Das ist eine sehr seltsame Diskussion. Jeder bringt ein einzelnes Beispiel, wie "es auch sein könnte" und sagt so ist es immer.
Da kann ich Dir nicht zustimmen. Ich empfinde es eher als ein Zusammentragen verschiedener Erfahrungen, was diese Diskussionsecke für mich derzeit auch sehr interessant macht.
Allerdings ist der Beruf der SW einer, den man bei uns wahrscheinlich nicht so einfach eingesteht. Das kann zu Problemen führen, muss nicht, kann. Mit Freunden der Kinder, mit der Schule, anderen Eltern, mit den Kindern. Es gibt Berufe, bei denen es dieses Problem so nicht gibt.
Während meiner Schulzeit waren es Müllentsorger, die sehr stark durch den Kakao gezogen wurden. Glaube mir, die Kinder dieser Berufssparte hatten es wirklich nicht einfach; so auch meine damalige Freundin.
Und solange die Zuständigkeit im Alltag bei einer Person allein - in der regel die Mutter - liegt, wird sich da auch nichts ändern: Krankheit, Läuse, Stunden, die ausfallen, Ferien, schulautonome Tage, ...., ich weiß als Vater und Arbeitgeber wovon ich rede.

Klingt jetzt eher wie ein Argument für den Beruf des SW - flexible Arbeitszeiten, Freizeit während des Schulganges etc.
Ich würde es ihnen, solange sie Kinder sind, nicht sagen. Vor der Pubertät verstehen sie nichts vom Sex, in der Phase der Pubertät sollten sie sich nicht auch noch mit der Bedeutung von "paysex" im Geschlechtsleben beschäftigen müssen.
Natürlich ist eine unbeschwerte Kindheit ein Segen, doch denke ich, dass es weitaus belastendere Problematiken gibt, als Paysex.
Dazu kommt, dass man in gewissen Städten z. B. in Deutschland, gar nicht darum kommt, den Kindern frühzeitig die Bedeutung eines SW zu erklären.
Ich würde es ihnen dann sagen, wenn ich sie als junge Erwachsene betrachten kann. Dann aber sehr ehrlich und auskunftsbereit.
Ich würde jeder SW raten, rechtzeitig das erarbeitete Geld zu sparen und den Ausstieg vorzubereiten...
Und die Jahre bis dahin würde ich dazu nutzen, sie tolerant und weltoffen zu erziehen...dann kann später nichts schief gehen....oder so.
Das sehe ich generell so - wir dürfen nicht vergessen, dass wir die Begleiter ins Leben der Kinder sind. Was wir ihnen vorleben, eignen sie sich größtenteils an. Prioritäten setzen, als Vorbild leben!
Warum sollte sie sich als sw bei Dir bewerben?
Du meinst wahrscheinlich nach ihrem Ausstieg aus dem horizontalem Gewerbe......aber das ist eine andere Geschichte.
Zumindest ein Förderer!
Ich denke auch, zumindest im Hinblick auf die vielen Anlaufstellen für SW, dass Arbeitgeber, die bereit sind Hilfestellung zum Wiedereinstieg in das reguläre Berufsleben zu geben, Stellenangebote dort hinterlegen könnten.
Gehört zwar nicht so ganz ins Thema, aber was hhuepf eben anschnitt find ich gut. Kinder denen Werte vermittelt werden, neigen unter Garantie nicht dazu, zu mobben und zu lästern. Ich selber versuche meinen beiden Söhnen beizubringen, hinter die Fassade zu blicken, tja und das klappt ganz gut. Sie hinterfragen viele Dinge.

Wir können mit Sicherheit einen großen Beitrag zu leisten, den Kindern eben diese Werte zu vermitteln, doch leider sind wir auch zum Großteil auf die Außenwelt angewiesen, diese Werte zu festigen und die Anwendung derer, positiv anzuerkennen.
Bereits im Kindergarten und hernach, verstärkt in der Schule, werden Kinder wiederum geprägt.