Mütter als Sexworker

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Klingt jetzt eher wie ein Argument für den Beruf des SW - flexible Arbeitszeiten, Freizeit während des Schulganges etc.
Ich denke, es viele Gründe, warum jemand SW wird. Mir ging es eher darum, dass Eltern Jobs brauchen, die ihnen zeitliche Flexibilität erlauben.

doch leider sind wir auch zum Großteil auf die Außenwelt angewiesen, diese Werte zu festigen und die Anwendung derer, positiv anzuerkennen.
Bereits im Kindergarten und hernach, verstärkt in der Schule, werden Kinder wiederum geprägt.
Ja, und das ist auch gut so, so erfahren sie unterschiedliche Blickwinkel und unterschiedliche Positionen.

Die Kinder werden zuhause geprägt, bzw sollten dort geprägt werden.
[...]
Wenn ich mir teilweise die Kindergärtnerinnen oder oder die Lehrer ansehe, würde ich nicht wollen, dass alle diese Leute mein Kind prägen
Naja, das wird ja ein Thread zur Kindererziehung. hhuepf, dann hast du ein Problem mit dem Kindergarten oder der SChule (Wer hat denn die ausgesucht?!). Und ich gebe dir nur unter der Bedingung recht, dass du ein demokratischer, toleranter, weltoffener Bürger bist, sonst ist es mir lieber, der Kindergarten prägt mehr.

Das ist ja eines der zentralen Punkte, die für die Ganztagesbetreuung/Schule sprechen. Kindern, die zu Hause eben nicht optimale Fürsorge erfahren, in der Tagesbetreuung diese zukommen zu lassen.
 
Was allerdings bedeuten würde, dass die Erziehung in den meisten Fällen schief geht und überwiegend darin besteht alte Vorurteile weiterzugeben und intolerante Erwachsene zu produzieren.
Manchmal hab ich den Eindruck, hier im Forum sind wir auf einer Insel der Seeligen was Offenheit und Toleranz betrifft. Die Realität ist leider eine andere - Vorurteile, Intoleranz und Kleinkariertheit sind an der Tagesordnung und stellen imho die gesellschaftliche "Normalität" dar. Ob wir das wollen ist eine Sache, was wir dagegen tun können eine ganz andere.
Man müsste eben rigeros, von allen Seiten aus gegen dieses Spotten und Mobben mit Aufklärung und wenn das nicht hilft mit aller gebotenen Härte dagegen vorgehen.
So traurig es klingt - aber Spotten ist heutzutage an Schulen wohl eher das geringere Problem. In Zeiten wo Kinder nur zum Spaß brutalst verprügelt und die Szene zum Gaudium der anderen auf Video mitgeschnitten wird, ihnen von Banden das Taschengeld geraubt und sie zum Diebstahl genötigt werden etc ..., ist die Verrohung schon wesentlich weiter fortgeschritten als bis zu Spott und Mobbing. Ich halt den Kampf gegen Spott und Hohn schon fast für einen Kampf gegen Windmühlen, da liegt imho wesentlich mehr im Argen.
Leider sind die Lehrer (zumindest an einer Schule unserer Töchter) sehr gute Beispiele für das Gegenteil.:evil:
Ich glaub, das sind sie nirgends. 90% der Lehrer, die ich als Schüler kennengelernt habe sind einfach Wappler. Leute, die ihr Leben lang nicht aus der Schule rauskamen (da zähl ich jetzt die Uni auch dazu), deren Horizont am Konferenzraumfenster endet und die nicht die geringste Ahnung vom echten Leben haben.
Und die restlichen 10%, die wirklich guten, werden von der Masse der anderen solange gemobbt, bis sie entweder aufgeben oder demotiviert mitschwimmen.
 
@ LadyAndra

Ich denke auch, der Beruf des SW einen Menschen weder ab- noch aufwertet. Solange die betreffende es mehr oder weniger gern macht und emotionell damit umgehen kann - d.h. schafft sie es, den Job im Studio zu lassen oder belastet sie der Beruf auch privat.

Daß Kinder von Alleinerziehern es nicht ganz so lustig haben wie solche aus "intakten" Familien, halte ich aber für kein Vorurteil - ich spreche aus Erfahrung. Meine Mutter war zwar immer sehr bemüht um mich und hat immer versucht, mir Liebe mitzugeben und für mich dazusein - den emotionale Streß, den sie hatte, mit meinem Vater, ihrer Mutter, dem Job und allem drumherum, den hab ich aber trotzdem abgekriegt. Und das war mitunter ziemlich heftig.

Sagen würde ich es ihnen auf jeden Fall, aber erst wenn ich den Eindruck hätte, sie wären reif genug es zu verstehen und damit umzugehen.
 
Naja, das wird ja ein Thread zur Kindererziehung. hhuepf, dann hast du ein Problem mit dem Kindergarten oder der SChule (Wer hat denn die ausgesucht?!).

Ausgesucht? Hatte ich denn Alternativen?
Nur durch Umzug, manche in der Gegend gehen auch soweit um den Schulen (und dem Schulsystem in Bawü hier zu entgehen).

So lange das Kind nicht in diesen Einrichtungen ist, sieht man das weitaus positiver, als später wenn man sieht wie es dann doch abläuft.



..... In Zeiten wo Kinder nur zum Spaß brutalst verprügelt und die Szene zum Gaudium der anderen auf Video mitgeschnitten wird, ihnen von Banden das Taschengeld geraubt und sie zum Diebstahl genötigt werden etc ..., ist die Verrohung schon wesentlich weiter fortgeschritten als bis zu Spott und Mobbing. Ich halt den Kampf gegen Spott und Hohn schon fast für einen Kampf gegen Windmühlen, da liegt imho wesentlich mehr im Argen.

Das ist nichts was man mit gutem Willen nicht ändern kann.
Die Sache mit Geld erpressen zusammenschlagen und filmen lief auf dem Schulweg meiner Kinder auch ab. Nur unsere größere Tochter ging dazwischen (was mich jetzt nicht begeistert, sie hätte einfach Hilfe holen sollen), eine weitere Freundin kam dann noch dazu.
Ich habe das Opfer und seine Eltern dazu gebracht Anzeige zu erstatten. Abends gegen 9 Uhr kamen wir aus dem Krankenhaus, in das das Opfer eingeliefert wurde und gegen 22 Uhr 30 fanden bei den Beschuldigten schon erfolgreich Hausdurchsuchungen statt. Die Täter hatten sich so sicher gefühlt, dass niemand etwas unternimmt, dass sie alle Filme auf den Handies beliessen.

Was mich erschreckt hat, war das Verhalten von der Hälfte der Mitschüler unserer Tochter, die eher die Täter verteidigten und alles als Kleinigkeit abtaten. (Das Opfer hatte immerhin einen angebrochenen Halswirbel und Prellungen)

Anschliessende kleine Erpressungsversuche der Täter um die Zeugenaussage zu beeinflussen wurden mit hilfe der Polizei und auch der Schule der Täter im Keim erstickt.

Was etwas lahmt ist das Gericht, die Sache ist jetzt schon etwa 15 Monate her, ein Urteil gabs noch nicht, bei der Verhandlung ist der Haupttäter überhaupt nicht erschienen.
Aber auch da könnte man etwas bewegen wenn sich die Mehrzahl der Leute dafür engagieren würde.
 
Ich habe diesen Beitrag schon zig-mal aufgerufen. Und eigentlich habe ich mich hier nur angemeldet, um dazu einen Beitrag zu schreiben.
Mein Nick sagt ja schon aus, inwiefern ich betroffen bin... Deshalb hat es auch eine gewisse Zeit gedauert... es ist nicht so ganz einfach, darüber zu schreiben.

Also, es ist mir aufgefallen, dass es eben doch noch eine gehörige Portion Vorurteil gegenüber diesem Beruf gibt. Und warum? Weil allein schon um die Berufsbezeichnung solch ein Aufhebens gemacht wird. Es scheint mir, als wollte man es "Schönreden". Oder wie soll ich es sonst erklären, dass dieses blöde Wort "Sexworker" oder die Abkürzung "SW" verwendet wird? Seit ungefähr 2000 Jahren nennt man sie "Huren". Und warum bleibt man nicht einfach dabei?

Die bloße Verwendung einer anderen Bezeichnung ist nicht besonders hilfreich dabei, dieses Problem zu verarbeiten - jedenfalls nicht, soweit es um die eigene Mutter geht.
 
Also ich finde es weder verwerflich noch mutig. Wenn Sie das gerne machen will warum nicht, wenn sie es machen muss (um Geld zu verdienen) würde ich zu was anderen raten.

Um dies seinem Kind zu sagen muss man wissen wie das Kind ist. Es wäre außerordentlich naiv wenn man hier eine Aussage tätigen würde, ohne dies zu wissen.

Und ich würde sagen eine Mutter die weiß was sie will ist für mich absolut bemerkenswert und es würde die aussage NIE passen das sie "nichts wert " ist.


lg

NICE
 
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