle Hilfe in Anspruch nehmen!Ihr solltet eine Paartherapie oder so machen

Außerdem habe ich gehört, dass es im AKH eine Sexualtherapie gibt - die soll bundesweit einzigartig sein. Eine Frau Doktor ...

Macht was, bevor es zu spät ist :daumen:
dann geht's auch wieder mit dem :quickie:
 
@seinstrunkenheit
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Wenn ich sowas lese, danke ich Gott, keine fixe Beziehung mit langweiligem oder gar keinem Sex zu haben und dass ich mir solche und ähnlich anstrengende Gespräche, Szenarien und Gedanken erspare ... Weinkrämpfe beim Sex???
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Kubinis Rat: Macht was, bevor es zu spät ist... ist zwar sicherlich gut gemeint, aber ich denke, dass es sowieso zu spät ist. Wenn man schon lange zusammen ist und solche großen Probleme dazwischen stehen ... wie soll das jemals erfüllter, befriedigender, geiler, ausgelassener, leidenschaftlicher Sex ohne hinderlichen Gedanken und nicht erfüllten Wünschen werden ?????
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Tipp von mir als Frau: Auch andere Mütter haben schöne Töchter ...
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LG Sabine - gnadenlos ehrlich :daumen:
 
das ist wahrlich eine sch... situation, ich glaube da braucht ihr professionelle hilfe. wer weiss was da in ihrem unterbewusstsein streiche spielt, möglich sie will dir nicht alles erzählen (schamgefühl), oder sie weiss auch selber gar nicht was in ihrem kopf diese blockaden hervor ruft.
auf alle fälle hut ab vor dir, finde es echt toll wenn jemand so zu seinem partner steht, da kann man wirklich von liebe reden!!!
mfg.deaf05
 
Es wird nur die zwei Wege geben:

Sabines (die_wienerin) harter Tipp: Trennung

Die anderen: schnellstmöglich professionelle Hilfe.

Wenn Deine Partnerin das nicht möchte, solltest Du Dich trennen. Ohne Hilfe von aussen, werdet Ihr das Problem nicht mehr lösen, von dem Ihr beide schon wißt, dass es eines ist.

Viel Glück -- und berichte mal wieder, wie es ausgeht!
 
Danke für Eure Antworten.

@Eraser: Du hast recht. Sie war 16 und ich 20. Also jung.
Könntest Du mir genauer erkären, was bei jungen Mädchen öfter vorkommt?

@alle: Nein, wir haben keine Kinder. Zu Trennung: Natürlich eine Variante. Aber ist es extrem scheiße, wenn ich sie verlassen muß, obwohl ich sie liebe und sie mich. Das darf dann kein Hinderungsgrund sein, macht das ganze aber schon gehörig unangenehm.
Zu Paartherapie/Sexualtherapeut oder ähnlichem. Wir sind beide Studenten und froh, daß wir mit unserem Geld auskommen. Ich habe noch von keiner Stelle gehört die solche Therapien für sehr wenig/gratis anbieten. Vielleicht aber ihr!
Grüße.
 
da die Beziehung schon so lange besteht, ist sicher ein bißchen mehr dahinter, wenn das jetzt wirklich die große Liebe war, sieht man einiges nach............
nur auf Dauer unbefriedigt bleiben ist sicher auch keine Lösung.
wobei eine Trennung sicher viel leichter wäre, wenn ihr noch keine Kinder habt.
Ein unkonventioneller Vorschlag : was wäre, wenn du deiner Partnerin vorschlagen würdest, dir eine Geliebte zuzulegen? sie könnte entweder einverstanden sein oder sich trennen wollen - dann hättest du auf jeden Fall eine Entscheidung.
Die Frage ist halt, ob du riskieren willst, deine Traumfrau zu verlieren....dann kannst du es noch so wie einige andere hier schreibende machen, und dir heimlich eine Freundin zulegen.......... :mrgreen: :mrgreen:
 
@zim: ;) , naja, ich nehme einmal an sie würde einfach darauf sagen, daß sie nicht damit einverstanden ist und sich aber nicht von mir trennen will. Also doch keine Lösung.
Das mit dem zweigleisig fahren ist sicher eine tolle Sache, in dem Moment, in dem ich mich bei meiner "Sexfreundin" auslebe, .... aber wenn ich dann am nächsten Tag meiner Freundin in die Augen sehe, würde sie mir so leid tun, daß würde mich innerlich zerreißen.
 
Danke für Eure Antworten.
. . .
Zu Paartherapie/Sexualtherapeut oder ähnlichem. Wir sind beide Studenten und froh, daß wir mit unserem Geld auskommen. Ich habe noch von keiner Stelle gehört die solche Therapien für sehr wenig/gratis anbieten. Vielleicht aber ihr!
Grüße.
Gratistherapie kenne ich keine. Leider. Aber vielleicht gibt es ja ein befreundetes Paar oder jemand älteren, erfahrenen, der sich Euren Problems annehmen würde?!

Wenn Ihr Studenten seid, könntet Ihr mal probieren, ob es auf der Psychologischen Fakultät einen Studierenden fortgeschrittenen Semesters gibt, der Euch bei dem Problem hilft; sozusagen von Studierenden für Studierende. Die dortige StRV kann Euch sicher weiterhelfen.

Was sagt denn Deine Freundin zu Hilfe von Dritten/außen?
Weiss sie, dass Du hier schreibst?

Wieder liebe Grüße
 
Hallo!

Ich denke alles bis her geschriebene beinhaltet ganz gute Tipps, besonders mit der Hilfe von Außen wäre euch wahrscheinlich geholfen!
Du hast geschrieben deine Freundin fühle sich beim Oralsex nicht wohl und sie hätte beim sex Angst die Kontrolle zu verlieren. Das deutet ja irgendwie schon daraufhin dass das "Problem" nicht bei dir liegt, sondern vielmehr an ihr und ihrem Verhältnis zu ihrem Körper und ihrer sexualität.
Sprich sie doch mal konkret darauf an. Auch ein paar vereinzelte Komplimente und etwas mehr Zuneigung (ich will dir jetzt keineswegs unterstellen du würdest deiner freundin zuwenig Zuneigung zukommen lassen, ich denke nur mal könnte das evtl. noch etwas verstärken), können ihr Gutes bewirken.
Ihr Selbstbewusstsein wird dadurch vielleicht etwas gepusht und sie kann der Sache unverkrampfter entgegensehen.Auf jeden Fall solltest du das mal konkret ansprechen.

Lg.Schandmaul
 
Zu Paartherapie/Sexualtherapeut oder ähnlichem. Wir sind beide Studenten und froh, daß wir mit unserem Geld auskommen. Ich habe noch von keiner Stelle gehört die solche Therapien für sehr wenig/gratis anbieten. Vielleicht aber ihr!
Grüße.

es gibt einen (beim ersten besuch) kostenfreien psychologischen dienst für studenten in der lederergasse, der laut homepage dezidiert auch für probleme, wie ihr sie habt, gedacht ist.
http://www.studentenberatung.at/wien/index.html

lg kala munda
 
Hallo Seinstrunkenheit!

Ich kann dir mit Sicherheit keine professionellen Tips geben, allerdings kam mir einiges bekannt vor von dem was du niedergeschrieben hast... Vielleicht nützt es dir wenn ich von meinen eigenen Erfahrungen berichte.

Mein erster Gedanke war, als ich deinen Text gelesen habe: So geht es mir auch, zwar nicht ganz so schlimm, aber ich kenne diese Gefühle. Sie hat Angst sich fallen zu lassen, sie hat Angst dass du ihr etwas antust (evtl.)?

Wurde sie früher missbraucht? Hatte sie ein schlechtes sexuelles Erlebnis?

Ich wurde früher von meinem Großvater etwas schlecht behandelt. Es war nur eine Nacht, nur eine Berührung...
Entschuldige bitte, wenn ich das jetzt niederschreibe.
Ich war ca. 8 Jahre alt, damals schlief ich immer bei meinen Großeltern im Bett, wenn wir bei ihnen zu besuch waren aufgrund von Platzmangel. Eines Nachts nahm mein Großvater meine Hand. Er dachte ich schliefe, bin allerings - leider - aufgewacht. Ich verhielt mich ruhig. Hatte unglaubliche Angst. Er nahm meine Hand und hielt sie zu seinem Ding hin. Ich hatte unglaubliche Angst, konnte mich aber nicht wehren. Ich konnte es bis letzes Jahr auch nur meiner Mutter sagen. Erst meinem Freund konnte ich mich anvertrauen. Seitdem kann ich lockerer mit dem Thema umgehen.
Allerings habe ich Probleme beim Sex. Ähnliche Probleme wie deine Freundin.

Ich kann mich nicht fallen lassen, habe Angst dass er mich ausnützt, habe Angst wenn er mir die Augen verbinden will oder mich fesseln will (mein Exfreund; auch keine gute Erfahrung für mich; hat mich einmal gefesselt und ich bin in Panik ausgebrochen). Mein Freund versteht dies zum Glück, allerdings will er natürlich dass es mir gefällt, so gerate ich unter Druck.
Wenn er mich lecken möchte, dann bekomme ich ein komisches Gefühl, ich kann dieses Gefühl nicht ab, es fühlt sich nicht gut an. Wenn er mich streicheln will, dann kann er dies nur wenn ich seinen Körper neben meinem Spüre.
Sex im Dunkeln kann ich nicht ab, da ich Angst bekomme.

Wie du siehst, ich bekomme unheimlich schnell und unheimlich oft Angst nach, während und vor dem Sex.
In letzter Zeit kommt erschwerend hinzu dass ich nicht mehr feucht genug werde. Am Anfang unserer Beziehung konnte er nicht in mich eindringen ohne dass es mir fürchterliche Schmerzen bereitete. Wir fingen ganz von vorne an, hatten über ein halbes Jahr keinen Sex (nur Petting). Dann ging es. Von heute auf morgen. Und genauso, von heute auf morgen, fängt dieses Problem wieder an. Es tut mir weh, aber nur wenn er eindringen möchte.

Das Vorspiel gefällt mir - mit wenigen Ausnahmen - schon, aber sobald es um Sex geht verkrampfe ich. Ich bin noch nie zu einem Orgasmus gekommen, habe eine Abneigung mich selber zu stimulieren.

Ich erlebte bis jetzt 1 oder 2 mal ein positiveres Gefühl beim Sex, doch verkrampfe ich jedesmal, will es gar nicht so weit kommen lassen (3 mal dürft ihr raten wieso...). Ich kann mich einfach nicht fallen lassen, obwohl ich meinen Freund über alles Liebe.

Mein Freund, und vor Allem ich selber, stelle mich unheimlich unter Druck. Ich stelle mich unter Druck dass ich zu einem Orgasmus komme und dass der Sex ihm gefällt, dass er seinen Spaß hat. Und er will mir helfen. Aber er weiss nicht wie, und ich auch nicht.

Ich nehme an dass er nicht weiss wie er mich unter Druck setzt (er redet des öfteren darüber dass er einen 3er möchte unter Anderem, mit einem 2. Mann, damit es mir gefällt,..). Ich finde immer weniger gefallen an Sex, mache es wenn ich ehrlich bin manchmal nur noch dass er seinen Spaß hat.
Auch er fängt immer mit dem ersten Schritt an.

Ich weiss nicht, ob dir meine Erzählung etwas weiterhelfen konnte, Seinstrunkenheit. Vielleicht konnte er dir etwas die Augen öffnen. Vielleicht brachte er dir gar nichts.

Ich weiss nur dass es mir immer wieder gut tut über meine Vergangenheit zu reden. Ich erlöse mich immer wieder davon.

Vielleicht solltest du deiner Frau vorschlagen dass sie Tagebuch schreibt. Rate ihr dass sie mit Freundinnen redet. Sie soll reden. Wenn sie schweigt wird es mit Sicherheit nicht besser.

Schreibt euch evtl. gegenseitig Briefe, mit erotischen Fantasien (soweit dies möglich ist) oder mit Problemen die ihr in der Beziehung habt.

Über Briefe geht einiges leichter als von Auge zu Auge zu reden... Sie muss sich nicht unter Druck setzen deine Fragen sofort zu beantworten, wenn sie einen Brief erhält, sie kann sich Zeit lassen. Du siehst nicht wie es ihr dabei ergeht. Vielleicht ist dies ganz gut so. Vielleicht will sie ihre wahren Gefühle nicht so einfach zeigen...
 
Abend!
@Benno: Ich habe meine Freundin vor 2 Jahren (damals wollte ich die Beziehung beenden) schon einmal drauf angesprochen, ob sie bereit wäre, therapeutische Hilfe mit mir gemeinsam wahrzunehmen. Sie meinte damals, daß sie das nur selber schaffen kann und ihr keiner dabei helfen kann und sie werde das selbst in den Griff bekommen. Sie klang damals überzeugend zuversichtlich und ich glaubte ihr. Weiters muß ich ehrlich zugeben, daß ich auch nicht glaubte, daß ein außenstehender so tief in ihre/meine/unserer Seele eindringen und uns tatsächlich helfen kann.
Zwei Jahre sind vergangen und es hat nicht funktioniert. Ich bin nach wie vor sehr skeptisch daß uns außenstehende helfen können, jedoch bleibt uns mittlerweile keine andere Wahl mehr.
Nein, sie weiß nicht, daß ich hier schreibe. Sie will nicht, daß irgendjemand davon erfährt. Das kann ich vestehen. Aber ich denke, daß es nicht anders geht. Wenn ich jetzt nicht aktiv werde und mir von Euch und/oder anderswo Hilfe hole, ´würde ich sie verlassen, was ihr sicherlich noch weniger recht wäre.

@Schandmaul: Ich verstehe, was Du sagen willst. Du hast sicherlich recht, daß ein mehr an Zuneigung nur gut sein kann. Das ist mir bewußt, weshalb ich sie mit wirklich einer großen Portion an Streichel und Kuscheleinheiten versorge. Nur wenn sie weiß, daß sie auch stundenlang mit mir kuscheln darf wenn sie will, kann sich ein Verlangen nach mehr entwickeln. Sie ist deshalb auch sehr in mich verliebt udn fühlt sich noch mehr in ihre Rolle der "die Beziehung zerstörenden udn belastenden" hineinversetzt. Zitat:"Bei dir fühle ich mich immer so schlecht, weil du ein sooo guter Mensch bist."

@kalamunda: Danke für Deinen Tipp, doch wahrscheinlich wird einmal nicht reichen. Werde mich aber vielleicht erkundigen.

@Clara: Danke für Deine genaue und offene Erzählung. Sie hat mir sehr viel geholfen, da sie bei mir schon bestehende Befürchtungen bestätigen/verstärken. Du mußt dich überhaupt nicht für Deine Geschichte entschuldigen. Durch sie ist mir erst klar geworden, daß es gar nicht so weit gekommen sein muß, daß sie einmal vergewaltigt worden ist oder anders "stärker" mißbraucht, sondern daß schon so eine "Kleinigkeit" ein verheerendes Ereignis mit gravierende Auswirkungen ist. Du schreibst, daß Dein Freund nur unter fürchterlichen Schmerzen in dich eindringen konnte. Das war bei uns auch so. Sie hat immer so geweint, weil es einfach nicht ging und sie haßte sich, weil sie nicht "funktionierte", sie glaubte schon, daß sie einen anatomsichen Fehler hätte, falsch "gebaut" sei. ZUm Glück, wußte wir ja, daß wir zu Beginn unserer Beziehung auch Sex hatten, der bis zu 30 Minuten dauerte, weil es das zweite Mal hinereinander war. Somit hatten wir Gewißheit, daß es nur eine Kopfsache sein mußte.
Auch sie setzt sich so wie du, unter viel höheren Druck, als ich. Ich habe ihr sogar glaubhaft einreden könne, daß mir der Sex gar nicht mehr wichtig ist. Sie hat mir das nach einiger Zeit sogar abgekauft, doch geholfen hat es auch ncihts. Danke für Deine Antwort Clara, sie hat mir sehr geholfen. Vermutlich werde ich es (nochmals) mit einem vorsichtigen, eingehenden Gespräch versuchen oder den Briefwechsel vorschlagen. Danke nochmal!
 
@Eraser: Du hast recht. Sie war 16 und ich 20. Also jung.
Könntest Du mir genauer erkären, was bei jungen Mädchen öfter vorkommt?
Nun es kommt vor das bei Mädchen die zuvor keinen Sex hatten die Gefühlsnerven noch nicht richtig entwickelt sind und sie deswegen (noch) nichts oder wenig empfinden.
Auch ein Grund warum viele Mädchen vom ersten Mal enttäuscht sind.

Ganz falsch finde ich hingegen den Rat es mit einem dritten zu versuchen oder nebenbei eine Freundin zu ordern.
Damit bringst du sie noch mehr in Bedrängnis und wird sich noch mehr verschliessen als das jetzt schon der Fall ist.

Erotische Tagebücher schreiben ??
Hmmm, könnte interessant sein welche Gedanken, Phantasien und Wünsche sie so hat und was sie anheizen würde.

Schon mal versucht einen kuscheligen Abend zu machen?
Nur streicheln und ihren Körper erkunden ohne ständig danach zu drängen ihr irgendwas wo reinzustecken.

Will euch jetzt nicht zum Alkohol drängen aber viele Frauen schätzen einen guten sehr süssen Tropfen wie z.B. La Chrima Christi, oder warmen Pflaumenwein (bekannt vom Chinesen)
Da könnte die eine oder andere Hemmschwelle etwas sinken, aber bitte nicht nicht unter den Tisch saufen!
 
einen anderen oder eine andere dran beteiligt zu machen habe ich auch nicht vorgeschlagen. Wenn es so rüberkam, so tut es mir leid.

Ich wünsche euch viel Erfolg bei dieser Bekämpfung der inneren Ängste, Verschwiegenheit oder was auch immer.

Ich glaube es wäre im Interesse vieler hier wenn du uns Neuigkeiten erzählst.

Wenn du mehr oder genaueres wissen magst, kannst du mir auch gerne eine PN schreiben.
 
@Eraser: Glaub mir, ich überlege es mir 15 Mal bevor ich beim Kuscheln dazu übergehe etwas intensiver ran zu gehen, was somit nur in den allerseltensten Fällen vorkommt. Auf sie zu warten hat keinen Sinn. Sie würde niemals anfangen. Sie sagt auch, daß sei es nur so mag, wenn ich alles mach. Das stört mich leider auch. Daß eigentlich wenn, dann ich Sex mit ihr habe, aber nicht wir miteinander.
Alkohol hilft, habe ich auch schon bemerkt. Werde einmal diesen Pflaumenwein besorgen, den mag sie.

@Clara: Ist es bei Euch auch so, daß Dein Freund (fast) alle Aktivitäten beim Sex macht und Du kaum was. Wie hat sich Eure Situation weiterentwickelt? Wer/Was hat Euch dabei geholfen? Wie ist es heute? Hast Du öfter Lust auf Sex? Fängst auch Du mal an? Hattest Du einmal einen Orgasmus? Das sind alle, sehr intime Fragen. Wenn Dich eine davon stört, dann beantworte sie einfach nicht, oder beantworte Sie per PN, wenn Dich die Öffentlichkeit stört. Grüße.
 
Meine Erzählungen beruhen von früher. Die mit meinem Freund von unserem ersten Treffen an bis jetzt.
Aber zu deinen Fragen:

Die meisten Aktivitäten macht er, ja. Aber es gibt auch ausnahmen. Er kann mich schon so wild bringen dass ich ihn verwöhne. Beim Sex übernehme meistens ich die Kontrolle (mir ist aufgefallen, dass wenn ich oben bin mir das Eindringen leichter fällt als in der Missionarsstellung).
Wie sich die Situation weiterentwickeln wird weiss ich selber auch noch nicht. Bei uns / bzw. eher mir besteht dass Problem dass ich von Angesicht zu Angesicht sehr ungern bzw. am Liebsten gar nicht über Sex rede. Mir ist es peinlich und ich kann da nicht so offen reden wie zum Beispiel über das Internet. Obwohl sich auch dies mittlerweile sehr gelegt hat (zumindestens wenn man locker mit Freunden über Sex redet; aber sobald es ums eingemachte geht, also zu zweit über den Sex reden, wird es bei mir kritisch).

Bei mir hat viel geholfen dass ich mit meinem Freund über meine damaligen Probleme geredet hatte. Dann bin ich in ein Therapieforum gegangen, wo ich meine Erfahrungen niederschrieb. Ich redete mit einem Kumpel von mir - natürlich alles über das Internet - und er riet mir zu meinem Opa zu gehen und mit ihm zu reden. Gesagt, getan, ich bin vor einem Jahr im August war es, mit meinem Moped 200 km zu meinem Opa gefahren und am nächsten Tag wieder runter. Es hatte mir gut getan. Mein Opa wusste selbst nicht (oder wollte es nicht wissen?!) dass es mich so sehr belastete. Sie versprachen mir mit meinen Eltern zu reden da bei mir noch eine unwahrscheinlich große Angst einer Schwangerschaft bestand. Dann erlaubte meine Mutter dass ich mir die Pille holen darf (wohl gemerkt war ich damals 17 ;). Zudem kam dass ich von meinem Exfreund fast geschwängert worden war, was meine Ängste verstärkte.

Einen Orgasmus hatte ich noch nie, kann ihn eigentlich auch nicht missen, da ich ja nicht weiss wie er sich anfühlt. Aber eigentlich vermisse ich doch etwas. Mir macht der Sex keinen großen Reiz aus. Ich mag es meinen Freund zu verwöhnen, ich mag es wenn er mich verwöhnt, ich mag es ihn in mir zu spüren. Aber ich spüre eben kein Gefühl dabei.

Lust auf Sex habe ich selten. Wenn wir uns 2 Wochen nicht sehen (durch eine Fernbeziehung kommt dies öfters vor), verspüre ich Lust ihn zu sehen. Auch ihn nackt zu sehen, aber sobald es ums Ausziehen geht verfliegt die Lust meistens vollkommen. In der Hinsicht war es zu Anfang unserer Beziehung besser.
Wenn wir früher eine längere Pause hatten, begann oft auch ich. Mittlerweile immer er. Es ist nicht so dass ich gar keine Lust mehr auf Sex habe. Aber 1 bis 2 mal an einem Wochenende reicht mir mittlerweile (früher war es auch öfters).

Was mir auch noch einfällt ist, dass wir mittlerweile weniger Zeit zu zweit verbringen. Vielleicht ist dies auch ein Grund bei euch? Unternehmt ihr auch viel ohne im Haus zu sein alleine? Spaziergänge, Kinobesuche oder sowas?
 
@Clara: Also viel würde ich nicht sagen. So jedes vierte Mal, wenn wir uns sehen, unternehmen wir was. Das paßt uns aber beiden so, denn man ist doch schon oft müde am Abend nach einem anstrengendem Tag. (Was dann natürlich wieder extrem förderlich für Sex ist)
Es hört sich so an, als hätte sich Eure Situation doch deutlich verbessert, das freut mich für Euch und gibt mit auch etwas Hoffnung. Hattet ihr schon einmal die Idee, daß er dich mit der Zunge, also französisch versucht zu einem Orgasmus zu bringen? Oder kannst Du das nach wie vor nicht leiden? Das habe ich nämlich vor, wiedereinmal bei meiner Freundin zu versuchen.
Habe ich das richtig verstanden? Du bist zu Deinem Opa gefahren und hast ihn darauf angesprochen, daß er deine Hand zu seinem besten Stück gelegt hat?
Also, ich bin wirkich völlig baff, du mußt das mutigste Mädchen dieser Welt sein.
!!RESPEKT!!
 
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