Zaubermuschel und Talamestra, danke, dass ihr diesen Thread wieder auf vernünftige Beine gestellt habt, ein paar Meldungen der üblichen Verdächtigen waren ziemlich entbehrlich.
Folgendes ist geschlechterneutral geschrieben, weil die "Rollen" nicht immer gleich verteilt sind.
Die Gefühle, die man durchlebt, wenn der Sex immer weniger wird und trotz guter Gesprächsbasis keine Besserung in Sicht ist, sind kein Honiglecken, auch für den sexuell inaktiven Partner nicht, denn dieser weiß natürlich auch, dass es dem Anderen schlecht geht dabei. Der Inaktive hat nur nicht den Leidensdruck, sich nicht mehr körperlich geliebt zu fühlen.
Meine Meinung (auch ich bin der Teil, der mehr möchte): Sich selbst fragen:
Nehme ich meinen Partner genau so ernst und gehe ich auf seine Wünsche ein, wie ich das von ihm erwarte.
Mache ich dem Anderen Vorwürfe (direkt oder indirekt)
Bin ich oft missmutig? (Ist zwar verständlich, aber ein ganz effektiver Lustkiller)
Wenn über das Thema gesprochen wird (und das ist notwendig), sachlich, ohne Vorwürfe die eigene Situation darlegen und auch die des Gegenüber gemeinsam besprechen.
Fremd gehen war für mich durchaus schon ein Thema, hab es aber nicht gemacht und bin heute froh darüber. Man möchte schließlich von seinem Partner begehrt und geliebt werden, nicht von einer anderen Person.
Vor ca. einem halben Jahr beschloss ich, meine Frau nicht mehr sexuell zu bedrängen (auch nicht mit Andeutungen oder Gesten) und trotzdem gut gelaunt zu bleiben. Ich habe mich nicht zurückgezogen, sondern mich zurückgehalten. Nach 2-3 Wochen hatte sie plötzlich wieder Lust, und zwar so intensiv, wie ich mir das nicht mehr zu träumen gewagt habe. Diese Phase verging wieder und kommt so ca alle 4-6 Wochen wieder einmal. Dann haben wir Sex wie in den Anfangstagen.
Wenn das so bleibt, kann ich ganz gut damit leben. Lieber selten, dafür sensationell als 2x in der Woche Pflichtsex.