Komfortzone?

vielleicht habens die Nacht davor schlecht geschlafen, vielleicht sind sie einsam, weil sie den ganzen Tag alleine sind, vielleicht haben sie keine Aufgabe mehr im Leben, vielleicht müssen sie davor ihre Bankgeschäfte vor Ort erledigen, weil sie mit den digitalen Herausforderungen nicht mehr zu recht kommen, vielleicht hüten sie ihre Enkerln, vielleicht gehen sie sogar bewusst um Uhrzeiten einkaufen, damit sie wenigstens das Gefühl haben, nicht allein zu sein usw. und so fort
Das alles ist mir durchaus bewusst, trotzdem bin ich auch nur ein Mensch und nicht Fehlerfrei. Ich kann für alles Verständnis haben, aber nicht immer und jederzeit.
Alter hat also den Touch von Hindernis für dich?
Beide können Hindernisse sein. Der Alte, der mit 60 auf der zweiten Spur schleicht genauso, wie der Junge, der sich mit 180 eingebaut hat.
Beide können auch Bereicherung sein, das kommt immer auf den Menschen an.
 
Hi,



Du meinst die, die an der Kasse vollkommen erschrocken sind, weil die Person an der Kasse plötzlich aus heiterem Himmel Geld will? Die warten und gemütlich zusehen, wie alle Waren über das Band gezogen werden, dann mal seelenruhig und penibel die Waren in den Einkaufswagen oder ihre Tasche packen, und dann anfangen ihr Geld/Bankomatkarte/Mobiltelefon zu suchen, um den unerwarteten Prozess des Bezahlens zu beginnen?

Minutenlang in der Schlange zu warten bedeutet ja nicht, dass man nichts tut, warten ist ja auch eine Tätigkeit. In der Zeit sein Geldbörserl rauszuholen oder die Bank App zu starten wäre ja Multitasking, das geht gar nicht.

Es fängt ja schon damit an, die Einkäufe aufs Förderband zu legen, dass man die in der Reihenfolge auflegt, dass die Sachen, die man im Sackerl ganz unten haben will, als erstes gescannt werden, würde ja Mitdenken erfordern. Dann könnte man ja - Gott verhüte - die Einkäufe ins Sackerl geben, noch während das Personal die anderen Waren einscannt.

Das man generell zumindest überschlagsmäßig die Preise summiert um zu wissen, was man in etwa zahlen muss, das geht gar nicht! Zwei Dosen Red Bull zu 1,20 zuzüglich zwei mal 25 Cent Pfand, da braucht man ja einen Taschenrechner, wobei, das ist so old scool und fehleranfällig, da fragt man besser ChatGPT "Wenn ich beim Billa zwei Dosen Red Bull kaufe, was muss ich zahlen?". Könnten 10 Euro sein oder 20, da kann man vorher ja nicht wissen, was man aus dem Geldbörserl holen soll.

Am liebsten sind mir die jungen Leute, die ganz am Anfang des Förderbandes stehen bleiben, wäre ja furchtbar, wenn ausser ihren Einkäufen noch was anderes am Förderband liegt. Da geht man erst weg, wenn der Supermarktmitarbeiter beginnt, ihre Sachen einzuscannen. Am besten funktioniert das, wenn sie zu fünft eine Dose Red Bull kaufen, um sich die Wartezeit mit kurzweiligen Gesprächen zu vertreiben, bevor sie dann wieder draufkommen, dass da wer Geld will und sie nach einer Bezahlmöglichkeit suchen müssen.


Da sind mir alte Omas, die Cent zählen, lieber.

LG Tom
Kannst alles auch von allen Altersklassen haben...Menschen halt...
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

Positiv für mich ist, man lernt wie man Geduldiger und entspannter wird.

ja, wenn es zu viel wird, kann man auch einfach gehen. Hab ich unlängst gemacht, als der Herr an der Kasse noch begonnen hat, mit der Kundin zu plaudern, anstatt die nächsten Sachen zu scannen (ich rede da nicht von paar netten Worten). Wer so gemütlich arbeitet kann durchaus meine Einkäufe vom Förderband wieder in die Regale räumen.

LG Tom
 
Hi,

Kannst alles auch von allen Alterdklassen haben...Menschen halt...

ja, meistens ist auch kein Problem. Wenn man aber z.B. einen Zug zu erwischen hat, kann es eine Herausforderung sein. So rein mental. Es ist ja nicht die Zeit, die real fehlt, 20 Sekunden tun idR. keinem weh, es ist das Warten.

Wobei gestern ist mir der Zug weggefahren, da fehlten mir nur 3 Sekunden. Hätte ich beim Bahnschranken nicht warten müssen, ich hätte ihn erwischt!

LG Tom
 
Also ganz ehrlich...wenn ich, manchmal, zum Glück selten, auf dem Heimweg von der Arbeit, Abends um fünf an der Supermarktkasse hinter sieben Pensionisten anstehe, frage ich mich manchmal auch, warum die ausgerechnet um diese Zeit einkaufen gehen müssen, wo sie eigentlich den ganzen Tag über Zeit hätten. Das Selbe um 12 Uhr Mittags.
Und ich denke, auch ich werde als alter Mensch einmal damit rechnen müssen, dass ich jüngeren, wenn sie gerade im Stress sind, auf die Nervem gehe, weil ich aufgrund meiner Langsamkeit als Hindernis agiere.
So sind Menschen, was ja nicht bedeutet, dass diese Menschen den Alten ihre Daseinsberechtigung absprechen.
Wie geht der Spruch...die Alten vergessen zu gerne, dass sie auch einmal jung waren und die Jungen begreifen nicht, dass sie einmal alt sein werden.

BTW: meine Frau freut sich schon darauf, beim Billa irgendwann als grantige Alte ungeduldig "zweite Kassa" zu plärren und alle mit dem Kleingeld zu nerven.🤣
Du hast ja keine Ahnung welch stressigen Tagesablauf Pensionisten haben 🧐😉. Wirst schon draufkommen wenns bei dir soweit ist. 🤣.
Du kannst aber auch mal erklären welchen Stress du auf dem Heimweg hast?
 
Hi,



Du meinst die, die an der Kasse vollkommen erschrocken sind, weil die Person an der Kasse plötzlich aus heiterem Himmel Geld will? Die warten und gemütlich zusehen, wie alle Waren über das Band gezogen werden, dann mal seelenruhig und penibel die Waren in den Einkaufswagen oder ihre Tasche packen, und dann anfangen ihr Geld/Bankomatkarte/Mobiltelefon zu suchen, um den unerwarteten Prozess des Bezahlens zu beginnen?

Minutenlang in der Schlange zu warten bedeutet ja nicht, dass man nichts tut, warten ist ja auch eine Tätigkeit. In der Zeit sein Geldbörserl rauszuholen oder die Bank App zu starten wäre ja Multitasking, das geht gar nicht.

Es fängt ja schon damit an, die Einkäufe aufs Förderband zu legen, dass man die in der Reihenfolge auflegt, dass die Sachen, die man im Sackerl ganz unten haben will, als erstes gescannt werden, würde ja Mitdenken erfordern. Dann könnte man ja - Gott verhüte - die Einkäufe ins Sackerl geben, noch während das Personal die anderen Waren einscannt.

Das man generell zumindest überschlagsmäßig die Preise summiert um zu wissen, was man in etwa zahlen muss, das geht gar nicht! Zwei Dosen Red Bull zu 1,20 zuzüglich zwei mal 25 Cent Pfand, da braucht man ja einen Taschenrechner, wobei, das ist so old scool und fehleranfällig, da fragt man besser ChatGPT "Wenn ich beim Billa zwei Dosen Red Bull kaufe, was muss ich zahlen?". Könnten 10 Euro sein oder 20, da kann man vorher ja nicht wissen, was man aus dem Geldbörserl holen soll.

Am liebsten sind mir die jungen Leute, die ganz am Anfang des Förderbandes stehen bleiben, wäre ja furchtbar, wenn ausser ihren Einkäufen noch was anderes am Förderband liegt. Da geht man erst weg, wenn der Supermarktmitarbeiter beginnt, ihre Sachen einzuscannen. Am besten funktioniert das, wenn sie zu fünft eine Dose Red Bull kaufen, um sich die Wartezeit mit kurzweiligen Gesprächen zu vertreiben, bevor sie dann wieder draufkommen, dass da wer Geld will und sie nach einer Bezahlmöglichkeit suchen müssen.


Da sind mir alte Omas, die Cent zählen, lieber.

LG Tom
Einkaufen ist halt voll spannend 😄

Es menschelt gewaltig 🤭

Und ja, bei deinen Beispielen geb ich dir recht, das muss echt ned sein.
LG Tina
 
Ich zahle ausschließlich an der Supermarktkassa mit Bargeld. Einfach weil es Spaß macht, zu wissen, man hat die "Macht". Die Mitmenschen ein bissl die Möglichkeit erhalten, mal bewusst ihre Hektik (was lauft denn davon) spüren zu lassen.
Das Bedürfnis habe ich auch hin und wieder. Problem ist nur, dass den Missmut und den Stress dann die Person an der Kassa abbekommt, weil die Schlange an genervten Kunden immer länger wird, während man selbst schon am Weg nach Hause ist. Dann zahl ich lieber doch kontaktlos mit Karte.

lg ein ehemaliger Kassier im Einzelhandel 😁
 
Hi,


Du hast ja keine Ahnung welch stressigen Tagesablauf Pensionisten haben 🧐😉. Wirst schon draufkommen wenns bei dir soweit ist. 🤣.

hör denen mal zu! Die wissen ganz genau, zu welcher Zeit sie am besten zu welchem Arzt oder Apotheker gehen müssen, um ja keine Wartezeiten zu haben.

Jetzt müssten sie diese Fähigkeit nur mehr auf den Supermarkt übertragen können. :D

Aber um mal was Positives beizutragen, die meisten Leute sind eh rücksichtsvoll und mitdenkend. Umd es gibt auch genügend alte Leute, die Dich mit einer Semmel vorlassen, weil sie meinen, dass sie länger brauchen.

Die vielen Positiven verdrängt man halt leicht, wenn man grad über irgendwas genervt ist.

LG Tom
 
Wobei gestern ist mir der Zug weggefahren, da fehlten mir nur 3 Sekunden. Hätte ich beim Bahnschranken nicht warten müssen, ich hätte ihn erwischt!
ich frag mich ja schon länger, ob das mit der inneren Haltung was zu tun haben könnte...

mein Sohn ist diesbezüglich ein Rätsel für mich: er muss viel Öffis fahren und kommt prinzipiell nicht zu früh!

Als ich selber noch zur Arbeit auf Öffis angewiesen war, bin ich prinzipiell 10 Minuten früher dort gestanden. Oft musste ich dann lange, lange warten.
Ich rotiere bereits daheim, weil er maximal 2 Minuten vorher losrennt. Der Kerl erwischt den Bus/Zug, bis auf wenige Ausnahmen. Aber dann weiß er, dass er mich nicht als Taxi buchen kann :mrgreen:
 
Hi,

ich frag mich ja schon länger, ob das mit der inneren Haltung was zu tun haben könnte...

selbstverfreilich! Meinen Bus hab ich knapp verpasst, der kommt normalerweise paar Minuten zu spät, diesemal war er fast pünktlich. Deshalb bin ich zum Bahnhof gegangen (mit dem Bus hätte ich 20 Minuten Wartezeit auf den Zug gehabt). Und weil ich dann am Bahnschranken warten musste, hab ich den Zug auch verpasst.

Man könnte auch sagen, ich hätte 10 Sekunden früher weggehen sollen. :D


mein Sohn ist diesbezüglich ein Rätsel für mich: er muss viel Öffis fahren und kommt prinzipiell nicht zu früh!


Ich rotiere bereits daheim, weil er maximal 2 Minuten vorher losrennt. Der Kerl erwischt den Bus/Zug, bis auf wenige Ausnahmen. Aber dann weiß er, dass er mich nicht als Taxi buchen kann :mrgreen:

Ich finde Deinen Sohn nachvollziehbar sympathisch ... :D

LG Tom
 
Problem ist nur, dass den Missmut und den Stress dann die Person an der Kassa abbekommt
Ich sehe da kein Problem: die Person an der Kassa kann sehr wohl sagen, dass es nicht in ihrer Sorgfaltspflicht liegt, wie schnell oder wie langsam sich Bezahlvorgänge gestalten. Das wiederum liegt an den Kunden selbst.
 
o.t.: Weil es hier wieder mal aufkam:

Ich zahle ausschließlich an der Supermarktkassa mit Bargeld. Einfach weil es Spaß macht, zu wissen, man hat die "Macht". Die Mitmenschen ein bissl die Möglichkeit erhalten, mal bewusst ihre Hektik (was lauft denn davon) spüren zu lassen. Manchen scheint das nicht zu stören, dem anderen wiederum sieht man es an... 🤣
Wichtig ist nur, dass ich in der Gelassenheit bleibe und mein Kleingeld auch ordentlich rauszähle.

Dem Kassierer ist es recht, die haben eh immer zu wenig Kleingeld.

Lustig für mich zu beobachten, wenn jemand vor mir mit Handy bezahlt und länger braucht als ich mit Bargeld. Habe da schon öfter mal warten müssen :mrgreen:


Zum Thema: bissl mehr Spielen und weniger erwarten.
Wegen mir kannst du dir ruhig noch vel mehr Zeit lassen, ich zahle grunsätzlich an den Zahlstationen und da mit Karte. :mrgreen:
 
Man könnte aber auch mit Bargeld so bezahlen, dass man nicht unbedingt das Kleingeld rauskramen muss.
Das Retourgeld gibt man dann in eine Sparbüchse und schenkt es den Enkerln oder kauft sich selbst was schönes darum 😉
Du gehst wohl davon aus, dass alle soviel Geld haben, dass sie nicht auch auf´s Kleingeld angewiesen sind. Das ist leider ein Trugschluß. ;)
 
Du kannst aber auch mal erklären welchen Stress du auf dem Heimweg hast?
Als ich noch die Kinder versorgen musste, stand meistens noch Kochen, Abwasch, manchmal Wäsche, Kinder duschen/waschen, Vorlesen und in's Bett bringen an. Und wenn man vorher schon einen 12 Stunden Arbeitstag hinter sich hat, ist man von Natur aus gestresst.
Jetzt meistens eh nur, weil man einen Zug oder Bus erwischen muss, oder weil es ein zacher Tag war und ich die Zeit lieber mit meiner Frau verbringe.
Welchen Stress sich manche Pensionisten machen sehe ich gut an meinem Umfeld.
Interessanterweise scheint vielen mit ihrer Pensionierung das vorher durchwegs vorhandene Zeitmanagement abhanden zu kommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich sehe da kein Problem: die Person an der Kassa kann sehr wohl sagen, dass es nicht in ihrer Sorgfaltspflicht liegt, wie schnell oder wie langsam sich Bezahlvorgänge gestalten. Das wiederum liegt an den Kunden selbst.
Natürlich kann ein Kassier nichts dafür, wenn sich durch Bezahlvorgänge der Ablauf verzögert. Nüchtern betrachtet ist das aber eben das Resultat, und manchen ungehaltenen Kunden ist das herzlich egal, ob sie jetzt länger warten müssen, weil der Kassier eine Schnecke ist oder weil ein Kunde vor ihm sich ewig Zeit lässt, womöglich noch mit Dutzenden von diesen furchtbaren 1.10€ Sodexo Gutscheinen. Währenddessen will der Kassier nur, dass sich die Schlange endlich auflöst, damit man mal durchschnaufen und einen Schluck Wasser trinken kann und nicht ständig die gleichen monotonen Floskeln aufsagen muss.
Dann leist ich als Kunde lieber meinen Beitrag dazu, als zu versuchen meinen Nachfolgern eine Lektion zu erteilen, über die sie vermutlich eh nicht reflektieren werden.
 

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