Ich gehöre ja schon zu den Middleagern und wenn ich so auf meine letzten 30 Jahre zurückblicke, habe ich viel zu wenig für mich selbst getan. Es waren immer andere, die sich an meiner Stärke bedienten und mich letztendlich fast kaputt gemacht hätten. Daher mache ich konkret ausnahmslos Dinge, die mir gut tun, ungeachtet ob das anderen gefällt oder nicht. Ich sehe es nicht mehr als meinen Job anderen zu gefallen und beweisen muss ich mir schon lange nichts mehr, ich weiß, dass ich fabelhaft bin. Ich lebe bewusst kompromisslos, wer da nicht mitzieht, muss gehen. Ganz dem Motto: Bin ich zu stark, bist du zu schwach.
Ich liebe meinen Beruf und die damit einhergehende Erfahrungen. Allein sich mit Kindern und Jugendlichen zu beschäftigen, erdet ungemein und ich merke, wie gut mein Brotberuf zu meiner Passion passt: Männer sind ja auch irgendwie Kinde
Ich erwarte in der Tat von anderen nichts Geringeres, als das, was ich von mir selbst erwarte. Was es ist, liegt an der Situation und den Menschen selbst oder die Art, wie ich mit ihnen interagieren möchte.
Glück empfinde ich wirklich in den kleinen Phasen, wenn ich einfach auf der Couch liege, ein gutes Glas Rotwein in der Hand, das Bäuchlein meiner Katzen streichle und sich alles einfach gut anfühlt.
Perfektion hat für mich keinen Wert, daher wähle ich bewusst kleine Herausforderungen, aber auch die Ruhe und das Reflektieren. Andere suchen nach Erfolg, Geld, Wohlstand, den perfekten Menschen an der Seite ... Das sind alles Dinge, die vielleicht das Ego für eine Weile schmeicheln, aber sie erfüllen letztendlich nicht wirklich. Vor allem, all das kann verlorengehen!
Und jetzt bin ich endlich an dem Punkt in meinem Leben angekommen, wo ich sein möchte: Single, unabhängig, eine Hand voll guter Freunde, ein stabiles soziales Netzwerk und großartige Nachbarn (das man nicht unterschätzen sollte).
Sollte ich morgen in die Kiste springen müssen, kann ich jetzt schon sagen: Passt, alles erledigt, alles gut gemacht. Tschüss!