Denn, Humor ist wenn man über sich selber lachen kann. Nicht schmollend im Winkerl sitzen.
Wir sind ihm Zeitalter des "beleidigt sein" angekommen.
Kein Künstler, kein Schriftsteller, kein Musiker kann mehr seriös mit Aussagekraft arbeiten, ohne dass nicht irgendwer beleidigt ist, das kund tut, sich zig andere dranhängen.....
Man ist beleidigt, verweigert Kommunikation "was soll es bringen mit dem, der, denen zu reden?", "Mit so jemanden muss man nicht reden."
Nö, man schreibt es sich querfeldein von der Seele.
Interesse an Lösung, Kompromiss, Austausch, Verständnis für anderes Verhalten zu erlangen (auch wenn man es nicht goutiert) - nö, wozu, zu aufwändig.
Jeder ist verletzt, beleidigt, mag sein die Wehleidigkeit auf Kultstatus erhoben sehen und bestätigt.
Eine gewöhnliche Resilienz muss jetzt erlernt werden, in Büchern gekauft, in Videos gesehen werden und in sozialen Medien das auch kommuniziert. Vom Lesen und Gucken kann was passieren, muss aber nicht. Hauptsache man hat es gesehen/gelesen.
Da gehen keine Witzchen mehr, kein gesellschaftspolitisches Kabarett mehr, jede Wortwahl muss durchdacht sein, diplomatischer Umgang miteinander, weil nicht miteinander reden in vielen Teilbereichen ein Verlust ist, Fehlanzeige. Arme verschränken, Kinn zur Brust, finster Blick, wegdrehen - wir sind zu beleidigt um noch lachen zu können am wenigsten über uns - weil.....tja und da beißt sich die Katze in den Schwanz.
Denn, Humor ist wenn man über sich selber lachen kann. Nicht schmollend im Winkerl sitzen.
Auch nicht mehr gelebte Kultur.
Wer eine humoristische oder satirische Bemerkung macht, ist ausschlaggebend.
"Wer hat´s gesagt?" das ist aus der Wahrnehmung gestrichen, zu kompliziert scheinbar.
o.t. Beispiele, die auf regionale Herkunft abzielen und vom Sprecher her verschieden zu bewerten sind, lass ich aus. Zu hoch die Gefahr bewusst missverstanden zu werden und jemand zu beleidigen.