"Ihr habt verschlafen, wir sind der Wecker!"

In München haben die Schüler die Demo auf den Nachmittag verlegt um sich nicht mit diesem Vorwurf konfrontiert zu sehen und ernst genommen zu werden.

Mein Ältester hat beschlossen lieber doch in die Schule zu gehen weil ein Fach das ihm wichtig ist und in dem er "hinkt" in die Streik-Zeit gefallen ist.


Es ist die Eigenschaft der Jugend die Welt verändern zu wollen, es anders machen zu wollen. Immer schon. P

Es ist die "Qualität" der Lebenserfahrung zu sagen "Alles nicht so einfach das"

Aber es war noch nie sooo existentiell wichtig, dass sich was ändert.

Wir agierem in unserer kindlichen Konsumgesellschaft so, dass die Jugendlichen deutlich eigenverantwortlicher als wir Erwachsenen.
 
... dann wäre es aber kein Schulstreik mehr. ;)

Ich habe gestern die Berichte im deutschen Fernsehen gesehen - grandios.

Ich habe beruflich mit Klimawandel und Folgen zu tun. Es ist 5 vor 12. Aber Sekunden.
Und jene, die nach "Lösungen" rufen: es gibt sie. Seit langem. Nur werden sie weggesperrt - von jenen, gegen die sich der Streik richtet.

Ich hoffe, es ist der Anfang.
Ich hab beruflich ebenso damit zu tun, auf der technischen Seite. Und jene die behaupten es gäbe eine Lösung kann ich nicht einmal im Ansatz verstehen wie sie darauf kommen, sofern sie es ehrlich meinen.
 
In München haben die Schüler die Demo auf den Nachmittag verlegt um sich nicht mit diesem Vorwurf konfrontiert zu sehen und ernst genommen zu werden.

Mein Ältester hat beschlossen lieber doch in die Schule zu gehen weil ein Fach das ihm wichtig ist und in dem er "hinkt" in die Streik-Zeit gefallen ist.


Es ist die Eigenschaft der Jugend die Welt verändern zu wollen, es anders machen zu wollen. Immer schon. P

Es ist die "Qualität" der Lebenserfahrung zu sagen "Alles nicht so einfach das"

Aber es war noch nie sooo existentiell wichtig, dass sich was ändert.

Wir agierem in unserer kindlichen Konsumgesellschaft so, dass die Jugendlichen deutlich eigenverantwortlicher als wir Erwachsenen.
Die westliche Welt hat es hochgradig nicht geschafft ihr aus meiner Sicht positives Lebensmodell der westlichen Demokratie -immerhin kommt es ohne Steinigungen, Kreuzigungen, Ehrenmord und ähnlichem aus und beherrscht sogar das Binnen „I“ - in der Welt im positiven so etablieren. Wir können unglücklich sein über unsere kindische Konsumgesellschaft, mit unseren Ansätzen auf dieser Welt irgendwas ins positive drehen zu wollen erscheint mir im Anblick der Historie nicht einmal im Satz plausibel.
 
FridaysForFuture - was sagt ihr dazu?



Großes Engagement unserer Schüler und Schülerinnen.
Findet ihr es toll, dass sie wachrütteln wollen oder soll es Betragensnoten für all die Schulschwänzer geben?

Ich finde es gut, daß die jungen Menschen Zeichen setzen, aufstehen und aufbegehren.
Es ist schließlich ihre Zukunft, ihre Welt und ihre Natur...

Und sie haben ein Recht auf sauberes Wasser und saubere Luft. Ganz einfach, oder? :)
 
Besser wäre es, anstatt Maul aufreißen, etwas Vernünftiges zu lernen. Auf Basis des Erlernten könnte die Jugend technische Lösungen präsentieren, wie man den Problemen begegnen könnte. Aber einfacher ist es, links-grüne Parolen daher zu plappern, die niemanden auch nur einen Millimeter weiterbringen. Dass es Probleme gibt, wissen wir ohnehin alle. Lösungen sind gefragt, Demonstrationen ohne Lösungen zu präsentieren sind sinnlos.

Es ist ein Problem das uns alle (!) betrifft und für das wir eigentlich alle aufstehen sollten. Aufmerksamkeit und Lärm gibt's immer nur, wenn es um kleingeistigen Müll geht. Leere Versprechungen und Lügen sind btw auch keine Lösungsorientierung. Da is wurscht? Oder dürfen die Jungen nicht, weil "sollen erst erwachsen werden, damits wissen wie der Hase läuft"?
Zum ersten Mal kommen Menschen in Bewegung und möchten auf die Situation aufmerksam machen und dass das junge Menschen sind und die Handys benutzen und herumfliegen is erstmal wurscht....es braucht Veränderung und Bewusstsein für das Problem, das wollen sie und das haben sie gezeigt.
 
Besser wäre es, anstatt Maul aufreißen, etwas Vernünftiges zu lernen. Auf Basis des Erlernten könnte die Jugend technische Lösungen präsentieren, wie man den Problemen begegnen könnte. Aber einfacher ist es, links-grüne Parolen daher zu plappern, die niemanden auch nur einen Millimeter weiterbringen. Dass es Probleme gibt, wissen wir ohnehin alle. Lösungen sind gefragt, Demonstrationen ohne Lösungen zu präsentieren sind sinnlos.

Ich kann deiner Ausage so gar nichts abgewinnen, weil:

Das Wissen ohnehin schon vorhanden ist, das Bildungsniveau steigt und viele Vorschläge am Tisch liegen!

Nur: es fehlt am politischen Willen! Wenn Herr Trump den Klimawandel negiert und von diversen Klimaschutzabkommen austritt und Vorschläge zur Lösung schlicht negiert werden, ist es augenscheinlich, daß Ignoranten derzeit das Sagen haben!

Ohne Druck läuft offenbar gar nichts und deswegen braucht es jemanden, der aufsteht und die Menschen aufrüttelt...
 
Die westliche Welt hat es hochgradig nicht geschafft ihr aus meiner Sicht positives Lebensmodell der westlichen Demokratie -immerhin kommt es ohne Steinigungen, Kreuzigungen, Ehrenmord und ähnlichem aus und beherrscht sogar das Binnen „I“ - in der Welt im positiven so etablieren. Wir können unglücklich sein über unsere kindische Konsumgesellschaft, mit unseren Ansätzen auf dieser Welt irgendwas ins positive drehen zu wollen erscheint mir im Anblick der Historie nicht einmal im Satz plausibel.
Die Vorteile der westlichen Gesellschaft stellt ja auch niemand in Abrede, oder?

Das ändert aber nichts daran das es auch Schattenseiten gibt.

Ich bin von der Demokratie als der Einzug fairen Regierungsform überzeugt, trotzdem ist die Desinformation und der Populismus egal welcher Coleur ein Problem.

Ich bin davon überzeugt daß der internationale Handel und wirtschatlicher Erfolg die Basis für die friedliche Coexistenz der Völker ist (bzw umgekehrt in manchen Ländern die Bodenschätze etc der Grund für ewig schwelende Konflikte und Krisenherde sind)
Nichtsdestotrotz geht damit ein Raubbau der Ressourcen einher.

Das Demonstrieren alleine keine Lösung ist, ist klar.

Trotzdem ist es ein ermahnen sich des Problems bewusst zu sein.
 
Es ist ein Problem das uns alle (!) betrifft und für das wir eigentlich alle aufstehen sollten
Es könnte auch jeder einfach selbst damit anfangen etwas zu ändern. Es wird halt jeder schnell bemerken ,daß man eigentlich nicht auf Dinge verzichten möchte.
Alles gut gemeint, finde die Demos auch gut, aber es wird nix bringen.

Empfehle jeden einmal eine Woche auf vieles zu verzichten was den Alltag angenehm macht..........man wird schnell merken es ist Scheiße.

Die Jugend von heute werden genauso Blutsauger, wenn sie fertig studiert haben und merken man kann sich etwas leisten.
 
Und jene die behaupten es gäbe eine Lösung kann ich nicht einmal im Ansatz verstehen wie sie darauf kommen, sofern sie es ehrlich meinen.

Was ist mit der Nachhaltigkeit. Das kann jetzt der Erwerb von Vollholzmöbel sein, Konsum von regionalen (Bio)Produkten, einen handwerklichen Beruf erlernen, gebrauchte Gegenstände verwenden, D.I.Y, dafür auf die Straße gehen, eine Trockentoilette installieren, sharing, Tierrechte wertschätzen, der bewusste Umgang mit Flatrates, usw.

Darüber reden, um andere Personen zum Nachdenken anregen, ist schon mal was. Vorleben ist dann schon Revolution.
 
Das Demonstrieren alleine keine Lösung ist, ist klar.

Sie stehen auf.
Sie lernen ihre Stimme zu gebrauchen.
Sie sind gewaltfrei und argumentieren.

Das ist ihre Zeit und ihre Zukunft.

Rücken stärken und gerade Menschen schätzen.

Das ist nicht Zuviel verlangt, der Jugend entgegen zu bringen.

Selbst sind wir oft desillusioniert und träge - gut, dass wir endlich die Stimmer derer hören, die die Bequemlichkeit der Vorgenerationen ausbaden müssen. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Empfehle jeden einmal eine Woche auf vieles zu verzichten was den Alltag angenehm macht..........man wird schnell merken es ist Scheiße.

Außer es gibt etwas oder man kommt drauf, dass es eine scheinbar bessere Alternative gibt, dann ist das ja vielleicht sogar ein Gewinn.

Scheinbar und vielleicht deshalb, weil unsere Lebenszeit grundsätzlich nicht bequem ist. Quelle: Siehe Natur
 
Außer es gibt etwas oder man kommt drauf, dass es eine scheinbar bessere Alternative gibt,
Alles Wunschdenken. Die Menschheit im Westen ist es gewohnt alles parat zu haben. Teilweise ist Umweltverschmutzung sogar gesetzlich vorgeschrieben.

Diese Demos sind in einigen Wochen wieder Geschichte.

Es geht um Profit, und um sonst nix. Das war immer so und wird auch so bleiben.

Wer sich die Bilder aus dem Kongo z.B. ansieht, sollte eigentlich sein Handy fachgerecht entsorgen lassen und keines mehr benutzen. Wer macht's? Keiner!
Das kann man auf viele Dinge umlegen.

Und ich nenne das ganze Dilemma Menschenschutz und nicht Umweltschutz. In Wahrheit machen wir uns in die Hose das uns der Planet rauskickt.......der Umwelt ist es egal.
 
Wer sich die Bilder aus dem Kongo z.B. ansieht, sollte eigentlich sein Handy fachgerecht entsorgen lassen und keines mehr benutzen. Wer macht's? Keiner!
Das kann man auf viele Dinge umlegen.
Ich greif das kurz auf, weil es so oft als Killer Argument angeführt wird:

Wenn es doch nur ein verbindliches Regelwerk gäbe, in dem steht wie begrenzte Ressourcen zu nutzen sind, sofern keine Alternativen vorhanden sind, und ein Verstoß dagegen den/die Verantwortlichen in zB eine finanziell schwierige Situation bringen würde, es gäbe sehr schnell entsprechende Anpassungen.

Und, wenn ich das richtig verstanden habe, zielen diese Demos darauf ab: die, die solche Regelwerke gesetzlich verankern können, daran zu erinnern, welches Erbe sie ihren und unseren Kindern hinterlassen.

Edit: es ist natürlich auch unser Vermächtnis, nicht nur das der Politik.
 
Wenn es doch nur ein verbindliches Regelwerk gäbe, in dem steht wie begrenzte Ressourcen zu nutzen sind, sofern keine Alternativen vorhanden sind, und ein Verstoß dagegen den/die Verantwortlichen in zB eine finanziell schwierige Situation bringen würde, es gäbe sehr schnell entsprechende Anpassungen.
Ressourcenkriege haben wir schon genug, dazu zähle ich auch die seltenen Erden ( finanzieren dazu auch noch Bürgerkriege).

Die tollen Regelwerke funktionieren genau gar nicht. Amerika, China, Indien,etc. machen was sie wollen. Wer bitte soll da Strafen verhängen?

Amerika marschiert auf einer Lüge in ein Land ein, und wir Europa machen brav mit. Das Ganze "wir ändern die Welt "ist ein Witz, zwar einer mit guten Motiven, aber eben ein Witz.

Die Merkel befürwortet die Demos.....na was soll man da sagen? Gerade sie hätte Möglichkeiten einiges zu ändern. Tut sie es? Nein! Weil sie genauso ein Knecht von Amerika ist wie alle anderen Länder die es sich nicht verderben möchten.
 
Ressourcenkriege haben wir schon genug, dazu zähle ich auch die seltenen Erden ( finanzieren dazu auch noch Bürgerkriege).

Die tollen Regelwerke funktionieren genau gar nicht. Amerika, China, Indien,etc. machen was sie wollen. Wer bitte soll da Strafen verhängen?

Amerika marschiert auf einer Lüge in ein Land ein, und wir Europa machen brav mit. Das Ganze "wir ändern die Welt "ist ein Witz, zwar einer mit guten Motiven, aber eben ein Witz.

Die Merkel befürwortet die Demos.....na was soll man da sagen? Gerade sie hätte Möglichkeiten einiges zu ändern. Tut sie es? Nein! Weil sie genauso ein Knecht von Amerika ist wie alle anderen Länder die es sich nicht verderben möchten.
okay...also nichts tun......da wäre heute noch der Ostblock etc ( ich weiß, viele da im Forum würden sich das eh noch wünschen )
es war immer eine Bewegung von unten rauf, fast nie von oben herab....
 
Wer sich die Bilder aus dem Kongo z.B. ansieht, sollte eigentlich sein Handy fachgerecht entsorgen lassen und keines mehr benutzen. Wer macht's? Keiner!
Das kann man auf viele Dinge umlegen.

Wenn du Missstände erkennst und nichts dagegen tust, naja, dann muss du wachgerüttelt werden, sprich Demos, die dich dazu bringen, etwas zu tun.

Wenn du ein Handy brauchst, dann kauf nur mehr Geräte, die bereits verwendet wurden und erhöhe damit die Nachhaltigkeit.

"Das kann man auf viele Dinge umlegen."
 
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