Wieso soll sie da nicht besser gleich auch etwas erhalten dafür? Ihr macht Sex Spaß und wenn sie noch dazu casht?
Na ja, es ändert sich schon einiges, sobald jemand Geld dafür ninmt.
Ab einer gewissen Regelmässigkeit gibt es (theoretisch) staatliche Anforderungen wie Steuern, Pflichtuntersuchungen, Ausweispflicht gegenüber der Polizei etc.
Sugardating ist aber eine rechtliche Grauzone.
Und es fällt eine gewisse Unbeschwertheit und Leichtigkeit weg - sobald Männer etwas bezahlen, haben sie auch bestimmte Vorstellungen und Erwartungen, wie der Ablauf sein soll. Sie wollen entsprechende Gegenleistungen für ihr Geld bekommen.
Sex als Dienstleistung ist etwas ganz anderes als rein privater Sex, weil sich die Machtverhältnisse ändern.
Salopp gesagt sind es im privaten Bereich Frauen, die entscheiden,
während es im Paysex Männer sind.
Private Bekanntschaften zeigen sich gerne romantisch und enthusiastisch-dankbar, das gibt es im Paysex zwar auch, genauso muss man aber damit umgehen lernen, dass man
für Männer, mit denen man im Paysex intim verkehrt, nicht zwangsläufig "besonders" oder "unvergesslich", ist, sondern eine Person, die man ohne viel Emotionen kurz trifft, um sie dann auf dem Heimweg zu Frau und Kindern auch schon wieder halb vergessen zu haben.
Sex, das Intimste zwischen zwei Menschen, verliert durch die Häufigkeit und Zweckdienlichkeit das geheimnisvolle Prickeln.
Es ändert sich auch das gesellschaftliche "Ansehen" - sobald man sich in seinem Umfeld zu einer Form von Sexarbeit "bekennt", muss man auch auf erstaunte bzw. negative Reaktionen gefasst sein.
Ich will aber nichts schlechtreden, es ist durchaus machbar, wenn man mit realistischen Erwartungen und einer Prise Nüchternheit an die Sache herangeht, man darf nur nicht erwarten, wie es meine Therapeutin formulierte, "eine Prinzessin zu sein". Ein gewisses Alter und damit mehr Lebenserfahrung ist insbesondere bei negativen Erfahrungen hilfreich.